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Thema: A 2017 U1: Besuch von jenseits des Sonnensystems

  1. #101
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Solange keine extraterrestrische Anzeige vorliegt, wird da erst mal gar nichts gezahlt .
    Gute Idee Bernhard. Der ist ja von oben nach unten durchgetaucht. Und ein Auto hat oben und unten auch kein Kennzeichen. Also wird auf dem Speedticket kein Schuldiger erkennbar sein.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Cultural Change !

    Um die Entscheidungswege kurz zu halten werden die Verantwortlichkeiten nach unten abgewälz… - äh "delegiert" und damit die Eigenverantwortlichkeit (bei gleichem Salär) erhöht.

    Somit ist jeder Planet und Zwergplanet selber verantwortlich, dass er oder seine Monde nicht mit 'Oumuamua kollidiert, und wird zu diesem Zweck in eine zweitägige Schulung zur Vermeidung von Kollisionen geschickt.
    Das erscheint logisch. Im Straßenverkehr ist ja schließlich auch jeder Fahrer für sich selbst verantwortlich. Nicht der Besitzer. Das aber von einem einzigen Mal Straßenrand überfahren, gleich das Punktekonto in Flensburg voll ist und der Idiotentest fällig, finde ich ganz schön hart.

  2. #102
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    und der Idiotentest fällig
    Begegnen sich auf dem Weg dorthin zwei Planeten. Sagt der eine zum anderen: "Du siehst aber schlecht aus, bist Du krank ?"
    Jammert der andere: "Ja, ich habe den Homo sapiens".
    Meint der erste: "Das ist zum Glück nicht so schlimm, das geht schnell vorüber !"

  3. #103
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    Den kannte ich noch nicht, paßt aber überaus gut, finde ich.

  4. #104
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    Sicher? Wenn Homo Sapiens ansteckend sein soll (und das wird ja hier impliziert), dann darf es nicht zu schnell "vorüber" gehen, sonst kann es nicht rechtzeitig zu einer weiteren Ansteckung kommen. Der erste Planet scheint das Problem zu kennen, was bedeuten könnte, dass er selbst mal Homo Sapiens hatte (darauf deutet auch hin, dass er offenbar keine Angst vor einer Ansteckung hat, er scheint immun zu sein) oder dass er vielleicht einen anderen Planeten kennt, der schon Homo Sapiens hatte. Das bedeutet, die ganze Szene spielt in einer fernen Zukunft, in der der Homo Sapiens Gelegenheit hatte, sich auf viele weitere Planeten auszubreiten (auch der Umstand, dass sich zwei Planeten begegnen, scheint darauf hinzudeuten, schliesslich geschieht das nicht alle Tage). Ich habe so viele Fragen! und deshalb gehe ich jetzt schlafen...
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  5. #105
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    Anhänger der Panspermie hätten ihre wahre Freude an Deinem Konstrukt. OK, versuchen wir mal Deine schlaflose Nacht aufzuklären.
    In Sachen Langlebigkeit bezogen auf die Akteure in diesem Szenario, haben eindeutig die Planeten gegenüber Homo Sapiens die Nase vorn. Wir wissen zwar nicht, wann es hier vorüber sein wird, aber wenn wir so weitermachen wie bisher wahrscheinlich bald. Insofern sind die beruhigenden Worte des zweiten Planeten sicherlich zutreffend.
    In Sachen Immunität könnte es möglicherweise so geschehen sein, das irgendwo ein ähnlich strukturiertes System wie das unsere existiert. In diesem System gab es Homo Sapiens auf dem Mars, oder auf der Venus, oder eben auch auf Beiden. Die dortige Venus hat's analog unserer genauso erwischt und Essig war's mit HS. Beim Mars war's wohl ähnlich. Nur das der Asteroid im dortigen Borealisbecken die HS-Aminosäuren ins All geschleudert hat. Entweder hatte der Einschläger einen Zwillingsbruder dabei, der nicht auf den Dings-Mars fiel, oder es war ein Asteroidenschauer und ein anderer sammelte die Aminosäuren ein und transportierte sie Richtung Erde. Entweder gab's dann dort ein nahes Swing-by, welches infizierte AS-Brocken abbrechen und auf die dortige Erde abregnen lies, oder alternativ einen Chicxulub-Impact.
    Auch die Planeten-Begegnung muß nicht erst in ferner Zukunft geschehen. Die gab's ja in unserem System auch früher schon mal. Im Szenario-System kam Theia später und hat die Proto-Erde allerdings nicht getroffen, sondern nur peripher tangiert. Vielleicht hat auch der dortige Jupiter den Mars nach innen gedrückt und so kam es zu dem Plausch zwischen Mars und Erde. Wer weiß das schon so genau?
    So und damit der Admin mein schwachsinniges OT-Gedöhns jetzt nicht zu negativ bewertet, brauche ich noch eine Verbindung zu 'Oumuamua. Er ist einer der Asteroiden, die am dortigen Mars die HS-AS aufgesammelt haben und in der ganzen Galaxie verteilen. Als er an der Erde vorbei kam, sah er "oh verdammt, die Infektion ist schon voll am wirken, da war wohl einer meiner Brüder schneller als ich." Deshalb hat er einen großen Bogen gemacht und dann beschleunigt. So ist das und nicht anders.

