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Thema: SL durch kollabierende Gaswolken ?

  1. #1
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    Standard SL durch kollabierende Gaswolken ?

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    Also seither war ich der Meinung SL entstehen durch kollabierende Sterne.
    Nun habe ich aber eine Doku gesehen dass diese auch durch kollabierende Gaswolken entstehen können leider wurde auf die näheren Hintergründe nicht eingegangen.
    Der Effekt müsste dann aber doch derselbe sein wie bei einer Supernova dass die Gaswolke dann ebensoweit bis auf die Atomkerne zusammengedrückt wird ?
    Hab grade noch eine weitere Theorie gefunden:
    Schwarze Löcher können wahrscheinlich auch entstehen, wenn zwei Sterne miteinander zusammenstoßen und ihre Massen vereinigen. Überschreitet die Masse einen bestimmten Wert, kollabiert dieser neue Stern zu einem Schwarzen Loch.

  2. #2
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    Standard

    Theoretisch müsste es sogar einen knappen Punkt geben, an dem der Reinwurf einer Münze einen Neutronenstern in ein SL kollabieren lässt
    meine Signatur

  3. #3
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    Standard

    Die Doku habe ich auch gesehen.

    Allerdings halte ich diese These (als interessierter Laie) für unglaubwürdig, da auch eine supermassive Gaswolke, relativ kurz nach dem Urknall, beim kollabieren zuerst die Kernfusion entfachen würde, deren Strahlungsdruck den weiteren Gaseinfluss unterbinden müsste. Die umliegenden Gasmoleküle würden praktisch "weggeblasen", sodass keine weitere Materie einfallen könnte.

    In dieser supermassiven Gaswolke müssten unzählige Sterne entstehen aber kein (direktes) schwarzes Loch.

    Mit dieser "These" wird ja versucht das Vorhandensein von supermassiven schwarzen Löchern wie den Quasar SDSS J0100+2802 mit der Masse von über 12 Milliarden Sonnenmassen, welches schon min. 900 Millionen Jahre nach dem Urknall existierte (was nach unserem heutigen Verständnis unmöglich ist) zu erklären.

    Da wäre die These, dass der Urknall ein periodisch auftretenes Ereignis im Abstand von 100/300/500 Milliarden Jahren ist (Branen-Theorie) und Quasar SDSS J0100+2802 ein Überbleibsel des vorherigen "Universums" ist, das durch die Gravitation der Materie des nachfolgenden Urknalls wieder "eingefangen wurde", wesentlich lögischer.
    Geändert von Ionit (12.09.2018 um 00:59 Uhr)

  4. #4
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    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    Theoretisch müsste es sogar einen knappen Punkt geben, an dem der Reinwurf einer Münze einen Neutronenstern in ein SL kollabieren lässt
    Du kommst mit Deiner Idee zu spät. Das Schwarze Loch mit Münzeinwurf existiert bereits.

    Was das SL direkt aus der Gaswolke betrifft, weiß ich nicht, ob es ohne den Umweg über die Sternentstehung geht.

  5. #5
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    Alles Theorie eben, auch über den Urknall könnte man endlos diskutieren, eine Singularität enstspricht laut Theorie ja auch dem Urknall...oder der Urknall ist sozusagen der "Pups" eines SL
    Ziu den Gaswolken habe ich nun noch etwas gefunden das könnte es erklären oder noch mehr Fragen aufwerfen
    (kann sein das war mit in der Doku, habe die aber nicht ganz sehen können)
    Die Strahlung einer Nachbargalaxie kann die Entstehung neuer Sterne in einer Galaxie verhindern und den direkten Kollaps großer Gasmengen zu einem Schwarzen Loch auslösen.
    Wenn sich eine weitere Galaxie, in der gerade explosionsartig Sterne entstehen, in genau der richtigen Entfernung befindet, unterdrückt die Strahlung dieser Sterne die Bildung von Sternen in der ersten Galaxie. Auf diese Weise kann das Gas ungehindert zusammenstürzen und ein gewaltiges Schwarzes Loch bilden.

  6. #6
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    Offenbar existiert diese Möglichkeit des direkten Kollapses. Ich habe die Arbeiten allerdings nicht gelesen und kann sie nicht weiter kommentieren.

    https://physics.stackexchange.com/qu...m-a-black-hole
    Gruß
    Tom

    «while I subscribe to the "Many Worlds" theory which posits the existence of an infinite number of Toms in an infinite number of universes, I assure you that in none of them am I dancing»

  7. #7
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    leer........
    Geändert von Bernhard (12.09.2018 um 11:42 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  8. #8
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    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    Theoretisch müsste es sogar einen knappen Punkt geben, an dem der Reinwurf einer Münze einen Neutronenstern in ein SL kollabieren lässt
    Hallo pauli,

    warum so eine grosse Masse ? Theoretisch würde ein Elementarteilchen genügen.

    In diesem Kontext mal eine Frage: was würde eigentlich passieren, wenn sich ein Proton oder Neutron dem Ereignishorizoint nähert ? Ist da "sichergestellt", dass entweder alle oder keines seiner Quarks in das Loch fallen oder könnte es passieren, dass nur ein oder zwei Quarks hineinfallen und zwei bzw. ein Quark draussen bleiben - wie sieht das dann mit dem Confinement aus ?


    Freundliche Grüsse, Ralf

  9. #9
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    was würde eigentlich passieren, wenn sich ein Proton oder Neutron dem Ereignishorizoint nähert ? Ist da "sichergestellt", dass entweder alle oder keines seiner Quarks in das Loch fallen oder könnte es passieren, dass nur ein oder zwei Quarks hineinfallen und zwei bzw. ein Quark draussen bleiben - wie sieht das dann mit dem Confinement aus ?
    Hallo zusammen,

    ich habe dazu folgende Arbeiten gefunden:

    The Event Horizon of Confinement (Helmut Satz)

    Thermal Hadronization, Hawking-Unruh Radiation and Event Horizon in QCD (P. Castorina)


    Freundliche Grüsse, Ralf

  10. #10
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    also ich hab auch noch zwei als Zugabe

    https://arxiv.org/abs/1603.08522 "First Identification of Direct Collapse Black Hole Candidates in the Early Universe in CANDELS/GOODS-S"
    da geht es um die Interpretation von Beobachtungen und hier http://www.nature.com/articles/s41550-017-0075 um die Voraussetzungen
    Here we show that two conditions must be met in the protogalaxy that will host the direct-collapse black hole. First, prior star formation must be delayed; this can be achieved with a background Lyman–Werner flux of JBG ≳ 100J21 (J21 is the intensity of background radiation in units of 10−21 erg cm−2 s−1 Hz−1 sr−1).
    Second, an intense burst of Lyman–Werner radiation from a neighbouring star-bursting protogalaxy is required, just before the gas cloud undergoes gravitational collapse, to suppress star formation completely.
    Using high-resolution hydrodynamical simulations ...
    Grüße Dip

    PS: und neu von heute https://arxiv.org/abs/1809.03526 mit Bildern "Observational signatures of massive black hole formation in the early universe"
    Geändert von Herr Senf (12.09.2018 um 12:52 Uhr)

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