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Thema: SuperKEKB: Dem Antimaterie-Rätsel auf der Spur

  1. #11
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    Hallo mac (und natürlich auch Ich und TomS),
    vielen Dank, das Du Dich (bzw. Ihr Euch) mit meinem geistigen Fußpilz überhaupt außeinander setzt.
    Ich muß allerdings sagen, das ich schon das eine oder andere Problem mit dem Standardmodell habe, es allerdings auch nicht komplett ausschließe. Ich würde es vielmehr kombinieren wollen. Allerdings gehört das in den Bereich GDM. Da ich jedoch keine wasserdichte Theorie zu formulieren in der Lage bin, werde ich das auch nicht tun. Allerdings möchte ich immer einmal wieder meine Bedenken, gegen (aus meiner begrenzten Sicht) fragwürdige Argumentationen formulieren.
    Was mich an Deiner Begründung stört, hast Du bereits selbst formuliert. Es gibt also keine Notwendigkeit dies zu wiederholen.

  2. #12
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    Aber eine winzige Anmerkung habe ich noch. Der Vergleich mit der Zellteilung hinkt auf einem Fuß. Zellteilung läßt zwei identische Bereiche entstehen. Meine Annahme tut das nur aus einer sehr begrenzten Sicht, da Materie und Antimaterie ja in vielen Dingen eher komplementär sind.

  3. #13
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    In dem Text erklärt Herr Seplinsky, welche Probleme er vermutet und selbst die scheinbar absoluten Angaben sind formuliert mit ...
    Ich befürchte, dass du den Text von seinem physikalischen Gehalt her sowie teilw. sprachlich nicht verstanden hast.
    Gruß
    Tom

    «Hier konnte niemand sonst Einlaß erhalten, denn dieser Eingang war nur für dich bestimmt. Ich gehe jetzt und schließe ihn.»

  4. #14
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    OK, danke TomS.

  5. #15
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    Zitat Zitat von TomS Beitrag anzeigen
    Ich befürchte, dass du den Text von seinem physikalischen Gehalt her sowie teilw. sprachlich nicht verstanden hast.
    Sollte man es nicht eher so erklären, dass die Baryogenese (gemäß Inflationsmodell) erst nach der Inflation stattgefunden hat? Das, was wir Materie oder Antimaterie nennen, wäre demnach erst nach der Inflation, d.h. aus dem Inflaton-Feld entstanden.

    Dieser Punkt wird bei Selipsky so nicht direkt angesprochen.
    Freundliche Grüße, B.

  6. #16
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    Hallo Bernhard,
    ich hatte den Selipskytext so verstanden, das die elektroschwachen Sphaleronen mit Hilfe von Instantonwellen einen wie auch immer (durch irgendwelche früheren Prozesse) entstandenen Baryonenüberschuß, wieder entfernen würden. Ich weiß zwar immer noch nicht, wie das funktionieren soll, wenn Baryonen und Antibaryonen zu diesem Zeitpunkt bereits asymetrisch verteilt sind, aber sei's drum. Ich habe da wohl einen Denk- bzw. Verständnisfehler
    Ich hatte ja die Weichenstellung zur Lokalisierung möglicher Materie- und Antimateriebereiche in die Planck-Phase angedacht. Das war also vor der Baryogenese, als es noch nicht einmal eine Trennung der fundamentalen Kräfte gab. Aber das hatte ich offensichtlich leider falsch verstanden.

  7. #17
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    Schauen wir uns doch die Argumentation nochmal an:

    Wenn die Materie aus der Ära vor der Inflation stammen würde, dann müsste zunächst mal eine lokale, reine Materiefluktuation vorhanden sein. Das erklärt zunächst mal gar nichts, denn wir haben weiterhin kein Modell, das diese Asymmetrie erklären könnte. Darüberhinaus müsste die heutige Materiedichte erklärbar sein; dies würde jedoch eine deutlich höhere Dichte vor der Inflation voraussetzen, wofür wir wiederum kein vernünftiges Modell haben. Darüberhinaus können wir berechnen, dass bestimmte topologische Feldkonfigurationen der elektroschwachen Eichfelder - sogenannte Sphaleronen - einen vorher vorhandenen Materieüberschuss wieder zerstören würden.

