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Thema: Düstere Aussichten

  1. #1
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    Standard Düstere Aussichten

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    Hallo Astronewsler,

    tecnologische Zivilisationen sägen am Ast auf dem sie sitzen. Es wird vermutlich nicht leicht werden für die Menscheit:

    https://www.heise.de/newsticker/meld...n-4062492.html

    Grüße
    void

  2. #2
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    Passend dazu: Das heutige xkcd:

    https://xkcd.com/2001/

  3. #3
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    Sonnenschirm

    Im Fall der Fälle wird der Mensch einen "Sonnenschirm" bauen und in Abstand X, zwischen Sonne und Erde, installieren. Dazu gibt es schon zahlreiche Modelle und technisch möglich wäre das auch.

    Wenn man ein Prozent der Energie des Sonnenlichts abschirmt, müsste das schon ausreichen um einen Hitzekollaps (Klimawandel) abzuwenden.

    So schnell stirbt es sich also nicht aus (was Hitzekollaps und Klimawandel anbelangt).

    Dass die menschliche Population aber zu hoch ist, bestreitet ich natürlich nicht. Wir müssten eigentlich auf ein oder zwei Milliarden Menschen "runter".
    Geändert von Ionit (02.06.2018 um 15:03 Uhr)

  4. #4
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    Nun, wenn dem so ist, dann bauen wir doch am Besten einen Sonnenschirm für die Venus. Dann müssen wir dort nur noch einen Mond installieren, der die Rotation der Venus ein wenig beschleunigt und ein paar Tausen Jahre warten, um die Oberflächentemperatur auf ein erträgliches Maß abzukühlen und itsmagic haben wir einen Platz für die Überbevölkerung, besser als auf dem Mars mit seiner zu geringen Gravitation.

  5. #5
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    Es gibt mehrere Konzepte für einen "Sonnenschirm" aus ultraleichten Kunststoff-Segeln am L1-Punkt.

    Technisch möglich, 25 Jahre Entwicklung, 10 Jahre für "hochschießen" und Installation, Kosten ca. 100 Milliarden pro Jahr. Auf alle Länder verteilt, Peanuts, besonders wenn die Alternative "Untergang der Menscheit" heißen würde.

    Die Venus abzukühlen und bewohnbar zu machen, ist etwas ganz anderes.
    Geändert von Ionit (03.06.2018 um 01:28 Uhr)

  6. #6
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    Hallo allerseits!

    Das ist eines der Probleme mit solchen ‚Simulationen‘, sie extrapolieren bisher bekannte Entwicklungen.

    Wie sieht es z.B. mit der, unter allen Umständen wirksamen Kontrolle, der für interstellare Reisen nötigen Energie aus?



    ... und itsmagic haben wir einen Platz für die Überbevölkerung, besser als auf dem Mars mit seiner zu geringen Gravitation.
    Das, aus meiner Sicht einzig vernünftige Argument für sowas wäre: ‚Nicht alle Eier in einem Korb aufbewahren‘ Überbevölkerung kann man mit sowas nicht lösen.

    Ich meine allerdings, sowas geht wesentlich einfacher und schneller mit Habitaten, zumindest wenn man sie im All produzieren kann. Auch bezweifle ich, zumintest mit heutigem Wissensstand, daß ein sogenanntes Terraforming zum Zwecke der Besiedelung überhaupt zu einem für uns verträglichen Ergebnis führen würde.

    Herzliche Grüße

    MAC

  7. #7
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    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Das ist eines der Probleme mit solchen ‚Simulationen‘, sie extrapolieren bisher bekannte Entwicklungen.
    Eigentlich haben dieses Problem ausnahmslos alle Simulationen.

