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Thema: VLT: Schärfere Bilder als mit Hubble

  1. #1

    Standard VLT: Schärfere Bilder als mit Hubble

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    Obwohl Teleskope auf der Erde deutlich größere Spiegel haben als das Weltraumteleskop Hubble, sorgt die Luftunruhe der Atmosphäre doch dafür, dass Hubble-Bilder merklich schärfer sind als Aufnahmen von VLT und Co. Doch das gilt nun nicht mehr: Die ESO hat heute Testbilder vorgestellt, die mithilfe einer neuen Adaptiven Optik gewonnen wurden. Die Ergebnisse sind spektakulär. (18. Juli 2018)

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  2. #2
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    Moin zusammen,
    Zitat Zitat von astronews.com Redaktion Beitrag anzeigen
    Die Ergebnisse sind spektakulär. (18. Juli 2018)
    Ja, in der Tat ist dieses Neptunbild sehr spannend.
    Gemeinsam mit der Abbildung des Zentrums des Kugelsternhaufens NGC 6388 zeigt das Instrument MUSE/GALACSI, was es im Narrow Field Modus zu leisten imstande ist.

    Es sollte aber nicht davon ablenken, Daniel Fischer sei Dank, dass sehr viel frühere Aufnahmen mit adaptiven Optiken an anderen Großteleskopen bisweilen schärfere, wenigstens gleich scharfe Bilder geliefert haben:
    Keck 2000
    Keck 2007

    Und zum Vergleich mal mein bestes Ergebnis von Neptun aus dem Jahr 2003 mit einem 20cm-Teleskop (C8, ohne AO)
    cs, Frank
    frank-specht.de

  3. #3
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    Standard

    Zitat Zitat von FrankSpecht Beitrag anzeigen
    Und zum Vergleich mal mein bestes Ergebnis von Neptun aus dem Jahr 2003 mit einem 20cm-Teleskop (C8, ohne AO)
    Hallo Frank,

    sehr schön, herzlichen Glückwunsch !


    Freundliche Grüsse, Ralf

  4. #4
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    Standard

    Danke schön, Ralf!
    Aber soooo doll ist die Aufnahme nun auch nicht (na gut, schlecht ist sie auch nicht, wenn ich den internationalen Vergleich sehe)
    Es gibt aber semiprofessionelle Amateure (mit leistungsfähigeren Teleskopen), wie z.B. Damian Paech, die solch schwierige Aufnahmen wesentlich besser meistern:
    Damian Paech: Neptun

    Da reiche ich bei weitem weder mit Geduld, noch Location heran.

    PS: Ich habe hier noch eine schöne Animation vom HST gefunden: Neptune and its moons
    Geändert von FrankSpecht (21.07.2018 um 00:02 Uhr)
    cs, Frank
    frank-specht.de

  5. #5
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    ui, was für ein scharfes Bild ... wie lange muss belichtet werden dafür?
    meine Signatur

  6. #6
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    Moin pauli,
    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    ui, was für ein scharfes Bild ... wie lange muss belichtet werden dafür?
    Ich weiß zwar nicht, auf welche Aufnahme du dich konkret beziehst, aber generell ist es in Zeiten digitaler Kameras so, dass man nicht eine langbelichtete Aufnahme macht, sondern Hunderte bis Tausende kurzbelichtete.
    Früher beim Rollenfilm musste man tatsächlich bei Planeten so 1-2 Sekunden belichten.
    Heute, zumindest bei uns Amateuren, belichtet man mit etwa 1/200 Sekunde und macht z.B. 6000 Aufnahmen (je nach Rotationszykus eines Planeten weniger oder mehr) - das überstreicht dann einen Belichtungszeitraum von etwa 30 Sekunden.
    Mit Hilfe von spezieller Software werden die 6000 Aufnahmen nach Bildqualität sortiert und gestapelt (stacking - hierbei geht es um das Signal-/Rauschverhältnis) und dann wird aus dem Stapel das Endbild generiert.

    Je größer das Öffnungsverhältnis, desto weniger Aufnahmen braucht man für das Endresultat.

    Sehr viel anders werden die großen Sternwarten auch nicht verfahren.
    Geändert von FrankSpecht (21.07.2018 um 01:11 Uhr) Grund: Umlaute korrigiert
    cs, Frank
    frank-specht.de

  7. #7
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    ah, interessant, das bedeutet dann sicher auch, dass für 30 Sekunden das Fernrohr nicht nachgezogen werden muss da die Bewegung des Planeten sich auf diese Distanz nicht bemerkbar macht, das wäre nämlich meine nächste Frage gewesen: wie führt man das Teleskop präzise nach bei langer Belichtung, das müsste ein ganz feiner Motor sein
    meine Signatur

  8. #8
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    Moin Pauli,
    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    das bedeutet dann sicher auch, dass für 30 Sekunden das Fernrohr nicht nachgezogen werden muss
    Neptun hat grob einen Durchmesser von 2,5". Pro Sekunde bewegt sich der Himmel um 15". Selbst bei 30 Sekunden ist eine Nachführung ratsam.

    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    wie führt man das Teleskop präzise nach bei langer Belichtung, das müsste ein ganz feiner Motor sein
    Es ist wichtig sehr genau zu wissen, wie sich der Motor dreht. Schrittmotoren oder Synchronmotoren werden hierfür - zumindest im Amateurbereich - eingesetzt. Dadurch kann man recht genau den Motor steuern.

    Bei der Fotografie nutzt man oftmals zusätzlich noch sog. Autoguider.

    Ein Autoguider besteht aus 3 Teilen. 1) Eine Kamera, 2) Eine Schnittstelle zur Steuerung der Montierung, 3) Eine Auswertesoftware.
    Vereinfacht gesagt, macht der Autoguider schnell hintereinander Fotos von einem Stern, vermisst dessen Position auf dem Bild, Berechnet eine Abweichung zur vorherigen Aufnahme und gibt der Montierungssteuerung Korrekturinformationen.

    Durch den Autoguider können dann auch kleinste Abweichungen der Montierung von der Idealen korrigiert werden.

    Gruss,
    Christian

    Meine Astro-Page: www.Jeffer.de

  9. #9
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    wow, beeindruckend die Korrekturmaßnahme. Das war natürlich Schwachsinn von mir, habe bei der Nachführung nur an die Bewegung des Neptun gedacht, nicht an die Rotation der Erde
    meine Signatur

  10. #10
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    Moin pauli,
    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    Nachführung
    ein Stichwort, dass mich zu elementaren Begrifflichkeiten der Astrofotografie führt:
    - parallaktische & azimutale Montierung
    - Bildfelddrehung

    Ansonsten kann ich mich den Äußerungen von Chrischan nur anschließen!
    Nur habe ich damals (2003) keinen Autoguider benutzt (sowas gabs in der Amateurszene noch nicht), sondern habe manuell mit einer Steuerbox den Planeten in einem beleuchteten Nachführokular nachgeführt.
    Aber das ist ja nun Geschichte

    PS: Für eine teleskopische Nachführung reicht ein einfaches (kräftiges) Uhrwerk auf einem schrägen Untergrund, dessen Winkel dem Beobachtungsbreitengrad entspricht - das mal nur als Tipp zum Nachdenken
    PPS: Ich habe mal ein Foto meiner damaligen Ausrüstung ausgegraben, damit du eine ungefähre Vorstellung des benutzten Equipment hast: C8 + FL80
    Geändert von FrankSpecht (22.07.2018 um 23:50 Uhr) Grund: PS + PPS hinzugefügt
    cs, Frank
    frank-specht.de

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