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Thema: Warum ist das Universum, kurz nach dem Urknall, nicht in einem SL verschwunden?

  1. #21
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    Hallo Berngard,

    direkt nach dem Urknall müsste die Materie aber noch viel dichter gepackt sein, als in jedem heutigen bekannten SL. Das gesamte Energieäquivalent des jetzigen Unversums war auf einem winzigen Punkt vereint.

  2. #22
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    Hallo Jakob,

    Zitat Zitat von Jakob5 Beitrag anzeigen
    Ganz einfach: Die Geschichte mit dem Urknall aus dem Nichts ist eine unwissenschaftliche Ausrede, weil man gerne Gott wegredet, damit man sein eigener "Gott" sein darf, und sich nach niemandem richten muss.
    das Standardmodell der Kosmologie wurde entwickelt, um beobachtbare Fakten rational zu erklären. Nicht mehr und nicht weniger. Man sollte sich also nicht zu sehr daran stören, dass sich der Urknall selbst einer wissenschaftlichen Beschreibung teilweise bis ganz entzieht. Auch unser modernes Wissen ist bekanntlich unvollständig und wird es u.U. auch immer bleiben.

    Darum geht es bei diesem Thema aber auch gar nicht. Falls Du über den Urknall selbst diskutieren willst, solltest Du ein eigenes Thema, am Besten im Bereich GdM aufmachen, wohlwissend, dass es dabei eben nicht mehr unbedingt um Wissenschaft gehen kann und damit u.U. den Rahmen dieses Forums sprengt.
    Freundliche Grüße, B.

  3. #23
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    Zitat Zitat von Ionit Beitrag anzeigen
    direkt nach dem Urknall müsste die Materie aber noch viel dichter gepackt sein, als in jedem heutigen bekannten SL.
    Die Dichte alleine ist hier nicht entscheidend, auch wenn die lokale Dichte für immer kürzere Zeiten je nach Modell mathematisch divergiert oder extrem groß wird. Es geht auch um die räumliche Verteilung der Dichte.

    Das gesamte Energieäquivalent des jetzigen Unversums war auf einem winzigen Punkt vereint.
    Das ist ein naheliegender Fehlschluss über das Standardmodell, denn für alle kosmologischen Zeiten mit t > 0 trifft das nicht zu und für t=0 gilt das Modell nicht mehr. Es gilt schon eher, dass der Urknall sozusagen überall stattgefunden hat.
    Freundliche Grüße, B.

  4. #24
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    Das ist ein naheliegender Fehlschluss über das Standardmodell, denn für alle kosmologischen Zeiten mit t > 0 trifft das nicht zu und für t=0 gilt das Modell nicht mehr. Es gilt schon eher, dass der Urknall sozusagen überall stattgefunden hat.
    Kurz nach dem Urknall war "überall" aber nur eine winzige Ausdehnung, oder irre ich da?

  5. #25
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    Zitat Zitat von Ionit Beitrag anzeigen
    Kurz nach dem Urknall war "überall" aber nur eine winzige Ausdehnung, oder irre ich da?
    Der Abstandsbegriff ist in der allgemeinen Relativitätstheorie nicht ganz unproblematisch. Fakt ist, dass die räumliche Ausdehnung des Universums für t > 0 im Standardmodell keine Grenze nach oben kennt.
    Freundliche Grüße, B.

  6. #26
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    Hmmm ... ist unbefriedigend. Die Rotverschiebung und Ausdehung des Unsiversums zeigt uns doch aber, dass es kurz nach dem Urknall eben doch eine "Grenze" gegegben haben muss. Wenn es sie nicht gab, könnte man heute ja nicht von "Ausdehung" sprechen, da man das gar nicht definieren könnte, weil man die Grenze gar nicht kennen würde. Oder irre ich da?

  7. #27
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    Zur Expansion genügt die Auseinander-Setzung des Unendlichen.
    "Man muss wissen", schreibt Heraklit, "dass der Kampf das Gemeinsame ist und das Recht der Streit, und dass alles Geschehen vermittels des Streites
    mit Notwendigkeit erfolgt"

    ------------------
    Bei Freistetter findet sich der Durchmesser des beobachtbaren, uns informativ zugänglichen Universums zu 93 Milliarden Lichtjahren.
    Dieses ist rückbezüglich aus vergleichsweise dazu 'einem Punkt' hervorgegangen.
    Was nicht ausschließt, daß außerhalb unseres Erfahrungshorizontes viele weitere, oder unendlich solcher Regionen aneinander lagern?
    Geändert von sanftwasser (14.03.2018 um 00:21 Uhr)

  8. #28
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    Es ist süss. Nachdem ich euren Blick aus dem Urknall-Sandkasten nach oben geholt habe, für einen Moment, nämlich dass es eine andere Realität gibt, habt ihr für einen kleinen Moment verduzt innegehalten: Gibt es da eine grössere Wahrheit da draussen?