  6. #106
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    Vielen Dank für die Erklärung, Protuberanz, ich fühl mich schon viel schlauer...

    Ich helfe dir deshalb gerne, den Thread wieder auf 'Oumuamua zurückzubiegen: das Trilling Paper ist raus (leider hab ich kein Preprint finden können, kommt vielleicht noch). Weil jetzt vielleicht nicht klar ist, was das bedeutet, hier eine kurze Erklärung: David Trilling und Freunde haben mit Spitzer nach Oumuamua im Infraroten gesucht, das Objekt aber nicht gefunden. Das heisst, ihre Beobachtung kann verwendet werden, um eine Obergrenze der Grösse anzugeben. Allerdings ist es eine Obergrenze für eine Kombination von Grösse und Reflektivität, denn je dunkler das Objekt ist, desto mehr wärmt es sich in der Sonne auf, desto heller sollte es im Infraroten leuchten (und am Ende sollte das ganze ja auch noch zu den optischen Beobachtungen passen). Schliesslich hängt die Grösse noch von einem "beaming parameter" (BP) ab, was sich etwa so übersetzen lässt, dass die Infrarotstrahlung nicht gleichmässig nach allen Seiten abgegeben werden könnte - wird in unsere Richtung mehr abgegeben als in andere, ändert sich das Ergebnis wieder. Daraus ergeben sich drei Obergrenzen für die Grösse, jeweils für einen "tiefen, mittleren oder hohen BP" (EDIT: tiefe BP findet man eher bei Kometen, hohe BP bei Asteroiden).

    Durchmesser der gleich voluminösen Sphäre (Obergrenze!), Reflektivität (Obergrenze wenn Dimension an der Obergrenze, falls kleiner könnte der Wert auch grösser sein), Dimensionen wenn 'Oumuamua ein 6:1 Seitenverhältnis aufweisen sollte (Obergrenzen!):
    Tiefer BP: 98 m, 0.2, 240 x 40 m
    Mittlerer BP: 140 m, 0.1, 340 x 60 m
    Hoher BP: 440 m, 0.01, 1100 x 180 m

    Im Allgemeinen heisst das also, dass Oumuamua nicht zum typischen Bild passt, das man sich von einem Kometen-ähnlichen Objekt macht, er ist eher heller und kleiner als erwartet. Möglich, dass das durch frisch an die Oberfläche gekommenes Wassereis zustande kam (die Autoren spekulieren darüber).

    Zudem können die Autoren mit ihren Beobachtungen ausschliessen, dass es Ausgasungen von CO, CO2 oder Staub waren, die 'Oumuamua von der Bahn abgebracht haben, sie meinen, es könnte vielleicht Wasser sein, aber darüber können sie, basierend auf ihren Beobachtungen, leider nichts sagen.

    Was jetzt natürlich niemand sagt: das ist weiterhin kompatibel mit der Sonnensegel-Idee. Man kann (bei weitem) nicht sagen, dass jetzt alle natürlichen Erklärungen ausgeschlossen wurden, aber ein paar weitere Türen wurden klar zugeschlagen. Schon interessant.
    Geändert von Bynaus (15.11.2018 um 09:23 Uhr)
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  7. #107
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    Danke für die neuen Informationen Bynaus.
    Müßte man aber nicht bei einem Sonnensegel von einem extrem tiefen BP ausgehen? Deutlich unterhalb dem eines Kometen.
    Hat schon mal jemand versucht vom IKAROS-Segel den Wert hochzurechnen und zum Vergleich heranzuziehen?

  8. #108
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Danke für die neuen Informationen Bynaus.
    Müßte man aber nicht bei einem Sonnensegel von einem extrem tiefen BP ausgehen? Deutlich unterhalb dem eines Kometen.
    Hat schon mal jemand versucht vom IKAROS-Segel den Wert hochzurechnen und zum Vergleich heranzuziehen?
    Sehr gute Frage, nicht dass ich wüsste (dass jemand das versucht hat). Keine Ahnung, wie der beaming parameter von einem Sonnensegel aussehen würde...
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  9. #109
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung, wie der beaming parameter von einem Sonnensegel aussehen würde...
    Ein reflektierend arbeitendes Sonnensegel ist ca. doppelt so effizient wie ein absorbierendes. Deshalb gehe ich davon aus, das man erstere Variante nutzt, um möglichst großen Vortrieb zu erzeugen. Damit müßte der BP sehr tief sein.

  10. #110
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    Damit müßte der BP sehr tief sein.
    Die Reflektivität entsprechend sehr hoch und der Durchmesser entsprechend klein...
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