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Thema: Neutronensterne: Woher unser Gold stammt

  1. #1

    Standard Neutronensterne: Woher unser Gold stammt

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    Seit Beobachtung einer Neutronensternkollision durch Gravitationswellen und in anderen Wellenlängenbereichen sind Simulationen solcher Ereignisse sehr gefragt. Diese Kollisionen gelten auch als Ursprung von schweren Elementen wie Gold, Silber und Uran und können einiges über das Inneren von Neutronensternen verraten. In Heidelberg sollen die Kollisionen nun genauer untersucht werden. (8. November 2017)

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  2. #2
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    Zitat Zitat von astronews.com Redaktion Beitrag anzeigen
    Seit Beobachtung einer Neutronensternkollision durch Gravitationswellen und in anderen Wellenlängenbereichen sind Simulationen solcher Ereignisse sehr gefragt. Diese Kollisionen gelten auch als Ursprung von schweren Elementen wie Gold, Silber und Uran und können einiges über das Inneren von Neutronensternen verraten.....

    Denn die exakte Form des Gravitationswellen-Signals kann Aufschluss über die innersten Bausteine der Materie geben....
    Hat jemand eine Idee, wie das gehen soll und was man aus der exakten Form des Gravitationswellen-Signals über die innersten Bausteine der Materie erfahren könnte?
    Es ist besser, Intelligenz zu haben wenn man sie nicht braucht, als sie zu brauchen, wenn man sie nicht hat

  3. #3
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    Was in den Momenten kurz vor und kurz nach der Kollision passiert, hängt von den mechanischen Eigenschaften der Neutronensternmaterie ab. Diese sind aber unbekannt. Aus der Form der Gravitationswelle kann man Rückschlüsse darauf ziehen, wie die Sterne verformt worden sind.

  4. #4
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    Zitat Zitat von MGZ Beitrag anzeigen
    Aus der Form der Gravitationswelle kann man Rückschlüsse darauf ziehen, wie die Sterne verformt worden sind.
    Das kann ich mir ja noch halbwegs vorstellen. Aber unter den "innersten Bausteinen der Materie" verstehe ich sowas wie Quarks, Gluonen und dergleichen. Wie kann das Gravitationswellen-Signal darüber Aufschluss geben?

    Gruß, Delta3
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  5. #5
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    Der Zustand im Inneren von Neutronensternen ist nach heutiger Physik unbekannt, weil diese Drücke, Dichten und Temperaturen noch nicht einmal in Beschleunigern nachgestellt werden können. Von daher könnten Gravitationswellen tatsächlich z.B. zwischen einem Neutronengas und einem Quark-Gluon-Plasma unterscheiden.

  6. #6
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    bewegen sich Gravitationswellen immer mit Lichtgeschwindigkeit? Oder können sie auch gebrochen werden, so wie Licht an einer Linse gebrochen wird?

    Mit freundlichen Grüssen
    pane

  7. #7
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    Zitat Zitat von Ich Beitrag anzeigen
    Von daher könnten Gravitationswellen tatsächlich z.B. zwischen einem Neutronengas und einem Quark-Gluon-Plasma unterscheiden.
    Gibt es denn da gravitative Unterschiede?

    Zitat Zitat von pane Beitrag anzeigen
    bewegen sich Gravitationswellen immer mit Lichtgeschwindigkeit? Oder können sie auch gebrochen werden, so wie Licht an einer Linse gebrochen wird?
    Ich könnte mir vorstellen, dass sie durch ein Schwarzes Loch nicht so locker durchgehen, wie durch die Erde. Ein SL hat ja ein ziemlich starkes Gravitationsfeld, das die Ausbreitung der Gravitationswelle sicher beeinflusst. Möglicherweise kann auch eine Gravitationslinse aus Dunkler Materie die GW beeinflussen.

    Gruß, Delta3

  8. #8
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    Zitat Zitat von pane Beitrag anzeigen
    bewegen sich Gravitationswellen immer mit Lichtgeschwindigkeit? Oder können sie auch gebrochen werden, so wie Licht an einer Linse gebrochen wird?

    Mit freundlichen Grüssen
    pane
    Die Gravitationswellen kamen bei den bisher gemessenen Ereignissen etwas schneller an als elektromagnetische Wellen.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  9. #9
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    Zitat Zitat von DELTA3 Beitrag anzeigen
    Hat jemand eine Idee, wie das gehen soll und was man aus der exakten Form des Gravitationswellen-Signals über die innersten Bausteine der Materie erfahren könnte?
    Nach den Gravitationswellen-Ereignissen wurden zahlreiche andere astronomische Instrumente auf die Ursprungsorte ausgerichtet und über elektromagnetische Wellen/Spektren wurden Silber Gold und Platin etc detektiert. Dazu gibt es längere Berichte im neuesten Heft von Sterne und Weltraum.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  10. #10
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    Das scheint eine der ersten Veröffentlichungen zu sein, wo versucht wird
    über die Gravitationswellen an die Zustandsgleichung zu kommen https://arxiv.org/abs/1711.03647

    "GW170817: Joint Constraint on the Neutron Star Equation of State from Multimessenger Observations"
    Gravitational waves detected from the binary neutron star (NS) merger GW170817 constrained the NS equation of state by placing an upper bound on certain parameters describing the binary's tidal interactions. We show that the interpretation of the UV/optical/infrared counterpart of GW170817 with kilonova models, combined with new numerical relativity results, imply a complementary lower bound on the tidal deformability parameter. The joint constraints tentatively rule out both extremely stiff and soft NS equations of state.
    Wenn's irgendwer versteht und es "soft" erklären könnte - ich nicht, Dip

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