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Thema: Bostroms Simulations-Hypothese

  1. #21
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    Das ganze muss halt einfach beobachtet werden und die Simulation muss den Begebenheiten angepasst werden. Wenn ein Beschleuniger gebaut wird, geschieht das ja nicht von heute auf morgen. Und im Notfall stehen die Simulierer ja ohnehin ausserhalb von Raum und Zeit und könnten zB die Erinnerungen von Simulanten löschen oder verändern...
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  2. #22
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    Hallo Alex,

    warum?

    Wie Bynaus oben sagte, reicht es erst einmal, die "Auflösung" simulierter Umgebungen an
    der Genauigkeit der Sinnesapparate simulierter Wesen zu orientieren; bei meinen Augen reicht
    ein Pixel für Fliegenschiß

    Im Simultionsprogramm sind aber alle physikalischen Gesetze vorhanden. Sollte ich zur Lupe greifen
    oder gar zum Mikroskop, wird das Programm das jeweils im Fokus befindliche Objekt verfeinern.
    Ich würde vermutlich keine Inkonsistenzen bemerken.

    Grüße
    void

  3. #23
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    Void, Du gehst dann davon aus dass die Welt inklusive aller Gesetze und Teilchen etc. von unten her simuliert würde - das macht dann zu einem "realen" Universum keinen Unterschied.

  4. #24
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    Hi

    eigentlich nicht, aber vielleicht misverstehe ich deine Terminologie "von oben" / "von unten" auch nur.

    Dein "von unten" verstehe ich so, daß eine Simulation alle atomaren Teilchen beinhaltet, und diese sich nach den programmierten Gesetzen verhalten, also Moleküle bilden, Chemie, Biologie usw.
    Das Ganze immer und überall im simulierten Raum, egal ob einer gerade hinschaut oder nicht.
    Das wäre die resourcen-intensivste Variante, um es mal sehr zurückhaltend auszudrücken. Im Fall eines zu simulierenden Universums sicherlich sehr sehr sehr sehr teuer, egal für welche Spezies.

    Was ich meinte, ist eher dein "von oben nach unten": nur das nötigste, makroskopisch an den sensorischen Fähigkeiten der Wahrnehmenden angepasste. Nur im Fall, daß Verfeinerung notwendig ist, wird diese dann auch punktuell
    berechnet.

    Vergleiche Google-Earth: Aus großer Entfernung auch nur grob gerastert, wenn du an einen bestimmten Ort zoomst, wird die Grafik dort (nur dort) verfeinert.

    Grüße
    void

  5. #25
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    Vergleiche Google-Earth: Aus großer Entfernung auch nur grob gerastert, wenn du an einen bestimmten Ort zoomst, wird die Grafik dort (nur dort) verfeinert.
    Ich denke, das beschreibt auch meine Vorstellung einer solchen Simulation gut. Man muss nicht das Geräusch des fallenden Baumes im Wald simulieren, wenn niemand da ist, um es zu hören.
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  6. #26
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    Aber dein Argument der Historie ist gut.. eine Simulation, welche mehr als ein wahrnehmendes Individuum beinhaltet, benötigt natürlich erst einmal eine Historie,
    denn sonst würden schnell zwei der Individuen auch unterschiedliche "historische Kenntnisse" erfahren: Inkonsistenz.

    Eine grobe Simulation, welche bei Bedarf verfeinert, benötigt mindestens eine Historie, welche auch alle Verfeinerungen, die verschiedene Individuen erfahren könnten,
    konsistent berechnet. Das heißt, die Historie muss so genau sein, als ob das simulierte Universum sich tatsächlich mit der größten möglichen Verfeinerung so entwickelt hat, um
    wahrnehmbare Inkonsistenzen auszuschließen. Das wäre äquivalent zu einem echten Universum. So richtig?

