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Thema: Neutronensterne: Woher unser Gold stammt

  1. #11
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    Danke für den Link. So wie ich es verstehe, würden besonders "weiche" Neutronensterne durch die gegenseitige Gezeitenwirkung den Verlauf des Verschmelzungsprozesses ändern. Daraus kriegt man eine obere Grenze für die Weichheit. Zu starre NS sollten wiederum nicht genug Masse und Energie freisetzen, um die elektromagnetischen Beobachtungen zu erklären. Verschiedene Zustandsgleichungen für NS-Materie wurden überprüft. Wenn sie nicht in den richtigen Weichheitsbereich passen, sind sie vermutlich falsch. Damit kann man zumindest ein paar Modelle für das Verhalten von Materie unter solch extremen Bedingungen ausschließen.

  2. #12
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    Zitat Zitat von Herr Senf Beitrag anzeigen
    Wenn's irgendwer versteht und es "soft" erklären könnte - ich nicht, Dip
    Und dies macht der Google-Übersetzer aus dem Text:

    Gravitationswellen, die von der Fusion des binären Neutronensterns (NS) GW170817 detektiert wurden, schränkten die NS-Zustandsgleichung ein, indem sie eine obere Schranke auf bestimmte Parameter legten, die die Gezeitenwechselwirkungen der Binärzahl beschreiben. Wir zeigen, dass die Interpretation des UV / optischen / infraroten Gegenstücks von GW170817 mit Kilonova-Modellen in Kombination mit neuen numerischen Relativitätsergebnissen eine komplementäre untere Schranke für den Gezeitenkraft-Verformbarkeitsparameter impliziert. Die Gelenkbeschränkungen provozieren sowohl extrem steife als auch weiche NS-Zustandsgleichungen.
    Klingt doch schon ziemlich gut, oder?
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  3. #13
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    "Gelenkbeschränkungen" mutet fast schon absichtlich falsch an - dass man sich nicht zu sehr erschreckt ob der makellosen Übersetzung...

  4. #14
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    Hier noch ein paper (ebenfalls noch nicht gepeer-reviewed wie ich das sehe), die zu ähnlichen Aussagen mit etwas anderem Ansatz kommen (es liest sich auch etwas leichter) .
    https://arxiv.org/pdf/1711.02644.pdf

  5. #15
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    Zitat Zitat von SFF-TWRiker Beitrag anzeigen
    Die Gravitationswellen kamen bei den bisher gemessenen Ereignissen etwas schneller an als elektromagnetische Wellen.
    Das sagt doch nichts über die Geschwindigkeit der Gravitationswellen aus! Das bedeutet nur, dass der Lichtblitz oder der GRB erst kurz nach der Verschmelzung erzeugt wurden, was auch verständlich ist, wenn diese eine Folge der Verschmelzung sind.

    Zitat Zitat von SFF-TWRiker Beitrag anzeigen
    Dazu gibt es längere Berichte im neuesten Heft von Sterne und Weltraum.
    Über die innersten Bausteine der Materie? Davon habe ich nichts gelesen.

    Gruß, Delta3

  6. #16
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    Zitat Zitat von DELTA3 Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir vorstellen, dass sie durch ein Schwarzes Loch nicht so locker durchgehen, wie durch die Erde. Ein SL hat ja ein ziemlich starkes Gravitationsfeld, das die Ausbreitung der Gravitationswelle sicher beeinflusst. Möglicherweise kann auch eine Gravitationslinse aus Dunkler Materie die GW beeinflussen.
    Du sagst "nicht so locker". Du hältst also grundsätzlich einen Durchgang der Wellen für möglich. Wenn auch gebremst, oder abgelenkt?
    Das die Gravitationswellen überhaupt durch ein schwarzes Loch gehen, ob nun ungebremst oder nicht so locker, halte ich für wenig wahrscheinlich. Solltest Du allerdings Recht haben und die Gravitationswellen würden nur gebremst, oder abgelenkt, so könnte man daraus möglicherweise Ableitungen über den inneren Aufbau von schwarzen Löchern generieren. Das wäre sensationell.

  7. #17
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    Zitat Zitat von DELTA3 Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir vorstellen, dass sie durch ein Schwarzes Loch nicht so locker durchgehen, wie durch die Erde. Ein SL hat ja ein ziemlich starkes Gravitationsfeld, das die Ausbreitung der Gravitationswelle sicher beeinflusst. Möglicherweise kann auch eine Gravitationslinse aus Dunkler Materie die GW beeinflussen.
    In erster Näherung würde ich davon ausgehen, dass sich G-Wellen wie Lichtwellen verhalten.
    Freundliche Grüße, B.

  8. #18
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Solltest Du allerdings Recht haben und die Gravitationswellen würden nur gebremst, oder abgelenkt, so könnte man daraus möglicherweise Ableitungen über den inneren Aufbau von schwarzen Löchern generieren.
    Da habe ich aufgrund des No-hair-Theorems recht wenig Hoffnung.
    Freundliche Grüße, B.

  9. #19
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Du sagst "nicht so locker". Du hältst also grundsätzlich einen Durchgang der Wellen für möglich. Wenn auch gebremst, oder abgelenkt?
    Das habe ich so nicht gesagt und auch nicht gemeint. Bei der Frage von Pane ging es ja darum, ob sich Gravitationswellen immer mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten und ob sie gebeugt oder abgelenkt werden können und die Antwort war etwas salopp ausgedrückt.

    Was ich damit sagen will, ist, dass die Gravitationswelle eine Welle in der Raumzeit ist, und dass ein Schwarzes Loch, wie auch das Gravitationsfeld der Erde und der Sonne Bestandteil der Raumzeit sind. Eine GW wird sicher durch solche "Hindernisse" in der Raumzeit beeinflusst, ob sie gebeugt, abgelenkt oder gebremst wird weiß ich nicht, denn sie ist keine elektromagnetische Welle und kann daher nicht mit einer Lichtwelle verglichen werden. Die Wellenlänge ist etwa 10e15 mal so groß wie die des Lichts und liegt in der Größenordnung von Erde und Sonne, wodurch eine Beugung möglich erscheint.

    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Das die Gravitationswellen überhaupt durch ein schwarzes Loch gehen, ob nun ungebremst oder nicht so locker, halte ich für wenig wahrscheinlich.
    Das kommt drauf an, was man mit "durchgehen" meint. Eine GW ist eine Schwingung in der Raumzeit, und wenn ein SL mit der Raumzeit mitschwingt, wird die GW hinter dem SL genauso weiter schwingen, wie vor dem SL. Es wird aber sicher nicht so sein, dass die GW in den EH des SL eindringt und auf der anderen Seite des EH wieder herauskommt, da nichts aus dem EH herauskommen kann. Das haben wir in dem anderen Thread schon mal diskutiert.

    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Solltest Du allerdings Recht haben und die Gravitationswellen würden nur gebremst, oder abgelenkt, so könnte man daraus möglicherweise Ableitungen über den inneren Aufbau von schwarzen Löchern generieren. Das wäre sensationell.
    Siehe oben, da wird wohl nichts draus. Gruß, Delta3

  10. #20
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    @Protuberanz:

    Ich wollte noch den Link einfügen zu dem Tread über die Gravitationswellen, aber leider kam immer die Meldung: Der Server ist überlastet

    Es wäre schade, wenn der Forum-Server nicht mehr richtig funktionieren sollte. Wenn eine Modernisierung oder Ausbau des Servers nötig wäre, sollte Herr Seiters vielleicht mal zu einer Spendenaktion aufrufen...

    Grüße, Delta3

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