    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Wie sieht es z.B. mit der, unter allen Umständen wirksamen Kontrolle, der für interstellare Reisen nötigen Energie aus?
    Bei mir steht gerade wieder mal einer auf der Leitung. Was meinst Du mit Kontrolle? Die Kontrolle des Kernreaktors im Raumschiff? Ich denke, daran scheiden sich die Geister. Das beginnt ja bereits mit dem Transport des spaltbaren Materials in den Orbit. Wer will das Risiko eingehen, das im Falle einer Fehlfunktion das ganze Uran oder Plutonium in der Erdatmosphäre verteilt wird? Da wird wohl erst eine Tür geöffnet, wenn irgendwann einmal ein Fusionsreaktor gebaut wird, der mehr Energie erzeugt, als er zum Betrieb benötigt.
    Oder die Herren Alcubierre, van den Broeck oder Krasnikov klären auf, wie wir zu exotischer Materie kommen.

    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Das, aus meiner Sicht einzig vernünftige Argument für sowas wäre: ‚Nicht alle Eier in einem Korb aufbewahren‘ Überbevölkerung kann man mit sowas nicht lösen.
    Ich hatte nur den Staffelstab von Ionit aufgenommen. Die überzogene Schreibweise und der Rolleyes-Smiley am Ende meines Posts sollte eigentlich die Ironie meiner Worte verdeutlichen.

    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Ich meine allerdings, sowas geht wesentlich einfacher und schneller mit Habitaten, zumindest wenn man sie im All produzieren kann. Auch bezweifle ich, zumintest mit heutigem Wissensstand, daß ein sogenanntes Terraforming zum Zwecke der Besiedelung überhaupt zu einem für uns verträglichen Ergebnis führen würde.
    Das sehe ich ganz genauso. Terraforming ist eine nette Idee, mehr nicht. Mit unseren heutigen Mitteln wird da wohl eher nix draus. Aber auch mit Habitaten wird es schwierig und teuer genug. Da müssen schon einige Habitate Zusammenkommen, damit man eine gesunde außererdliche Population irgendwo installieren kann. Den Faktor Mensch (Psyche) als Dauerlebensraum im Habitat noch nicht einmal eingerechnet.

  8. #8
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    Hallo Protuberanz,

    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Eigentlich haben dieses Problem ausnahmslos alle Simulationen.
    Nein. (Werkstoffverhalten, Chemie, Raumfahrt, Medizin, ...)



    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Bei mir steht gerade wieder mal einer auf der Leitung. Was meinst Du mit Kontrolle?
    Wenn wir z.B. ein Habitat auf eine Geschwindigkeit von 0,01 c bringen können, dann können wir auch sozusagen im en passant die Biosphäre der Erde weitgehend vernichten. Das müssen wir sicher beherrschen, und nicht nur in Bezug auf die Erde.



    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Oder die Herren Alcubierre, van den Broeck oder Krasnikov klären auf, wie wir zu exotischer Materie kommen.
    nö! Nicht alles was in der Mathematik geht, hat auch ein reales physikalisches Pendant.



    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Ich hatte nur den Staffelstab von Ionit aufgenommen. Die überzogene Schreibweise und der Rolleyes-Smiley am Ende meines Posts sollte eigentlich die Ironie meiner Worte verdeutlichen.
    das weiß ich doch! Sonst hätte ich den Link dazu eingefügt. Ich habe halt bei diversen Pressemitteilungen immer mal wieder den Eindruck, daß man dieses Thema mit der Entdeckung Amerikas gleichsetzen möchte.



    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Das sehe ich ganz genauso. Terraforming ist eine nette Idee, mehr nicht. Mit unseren heutigen Mitteln wird da wohl eher nix draus. Aber auch mit Habitaten wird es schwierig und teuer genug. Da müssen schon einige Habitate Zusammenkommen, damit man eine gesunde außererdliche Population irgendwo installieren kann. Den Faktor Mensch (Psyche) als Dauerlebensraum im Habitat noch nicht einmal eingerechnet.
    Man muß solche Habitate so gestalten, daß man die sinnlich wahrnehmbare Umgebung nicht von der der Erde unterscheiden kann. Ob, und unter welchen Rahmenbedingungen das über beliebig viele Generationen funktioniert, wird man wohl Schritt für Schritt erforschen müssen.

