Anzeige
Seite 2 von 9 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 90

Thema: Erkennung von Raumschiffen

  1. #11
    Registriert seit
    29.01.2018
    Beiträge
    6

    Standard

    Anzeige
    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    ...
    die nur von der Energiemenge, seinen Abstrahlfähigkeiten (die sog. Emissivität) und seiner Oberfläche abhängt.
    ...
    Danke für den Begriff, gegoogelt und verstanden; so denke ich!
    Ich dachte da an Kühlung der Außenhülle; Rohre mit flüssigen Medium auf 0 Kelvin (+- man misst natürlich die Außentemperatur und passt an.)

    Das Triebwerk macht Probleme:

    Wenn ich einen Mantel aus flüssigen Medium um den Triebswerkstrahl ausstoße (das die selbe Umgebungstemperatur hat), kann man die Triebswerks-Wärme-Strahlung erkennen?

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    ...
    die Radiatoren sind fast gleich gross wie die Solarzellen. Bei einem Raumschiff - gerade bei einem, das nicht viel grösser als die ISS ist, aber mit sehr viel grösseren Energiemengen arbeiten muss - wäre das Verhältnis noch viel extremer.
    Wie sieht das Verhältnis bei Kern- oder Fusionskraft aus? Mischt du da nicht ISS und Raumschiff zusammen?
    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    dass sie relativ starke Helligkeitsvariationen zeigen (z.B. weil sie bemalt sind, oder komplexe technische Strukturen das Licht brechen, etc.).
    Also ich, wenn ich mein Schiff tarnen will, bemale das nicht auffällig; bzw ummantel meine "komplexe technische Struktur" mit einer unauffälligen.
    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Aber wenn 'Oumuamua ein, sagen wir, totes interstellares Generationenschiff gewesen wäre, wir hätten das nicht mit Sicherheit feststellen können.
    Danke, das war meine Frage.
    Natürlich wäre die nächste, wie können wir das ändern?

    Abschließend:
    Sorry wegen dem Arschkriecher-Skandal^^

    Grüße
    Tob
    Geändert von Crime-X (02.05.2018 um 03:29 Uhr) Grund: Stickstoff durch Medium ersetzt

  2. #12
    Registriert seit
    01.02.2005
    Ort
    St. Gallen, CH, Erde
    Beiträge
    7.092

    Standard

    Ich dachte da an Kühlung der Außenhülle; Rohre mit flüssigen Medium auf 0 Kelvin (+- man misst natürlich die Außentemperatur und passt an.)
    Das klingt logisch für ein jemanden, der in einer Atmosphäre aufgewachsen ist. Im Weltraum funktioniert das nicht. Zuerst einmal gibt es keine Aussentemperatur - da ist nur ein Vakuum, und das hat keine Temperatur (da ist eigentlich nur die 3 K Hintergrundstrahlung). Jedes Objekt nimmt die Temperatur an, die es im thermischen Gleichgewicht hat: also die Summe aller Energiequellen muss gleich der Abstrahlung sein, und die Abstrahlung ist proportional zur Oberfläche, zur Emissivität und zur Oberflächentemperatur in der vierten Potenz.

    Was heisst das konkret? Sagen wir, das Raumschiff ist ein Zylinder von 50 m Länge und 10 m Durchmesser (= ca. 1700 m^2 Oberfläche) und hat einen Kernreaktor an Bord, der 100 MW (elektrisch + thermisch) produziert. Zudem befindet es sich bei 1 AU und wird deshalb von der Sonne mit 1362 W/m2 (Einstrahlung über den Zylinderdeckel = 80 m^2) beschienen. Welche Temperatur hat das Raumschiff-Innere?

    Reaktor: 100 MW
    Sonne: 0.11 MW

    Den Beitrag der Sonne könnte man also ruhig vernachlässigen (ein erster Hinweis auf Probleme...). Die Abstrahlung muss gleich der Einstrahlung sein, also = 100.11 MW. Bei einer Oberfläche von 1700 m^2 und einer Emissivität von 0.9 (Metall) erhält man:

    100 110 000 = 0.9 * 1700 * 5.67e-8 * T^4

    Aufgelöst nach T ergibt das: 1040 K, oder gut 760°C... ups.

    Okay, könnte man jetzt sagen, dann machen wir die Oberfläche grösser. Das ist natürlich eine Möglichkeit, und genau deshalb hat die ISS diese "Radiatoren": sie vergrössern die effektive Oberfläche der Raumstation und strahlen "überschüssige" Wärme ins All ab. Wie gross muss die Oberfläche sein, um die Schiffstemperatur bei einem 100 MW Reaktor auf 25°C zu moderieren?