    Grüße
    void

  7. #27
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    Beispiel:
    Vor der Erfindung des Fernrohrs reicht eine recht ungenaue Mondansichts-Simulation, um alle Beobachter zufriedenzustellen.
    Danach aber, wenn A und B ein Fernrohr haben, kann die Simulation zum Zeitpunkt t1 nicht für Beobachter A eine x-beliebige Verfeinerung der Mondansicht "erfinden", da die Simulation
    zum Zeitpunkt t2 möglicherweise die gleiche Mondansicht für B präsentieren muss; denn A und B unterhalten sich über ihre Beobachtungen.
    Also muss die Verfeinerung konsistent für alle Beobachter vorliegen. Usw usw...

  8. #28
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    Ja, ich glaube es wäre viel riskanter, die Simulation bei nicht beobachtetem "grob" zu halten weil die Simulation dann selbst Entscheidungen treffen müsste was relevant ist, was eine weitere Fehlerquelle sein könnte. Eine Simulation "von unten", also vom kleinsten Teilchen ausgehend, müsste aber quasi vom Urknall ausgehen, womit unklar wäre ob mit den gesetzten Paramtern überhaupt jemand entstehen würde.

    Wir können natürlich argumentieren "Eine Simulation von kleinster Ebene aus müsste nicht notwendigerweise vollständig sein, weil Inkosistenzen, die dem Opfer auffallen, einfach aus seinem Gedächtnis gelöscht werden", aber so kommen wir nicht weiter. Mit der gleichen Begründung wird die Erde dann auch von milliarden rosa Einhörnern bewohnt, die wir nicht sehen sollen und daher auch immer wieder rausgelöscht werden.

  9. #29
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    Es geht sogar noch ressourcenschonender. Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass ich die einzig "reale" Person bin, also die Person bin, für den die Simulation geschaffen wurde, muss gar nicht alles bis auf das kleinste Atom hin simuliert werden. Denn ich selbst habe gar keinen Zugriff auf derartige Geräte, um das wirklich selbst alles nachprüfen zu können. Ich werde also niemals in der Lage sein, alle Naturgesetze bis auf das Kleinste zu überprüfen. Klar könnte man jetzt sagen, aber du hast ja jederzeit die Möglichkeit es zu tun. Theoretisch hab ich das schon. Aber praktisch werde ich das vermutlich in meinem Leben trotzdem niemals machen.
    Genau mit derselben Argumentation könnte ich auch sagen, dass es Amerika eigentlich gar nicht gibt. Ich war nämlich noch nie dort und alle meine bisherigen (zugegeben schwachen Versuche) dorthin zu reisen wurden vom Leben torpediert, so dass ich bis heute niemals dort war. Wer weiß, vielleicht befindet sich Amerika in dieser Simulation ja gerade erst im Aufbau und erst wenn es abgeschlossen ist, lässt man mich dort hin
    Klingt jetzt ein wenig alles nach Truman-Show (der Film).
    Mir geht es aber hauptsächlich darum zu zeigen, dass man eigentlich nicht viel im Detail simulieren muss.

  10. #30
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    Solange nur einer betroffen ist, ist das richtig, vielleicht mit einem geringen Restrisiko dass der/diejenige das wirklich selbst überprüft.

    Fakt ist aber dass es für die Simulatoren einfacher ist, die Logik und den Aufbau einer bestehende Welt zu simulieren als etwas völlig Verschiedenartiges.
    Angefangen beim Aufbau des Universums bis hin zur Kreativität von Lebewesen.
    Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass die reale Welt der simulierten sehr ähnlich ist, recht groß (falls die Welt nur simuliert sein sollte).

    Mit einer komplett fremdartigen Physik eine Welt zu simulieren die auch funktioniert, und wenn sie nicht allzu detailreich simuliert wird, dürfte sehr schwierig sein, und ist zudem reichlich sinnlos wenn man sie, ohne diese fremdartigen Gesetze im Detail zu nutzen laufen lässt und Fehler im Gehirn des Opfers löscht.
    Sinn hätte es nur, wenn man eine solche Welt tatsächlich komplett von unten her simuliert - was auf die von mir genannte Probleme für diesen Fall führt.

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