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Thema: Proxima Centauri erreichen mit Teilchenbeschleuniger

  1. #21
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    Steinkugel ~150Mio KM von gelben Zwergstern entfernt im Orionarm der Milchstraße
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    Entschuldigung Jakob, Du hast mich falsch verstanden. Viele Satelliten? ja! Aber nicht nacheinander, sondern gleichzeitig. Und auch nicht in der Größe, die Du favorisiert hast, sondern deutlich größer.
    Ich zeigte aber auch noch zusätzliche Probleme auf. Du benötigst zwingend eine Stromversorgung für die Reise. Das kann eigentlich nur mit einer Radionuklidbatterie, oder besser thermonuklear erfolgen. Wobei wir letztere Technologie noch nicht einmal ansatzweise verfügbar haben. Ein Radionuklidbatterie, bedeutet jedoch viel Gewicht und geringe Effizienz auf diese Distanz.
    Auch um das Bremsen wirst Du nicht drum herum kommen. Denn die Satelliten müssen die Bilder aufnehmen, speichern und übertragen. Die Übertragungsrate wird auf diese Entfernung grottenschlecht sein. Wenn Du Dir vor Augen hältst, das New Horizons (mit einer perfekten Antenne, von über 2m Durchmesser) vom Pluto aus eine Datenrate von 600-700 Bit/s hat (und das sind nur ca. 36 AU), dann kannst Du Dir vielleicht vorstellen, das wir vom PC ein einzelnes Bit wahrscheinlich mehrfach pro Minute senden müssen, um eine einigermaßen fehlerfreie Übertragung zu haben. Hinzu kommt, das es nur eine Antennenmatrix ist. Wir also auf das hochrechnen durch Software angewiesen sind. Die Übertragung eines einzelnen Bildes wird so, je nach Auflösung, mehrere Wochen, bis Monate dauern.
    Und dabei darf man nicht vergessen, das wir immer noch nicht das Problem der Beschleunigung und Lageregelung geklärt haben.
    Ich halte ein solches Projekt, mit den derzeitigen technischen Möglichkeiten für ausgeschlossen.

  2. #22
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    Hallo Protub, danke für deine Antwort.
    In der Tat habe ich die Datenübertragung überschätzt.
    Ich würde aber noch nicht so schnell aufgeben.
    Sofern das Bremsproblem gelöst wäre, hätte ich eine Low-carb und Low-cost Lösung für die Datenübertragung:
    Der Satellit positioniert sich in exakt der richtigen Entfernung vor Proxima Centauri. Durch z.B. eine Art Paddel verschattet er diese dabei kodiert. Auf der Erde wird das Signal empfangen. Das ist eine geniale und einfache Methode, Daten zu übertragen.

  3. #23
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    Ausrufezeichen

    Protub,
    noch einmal im Ernst:

    Ich glaube, die Lösung im Starshotproblem liegt WIRKLICH darin, dass wir, anstatt einen mittelgrossen, viele mini kleine Satelliten schicken. Die vielleicht auch unterschiedliche Aufgaben übernehmen, auf jeden Fall jedoch im Millimeterbereich liegen, damit sie überhaupt erst so hoch beschleunigt werden können.

  4. #24
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    Wow, langsam eröffnet sich das Konzept wirklich!

    Mit Hilfe eines Gummibands könnten z.B. 100e Kleinstsatelliten durch Impulsübertragung mindestens einen davon auf 0 kmh abbremsen! Kann es gerne erklären, wenn unverständlich.

  5. #25
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    Hallo Jakob 5,

    rechne doch mal aus, wie groß das Paddel dafür sein müßte und wie weit weg vom Stern der Satellit sein müßte um z.B. 1 ppm des Sternenlichts abzudecken.

    Herzliche Grüße

    MAC

    Und wenn Du schon dabei bist, dann rechne mal aus wie stark das Gummiband sein müßte und wie schwer diese mit den Satelliten zusammenhängende Masse wäre, die Du dann ja zunächst mal gleichzeitig beschleunigen müßtest. (Und es wäre auch kein Fehler, solche Rechnungen vor dem Posten durchzuführen)
    Geändert von mac (20.02.2018 um 11:13 Uhr)

  6. #26
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    Danke mac. Das mit dem Paddel müsste ich erst noch durchdenken. Ich nehme aber an, das ein paar hundert AUs ausreichen, um die Sonne komplett zu verdenken. Von so einer Distanz lassen sich schon schöne Fotos schiessen, bzw. so eine Distanz lässt sich, wenn Bremsen möglich ist, auch noch zurücklegen.

