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Thema: Konferenz interstellare Raumschiffphysik

  1. #61
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    Ja habe ich, wie ich erwähnt habe, spreche ja aus Erfahrung. Ist natürlich überspitzt formuliert.

    Der Punkt ist, dass man durch exakte Definitionen und lösungsorientierte Ansätze Zeit sparen kann, die man dann für andere Dinge gebrauchen kann.

    Deshalb gibt es ja in D nicht nur Technologiefirmen mit Weltrang, sondern auch ein reges Vereinesleben und Ehrenamt, wie sonst kaum wo auf der Welt.

    Es ist wirklich so, das Japaner lange Arbeitszeiten haben, und die ersten Jahre sogar freiwillig überhaupt nicht in den Urlaub gehen. Damit ist Vereinsleben unmöglich und Familienleben auch sehr eingeschränkt. Dafür haben sie natürlich das beste Preis-Leistungsverhältnis in ihre Produkten.

    Ich spreche von Tendenzen, die natürlich eine grosse Variationsbandbreite haben.

  2. #62
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    Zitat Zitat von Jakob5 Beitrag anzeigen
    Der Punkt ist, dass man durch exakte Definitionen und lösungsorientierte Ansätze Zeit sparen kann, die man dann für andere Dinge gebrauchen kann.
    Hallo Jakob,

    leider lässt Du diese exakten Definitionen bei Deinen naturwissenschaftlichen Ausführungen vermissen, so dass sämtliche Diskussionsteilnehmer diese Zeit, die man einsparen könnte, verlieren.


    Zitat Zitat von Jakob5 Beitrag anzeigen
    sondern auch ein reges Vereinesleben und Ehrenamt, wie sonst kaum wo auf der Welt.
    Ich kenne die Situation in Deutschland natürlich nicht, aber zumindest in der Schweiz ist das rege Vereinsleben mittlerweile den Rentnern, den Arbeitslosen und Sozialhilfebezügern sowie den Asylanten vorbehalten. Denn die anderen - Du ahnst es - müssen arbeiten.

    Nicht selten tun die das heimlich, also ohne die Arbeitszeit aufzuschreiben; damit umgeht man die gesetzliche Regelung, dass die Arbeitszeit pro Woche nicht dauerhaft 45 Stunden übersteigen darf und hat noch obendrein den Vorteil, bei der nächsten Reorganisierung nicht "berücksichtigt" zu werden, weil die Vorgesetzten denken, dass man die Arbeit tatsächlich in den vorgesehenen 8:30 Stunden geschafft hat.


