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Thema: A 2017 U1: Besuch von jenseits des Sonnensystems

  1. #111
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    Exakt so sehe ich das auch.

  2. #112
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Egal wie und was es ist. Die Wahrscheinlichkeit, das es nicht aus unserer Galaxis stammt, ist mehr als unterirdisch.
    Ist sie denn wirklich SO unterirdisch?
    Kurz vorher wurde geschrieben, dass es durchaus sein könnte, dass jedes Sternsystem vermutlich bis zu einer Erdmasse Abfall produziert. Bynaus meinte zwar, dass ihm das zu viel vorkommen würde. Aber mal angenommen es würde stimmen.
    Kann man abschätzen wie viele Bahnen anderer Galaxien unsere Galaxie in den letzten paar Milliarden Jahren passiert hat? Und wenn jede Galaxie mehrere hundert Millionen Sterne besitzt, würde unsere Galaxie, jedes Mal wenn wir eine solche Galaxienbahn kreuzen, mit einer Masse von mehreren Millionen Erdmassen Abfall bombardiert werden.
    Natürlich ist mir bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine Objekt aus unserer Galaxie handelt um einige Größenordnungen höher ist.
    Die Frage ist nur, wie klein ist die Extragalaktische im Vergleich dazu wirklich?

    Grüße
    Jens

  3. #113
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    Kurz vorher wurde geschrieben, dass es durchaus sein könnte, dass jedes Sternsystem vermutlich bis zu einer Erdmasse Abfall produziert. Bynaus meinte zwar, dass ihm das zu viel vorkommen würde. Aber mal angenommen es würde stimmen.
    Zur Klarstellung: "Abfall" im Sinn von natürlichem Abfall, also Kleinkörper, die aus dem System geworfen werden, etc. - kein Problem, das ist sicher eine gute Abschätzung. Aber wenn man nun die gleiche Menge an technologischem "Abfall" produzieren muss, dann ist das wohl viel zu viel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Zivilisation so viele Sonnensegel produzieren würde, dass sie es in der Summe mit der Masse des Heimatplaneten aufnehmen könnten. Deshalb meinte ich, dass die "Abfall-Hypothese" (= es ist ein Sonnensegel, das irgendwann mal irgendwo zum Einsatz kam und jetzt zufällig aufgegabelt wurde, wie ein Stück Strandgut) nicht sehr plausibel sei.

    Ist sie denn wirklich SO unterirdisch?
    Nach der Arbeit, die diese Diskussion ausgelöst hat, könnte das Segel einige zehntausend Parsec weit fliegen, bis es schliesslich von Kollisionen mit Staubpartikeln und Molekülen gebremst und aufgerieben wird. Zumindest aus dieser Perspektive scheint ein intergalaktischer Ursprung sehr unwahrscheinlich (obwohl es zwischen den Galaxien natürlich weniger Staub und Moleküle gibt).
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  4. #114
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    Hallo Bynaus,

    du hast mich missverstanden. Mir war tatsächlich klar, dass mit Abfall natürliche Objekte gemeint waren.
    Meine Frage bezog sich darauf, dass es doch eigentlich gar nicht SO unwahrscheinlich sein könnte, dass es nicht nur ein (natürliches) interstellares Objekt ist, sondern dass es doch sogar ein intergalaktisches sein könnte?

    Denn das hatte Protuberanz doch angezweifelt (dass es aus einer fremden Galaxie stammen könnte).

