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Thema: Düstere Aussichten

  1. #91
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    Hallo Ralf,

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Nein wirklich, es war um es etwas derb zu formulieren eine "geile Zeit", auch mit gutem Ausgang für das Projekt. Eine finanzielle Anerkennung gab es natürlich nicht, aber das ist ja inzwischen normal. Und ganz persönlich freut mich, dass ich zu den beiden, die im Krankenhaus gelandet sind, nach wie vor Kontakt habe.
    ja nochmal Hut ab. Ich denke, so sehen wertvolle, erfahrene und belastbare Mitarbeiter aus. Deine Firma kann ja froh sein, dass sie Dich hat.

    Ich habe Anfang dieses Jahres tatsächlich mit 53 Lenzen meinen alten langjährigen (12 lange Jahre) Arbeitgeber verlassen, zT auch deshalb, weil ich dort eigentlich zu wenig Rückhalt und Motivation gefunden hatte. In meinem Zeugnis steht etwas von "extrem belastbar", auch wenn der Rest des Zeugnisses angeblich nicht sehr schmeichelhaft ausfiel, aber egal. Ich habe zum Glück von früher her noch bessere Zeugnisse.
    Freundliche Grüße, B.

  2. #92
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    ja nochmal Hut ab. Ich denke, so sehen wertvolle, erfahrene und belastbare Mitarbeiter aus. Deine Firma kann ja froh sein, dass sie Dich hat.
    Hallo Bernhard,

    so sehen dumme Mitarbeiter aus, ich mache mir da nichts vor. Und ersetzbar ist mittlerweile ohnehin jeder, d.h. es genügt, dass da ein neuer dynamischer Chef daher kommt, der von ganz oben einen Sanierungsauftrag hat und dann wird aussortiert. Leistung ist ohnehin relativ, auch ich habe schon erlebt, dass sehr gute Leistungen als ungenügend taxiert wurden.


    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Ich habe Anfang dieses Jahres tatsächlich mit 53 Lenzen meinen alten langjährigen (12 lange Jahre) Arbeitgeber verlassen, zT auch deshalb, weil ich dort eigentlich zu wenig Rückhalt und Motivation gefunden hatte. In meinem Zeugnis steht etwas von "extrem belastbar", auch wenn der Rest des Zeugnisses angeblich nicht sehr schmeichelhaft ausfiel, aber egal. Ich habe zum Glück von früher her noch bessere Zeugnisse.
    Ob ich ohne die Corona-Krise und dem damit verbundenen Homeoffice, das Interviews verunmöglicht hat, noch hier wäre sei zumindest dahingestellt. Allerdings hat die letzte Reorganisation, bei der einige Chefs "ausgetauscht" wurden, diese Frage erledigt. Wobei ich primär an einen internen Wechsel gedacht hatte, also nicht an einen externen Wechsel.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  3. #93
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    so sehen dumme mitarbeiter aus, ich mache mir da nichts vor.
    LOL. ..........

    EDIT: Aber hast ja recht. Als Angestellter ist man in gewisser Weise grundsätzlich ein armes Würstchen, alleine schon deshalb, weil man damit zu einer Mehrheit gehört.
    Geändert von Bernhard (09.11.2021 um 17:01 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

  4. #94
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Als Angestellter ist man in gewisser Weise grundsätzlich ein armes Würstchen, alleine schon deshalb, weil man damit zu einer Mehrheit gehört.
    Hallo Bernhard,

    ganz so schlimm ist es nun auch wieder nicht; an sich war ich bislang stets dahingehend priviligiert, dass ich Arbeiten machen durfte, die mir grossen Spass gemacht haben. Zudem haben mir meine Vorgesetzten fast immer die Freiräume gelassen, so dass ich selbstständig arbeiten konnte. - Natürlich gab es immer wieder auch mal mühsame Zeiten, aber das ist ja normal.

    Ok, es mag befremdlich sein, wenn man ein Ein-Mann-Projekt macht, bei dem sich keiner der Arbeitskollegen auskennt, ein Kollege aus dem Spezifikationsteam mit diesen Inhalten mal in seiner Lehre zu tun hatte, so dass ich ihn fragen konnte, ob ich mich irgendwo völlig verrannt habe, was aber (leider) nie der Fall war, und ansonsten meine Mutter und meine Ehefrau als Revisoren eingesetzt habe, wenn es darum ging, eines meiner Ergebnisse noch einmal gegenzulesen.

