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Thema: Belege zur Problematik des Atheismus im persönlichen Leben

  1. #11
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    Standard Moi-Moin an alle

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    Moin-Moin an alle,

    ich finde Deine Überlegung, Christian, bzw. die Erkenntnisse aus den MRT´s, keineswegs Bullshit. Das bewahrheitet auch die Tatsache, dass es unheimlich schwer ist, zu einem religiös verblendeten Menschen durchzudringen. Logik und Argumente prallen einfach wirkungslos ab. Ohne MRT war es übrigens schon Karl Marx aufgefallen, und er bezeichnete die Religionen als ''Opium fürs Volk''. Er war mit dieser Erkenntnis sicherlich nicht der Erste und der Einzige. Von daher..., gar nicht so weit hergeholt.

    Gruß Matze


    PS: Mit Deinem Beitrag zum leidlichem Thema gestern Nacht, sprachest Du mir aus der Seele.
    Geändert von AstroM (18.03.2018 um 13:58 Uhr) Grund: Vertippt + PS

  2. #12
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    Ach, wenn man noch Öl ins Feuer gießen wollte, könnte man auch deduzieren, dass religiöser Fundamentalismus Symptom eines Hirnschadens ist. Aber warum sollte man das tun? Ich halte den Wert der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit für höher als die Versuche, dieselbe gegen die ebenfalls grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit im Sinne einer Herabwürdigung Andersdenkender auszuspielen. Atheisten sind ebensowenig bessere oder schlechtere Menschen als religiös Glaubende wie auch umgekehrt, so dass sich beide gegenseitig in die Pflicht nehmen sollten, im Sinne eines guten Miteinanders die Unterschiede nicht eigens wertend hervorzuheben, um den jeweils anderen abzuwerten.

    Jeder Mensch ist frei und mündig genug, um für sich selbst zu entscheiden, was er glauben mag und was nicht. Und ebenso ist er frei und mündig genug, um für sich selbst zu entscheiden, die Entscheidung des anderen zu tolerieren, ohne sie zugleich zu seiner eigenen machen zu müssen. Grenzen der Toleranz ergeben sich über den Geltungsbereich des Strafrechts, sobald die Würde des Menschen angetastet wird. Aber innerhalb des Tolerierbaren bin ich für uneingeschränkte Glaubensfreiheit und Freiheit in der Ausübung religiöser Handlungen.
    Geändert von Mahananda (18.03.2018 um 14:31 Uhr)

  3. #13
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    Das ist der erste Text, den ich heute hier lese, ohne das sich mir die Nackenhaare aufstellen.
    Kurz, präzise, einfach auf den Punkt gebracht. Danke Mahananda!

  4. #14
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    Zitat Zitat von AstroM Beitrag anzeigen
    Ohne MRT war es übrigens schon Karl Marx aufgefallen, und er bezeichnete die Religionen als ''Opium fürs Volk''.
    nein, Marx sprach vom "Opium des Volkes". Lenin machte daraus "Opium fürs Volk". Ist ein Unterschied. Letzteres tendiert zur Verschwörungstheorie.

  5. #15
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    Singen ist unter anderem ein Training der Atemtechnik. Training der Atemtechnik ist auch eine Grundlage des Yoga. Das führt zu effektiveren Versorgung des Körpers, insbesondere des Gehirns mit Sauerstoff. Dies geschieht auch bei Ausdauersport, z.B. Jogging. Dabei werden dann auch endogene Morphine freigesetzt ("Runners High"). Schlichte Biochemie.
    Man brauch auch bloß einen Hund nach dem Rumtoben beim Gassi ins Gesicht zu gucken und die Körpersprache beobachten. Andererseits entspannen auch viele Tiere, wenn sie Musik hören.
    Evtl. wirkt Musik bei Tieren ja auch auf ein Analogon zu dem beim Menschen im MRT festgestellten "religiösen" Areal im Gehirn.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  6. #16
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    Hallo zusammen,

    ich kann dazu aktuell nur einen Youtube-Clip beitragen, der vielleicht die Weite des Themas ein wenig aufzeigt: Israelis: What do you think of atheists? . Da die deutsche Kulturlandschaft natürlich in einer gewissen Verbindung zur Kultur im Nahen Osten steht, sind die gezeigten Statements teilweise auch in den europäischen Raum übertragbar.

