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Thema: Blick in die Gegenwart

  1. #1
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    Standard Blick in die Gegenwart

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    Wir kennen alle die Bilder unserer Galaxie mit den Spiralarmen und der ungefähren, angenommenen Position unseres Sonnensystems.
    Diese Bilder sind entstanden aufgrund von Daten über Entfernungen zu anderen Sternen in unserer Umgebung und noch tieferen Messungen und Blicken in Richtung des Zentrums und den äußeren Bereichen der Milchstraße.

    Aber wie sieht das ganze heute, im Augenblick aus?

    Könnte man ein Bild unserer Galaxie generieren, in dem der Zeitfaktor berücksichtigt würde?
    D.h. die beobachteten Supernovae wären inzwischen verblasst, das supermassereiche schwarze Loch im Zentrum wäre weiter angewachsen, die Gaswolken, die uns teilweise den Blick ins Zentrum blockieren, wären verschwunden, weil sich neue Sterne in ihnen gebildet hätten, der Halo hätte sich soweit ausgedehnt, dass er nicht mehr nachweisbar wäre.. usw.

    Könnte man das "lichtjahre alte Bild", das wir uns von unserer Realität machen, auf einen aktuellen Stand hochrechnen?

  2. #2
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    Standard

    Den aktuellen Stand hochrechnen heißt comoving, das kann man - aber was wird später?

  3. #3
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    Standard

    Zumindest ein klares Bild unserer Gegenwart wäre doch interessant.

    Danke für die 'comoving' Info.

  4. #4
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    Das ist relativ sinnfrei. Bei statistischen 1 bis 2 SN pro 100 Jahre in der Milchstraße, würde das rein- oder rausrechnen keinen nennenswerten Unterschied in der Abbildung machen. Die letzte bekannte SN liegt IMHO schon solange zurück, das sie in den ersten hochgerechneten Milchstraßenabbildungen sowieso nicht mehr dabei war. Das trifft auch auf das SMSL Sagittarius A* im Zentrum zu. Gesehen hat es eh noch keiner (also auch nicht den EH). Chandra hat gegen Ende der 90er das erste Mal Röntgenstrahlung von dort nachgewiesen. Daran hat sich in den wenigen Jahren nichts entscheidendes geändert. S2 hat eine Umlaufzeit von ~16 Jahren. Du mußt diesen und andere Sterne also eine ziemlich lange Zeit beobachten, um eine Masseänderung des SMSL feststellen zu können.
    Wir befinden ~27000LJ vom galaktischen Zentrum und fahren mit 240km/s um dasselbe. Hört sich schnell an, ist es auch. Aber das tut unsere Umgebung ebenso, mit ähnlicher Geschwindigkeit und ähnlicher Richtung.
    An den Milchstraße-Abbildungen als solche dürfte sich also seit den ersten Bildern nur schemenhaft was geändert haben. Zumal es sich sowieso nicht um Realfotos handelt und der Maßstab auf Grund der Größe der MS extrem heruntergebrochen ist und Details, wie Du sie sehen möchtest aller Wahscheinlichkeit nach nicht erkennbar wären.

  5. #5
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    Hallo Camille,

    um Dir einen Eindruck zu verschaffen, wieviel sich in den 27- bis vielleicht 80-tausend Jahren über die unsere Beobachtungen der Milchstraße zeitlich verteilt sind ändert, kannst Du Dir die erste Animation in https://de.wikipedia.org/wiki/Galaktisches_Jahr mal ansehen. Sie stellt die Positionen der Sterne dar, die sich zur Zeit in unserer ‚näheren‘ Umgebung befinden und berechnet ihre Postionen für die Zeit von einem galaktischen Jahr, also der Umlaufzeit unserer Sonne um das Galaktische Zentrum.

    Das galaktische Jahr dauert etwa 250 Millionen Jahre, also wären 80 tausend Jahre 1/3000 dieser Zeit. Das wäre noch innerhalb des letzten Bildes dieser GIF-Animation. Sie startet vor 250 Millionen Jahren und endet mit ihrem letzten Bild 'heute'.

    Wie Du siehst, tut sich in so kurzer Zeit (Lichtlaufzeit vom Rand der Galaxis hin zu uns) auch auf galaktischen Maßstäben, nicht so viel, daß es unsere räumlichen Beobachtungen entscheidend beeinflussen würde.

    Herzliche Grüße

    MAC

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