    Einen sterilen Planeten mit Stickstoff-Sauerstoffatmosphäre zu präparieren und hiesige Biomasse auszubringen, kann man zwar hinschreiben, aber machen? Wo lebt man dann so lange, bis man fertig ist? Auf dem Planeten in Stationen? Man muß dann immer wieder raus aus dem Gravitationstrichter. Und man war ja vorher über mehrere hundert Jahre in einem Habitat, um überhaupt dort hin zu kommen. Warum sollte man dann für einen solchen absolut lebensfeindlichen, in einem tiefen Gravitationstrichter liegenden Planeten seine Heimat, das Habitat, verlassen? Alles was man zum Bau weiterer Habitate braucht, schwirrt weit außerhalb dieses Trichters im All herum, viel viel leichter erreichbar.

    Einen schon belebten Planeten besiedeln? Die Lebewesen dieses Planeten, vom Ein- bis zum Mehrzeller werden nicht kampflos aufgeben. Was passiert dann mit den von uns geimpften Lebewesen (Einzeller?) Auch wenn sie gewinnen sollten, sind es hinterher nicht mehr die, die wir geimpft hatten. Sie mußten sich den vorgefundenen Gegebenheiten anpassen. Diese Anpassung ist dann für uns sicher nicht mehr sehr ‚bekömmlich‘.

    Diesen Planeten vorher sterilisieren? Wie denn? Mit welcher Methode könnten wir das auf der Erde? Incl. aller Lebewesen im Gestein, in Höhlen, in der Tiefsee? Die Einzeller sind potentiell viel gefährlicher für uns, als die Mehrzeller.

    Herzliche Grüße

    MAC
    Geändert von mac (03.06.2018 um 14:11 Uhr)

  9. #9
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    Ich stimme mac zu: das Problem bei solchen Simulationen ist, dass man gewisse Rückkopplungen zwischen geschädigter Umwelt und schädigender Zivilisation einbaut und dann das ganze genau so laufen lässt bis zum bitteren Ende. Das ist keine besonders gute Abbildung der Realität. Deshalb bin ich da skeptisch (obwohl ich nicht bezweifle, dass die heutige globale Zivilisation als Folge des Klimawandels grundsätzlich kollabieren könnte).

    Sonnenschirm: eine Möglichkeit für die fernere Zukunft. Könnte man dann auch bei der Venus brauchen. Aber, Protuberanz, ein menschenfreundliches venusisches Klima mit Ozeanen und atembarer Atmosphäre wäre (erstaunlicherweise) stabiler, wenn sie langsam rotiert. Der Grund ist, dass sich dann am subsolaren Punkt eine ausgedehnte Wolkenzone bildet, die den Planeten kühl hält. Bei schneller Rotation kann sich diese Wolkenzone nicht an Ort und Stelle halten und verliert ihre Wirkung. Den Mond brauchen wir also nicht...

    Jup, und langfristig Habitate, auch da stimme ich Mac zu. Ich denke, Mars wird der "erdunähnlichste" Planet sein, bei dem wir uns tatsächlich an einem Terraforming versuchen werden (also nicht wir hier im Forum - aber die Muskoviten, eines Tages). Danach höchstens noch, wenn der Aufwand vergleichsweise klein ist, das heisst, so klein, dass der Bau einer gleich grossen Habitatoberfläche teurer wäre.
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten
    Final-Frontier.ch - Auf zu neuen Welten

  10. #10
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Sonnenschirm: eine Möglichkeit für die fernere Zukunft. Könnte man dann auch bei der Venus brauchen. Aber, Protuberanz, ein menschenfreundliches venusisches Klima mit Ozeanen und atembarer Atmosphäre wäre (erstaunlicherweise) stabiler, wenn sie langsam rotiert. Der Grund ist, dass sich dann am subsolaren Punkt eine ausgedehnte Wolkenzone bildet, die den Planeten kühl hält. Bei schneller Rotation kann sich diese Wolkenzone nicht an Ort und Stelle halten und verliert ihre Wirkung. Den Mond brauchen wir also nicht...
    Puh, da hab ich also noch mal Glück gehabt. So kann ich die für den Mond gesparte Kohle in ein ordentliches Venusgrundstück investieren.
    Aber ernsthaft, das hätte ich nicht vermutet. Wie würde es dann aber mit dem Wärmeaustausch von Sonnenseite und Sonnenabgewandter Seite aussehen?

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