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Thema: Event-Horizons-Teleskop: Blick ins Zentrum unserer Galaxie

  1. #1

    Standard Event-Horizons-Teleskop: Blick ins Zentrum unserer Galaxie

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    Mit der Zusammenschaltung von Radioteleskopen auf der ganzen Welt wollen Astronomen den Schatten des Schwarzen Lochs der Milchstraße aufspüren. Inzwischen gehört auch das Radioteleskop APEX in Chile zu dem Verbund und ermöglicht eine deutlich höhere Auflösung. Die Beobachtungen zeigen Details in unmittelbarer Nähe zum Ereignishorizont. (25. Mai 2018)

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  2. #2
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    Wäre es nicht sinnvoll, eine solche Beobachtung, um 182,628 Tage zu wiederholen? Das würde doch IMHO die Auflösung um schlappe ~2AU erhöhen. Oder hab ich da einen Denkfehler?

  3. #3
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    Wunderbarer Artikel, vielen Dank.

    Extrem spannend, neue Details über Sagittarius A zu erfahren!!

  4. #4
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    Zitat Zitat von astronews.com Redaktion Beitrag anzeigen
    Die Beobachtungen zeigen Details in unmittelbarer Nähe zum Ereignishorizont.
    Bold von mir

    Schade, bei dieser Aussage hatte ich insgeheim gehofft, dass bereits eine erste erfolgreiche Auswertung (bzw. ein vorzeigbares Bild) vorliegt

    PS: Sehe gerade in einem von Daniel Fischers zahlreichen Blogs:
    [...] und die nun möglichen Interferogramme zeigen tatsächlich Feinstruktur auf der Skala von 3 Schwarzschildradien (eines angenommenen 4-Mio.-Sonnenmassen-Lochs). Leider reichen sie nicht für eine direkte Rekonstruktion eines 2D-Bildes, aber zwei plausible Modelle (kleine Grafiken) würden zu den Daten passen.
    So ergibt der Artikel schon mehr Sinn
    Geändert von FrankSpecht (26.05.2018 um 01:11 Uhr) Grund: PS hinzugefügt
    cs, Frank
    frank-specht.de

  5. #5
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Wäre es nicht sinnvoll, eine solche Beobachtung, um 182,628 Tage zu wiederholen? Das würde doch IMHO die Auflösung um schlappe ~2AU erhöhen.
    Wenn man Radiodaten addieren will, müssen diese zeitlich korreliert sein. D.h. die verschiedenen Teleskope können zwar ein Bild aus unterschiedlicher Position, aber zur gleichen Zeit machen.

    Wann die Daten addiert werden ist logischerweise ebenfalls egal und so kann es passieren, dass zuerst drei Quellen ausgewertet werden und erst Jahre später eine vierte berücksichtigt wird. Aus dem Text von D. Fischer kann man also schließen, dass die Auswertung sehr lange gedauert hat.
    Geändert von Bernhard (26.05.2018 um 11:48 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

  6. #6
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    Du willst mir damit sagen, das ist sowieso bereits geschehen. OK, das beantwortet meine Frage. Danke Bernhard.
    Oder meintest Du nur die Auswertung? Die Messung erfolgte jedoch an den erst später ausgewerteten Datn zum gleichen Zeitpunkt?

  7. #7
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Oder meintest Du nur die Auswertung?
    Eben dieses. Ich lese den Artikel wie folgt:
    a) Es wurde vor vielen Jahren zu einem bestimmten Zeitpunkt gleichzeitig mit vier Radioteleskopen an unterschiedlichen Standorten Aufnahmen von SgrA gemacht.
    b) 2012/2015 o.ä. wurde eine Auswertung der Daten von drei Teleskopen fertig.
    c) 2018 o.ä. wurde eine neue Auswertung mit den Daten von allen vier Teleskopen fertig.
    Freundliche Grüße, B.

  8. #8
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    Bei dem Artikel bin ich auch etwas verwirrt. Auf der Homepage des EHT (https://eventhorizontelescope.org) wurde gesagt, dass sie Ende 2017 nun alle Daten zusammenhaben, und nun am Zusammenfassen der Daten sind, die in den Beobachtungen von 2017 aufgenommen wurden.
    Ein Zeitpunkt zur Veröffentlichung eines Bildes steht noch nicht fest (https://eventhorizontelescope.org/fa...come-available).

    Ob die Daten des APEX von 2012 hier reinkommen, weiß ich nicht.
    Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist. (D. Adams)

  9. #9
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    Moin,
    Zitat Zitat von MoreInput Beitrag anzeigen
    Ob die Daten des APEX von 2012 hier reinkommen, weiß ich nicht.
    So, wie ich die Originalarbeit verstehe, geht es genau darum: Die Hinzunahme von APEX-Daten hat die Genauigkeit der Messungen enorm vergrößert:
    Compared to earlier observations, the addition of the APEX telescope in Chile almost doubles the longest baseline length in the array, provides additional uv coverage in the N–S direction, and leads to a spatial resolution of ~30 μas (~3 Schwarzschild radii) for Sgr A*.
    Heino Falcke, der an dem EHT-Projekt beteiligt ist, schreibt auf Twitter (auf Anfrage von Daniel Fischer):
    Yes. 2017 UV-coverage is much better and we should be able to make an image. Whether it is good enough, remains to be seen. We are still at the calibration and checking phase.
    cs, Frank
    frank-specht.de

  10. #10
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    Zitat Zitat von FrankSpecht Beitrag anzeigen
    So, wie ich die Originalarbeit verstehe
    Damit wird es verständlich(er). Im Punkt 1 des OP findet man das hier:
    In Spring 2013, Sgr A* was observed with six VLBI stations in Hawaii, California, Arizona, and Chile at 1.3 mm.
    APEX steht in Chile. Also stammen alle Daten aus dem Jahr 2013. Einen Satz weiter findet man:
    Results obtained from a subset of the 2013 1.3 mm VLBI data presented in this paper have been published earlier
    Es gab also eine frühere Auswertung eines Teils der Daten. Eine Ursache dafür wird weiter unten im zweiten Absatz von Punkt 2 erwähnt:
    A recorrelation with the DiFX correlator was performed for all data at times when APEX was observing, but with some disk module failures during this processing. After correlation, the data from the two correlators were merged.
    Bei APEX gab es also beim Aufzeichnen der Daten einige Schreibfehler, die scheinbar erst in der neuen Auswertung ausgeglichen werden konnten.
    Freundliche Grüße, B.

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