    Der grosse Durchbruch gelang mir an einem Sonntag in einer Eisdiele in Radolfzell (nicht die am See, sondern hinter dem Münster, wo die gutes frisches Eis haben ...); ich habe das ganze meiner Frau erklärt und dabei bemerkt, dass ich es noch nicht verstanden habe. Das hat sie überrascht und sie meinte, ich hätte doch alles erklärt, aber ich habe ihr gesagt, dass ich ihr zwar etwas auswendig vorgeplappert habe, aber einen Schritt in meiner Herleitung noch nicht verstanden habe, und mich dann auf die Toilette zurückgezogen und dort (ohne Bleistift und Papier) nachgedacht habe.

    Als ich zurück kam habe ich ihr gesagt, dass ich es nun verstanden habe und meinen Chef am Montag bitten werde, zu diesem Thema eine Präsentation halten zu können.


    Nach 3 Monaten hat das auch tatsächlich funktioniert, also nicht nur theoretisch, aber ich war dann auch wieder froh, nicht länger keine Grenzen mehr zwischen Berufsleben und Privatleben zu haben.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  5. #95
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    Hallo Forum,

    einige Seiten zurück, vor dem Abdriften in Corona- und Homeoffice-Themen, wurde diskutiert, dass es ja in der Menschheitsgeschichte bereits diverse Kalt- und Warmzeitalter gab, und die Menschheit trotzdem die Kurve gekriegt hatte.

    Ganz bestimmt waren das jedesmal große Herausforderungen und es gab sicher auch zivilisatorische Umbrüche. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Fallhöhe eine andere war.
    Die damaligen nicht-technisierten Gesellschaften mussten vermutlich den Ackerbau anpassen, in gemäßigte Zonen migrieren, den Herden folgen usw.
    Es gab sicher auch viel Leid, Krankheiten durch Unterernährung, Ausbreitung nicht-heimischer Insekten usw usw.
    Aber ich denke, dünn verbreitete dörfliche Gemeinschaften, Clans usw können flexibel reagieren und zivilisatorischen Disruptionen hielten sich in Grenzen.

    Wir hingegen leben in super-hoch-komplexen Riesen-Gesellschaften, deren Funktionsfähigkeit absolut und elementar abhängig ist von *miteinander vernetzten*, nicht Clan-mäßig organisierten Strukuren wie Versorgung mit Nahrung und Gütern, Versorgung mit Elektrizität und Trinkwasser, Verkehr und Infrastruktur, Medizin, Sicherheit und Strafverfolgung, und und und.

    Solche Systeme sind m.E. viel anfälliger für Störungen, und wenn eine Störung nicht schnell behebbar, dann klemmen halt ein oder zwei Zahnrädchen im Getriebe.
    Bislang sind Ereignisse wie Katrina, Kyrill, und die Eifel-Verwüstung relativ selten und (reiche) Staaten können das noch managen. Was aber wenn ein Land pro Jahr 2-3 solcher Katastrophen zu bewältigen hat? Es wird instabil, die Dominosteine fangen an zu fallen. Daher denke ich der Vergleich mit vorgeschichtlichen Klimaänderungen hinkt etwas.

    Grüße
    void

  6. #96
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    dass es ja in der Menschheitsgeschichte bereits diverse Kalt- und Warmzeitalter gab, und die Menschheit trotzdem die Kurve gekriegt hatte.
    Ich weiss, dass du das nicht behaupten willst, aber einfach, um es klar zu stellen: das, was wir zur Zeit mit der Atmosphäre anstellen bzw. vorbereiten, lässt sich in keiner Weise mit bisherigen (hauptsächlich lokalen) Kalt- und Warmzeiten in historischen Zeiten vergleichen. Vulkanische Winter dauerten höchstens ein paar Jahre, die "kleine Eiszeit" - übrigens beschränkt auf den Nordatlantikraum - war eine relativ geringe Abkühlung im Umfang eines halben Grades über ein paar Jahrzehnte. Es wird aber (zumindest, wenn wir nicht aktiv mithelfen) Jahrzehntausende dauern, das jetzt eingebrachte CO2 wieder aus der Atmosphäre zu waschen, und wir sprechen von einer Erwärmung von sicher 2°C (das 1.5°C Ziel werden wir vermutlich verpassen). Das alles hat es so in der Geschichte der Menschheit noch nie gegeben.