    100 110 000 = 0.9 * A * 5.67e-8 * 298^4

    Aufgelöst nach A ergibt das: ~250'000 m^2 (Zur Erinnerung, Schiffs-Zylinderoberfläche = 1700 m^2). Wären das zwei quadratische Radiatoren (die jeweils hinten und vorn abstrahlen), so hätten sie eine Kantenlänge von 250 m... (Schiff 50 m)

    Doch wie sieht es jetzt mit Tarnung aus? Die Radiatoren werden ungefähr mit der Betriebstemperatur des Raumschiffs strahlen, das heisst, sie wären im Infrarot klar sichtbar und das Raumschiff somit nicht getarnt. Das Raumschiff kann vor der Hintergrundstrahlung nur dann "unsichtbar" werden, in dem man es (bzw., die Radiatoren, die ja die grösste Struktur ausmachen) auf 3 K auskühlen lässt. Also gut, schalten wir erst mal den Reaktor aus: Dann haben wir nur noch die Sonne, mit vergleichsweise "mikrigen" 0.68 MW (wir nehmen an, dass das Raumschiff die Radiatoren mit ihrer ideal dünnen Kante zur Sonne wendet, so dass diese nicht auch noch zur Erwärmung beitragen indem sie Sonnenlicht einsammeln). Dann wäre die Gleichung:

    110 000 = 0.9 * 250000 * 5.67e-8 * T^4

    Aufgelöst nach T ergibt das: 54 K oder -219 °C. Schon viel besser. Aber es ist immer noch wärmer als der Hintergrund und damit sichtbar.

    Was ist jetzt mit aktiver Kühlung? Kühlung benötigt Energie (wir müssen also den Reaktor wieder anschalten) - und egal welche Energiequelle wir nehmen, diese setzt zwingend Wärme frei. Ein Raum, in dem ein Kühlschrank steht, wird wärmer, wenn der Kühlschrank an ist, ganz egal ob die Kühlschrank-Tür offen oder geschlossen ist. Das grösste Problem ist aber: wenn die Oberfläche gekühlt wird, verringert sich die Abstrahlfähigkeit der Oberfläche - entsprechend "staut" sich die Wärme im Inneren. Und wenn die Oberfläche auf 3 K gekühlt wird, fällt die effektive Abstrahlung auf exakt Null -die Wärme im Schiffsinneren würde dann theoretisch auf beliebig hohe Werte steigen (und dabei erst die Crew und dann das Raumschiff selbst zerstören).

    Es gibt ein paar "halbe" Schlupflöcher: so könnte man z.B. nur eine Seite kühlen (etwa jene, die einem Sensor ausgesetzt ist) und die Wärme über die andere (Sensor-abgewandte) Seite abstrahlen. Das hat natürlich den Nachteil, dass die Tarnung nur dann funktioniert, wenn es genau einen einzigen Sensor gibt. Zudem dürfte es in der Praxis nahezu unmöglich sein, eine Seite wirklich auf 3K zu kühlen (z.B., weil ja die Sonne auch ständig draufscheint). Alternativ könnte man nur für eine sehr kurze Zeit kühlen und die entstehende Wärme in eine Wärmesenke (ein Material mit hoher spezifischer Wärmekapazität) leiten. Aber auch da hat man ein Problem, denn irgendwann muss man dieses Material loswerden, und dann wird es der Welt superheiss und freuden-"strahlend" mitteilen, dass da jemand versucht hat, sich zu tarnen...

    Wenn ich einen Mantel aus flüssigen Medium um den Triebswerkstrahl ausstoße (das die selbe Umgebungstemperatur hat), kann man die Triebswerks-Wärme-Strahlung erkennen?
    Das Medium müsste für die vom Triebwerksstrahl ausgehende thermische Strahlung undurchsichtig sein - und wenn es undurchsichtig ist, wird es sich durch genau diese Absorbtion aufwärmen. Geht nicht.

    Wie sieht das Verhältnis bei Kern- oder Fusionskraft aus? Mischt du da nicht ISS und Raumschiff zusammen?
    Siehe oben - je stärker die Energiequelle, desto grösser das Problem.

    Also ich, wenn ich mein Schiff tarnen will, bemale das nicht auffällig; bzw ummantel meine "komplexe technische Struktur" mit einer unauffälligen.
    Natürlich. Aber wie oben erwähnt, der Umstand, dass du eine Energiequelle brauchst, um dein Schiff zu betreiben, wird alle Versuche, dein Schiff als "natürliches" Objekt erscheinen zu lassen zunichte machen.