    Sollte es Off-Topic sein, bitte als Unterhaltung verstehen. Immerhin ist es interessant und lehrreich Meinungen aus fernen Ländern zu bekommen, ohne dafür extra hinreisen zu müssen. Der Kanal von Corey Gil-Shuster enthält in dieser Hinsicht viele interessante Clips. Leider ist alles auf Englisch ohne deutsche Untertitel. Für die allermeisten Teilnehmer hier sollte das aber kein großes Problem darstellen.

    Meine Nahost-, bzw. Nordafrika-Reisen sind mittlerweile mehr als zwanzig Jahre her. Die zugehörigen Erfahrungen und Erlebnisse haben damit nur noch einen gewissen historischen Wert .
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  7. #17
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    Danke für das Video Bernhard. Ich weiß nicht, nach welchen Kriterien der Interviewer die Personen ausgewählt hat, aber ich denke mal, es waren zufällig auf der Straße getroffene Passanten.
    Das die erste Person quasi wie Jakob reagiert und missionieren will, war vorhersehbar. Denn seinem Äußeren nach ist es ein orthodoxer Jude. Interessant fand ich die Reaktion des Taxifahrers. Dieser wußte mit dem Begriff Atheist gar nichts anzufangen. Und nach der Erklärung und einigem Nachdenken zeigte er sich ziemlich schockiert. Gottlose Menschen existieren in seiner Welt nicht. Der dritte war lustig, er bezeichnet sich als Teilzeitatheist. Ich würde ihm eher das Prädikat Agnostiker zuordnen. Scheinbar hätte er gern einen Gott, die Beweise für dessen Existenz jedoch vermißt er. Am Besten hat mir der vierte gefallen. Der war völlig entspannt. Schade das nicht alle Menschen so sind wie dieser Mann.

  8. #18
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, nach welchen Kriterien der Interviewer die Personen ausgewählt hat, aber ich denke mal, es waren zufällig auf der Straße getroffene Passanten.
    Ja, das denke ich auch. Dieser YouTuber arbeitet wie ein Journalist, kann dabei aber durch Schneiden des Filmmaterials natürlich auch auswählen, und das hat er - finde ich - recht geschickt gemacht. Das Video zeigt sicher absichtlich einen Querschnitt durch die verschiedenen Möglichkeiten. Würden immer nur die gleichen Ansichten von unterschiedlichen Personen erzählt werden, so wäre der Clip langweilig und missionarisch. Die Art der Darstellung zeigt, dass jeder Mensch auch seine eigene Persönlichkeit in seine Weltsicht einbringt.

    Mir persönlich gefällt am jüdischen Glauben, dass es dabei eher um einen Blick in eine ferne Zukunft geht, in der dann alles gut und schön wird. Ich denke, dieser Optimismus lässt viele Freiheiten im Denken zu und kann eine Bereicherung der europäischen Sichtweise sein, die mehr im Hier und Jetzt ansetzt.
    Geändert von Bernhard (20.03.2018 um 19:37 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  9. #19
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    Sind Kinder, die an den Nikolaus glauben, braver als solche, die das nicht tun? Vielleicht. Aber vielleicht ist Angst vor einem bärtigen Mann auch der ganz falsche Anreiz, um brav zu sein. Wer nur aus Angst vor dem bärtigen Mann brav ist, der wird, sobald er dessen (für andere) offensichtliche nicht-Existenz eingesehen hat, viel unmoralischer handeln als jener, der dies schon immer wusste. Und schon immer wusste, dass es andere und bessere Gründe gibt, "brav" zu sein.

    Das gilt natürlich für alle möglichen inexistenten bärtigen Männer.
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten
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  10. #20
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Das gilt natürlich für alle möglichen inexistenten bärtigen Männer.
    Irgendwie erinnert mich das jetzt vom Niveau her an eine Äusserung, die angeblich die Tochter von Sigmar Gabriel über Martin Schulz getätigt haben soll, auch wenn es sich dabei um einen existenten bärtigen Mann gehandelt hat, aber in der Absicht, dass dessen Ambitionen auf das Aussenministerium inexistent werden und de facto dann auch wurden.

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