    D.h. dass wir keine Erklärung kennen, die einen Materieüberschuss über die Inflationsphase hinweg bewahren könnte. Daraus folgt, dass wir eine Erklärung benötigen, wie der Materieüberschuss im Zuge des Endes der Inflation entstehen kann. Diese Erzeugung von Materie mittels der CP-Verletzungen des Standardmodells ist jedoch nach allen Berechnungen zu gering, um den heute sichtbaren Überschuss zu erklären (auch dabei ist der o.g. Zerfallsmechanismus über Sphaleronen zu berücksichtigen).

    D.h. es wurden diverse Mechanismen im Detail untersucht, die jedoch allesamt keine ausreichende Erklärung liefern. Die Frage der Entstehung des Materieüberschusses ist weiterhin offen.
    Geändert von TomS (30.03.2018 um 12:52 Uhr)
    Gruß
    Tom

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  8. #18
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    ... das die elektroschwachen Sphaleronen ... einen wie auch immer früher ... entstandenen Baryonenüberschuß, wieder entfernen würden. Ich weiß zwar immer noch nicht, wie das funktionieren soll ...
    Zum ersten funktioniert das auch ohne die Sphaleronen nicht, denn wir kennen keinen Mechanismus, der überhaupt zu einem ausreichenden Materieüberschuss führen könnte. Alleine die Existenz einer derartigen Asymmetrie ist schon mal Spekulationen.

    Zum zweiten kennen wir jedoch Mechanismen - die o.g. Sphaleronen - die einen derartigen Materieüberschuss zerstören würden.

    Alle naheliegenden Ansätze sind untersucht und müssen - leider - verworfen werden.
    Gruß
    Tom

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  9. #19
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    Hallo TomS,

    Zitat Zitat von TomS Beitrag anzeigen
    Diese Erzeugung von Materie mittels der CP-Verletzungen des Standardmodells ist jedoch nach allen Berechnungen zu gering, um den heute sichtbaren Überschuss zu erklären (auch dabei ist der o.g. Zerfallsmechanismus über Sphaleronen zu berücksichtigen).
    eine Verständnisfrage, von jemandem der sich in dieser Materie wirklich nur sehr sehr grob auskennt:

    Führt die CP-Verletzung wirklich zu einer (wenn auch zu geringen) unterschiedlichen Verteilung zwischen Protonen und Antiprotonen?

    Und wenn ja, würde diese sich, bei anderen als den dafür angenommenen Zeiträumen, nicht auch zu unterschiedlich hohen Anreicherungen führen?

    Herzliche Grüße

    MAC

  10. #20
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    Natürlich ist es Spekulation, das bestreite ich nicht. Aber Sphaleronen sind ebenfalls nur hypotetisch, weil experimentell nicht nachgewiesen.
    Aber bevor man eine lokalisierte Asymmetrie als mögliche Erklärung in Betracht zieht, ist es natürlich sinnvoller eine Mengen-Asymmetrie als Ursache für die für uns sichtbare Materie zu verwenden.
    Wie erklärt sich der Umstand, das auf 1 Mrd Antiteilchen, 1 Mrd und 1 Teilchen entstanden sein sollen? Ist das keine CP-Invarianz?
    Erklärungsversuche gäbe es schon dazu, sogar eine ganze Theorie, aber das ist Ketzerei, bzw. hier im Forum GdM. Deswegen werde ich das hier ganz sicher nicht ausrollen.
    Das Standardmodell braucht die CP-Verletzung, denn sonst gäbe es keine Baryogenese.

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