    Grüße
    Jens

  5. #115
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    Die Fluchtgeschwindigkeit aus der MS beträgt 320 km/s. Ein paar km/s mehr oder weniger dürfte dieser Wert auch für andere ähnlich große Galaxien gelten. Abgesehen davon, das 'Oumuamua mit deutlich niedriger Geschwindigkeit hier eingetroffen ist, rechne selbst aus, wie lange ein Körper von sagen wir mal Andromeda bis zur MS benötigen würde. OK, nun könnte man noch sagen, er hat seine Heimatgalaxie zwar mit deren Fluchgeschwindigkeit verlassen und ist der MS nachgelaufen. Damit könnte man die geringere Geschwindigkeit ein wenig erklären. Aber beim "Nachlaufen" erhöht sich natürlich der Zeitbedarf um hier anzukommen.
    Desweiteren ist eine Bahnschnitt von Galaxien eher weniger häufig, da durch die Ausdehnung des Universums sich die meisten Galaxien voneinander weg bewegen. Es kämen also nur einige wenige Kollisionen mit ehemaligen Satellitengalaxien in Frage.
    Das alles ist doch überaus hypotetisch und sehr unwahrscheinlich. Nichtsdestotrotz bedeutet das von mir verwendete Superlativ "unterirdisch" nicht, das es völlig unmöglich ist. Aber warum soll man solchen Unwahrscheinlichkeiten argumentieren, wenn die wahrscheinlicheren Optionen noch nicht ausgeschlossn wurden? Das ist absolut unlogisch.

  6. #116
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    Hallo Wolverine79,

    du hast mich missverstanden. Mir war tatsächlich klar, dass mit Abfall natürliche Objekte gemeint waren.
    Jetzt glaube ich, dass du mich missverstanden hast!

    Lass es mich nochmals versuchen: meine Aussage, dass es kein Abfall sein kann, bezog sich auf den technologischen Abfall. Der Grund, warum ich das denke, bezog sich auf folgene Überlegung: aus der Beobachtung von 'Oumuamua wurde bereits abgeleitet, dass es etwa so viel interstellare Asteroiden/Kometen/Objekte geben muss, dass jedes Sternsystem etwa eine Erdmasse davon raus in den interstellaren Raum werfen muss. Das ist bei natürlichen Objekten völlig plausibel. Wenn nun aber jemand (nicht du) kommt und sagt, das ist ein Sonnensegel und vielleicht ist dieses Sonnensegel einfach "Abfall" (also eine Art Strandgut), dann ändert das nichts an der Abschätzung: es muss immer noch rund eine Erdmasse technologischer Abfall in Form von Sonnensegel (pro Stern! Egal ob mit oder ohne Zivilisation!) produziert werden, damit es plausibel ist, dass wir eines auf diese Weise finden (natürlich könnten wir auch einfach "Glück" gehabt haben, aber darauf lohnt es sich nicht zu setzen). Deshalb: es ist wohl kaum ein Stück technologischer Abfall, über den wir jetzt zufällig gestolpert sind. Wenn es technologischen Ursprungs ist, muss es gerichtet gewesen sein. Oder ein riesiger Zufall.

    Wegen des intergalaktischen Ursprungs, siehe meinen Post oben - das Segel schafft es nur ein paar 10000 pc weit, bevor es verlangsamt und schliesslich zerstört wird. Das sollte einen intergalaktischen Ursprung sehr unwahrscheinlich machen.
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  7. #117
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Exakt so sehe ich das auch.
    Ich hab gerade nochmals nachgelesen, beim "beaming parameter" gings ursprünglich tatsächlich um den "beaming" Effekt (der z.B. erklärt, warum der Vollmond so viel heller ist als der fast-Vollmond), aber er beinhaltet tatsächlich auch etliche Material-bezogene Parameter wie die thermische Konduktivität der Oberfläche etc. Im Prinzip alles, was die Temperatur am subsolaren Punkt gegenüber einem Schwarzkörper reduzieren könnte. Insofern ist das nicht nur eine Frage davon, wie das Infrarot-Licht abgestrahlt wird, sondern enthält auch Informationen über das Oberflächenmaterial.
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  8. #118
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    Danke Bynaus.
    Wir können uns hier die tollsten Dinge ausmalen, solange wie wir nichts haben, das in der Lage ist dieses Objekt einzuholen, bewegen wir uns im Land der Spekulationen. Ich schlage vor, wir diskutieren darüber noch mal 2063.

  9. #119
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    Ich schlage vor, wir diskutieren darüber noch mal 2063.
    Über einem Bier in Bozeman, Montana.
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  10. #120
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    Absolut korrekter Treffpunkt, aber wir sollten noch mal einen Blick in die Getränkekarte werfen.

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