    Zitat Zitat von Jakob5 Beitrag anzeigen
    Es ist wirklich so, das Japaner lange Arbeitszeiten haben, und die ersten Jahre sogar freiwillig überhaupt nicht in den Urlaub gehen. Damit ist Vereinsleben unmöglich und Familienleben auch sehr eingeschränkt.
    Kommt mir irgendwie bekannt vor; zahlreiche meiner Arbeitskollegen sind auch in den "Ferien" erreichbar. Ich bekam einmal sogar während einer Beerdigung eines Familienmitgliedes einen Anruf aus der Firma.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  3. #63
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    GdM ist das, was wir hier in diesem Thread tun zwar wohl eher nicht (gibt es überhaupt einen Mainstream zu diesem Thema?), aber in einem anderen Forum, wäre so etwas hier zumindest extrem Offtopic. ;-) Aber sei's drum. OT-Posts sind für das Zwischenmenschliche oft recht sinnvoll. Aber für Außenstehende, die erwarten unter Topic wichtige Informationen zu finden und lesen unsere Posts hier deshalb wohl eher mit Befremden. Ich denke im AN-Forum paßt es zur Definition "Stören der Diskussion". Bevor aber jetzt der erhobene Zeigefinger mit der zugehörigen Ermahnung kommt, will ich auch schnell noch einen OT-Post ablassen.
    @Ralf, Jakob hat wie so oft, reale Existenz und gehörten Glauben miteinander vermischt. Diesmal geht es zwar nicht um den religiösen Glauben, aber für das Produkt, macht das keinen Unterschied.
    Es ist korrekt, das sich in good old germany kaum jemand vorstellen kann, wie die Arbeitswelt im asiatischen Teil dieser Welt aussieht. Dies betrifft nicht nur Japan, sondern auch China und zum Teil auch Korea. Hauptsächlich natürlich das Leben der Industriearbeiter. Das hat aber so überhaupt gar nichts damit zu tun, das die Arbeiter dort ineffektiv wären. Im Gegenteil, sie arbeiten äußerst effizient, können aber trotzdem nicht einmal im Ansatz auf den Freizeitpool zurückgreifen, der hier in Europa existiert. In diesem Zusammenhang möchte ich auf katastrophalen Arbeitsbedingungen in Brasilien hinweisen (aber das ist natürlich nur meinem persönlichen Interesse geschuldet und nicht Teil dieses Streitthemas, also sorry für das OT im OT). Also zurück zum normalen OT Also zusammengefaßt, Ineffizienz ist ganz sicher nicht der Grund für die exorbitant hohen Arbeitszeiten der Asiaten. Vielmehr ist es eine Mischung aus verinnerlichte Respekts-Philosphie vor dem höher gestellten und der Angst, ein anderer könnte meinen Job bekommen. Gern führt diese Kombination auch schon mal zur "Denunziation beim Vorgesetzten" des nachbarlichen Mitarbeiters, weil der nicht die erwünschte Arbeitszeit erbracht hat. Ich vermute, niemand von uns hier möchte unter asiatischen Bedingungen arbeiten.
    Dazu, die US-Amerikaner als Deppen zu bezeichnen, haben wir denke ich, alle schon einmal geneigt. Einige offizielle und inoffizielle Entscheidungen befeuern dieses Vorurteil ja auch immer wieder. So ist es kein Wunder, das ein mißerables Abbild der US-amerikanischen Wirklichkeit entsteht. Leider habe ich in meinem Bekanntenkreis auch den einen oder anderen, der den Deppenstatus auch noch untermauert. Aber wenn wir ehrlich sind, gibt's diese Deppen doch überall. Wir wollen sie nur nicht wahrnehmen. Manchmal ist auch die Firmenpolitik in amerikanischen Unternehmen aus unserer Sicht mehr als fragwürdig und zum Teil in Europa und Asien eingekaufte Dienstleistungen lassen den Unfähigkeitsmythos weiter wachsen. Aber das die US-Amerikanischen Arbeiter deshalb uneffektiv arbeiten würden, ist auch nur wieder eine Legende. Auf Grund mangelhafter, bzw. fehlender Sozialstruktur, bleibt vielen Menschen gar nichts anderes übrig, als Arbeitszeiten auf den Plan zu setzen, die einem Familienleben extrem abträglich sind.
    Das von Jakob heraufbeschworene Vereinsleben existiert zwar noch in Deutschland (wobei ich wissentlich nur für Bayern sprechen kann), aber es ist, wie Du schon ausgeführt hast, oft nur noch bestimmten Bevölkerungsgruppen gegeben, dies auch zu (er)leben. Die gesetzliche Arbeitszeitbeschränkung und die reale Arbeitszeit klaffen auch hier immer weiter auseinander (wie von Dir für die Schweiz dragestellt). Aber von amerikanischen, oder asiatischen Verhältnissen sind wir trotzdem noch weit entfernt. Die gute Nachricht für die Welt ist, wir bewegen uns immer weiter in deren Richtung. Das ist dann gleichzeitig auch die schlechte Nachricht für uns.
    So jetzt aber genug mit meinem OT-Gedöns.

  4. #64
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    OT-Gedöns-Nachtrag. Ich habe noch vergessen auf Jakob's Äußerung zum Ehrenamt einzugehen. In USA sind auf Grund mangelnder Sozialstruktur Charity-Veranstaltungen an der Tagesordung und zwar in einem Ausmaß, von dem wir hier in Deutschland nur träumen können.
    Trotzdem möchte ich nicht tauschen.

