Anzeige
Seite 1 von 12 12311 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 116

Thema: Stabile Einstein-Rosen-Brücke

  1. #1
    Registriert seit
    23.09.2018
    Beiträge
    34

    Standard Stabile Einstein-Rosen-Brücke

    Anzeige
    Hallo,

    mich würde bitte Eure Meinung zu folgender Thematik interessieren:

    Laut der Allgemeinen Relativitätstheorie sollte eine Einstein-Rosen-Brücke (ERB) singulär und somit instabil sein.
    Der Grund ist entsprechend der Gleichungen der ART, dass eine stabile ERB in ihrer unmittelbaren Umgebung eine hohes Maß an negativer Raumkrümmung benötigt. Das Fehlen dieser negativen Raumkrümmung im uns umgebenden Kosmos führt jedoch zu Instabilität.

    Ich bin dabei zu folgender Schlussfolgerung gelangt:

    Wenn Einstein-Rosen-Brücken im Verbund auftreten, dann stabilisieren sie sich gegenseitig.
    Mit anderen Worten, wenn sich beispielsweise drei ERB in unmittelbarer Nachbarschaft zu einander befinden, dann wird jeder einzelnen ERB von den jeweils zwei benachbarten ERB soviel negative Raumkrümmung zur Verfügung gestellt, dass ein stabiler Zustand erreicht werden sollte.


    Was meint ihr dazu?
    Schon mal Danke für eurer Feedback.

  2. #2
    Registriert seit
    19.02.2014
    Beiträge
    932

    Standard

    Was passiert dabei eigentlich mit "rechts" und "links"? Können die konform transformieren?

    Wie sieht die Penrose-Rechnung aus -Dip

  3. #3
    Registriert seit
    12.11.2005
    Beiträge
    5.200

    Standard

    Hallo Peter,

    Zitat Zitat von Peter_S Beitrag anzeigen
    Laut der Allgemeinen Relativitätstheorie sollte eine Einstein-Rosen-Brücke (ERB) singulär und somit instabil sein.
    mir ist diese Schlussfolgerung neu. Warum sollte eine ERB überhaupt instabil sein. Das Problem mit der ERB ist doch vielmehr, dass es bisher keine experimentellen Hinweise auf die Existenz von ERBs gibt.
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  4. #4
    Registriert seit
    23.09.2018
    Beiträge
    34

    Standard

    Hallo Bernhard,

    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    mir ist diese Schlussfolgerung neu. Warum sollte eine ERB überhaupt instabil sein.
    ich meinte instabil im Sinne von "Die Einstein-Rosen-Brücken sind sehr instabil und haben nur eine äußerst kurze Lebensdauer.", siehe Link Seite 39
    Geändert von Peter_S (01.10.2018 um 19:58 Uhr)

  5. #5
    Registriert seit
    05.07.2011
    Ort
    Nürnberg
    Beiträge
    1.361

    Standard

    Zitat Zitat von Peter_S Beitrag anzeigen
    Laut der Allgemeinen Relativitätstheorie sollte eine Einstein-Rosen-Brücke (ERB) singulär und somit instabil sein. Der Grund ist entsprechend der Gleichungen der ART, dass eine stabile ERB in ihrer unmittelbaren Umgebung eine hohes Maß an negativer Raumkrümmung benötigt. Das Fehlen dieser negativen Raumkrümmung im uns umgebenden Kosmos führt jedoch zu Instabilität.
    Die ART alleine sagt dazu nichts.

    Man benötigt das Verhalten des Energie-Impuls-Tensors weiterer Felder, um diese Frage beantworten zu können (und dabei stößt man letztlich immer auf exotische Materieformen oder Effekt)

    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Worm...able_wormholes


    Gruß
    Tom

    «while I subscribe to the "Many Worlds" theory which posits the existence of an infinite number of Toms in an infinite number of universes, I assure you that in none of them am I dancing»

  6. #6
    Registriert seit
    12.11.2005
    Beiträge
    5.200

    Standard

    Bei den "Notes" von dieser Version: https://en.wikipedia.org/wiki/Wormhole wird die Referenz 12 falsch zitiert.

    Lesenswert ist aber diese Arbeit: Wormholes in spacetime and their use for interstellar travel: A tool for teaching general relativity von M. Morris und K. Thorne. Dort werden durchquerbare Wurmlöcher und Möglichkeiten zu dessen Stabilisierung diskutiert. Es werden dabei auch Möglichkeiten zur Stabilisierung mit Hilfe von elektromagnetischen Feldern und gequetschten Quantenzuständen ewähnt.
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  7. #7
    Registriert seit
    23.09.2018
    Beiträge
    34

    Standard

    Hallo TomS,

    Zitat Zitat von TomS Beitrag anzeigen
    Man benötigt das Verhalten des Energie-Impuls-Tensors weiterer Felder, um diese Frage beantworten zu können (und dabei stößt man letztlich immer auf exotische Materieformen oder Effekt)

    du hast recht, beim Thema „stabile ERB“ spielt mehr oder weniger immer die sogenannte „exotische Materie“ eine stabilisierende Rolle.

    Wenn ich die Definition „exotischer Materie“ richtig verstanden habe, dann krümmt diese hypothetische Materieform den Raum negativ - im Gegensatz zur „konventionellen Materie“, die den Raum positiv krümmt.
    Dies wiederum würde aber bedeuten, dass eine ERB per se nichts anderes als „exotische Materie“ ist, da sie den Raum sehr stark negativ krümmt.

