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Thema: A 2017 U1: Besuch von jenseits des Sonnensystems

  1. #141
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    Zitat Zitat von Ionit Beitrag anzeigen
    Besteht dann aber nicht die Gefahr, dass die Erde irgendwann einmal von solch einem interstellaren Objekt getroffen wird, ohne dass es genügend Vorwarnzeit gibt, da wir dessen Bahn erst errechnen können wenn es für Gegenmaßnahmen zu spät ist?
    Hallo Ionit,

    das ist doch nicht anders bei Kometen, die sich in unserem Sonnensystem befinden und ebenso nur eine kurze Vorwarnzeit haben. Der grosse Komet Hyakutake im Jahre 1996 wurde gerade mal 3 Monate vor seiner grössten Erdannäherung entdeckt und der war immerhin ~ 2 km gross.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  2. #142
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    Hallo Ralf,

    also gibt es da keinen Unterschied?

    Danke für den Hinweis.

  3. #143
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    Zitat Zitat von UMa Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    https://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?feature=7498

    hier noch etwas mehr Text, eine Animation der vorläufigen Bahn und ein Bild des CFHT.

    Grüße UMa
    Zitat Zitat von UMa Beitrag anzeigen
    Hallo,

    erstes Preprint über den interstellaren Kometen:
    https://arxiv.org/abs/1909.05851

    Grüße UMa
    Danke Dir UMa

  4. #144
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    Zitat Zitat von Ionit Beitrag anzeigen
    Im Preprint wird ja vermutet, dass interstellare Objekte, die ins Sonnensystem kommen, viel häufiger auftreten könnten.

    Besteht dann aber nicht die Gefahr, dass die Erde irgendwann einmal von solch einem interstellaren Objekt getroffen wird, ohne dass es genügend Vorwarnzeit gibt, da wir dessen Bahn erst errechnen können wenn es für Gegenmaßnahmen zu spät ist?

    Oder sehe ich das falsch?
    Das solche Objekte nicht wirklichen Seltenheitswert haben, vermutete ich ja bereits in meinem Initialpost.
    Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit, das ein Körper unseres Systems durch einen anfliegenden Körper eines anderen Systems getroffen wird nicht sehr hoch.
    In unseren beiden Beispielfällen kommen die extrasolaren Objekte nahezu senkrecht zu unserer Bahnebene geflogen. Der Vergleich mit Dart sei in diesem Fall einmal gestattet. Jetzt kannst Du aber keine handelsübliche Dartscheibe dazu aufrufen. Unsere Beispieldartscheibe hat nur sehr sehr schmale Ringe und die Punktesektoren rotieren ständig, sind also nicht immer aktiv. Die Wahrscheinlichkeit, das Du einen dieser Sektoren mit Deinem Dartpfeil triffst ist extrem gering. Und das würde sogar noch die Absicht voraussetzen, überhaupt treffen zu wollen. In unserem Fall, haben wir ja bloß achtlos weggeworfene Dartpfeile. Also niemand hat gezielt. Ich würde sagen, es ist wesentlich wahrscheinlicher, das Du morgens aus Deiner Haustür trittst und von einem Dachziegel Deines eigenen Hausdaches erschlagen wirst, als das so ein extrasolarer Körper mit einen solaren Körper kollidiert. Unmöglich ist es jedoch sicher nicht.

  5. #145
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    Vielen Dank für die Einschätzung, Protuberanz.

  6. #146
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    Hier findest Du noch eine sehr schöne animierte Darstellung, von dem was ich weiter oben versucht habe auszudrücken. Wenn man sich jetzt die Orginal-Dimensionen dieser Animation vor dem inneren geistigen Auge aufruft, wird ganz schnell deutlich, das es mit einer Kollision alles andere als einfach ist. Deutlich größer sind die Chancen für einen Kollision, wenn das Objekt auf unserer Planetenbahnebene einfliegt. Aber selbst da, ist immer noch eine ganze Menge "Luft".

  7. #147
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    Zitat Zitat von Wolverine79 Beitrag anzeigen
    Hallo Protuberanz,

    an so etwas in der Art hatte ich gedacht. Dass unser Sonnensystem gerade eine Art interstellare Trümmerwolke durchschreitet.
    Insgeheim hoffe ich aber immer noch, dass Oumuamua ein Sonnensegel war, das außerhalb unseres Sonnensystems ein Raumschiff zurückgelassen hat und das jetzt mit seinem Antrieb in unser System hineinfliegt. Immerhin sieht man ja eine Art Schweif bei diesem neuen Objekt (vielleicht sind das ja die Triebwerke ). Bisschen träumen muss erlaubt sein