    Solche Systeme sind m.E. viel anfälliger für Störungen, und wenn eine Störung nicht schnell behebbar, dann klemmen halt ein oder zwei Zahnrädchen im Getriebe.
    Das ist möglich, aber man muss auch bedenken: wir sind viele, schlaue Köpfe, wir kontrollieren auch enorm viel grössere Energie- und Rohstoffmengen als alle Zivilisationen vor uns. Wir haben also auch mehr Kapazität, um auf Veränderungen zu reagieren.
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  7. #97
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    das, was wir zur Zeit mit der Atmosphäre anstellen bzw. vorbereiten, lässt sich in keiner Weise mit bisherigen (hauptsächlich lokalen) Kalt- und Warmzeiten in historischen Zeiten vergleichen.
    Hallo Bynaus,

    sehr ketzerische Frage: wenn in den nächsten 20 Jahren rund ein Drittel der Menschheit unerwartet (und ersatzlos) verstirbt - würde das den Klimawandel auch ohne zusätzliche Massnahmen aufhalten ?


    Freundliche Grüsse, Ralf

  8. #98
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    sehr ketzerische Frage: wenn in den nächsten 20 Jahren rund ein Drittel der Menschheit unerwartet (und ersatzlos) verstirbt - würde das den Klimawandel auch ohne zusätzliche Massnahmen aufhalten ?
    Nein. Ein Teil der zukünftigen Wirkung ergibt sich nur schon aus dem bereits in der Atmosphäre befindlichen CO2, das gar noch nicht seine volle Wirkung entfalten konnte, weil sich die Erde noch gar nicht genügend erwärmt hat. Wenn ein Drittel der Menschheit wegfällt, macht das bloss die Unsicherheit des künftigen Erwärmungspfads etwas kleiner. Wobei es selbst dabei natürlich sehr drauf an kommt, welcher Drittel das genau ist.
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  9. #99
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    Hallo Ralf,

    nein. Wie auch?

    Um das Klima langfristig zu stabilisieren, müssen wir den CO2 Ausstoß im Mittel zwischen etwas 3 Milliarden Tonnen pro Jahrhundert und 6 Milliarden Tonnen pro Jahrhundert halten.

    Sind es weniger als 3 Milliarden Tonnen pro Jahrhundert, bekommen wir in ca. 50000 Jahren eine neue Eiszeit. Außerdem könnte die CO2 Konzentration wieder unter 300 ppm fallen,was dem Pflanzenwachstum abträglich ist.

    Sind es im Mittel mehr als 6 Milliarden Tonnen pro Jahrhundert, steigt die CO2 Konzentration, die mittlere globale Temperatur und der Meeresspiegel zu stark an. Wir reißen nicht nur das 2 Grad Ziel sondern der Meeresspiegel steigt durch das Abschmelzen des antarktischen Eisschildes um mehr als 12 Meter.

    Im Moment stoßen wir durch die Verbrennung von Kohle, Erdgas und Erdöl zur Energieerzeugung pro Jahr soviel CO2 aus, wie wir im Mittel pro Jahrtausend ausstoßen sollten.

    Grüße UMa

  10. #100
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    Sind es weniger als 3 Milliarden Tonnen pro Jahrhundert, bekommen wir in ca. 50000 Jahren eine neue Eiszeit.
    Ich denke, so lange die menschliche Zivilisation existiert, wäre das sehr einfach zu verhindern: "einfach" genügend (Ozon-verträgliche) Supertreibhausgase in die Atmosphäre pumpen und gut ist. Das ist viel effizienter als mit CO2.

    Außerdem könnte die CO2 Konzentration wieder unter 300 ppm fallen,was dem Pflanzenwachstum abträglich ist.
    Vor der Industrialisierung gings den Pflanzen jetzt auch nicht so schlecht...
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