    Kurz darauf habt ihr es wieder vergessen und spielt weiter munter in eurem Urknall-Sandkasten. Richtig süss!

    Dabei ist der längst widerlegt, seht besonders den ersten Link.

    http://rense.com/general53/bbng.htm

    https://www.express.co.uk/news/scien...ral-relativity

  9. #29
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Wenn Deine Annahme "gegen den Mainstream" ist, was ist denn dann der "Mainstream" dieses Themas? Wobei ich echt sagen muß, das ich Magenschmerzen bekomme, wenn ich den Begriff "Mainstream" lese, aber das ist wieder ein anderes Thema.
    Hintergrund meiner Frage, ich möchte nur wissen, wenn ich etwas hierzu sage, ob ich gegen die Mainstream-Meinung verstoße und demzufolge nicht hier schreiben soll, oder ob überhaupt kein Mainstream hierzu existiert?
    "Der liebe Gott war's, und alle Wissenschaftler sind blöd" ist GdM. "Das Universum hat sich schritthalten mit der Gravitation ausgedehnt" ist auch GdM. Das ist aber ok, weil der Autor darauf hingewiesen hat, dass das einfach eine persönliche Annahme ist. "Die Inflation war's" ist kein GdM, weil man für diese Hypothese mehr als genug Belege in Sekundär- und Tertiärliteratur findet. Da findet man auch den Hinweis, dass das noch eine Hypothese ist, und was dafür und dagegen spricht.

    Und Sinn der GdM-Regelung ist einfach der, dass man bei so einer Frage auch eine sinnvolle Antwort erhalten kann. Das funktioniert nämlich nicht, wenn mit gleicher oder größerer Lautsärke der liebe Gott, der große grüne Arkelanfall, das elektrische Universum, Hiranyagarbha und das fliegende Spaghettimonster propagiert wird.

  10. #30
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    Zitat Zitat von Ionit Beitrag anzeigen
    Hallo Berngard,

    direkt nach dem Urknall müsste die Materie aber noch viel dichter gepackt sein, als in jedem heutigen bekannten SL. Das gesamte Energieäquivalent des jetzigen Unversums war auf einem winzigen Punkt vereint.
    Nochmal: Es gibt das Buchdahl-Theorem, nachdem jede ausreichend große Massenkonzentration zu einem Schwarzen Loch zusammenfallen muss. Das ist unausweichlich, richtig.
    Aber: Das Theorem gilt nur für statische Massenansammlungen ohne Dunkle Energie und dergleichen. Wenn eine der beiden Bedingungen nicht erfüllt ist, kann man nicht automatisch sagen, dass eine Massenansammlung kollabieren muss.

    Ganz am Anfang war das Universum nach dem Inflationsparadigma leer bis auf das Inflatonfeld. Das sieht aus wie ein de Sitter Universum mit extrem hoher Energiedichte. Wenn man in so ein Universum zwei Testteilchen werfen könnte, würden die in unvorstellbar kurzer Zeit so stark auseinander beschleunigt werden, dass sie jeden kausalen Kontakt verlören. Hier implodiert also gar nichts, im Gegenteil.
    Gegen Ende der Inflationsphase entsteht durch den Zusammenbruch des Feldes normale Materie, die ganz automatisch diese heftige Auseinanderbewegung erbt. Jetzt gibt es zwar kein Feld mehr, das alles auseinandertreibt, aber die Materie bewegt sich schon mit gerade der Energie auseinander, die es braucht, um nicht wieder zu kollabieren. Das ist eine der zentralen Vorhersagen der Inflationshypothese, dass die Expansion genau mit der richtigen Rate dafür erfolgt. Das bedeutet gleichzeitig, dass es gerade die kritische Dichte hat und der Raum flach ist - was vollkommen unwahrscheinlich wäre ohne eine solchen Mechanismus, der das erzwingt.
    Wobei "Vorhersage" ein bisschen hoch gegriffen ist, die Inflation wurde ja mehr oder minder zu diesem Zweck "erfunden". Richtig interessant wird die Hypothese wegen der Tatsache, dass sie auf einen Schlag mehrere Probleme gleichzeitig löst. Der Durchbruch war wohl, dass sie das Spektrum der CMB-Fluktuationen richtig vorhergesagt hat.

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