    Viele Grüße
    Jens
    Na ja, Trümmerwolke, oder zumindest Kollisionstrümmer, wäre noch halbwegs realistisch. Allerdings wären sie dann wohl recht unterschiedlichen Positionen entsprungen. Zumindest gaste bei 'Oumuamua nix aus. Der war dann wohl mehr aus dem "inneren Bereich". Aber wie auch immer, auf jeden Fall haben sie eine unterschiedliche Konsistenz.
    Das der Schweif eine Triebwerksemmision sein könnte, kannst Du ja mal selbst mit folgendem Gedankengang überprüfen. Bei einem deutlich sichtbaren Schweif, handelt es sich doch wahrscheinlicherweise um einen Materieausstoß, also einen eher chemischen Antrieb. Wenn der Schweif von der Bewegungsrichtung wegzeigt, müßte es sich also um einen Beschleunigungsversuch handeln. Oder hättest Du da eine andere Erklärung?
    Warum sollte jedoch ein interstellares Raumschiff ausgerechnet dann seine Vorwärtsbewegung beschleunigen, wenn es in ein stellares System eintritt? Der Vorrat chemischen Treibstoffs ist überaus begrenzt und mit seinen interstellar doch eher lahmen zirka 42km/s is dat Dingens gerade mal ein wenig mehr als doppelt so schnell, wie unsere Voyagersonden. Die nächste Frage, die sich dann stellt, wer oder was steuert dieses Raumschiff? Mit der gerade angesprochenen Geschwindigkeit, kommen biologische Steuerkommandeure wohl eher weniger in Frage. Also dann wohl doch eher Steuerelektronik? Nein, mit den uns heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, können wir keine Elektronik herstellen, die tausende von Jahren funktionieren würde. Erst recht nicht, wenn sie in diesem Zeitraum energielos und ohne Heizung zwischen den Sternen unterwegs ist. Warum sollte das irgendwer sonst im Universum können? Die Grundlagen sind überall gleich.
    Wenn jedoch eine unbekannte Energiequelle dafür verantwortlich zeichnet, dann stellt sich immer noch die Frage, warum dieses Raumschiff gerade jetzt mit einem vorsintflutlichen chemischen Antrieben zu beschleunigen versucht. Ich weiß nicht, wie Du das siehst, aber mir erscheint das wenig logisch zu sein.
    Die gleiche Frage stellt sich für die Solarsegeltheorie. Warum sollte an einem interstellaren Raumschiff ein Solarsegel installiert werden? Selbst wenn man so etwas wie BTL-Initiative anstreben würde, was IMHO sowieso völlig sinnfrei ist, solltest Du Dir die Frage stellen, wie groß müßte ein Solarsegel sein, damit es ein Objekt wie den gerade einfliegenden Kometen in seinem Initialsystem beschleunigen könnte?
    Abschließend sei noch angemerkt, das beide postulierten Antriebsvarianten, sowohl das Solarsegel, als auch der chemische Antrieb im interstellaren Raum, eher fragwürdig erscheinen.
    Solltest Du Deine Träume umbauen, das sie ein klein wenig näher an der Realität sind, laß es mich wissen. Dann träume ich vielleicht mit.

  8. #148
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    'Oumuamua war der Scout, der hat gemeldet, alles klar, die Erdlinge werden keinen nennenswerten Widerstand leisten. Borisov ist jetzt die Invasionsflotte...

    Scherz beiseite, holy molly, schon wieder einer. Und dann noch ein recht grosser - man schätzt den Durchmesser (in Abhängigkeit der Albedo des Kerns) auf ca. 10 km. Damit hätten wir einen dritten Datenpunkt im Grösse-vs-Häufigkeit-Diagramm. Und Borisov wird gut ein Jahr lang beobachtbar bleiben - das wird ein spannendes Jahr!
    Geändert von Bynaus (13.09.2019 um 23:54 Uhr)
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  9. #149
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    Hallo Bynaus,

    C/2019 Q4 (Borisov) wird vermutlich deutlich kleiner als 10 km sein, ist ja kein Asteroid, die Helligkeit kommt vermutlich hauptsächlich aus der Koma, daher kann der Kern viel kleiner sein.
    Wieso drei Datenpunkte? Ich habe nur 2, 'Oumuamua und C/2019 Q4 (Borisov).
    Der Bolide vom 8. Januar 2014 ist höchstwahrscheinlich nicht interstellaren Ursprungs, da nur etwa 2 sigma über Fluchtgeschwindigkeit. Siehe hier, auch die Kommentare:
    http://scienceblogs.de/alpha-cephei/...-auf-die-erde/

    Hier noch was über den Kometen und seinen Entdecker:
    http://www.cometchaser.de/discoverys...rs.html#2019Q4

    Grüße UMa

    Nachtrag: Durch Vergleich mit anderen Kometen analog hier
    https://www.astronews.com/forum/show...3221#post93221
    könnte der Durchmesser des Kerns von C/2019 Q4 (Borisov) zwischen 500 m und 9 km sein, je nach Vergleichskomet, und falls das Verhältnis von Gesamthelligkeit zur Kernhelligkeit ähnlich wie im Sonnensystem ist, was ja nicht sein muss.
    Geändert von UMa (13.09.2019 um 23:29 Uhr)

  10. #150
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    @UMa, ja, ich meinte den Boliden. Aber ja, der ist kontovers.

    Was die Grösse angeht, keine Ahnung, ob die Koma berücksichtigt wurde. Ich gehe nur davon aus, das beobachtende Astronomen schon wissen, warum sie diese Grössenangabe machen.

    Siehe z.B. hier: https://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?feature=7498 Grösse Nukleus zw. 2 und 16 km.
    Geändert von Bynaus (14.09.2019 um 00:05 Uhr)
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