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Thema: Frage an Astronews

  1. #1
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    Standard Frage an Astronews

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    Also mit der Antwort zu der Anfrage bei Astronews
    http://www.astronews.com/frag/antwor...frage4691.html
    bin ich so nicht ganz zufrieden.
    Sicher dreht sich alles um das Zentrum unserer Galaxie, aber laut Theorie bewegt sich unser Sonnensystem auch periodisch nach oben und unten, d.h. unser Sonnensystem verlässt dann die "schützende" Umgebung der Galaxie was wiederum diverse Artensterben in der Vergangenheit ausgelöst haben soll.

  2. #2
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    Ich habe mir um diese Antwort auch Gedanken gemacht. Vor allem denke ich nicht, das der Fragende wirklich an eine statische Position gedacht hat. Ich interpretiere es vielmehr so, das er wissen will, ob wir relativ zu unserer Umgebung immer die gleiche Position behalten. Oder ob unser Sonnensystem auch mal in einen anderen Spiralarm wandern kann.

  3. #3
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    Ja, unser Sonnensystem wandert vermutlich zwischen den Spiralarmen. Nur ist es recht schwierig zu sagen, wie schnell, weil es erstaunlich schwierig ist, zu sagen, wie schnell diese Spiralarme rotieren. Da die Relativgeschwindigkeit des Sonnensystems (und anderer lokaler Sterne) im Vergleich zu den Spiralarmen ziemlich niedrig ist, machen schon kleine Unterschiede in der Spiralarmgeschwindigkeit grosse Unterschiede in der Häufigkeit der "Spiralarm-Durchflüge" aus.

    Und ja, das Sonnensystem bewegt sich auch auf- und ab (was aber nichts daran ändert, dass die Antwort korrekt ist), das ist nicht nur "Theorie" (denn die Bewegung des Sonnensystems hat klar auch eine Komponente senkrecht zur galaktischen Scheibe), aber ob das wirklich Massenaussterben auslösen kann, ist mehr als umstritten. Sagen wir, es ist eine Idee.
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  4. #4
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    Darauf wollte ich hinaus.
    Aber die Antwort klingt wie, "es dreht sich alles gemeinsam um ein Zentrum und sonst passiert da nicht viel."
    Ich vermute das war dem Fragesteller auch schon vorher bewußt.

  5. #5
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    Da sind zwei Bewegungen der Sonne:
    Zum einen zum Apex im Sternbild Herkules mit einer Geschwindigkeit von einem Lichtjahr in ca 12000 Jahren und zum anderen ein paar Dutzend Lichtjahre "nördlich" und weider "südlich" relativ zum "Äquator" der Milchstraße
    Es gibt ja auch durch Gaia DR2 gute Simulationen, wie sich die Sternbilder oder auch die Zwerggalaxien, die die Milchstraße begleiten verändern/bewegen.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  6. #6
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    Auch wenn es gering ausfällt, müßte man der Vollständigkeit halber eigentlich auch den Faktor der Geschwindigkeits- und Richtungsänderung durch sich nähernde oder vorbeiziehende Sterne, oder Sternhaufen noch mit berücksichtigen und den andauernden Masseverlust der Sonne.
    Geändert von Protuberanz (11.06.2018 um 07:31 Uhr)

  7. #7
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    Da sind zwei Bewegungen der Sonne:
    Zum einen zum Apex im Sternbild Herkules mit einer Geschwindigkeit von einem Lichtjahr in ca 12000 Jahren und zum anderen ein paar Dutzend Lichtjahre "nördlich" und weider "südlich" relativ zum "Äquator" der Milchstraße
    Die Bewegung in Richtung des Apex im Herkules enthält sowohl die vertikale als auch die horizontale (oder "Milchstrassen-äquatoriale") Komponente der Sonnenbewegung. Der Herkules liegt nämlich nicht in der galaktischen Scheibe...

    den Faktor der Geschwindigkeits- und Richtungsänderung durch sich nähernde oder vorbeiziehende Sterne, oder Sternhaufen noch mit berücksichtigen
    Das dürfte ein chaotischer Prozess sein, der die Sonnenbahn mal in diese, mal in jene Richtung ablenkt - und unmöglich vorherzusagen, zumindest über ein paar Jahrmillionen hinaus.

    den andauernden Masseverlust der Sonne
    Der dürfte in der Tat äusserst gering ausfallen. Bei 4 Mio Tonnen Massenverlust pro Sekunde durch Kernfusion gehen über 10 Mrd Jahren Hauptreihe weniger als ein Millionstel der Sonnenmasse verloren. Der Verlust durch den Sonnenwind ist deutlich grösser, ca. 1 Mrd Tonne pro Sekunde, und über 10 Mrd Jahre sind das dann immerhin 1.5 Promille Massenverlust (mal angenommen, dass er über diese Zeit immer gleich bleibt, was nicht gesagt ist). Bei einem galaktischen Orbit von 30'000 Lichtjahren macht das nur ein paar Lichtjahre aus. Wenn die Galaxis innerhalb des Sonnenorbits in der gleichen Zeit mehr als 1.5 Promille Masse gewonnen hat (z.B. Akkretion von intergalaktischen Wasserstoffwolken), hebt sich das wieder auf. Dürfte also ebenfalls sehr schwer zu berechnen sein.
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  8. #8
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Dürfte also ebenfalls sehr schwer zu berechnen sein.
    Da hast Du recht. Es fehlen einfach die Daten. Aber es gehört zur Bewegung dazu. Es ist eben keine gleichförmige Kreisbahn.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Da hast Du recht. Es fehlen einfach die Daten. Aber es gehört zur Bewegung dazu. Es ist eben keine gleichförmige Kreisbahn.
    Da kann ich dir nur unumwunden zustimmen.
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  10. #10
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    Eure Antworten sind tatsächlich sehr hilfreich. Jetzt wäre noch die Bewegung unserer Galaxie, unseres Galaxienhaufens etc. interessant.

    (Btw bei alledem muss man hoffen, dass nicht irgendwo in unserer Nähe ein oder mehrere weiter Urknälle passieren und alles auf den Kopf stellen. Wobei man sicher berechnen könnte, was die plötzliche massive Massenzunahme eines darnach auseinanderdriftenden Punktes für Auswirkungen auf unsere Bahnparameter hätte - egal lassen wir das. So ein Urknall passiert ja nicht alle Jahre )

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