    Nochmal zu dem Abbremsvorgang:
    Die Gummistärke ist ein Resultat, der Freihzeitsgrad ist die Anzahl Satelliten. Meinetwegen erhöhe sie auf 10 000 Minsatelliten.

    ÜBRIGENS liesse sich damit auch der Startvorgang ausführen. Ich stelle mir eine Rampe vor, die 9 999 "Gewichte" verschiesst, und einen Kleinstsatellit. Durch Aktio-Reaktio und "Gummibänder" können diese den Kleinstsatellit auf 20% Lichtgeschwindigkeit bringen.

    Das klingt nach einem Konzept! Meint ihr nicht?

  7. #27
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    Zitat Zitat von Jakob5 Beitrag anzeigen

    Das klingt nach einem Konzept! Meint ihr nicht?
    sorry für die Laienstellungnahme - für mich klingt das tatsächlich nach einem schönen Konzept - aber eines für ein Bilderbuch mit einer SF-Story für Dreijährige.

    Bitte nicht übelnehmen. zabki

  8. #28
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    zabki, das liegt wahrscheinlich an meiner Wortwahl (Gummibänder).

    Versuche bitte, von meiner laienhaften Wortwahl abzusehen, ich bin Ingenieur auf einem anderen Gebiet. Versuche von der Semantik wegzusehen, und dich mehr auf den Inhalt zu fokussieren.

  9. #29
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    Zitat Zitat von Jakob5 Beitrag anzeigen

    Ich glaube, die Lösung im Starshotproblem liegt WIRKLICH darin, dass wir, anstatt einen mittelgrossen, viele mini kleine Satelliten schicken.
    Wieso ist das ein Starshotproblem? Genau das ist doch das Konzept des Starshot-Projekts. Man will statt einem Satelliten, dutzende Nano-Satelliten ins All schießen.

    Edit: Und die Segel beim Starshot-Projekt sollen nicht "50 km2 Segel mit ein paar Gramm Gewicht" haben, wie von Jakob5 weiter oben behauptet, sondern nur 4x4m² bei einem Gramm Gewicht.
    Geändert von Wolverine79 (20.02.2018 um 13:58 Uhr)

  10. #30
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    Hallo Jakob5,

    Zitat Zitat von Jakob5 Beitrag anzeigen
    Das mit dem Paddel müsste ich erst noch durchdenken.
    das ist das was ich meinte, als ich von rechnen vor dem Posten schrieb!
    Wenn Du es doch wenigstens jetzt getan hättest!

    Zitat Zitat von Jakob5 Beitrag anzeigen
    Ich nehme aber an, das ein paar hundert AUs ausreichen, um die Sonne komplett zu verdenken. Von so einer Distanz lassen sich schon schöne Fotos schiessen, bzw. so eine Distanz lässt sich, wenn Bremsen möglich ist, auch noch zurücklegen.
    irgendwie passt das nicht zu dieser Aussage?

    Zitat Zitat von Jakob5 Beitrag anzeigen
    ich bin Ingenieur

    Simpler Dreisatz:
    Proxima Centauri Radius 101.500.000 m, Entfernung rund 4,2 Lichtjahre, rund 267000 astronomische Einheiten.
    (1 m², rund) Paddel Radius 0,564 m
    Damit die Kreisscheibe des Paddels 1 Millionstel der sichtbaren Fläche von Proxima Centauri abdecken kann, muß sie 180 tausend mal näher am Betrachter sein, als Proxima Centauri
    Faktor = (101.500.000/1000)/0,564
    /1000 deshalb, weil ich mit den Radii rechne. Ins Quadrat, ist das der Faktor 1 Million.

    Proximal Centauri ist von uns rund 267000 astronomische Einheiten entfernt, also muß ‚Dein‘ Paddel 1,48 astronomische Einheiten von Dir (bzw. rund 267000 astronomische Einheiten von Proxima Centauri) entfernt sein, um maximal 1 Millionstel der Sternenscheibe von Proxima Centauri abzudecken (alles nur rein geometrisch und deshalb falsch, weil die Lichtbeugung einen großen Teil dieser Abdeckung wieder aufhebt. Ist also völlig unbrauchbar, um nicht zu sagen Stuß)

    Von einem Ingenieur hätte ich eigentlich erwartet, daß er das vorher nachrechnet und dann erst gar nicht postet - denn es kostet viel Zeit diesen haarstäubenden Unfug wieder gerade zu rücken für die, die sowas auf Anhieb nicht rechnen können, aber vielleicht mitgelesen haben.

    Herzliche Grüße

    MAC

    Nachtrag: Was glaubst Du, mit welcher Baudrate Du dieses Paddel mechanisch drehen kannst, ohne Kraftwerk an Bord?
    Geändert von mac (20.02.2018 um 16:08 Uhr)

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