  5. #65
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    Um das OT mal ein bisschen in Richtung T zurückzulenken, wenn man sich die Raumfahrt anschaut, hat man überhaupt nicht das Gefühl, dass die Amerikaner oder Asiaten irgendwie ineffizient wären. Die EU als Volkswirtschaft ist grösser als die USA oder China - und trotzdem waren es die Amerikaner, die auf dem Mond landeten, und die Chinesen haben bereits selber Menschen ins All geschickt. Beides hat Europa nie geschafft. Gut, man könnte sagen, das läge am fehlenden Interesse (und das wäre wohl nicht ganz falsch), aber auch auf dem Raketenstart-Markt, wo die Europäer bis vor kurzem Marktführer waren und viel zu verlieren haben, sind die Amerikaner inzwischen besser - und die Chinesen holen schnell auf.
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  6. #66
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Um das OT mal ein bisschen in Richtung T zurückzulenken, wenn man sich die Raumfahrt anschaut, hat man überhaupt nicht das Gefühl, dass die Amerikaner oder Asiaten irgendwie ineffizient wären. Die EU als Volkswirtschaft ist grösser als die USA oder China - und trotzdem waren es die Amerikaner, die auf dem Mond landeten, und die Chinesen haben bereits selber Menschen ins All geschickt. Beides hat Europa nie geschafft. Gut, man könnte sagen, das läge am fehlenden Interesse (und das wäre wohl nicht ganz falsch), aber auch auf dem Raketenstart-Markt, wo die Europäer bis vor kurzem Marktführer waren und viel zu verlieren haben, sind die Amerikaner inzwischen besser - und die Chinesen holen schnell auf.
    Ja, der Wettlauf ins All war zwischen Russen und Amerikanern, beide aber mit deutscher Raketentechnik, die sie sich nach dem Krieg erbeuteten. Wernher von Braun übernahm dann in den USA das Raketenprogramm, in Russland Helmut Gröttrup.

    Nur als kleine Ergänzung

  7. #67
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    Hallo Ralf,

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Nicht selten tun die das heimlich, also ohne die Arbeitszeit aufzuschreiben; damit umgeht man die gesetzliche Regelung, dass die Arbeitszeit pro Woche nicht dauerhaft 45 Stunden übersteigen darf und hat noch obendrein den Vorteil, bei der nächsten Reorganisierung nicht "berücksichtigt" zu werden, weil die Vorgesetzten denken, dass man die Arbeit tatsächlich in den vorgesehenen 8:30 Stunden geschafft hat.
    [ot]da Du das öffentlich aufschreibst, könnte man daraus ein Thema im Bereich "Sonstiges" machen. Den Inhalt dieser Passage finde ich absolut alarmierend, weil durch so ein Verhalten tatsächlich ein gesundes Arbeitsverhältnis kaputt gemacht wird. Jeder Gewerkschafter oder Arbeitsrechtler müsste da doch sofort aufschreien und klarmachen, dass an solchen Zuständen auch die Arbeitgeber eine Mitschuld tragen.[/ot]
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  8. #68
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    Das bisschen Deutsche Raketentechnik war nur der Anschub. Aber mit einer V2 fliegst du nicht zum Mond. Zu dem Zeitpunkt, als die USA auf dem Mond landeten, spielte sie längst keine Rolle mehr. Und Elon Musk oder Jeff Bezos sind auch keine Deutschen... nein, die Amerikaner sind Europa in einigen Bereichen - unter anderem eben der Raumfahrt - weit überlegen: innovativer, kreativer, schneller.
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  9. #69
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    nein, die Amerikaner sind Europa in einigen Bereichen - unter anderem eben der Raumfahrt - weit überlegen: innovativer, kreativer, schneller.
    Wäre schön, wenn diese Erkenntnis auch mal bei den deutschen Politikern ankommen würde, da die schon wieder mit dem Schlagwort Digitalisierung auf Wählerfang gehen (lach - grins) . Ein Blick auf die Tabelle dieses Artikels https://de.wikipedia.org/wiki/Halbleiterhersteller wirkt da wie eine ice bucket challenge .
    Geändert von Bernhard (04.05.2018 um 22:27 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  10. #70
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Jeder Gewerkschafter oder Arbeitsrechtler müsste da doch sofort aufschreien und klarmachen, dass an solchen Zuständen auch die Arbeitgeber eine Mitschuld tragen.
    Hallo Bernhard,

    nur ganz kurz: warum sollte jemand aufschreien ? Die offiziellen Zahlen, die man auch nachlesen kann, besagen, dass in der Schweiz seit der Einführung dieses Gesetzes weniger gearbeitet wird, nämlich maximal 45 Stunden pro Woche, von ganz wenigen und nur temporären Ausnahmen, die keine Bewilligung erfordern, abgesehen. Also alles in Butter ...

    Aber das hat mit Astronomie nichts zu tun.


    Freundliche Grüsse, Ralf

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