    Natürlich wäre die nächste, wie können wir das ändern?
    In dem wir eine Sonde hinschicken? So und jetzt nur noch das nötige Kleingeld auftreiben.
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten...
    Final-Frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

  3. #13
    Registriert seit
    01.02.2005
    Ort
    St. Gallen, CH, Erde
    Beiträge
    7.092

    Standard

    PS: Aus aktuellem Anlass: https://www.nasa.gov/press-release/d...loration-power

    Der "Regenschirm" ist der Radiator... und dieser Kernreaktor produziert "nur" 10 kW.
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten...
    Final-Frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

  4. #14
    Registriert seit
    04.06.2007
    Beiträge
    1.099

    Standard

    Das bedeutet also, dass all die Spielfilme in denen ein Mensch dem Vakuum ausgesetzt wird und in Sekunden erfriert es falsch darstellen, vermutlich ist dann die Darstellung in "Outland, Planet der Verdammten" eher richtig, dass der Körper durch den Innendruck aufquillt und vlt. zerplatzt bzw. ihm Blut aus allen Poren schießt.
    meine Signatur

  5. #15
    Registriert seit
    01.02.2005
    Ort
    St. Gallen, CH, Erde
    Beiträge
    7.092

    Standard

    Wenn du in 10 m Tiefe (2 bar) nicht zerquetscht wirst, wirst du in 0 bar Vakuum auch nicht platzen... Die menschliche Haut hält 1 bar Druckunterschied locker aus. Der Hauptgrund, warum man im Vakuum stirbt, ist Sauerstoffmangel im Gehirn. Dazu kommt, dass überall dort, wo Flüssigkeiten (normalerweise) mit der Atmosphäre in Kontakt sind, diese zu kochen bzw. zu sublimieren beginnen - mit zunehmenden Schäden für das unterliegende Gewebe. Der Mensch bekommt diese Phase aber kaum mehr mit, er ist bis dahin ohnehin bewusstlos.
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten...
    Final-Frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

  6. #16
    Registriert seit
    30.12.2017
    Ort
    Dessau-Roßlau
    Beiträge
    133

    Standard

    Interstellare Raumschiffe Außerirdischer kann man nach meiner Meinung erkennen, wenn sie sich im Plasma bzw. Sonnenkorona unserer Sonne aufhalten und
    dort ihre Latent-Wärmespeicher aufladen, abbremsen oder beschleunigen.
    Beweis-Videos dazu gibt es bei youtube.

    Gruß,
    Jens

  7. #17
    Registriert seit
    16.09.2005
    Beiträge
    7.382

    Standard

    Zitat Zitat von JensU Beitrag anzeigen
    Beweis-Videos dazu gibt es bei youtube.
    Hallo Jens,

    Beweise sind etwas Heiliges.

    Was beweisen diese Videos denn konkret ?


    Freundliche Grüße, Ralf

  8. #18
    Registriert seit
    22.02.2006
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    1.204

    Standard

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Was beweisen diese Videos denn konkret ?
    Leider nur die Dummheit mancher Menschen.

    Gruss,
    Christian

    Meine Astro-Page: www.Jeffer.de

  9. #19
    Registriert seit
    03.11.2017
    Ort
    Steinkugel ~150Mio KM von gelben Zwergstern entfernt im Orionarm der Milchstraße
    Beiträge
    293

    Standard

    Diese Video's wurden J.A. von einem Alien-Informanten zugespielt und er hat sie dann völlig uneigennützig bei Alienleaks veröffentlicht.

  10. #20
    Registriert seit
    04.06.2007
    Beiträge
    1.099

    Standard

    Anzeige
    Zitat Zitat von JensU Beitrag anzeigen
    Interstellare Raumschiffe Außerirdischer kann man nach meiner Meinung erkennen, wenn sie sich im Plasma bzw. Sonnenkorona unserer Sonne aufhalten und
    dort ihre Latent-Wärmespeicher aufladen, abbremsen oder beschleunigen.
    Beweis-Videos dazu gibt es bei youtube.

    Gruß,
    Jens
    Oder wenn sie am Kiosk anhalten und was kaufen
    meine Signatur

Ähnliche Themen

  1. ISS: NASA kauft weitere Plätze in Sojus-Raumschiffen
    Von astronews.com Redaktion im Forum Internationale Raumstation
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 06.08.2015, 12:31
  2. Frage: mögliche Erkennung der Grenze des Universums...
    Von Frankie im Forum Forschung allgemein
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 21.05.2010, 17:19

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
astronews.com 
Nachrichten Forschung | Raumfahrt | Sonnensystem | Teleskope | Amateurastronomie
Übersicht | Alle Schlagzeilen des Monats | Missionen | Archiv
Weitere Angebote Frag astronews.com | Forum | Bild des Tages | Newsletter
Kalender Sternenhimmel | Startrampe | Fernsehsendungen | Veranstaltungen
Nachschlagen AstroGlossar | AstroLinks
Info RSS-Feeds | Soziale Netzwerke | Flattr & freiwilliges Bezahlen | Werbung | Kontakt | Suche
Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung
Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2013. Alle Rechte vorbehalten.  W3C