    Das jedoch würde wiederum meine anfängliche Aussage bestätigen.
    Ich formuliere meine Hypothese daher einmal unter diesem Aspekt:

    Wenn sich drei Einstein-Rosen-Brücken (ERBs) im Verbund befinden, dann sollte jeder ERB von den jeweils zwei benachbarten ERBs hinreichend viel „exotische Materie“ zur Verfügung gestellt werden, um einen stabilen Zustand zu erreichen.

    Was meinst du dazu?

  8. #8
    Registriert seit
    12.11.2005
    Beiträge
    5.200

    Standard

    Hallo Peter,

    Zitat Zitat von Peter_S Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Definition „exotischer Materie“ richtig verstanden habe, dann krümmt diese hypothetische Materieform den Raum negativ - im Gegensatz zur „konventionellen Materie“, die den Raum positiv krümmt.
    das stimmt so nicht ganz:
    Zitat Zitat von WP
    Im Jahr 1924 veröffentlichte Friedmann wiederum in der Zeitschrift für Physik den Aufsatz Über die Möglichkeit einer Welt mit konstanter negativer Krümmung des Raumes als dritten Fall für ein relativistisches Weltmodell und schrieb darin: „Die Möglichkeit, aus den Weltgleichungen eine Welt konstanter positiver räumlicher Krümmung abzuleiten, steht aber mit der Frage nach der Endlichkeit des Raumes im Zusammenhange.
    von hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Alexan...tsch_Friedmann. Die Unterscheidung dieser drei Weltmodelle hängt bei verschwindender kosmologischer Konstante nur von der Materiedichte ab, wobei diese in allen drei Fällen größer gleich Null angenommen wird. Man kennt die negative Raumkrümmung also auch von herkömmlicher Materie.

    Zudem darf man das "exotisch" bei "exotischer Materie" auch nicht überinterpretieren. In der verlinkten Arbeit von Morris und Thorne wird damit AFAIK und z.B. auch die Materie in Neutronensternen bezeichnet.
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  9. #9
    Registriert seit
    23.09.2018
    Beiträge
    34

    Standard

    Hallo Bernhard,

    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Man kennt die negative Raumkrümmung also auch von herkömmlicher Materie..
    Da könntest du recht haben.

    Aber für mich ist vor allem interessant, dass in bisherigen physikalischen Theorien bezüglich stabiler ERBs sehr oft „exotische Materie“ (negative Raumkrümmung) als Lösungsansatz vorgeschlagen wird.

    Ich denke aber, dass mein Ansatz viel eleganter ist, da ich nicht weiter versuchen muss, irgendwelche zusätzlich komplexen Rahmenbedingungen in der Nähe der ERB zu „kreieren“ (exotische Materie oder sonstige andere Theorien).
    Denn niemandem ist bisher aufgefallen, dass zwar eine einzelne ERB ein Stabilitäts-Problem hat, dass aber wiederum mehrere ERBs im Verbund dieses ursprüngliche Problem lösen könnten.

    Oder salopp mit anderen Worten: Einstein-Rosen-Brücken könnten sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen …

  10. #10
    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    6.506

    Standard

    Anzeige
    Hallo Bernhard,

    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Man kennt die negative Raumkrümmung also auch von herkömmlicher Materie.
    ist das nicht eher der Tatsache geschuldet, daß eine Abbremsung der Ausdehnung (ohne deren auslösende Ursache (der Ausdehnung) wirklich zu kennen) davon abhängt, wie hoch die beobachtete Ausdehnungsgeschwindigkeit und wie hoch die (damals noch viel weniger beobachtbare) Materiedichte im Universum ist?


    Herzliche Grüße


    MAC

Ähnliche Themen

  1. Galaxien: Eine nahe Brücke aus Dunkler Materie?
    Von astronews.com Redaktion im Forum Dunkle Materie & Dunkle Energie
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 08.08.2015, 10:04
  2. Einstein und Ruheenergie
    Von Zarathustra: im Forum Gegen den Mainstream
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 01.10.2014, 01:40
  3. Planck: Brücke aus heißem Gas verbindet Galaxienhaufen
    Von astronews.com Redaktion im Forum Teleskope allgemein
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 20.11.2012, 18:20
  4. Dunkelmaterie: Dunkelmaterie-Brücke durchs Nichts?
    Von astronews.com Redaktion im Forum Dunkle Materie & Dunkle Energie
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 16.09.2008, 15:44
  5. Einstein-Jahr
    Von Planckworld im Forum Forschung allgemein
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 01.06.2005, 21:44

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
astronews.com 
Nachrichten Forschung | Raumfahrt | Sonnensystem | Teleskope | Amateurastronomie
Übersicht | Alle Schlagzeilen des Monats | Missionen | Archiv
Weitere Angebote Frag astronews.com | Forum | Bild des Tages | Newsletter
Kalender Sternenhimmel | Startrampe | Fernsehsendungen | Veranstaltungen
Nachschlagen AstroGlossar | AstroLinks
Info RSS-Feeds | Soziale Netzwerke | Flattr & freiwilliges Bezahlen | Werbung | Kontakt | Suche
Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung
Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2013. Alle Rechte vorbehalten.  W3C