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Thema: Proxima Centauri erreichen mit Teilchenbeschleuniger

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  1. #1
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    Reden Proxima Centauri erreichen mit Teilchenbeschleuniger

    Hallo zusammen,

    was mich seit einiger Zeit beschäftigt, ist die Starshot Initiative. Darin wollen sie den nächsten Stern, den Proxima Centauri, innerhalb von 20 Jahren erreichen.

    Leider gibt es bisher kein einziges realistisches Konzept, wie das zu machen ist.

    Was haltet ihr dagegen von meiner Idee?

    1. Man baut so etwas wie einen Teilchenbeschleuniger, nur eben nicht für Teilchen, sonder für einen Kleinstsatelliten, entweder im erdnahen All oder auf dem Mond.
    Gemeint ist ein grosse Röhre, die in ihrem Inneren den Satelliten immer mehr beschleunigt. Das muss kein elektrisches Feld sein wie im Teilchenbeschleuniger, es kann z.B. durch Laser, oder auch etappenweise, bspw. mechanisch, von statten gehen.

    2. Ausserhalb der Erde, damit der beschleunigte Satellit nicht wieder durch die Atmosphäre abgebremst wird.

    3. Der Kleinstsatellit soll möglichst kompakt gebaut werden, bspw. 1 mm3 Grösse. Inhalt soll nur eine Kamera und ein Funksystem sein plus eventuell Bremssystem.

    4. Das Problem wird das Abbremsen vor Ort sein. Sonnensegel sind wohl zu schwach, ich würde etwas anderes vorschlagen: Eine Art "Anker" mit gummiartigem Seil, das vor Ort dann in den Planeten geschossen wird und als Bremse benutzt wird. Ich weiss dass da ungeheure Kräfte wirken, aber 1. ist der Satellit klein, und wenn es 2. nicht klappen sollte, kann der Satellit auch stattdessen, ein paar Fotos schiessen, ohne abzubremsen.

    Auf eure Meinung bin ich gespannt!

    LG Jakob

  2. #2
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    Breakthrough Starshot hat ein Konzept, nämlich Sonnensegel plus Superlaser (salopp gesagt).

    Ein Teilchenbeschleuniger wird nicht funktionieren, jedenfalls nicht ohne extrem hohen Materialaufwand. Die übertragene kinetische Energie ist sehr ähnlich wie die, die die Teilchen bekommen.
    Die Sache mit dem Gummiseil ist noch viel weniger realistisch. Eigentlich gibt es zum Abbremsen noch keine plausiblen Vorschläge.

  3. #3
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    Ja, von dem Sonnensegel habe ich gehört, aber sie reden von 100 Jahren statt von 20, ausserdem ist das materialtechnisch noch nicht möglich (50 km2 Segel mit ein paar Gramm Gewicht - stabil bei riesigen Geschwindigkeiten).

    Der Teilchenbeschleuniger muss ja nicht auf 99% Lichtgeschwindigkeit beschleunigen wie herkömliche, sondern eben nur auf 20%. Der Energie- und Materialaufwand wird ja vor allem in Richtung 100% c riesig, d.h. bei 20% sollte es noch deutlich machbarer sein.

  4. #4
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    Zum Abbremsen gibt es schon ein Konzept, ein Magnetsegel sollte mit moderaten Mitteln die Abbremsung von interstellaren zu interplanetaren Geschwindigkeiten ermöglichen. Sofern der Zielstern einen Sternwind hat. Aber bei Proxima ist das kein Problem...
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  5. #5
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    Die Abbremsidee klingt gut. Wurde das mal durchgerechnet? Daran scheitert es oft.

    Nochmal, wieso ich mechanische Be-und Entschleunigungen ins Spiel bringe:

    Die schnellsten Geschwindigkeiten, die je erzeugt wurden, sind nicht die Raketen von Menschen, sondern die Sporen von bestimmten Pilzsorten.

    Das heisst, wenn wir von denen lernen und das in einem technischen Massstab, können wir vielleicht an die % Lichtgeschwindigkeit heran.

  6. #6
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    Verzeihung, da hat sich Guila Enders in einem Artikel wohl verschrieben: Nicht die Geschwindigkeit, sondern die Beschleunigung von Pilzsporen ist höher als alles, was Menschen erreichen.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Jakob5 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    3. Der Kleinstsatellit soll möglichst kompakt gebaut werden, bspw. 1 mm3 Grösse. Inhalt soll nur eine Kamera und ein Funksystem sein plus eventuell Bremssystem.

    Auf eure Meinung bin ich gespannt!

    LG Jakob

    Meinst du 1mm3, 1dm3 oder 1m3 für den Satellit?
    Mein 1.Vorschlag wäre ein kleiner Eisasteroid, der als Raumsonde genutzt wird.
    Ein Kernreaktor wandelt Eis in einen spezifischen Impuls um.
    Mein 2.Vorschlag ist eine Raumsonde mit der Umwandlung kosmischerTeilchstrahlung in einen spezifischen Impuls mittels elektrischen Feld.

    Gruß,
    Jens

  8. #8
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    @Jens, du nervst langsam. Verschiedene User haben sich die Mühe gemacht, dir zu zeigen, wo die Probleme mit deinem Vorschlag sind. Und trotzdem wiederholst du ihn hier als ob nichts wäre. Das ist nicht der Stil, den wir hier sehen wollen.
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  9. #9
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    Zitat Zitat von JensU Beitrag anzeigen
    Meinst du 1mm3, 1dm3 oder 1m3 für den Satellit?
    Mein 1.Vorschlag wäre ein kleiner Eisasteroid, der als Raumsonde genutzt wird.
    Ein Kernreaktor wandelt Eis in einen spezifischen Impuls um.
    Mein 2.Vorschlag ist eine Raumsonde mit der Umwandlung kosmischerTeilchstrahlung in einen spezifischen Impuls mittels elektrischen Feld.

    Gruß,
    Jens
    Hallo Jens,
    ich habe diesen Teilchenvorschlag von dir schon mitverfolgt. Allerdings habe auch ich den Eindruck, dass dir elementare Prinzipien wie Energieerhaltung und der Entropiesatz nicht angewandt präsent sind. Ich würde dir ein natur/ ingenieurwissenschaftliches Studium empfehlen, wenn du lösungsorientiert mitreden willst. Wenn es dir mehr ums Träumen geht, wäre wahrscheinlich ein Star-Wars / Star Trek Forum ein Ort für dich.

  10. #10
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    Wobei es wahrscheinlich noch besser wäre, die Zentrifugalkraft magnetisch aufzufangen. Um die Fläche zu vergrössern, am Besten von beiden Seiten mit - und + Pol.

    Der Satellit wäre wie gesagt mit ein paar mm^2 sehr klein. Die geringe Sendeleistung könnte durch folgende Idee gelöst werden: Nach der Sendung des ersten werden in gewissen Abständen Sendungsverstärker hinterhergesendet, mit geringerer Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeiten und Abschusszeiten werden so bestimmt, dass, wenn Satellit 1 am Zielpunkt angelangt ist, die anderen in den richtigen Abständen stehen, um das Signal bis zur Erde zu übermitteln. Die Kosten würden sich nicht erhöhen, weil wenn der Beschleuniger einmal da ist, macht es einen geringen Unterschied, ob er einen oder 1000 Satelliten beschleunigt.
    Geändert von Jakob5 (16.02.2018 um 16:31 Uhr)

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