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Thema: Schwarze Löcher und Dunkle Materie

  1. #31
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    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    Die Kugelform ist schon unrealistisch. Die Teilchen sollen einfach still stehen, auf die Plätze, fertig, los - dann fängt die Stoppuhr an zu ticken und wir wollten wissen, was nun passiert.
    Ohne direkte Wechselwirkung der Teilchen untereinander und ohne Quantenmechanik, fällt jedes Teilchen in Richtung Zentrum, wandert auf den punktsymmetrischen Spiegelpunkt und kehrt dann wieder zum Ausgangspunkt zurück. D.h. wir haben dann N Pendel in "Miniaturausführung".
    Freundliche Grüße, B.

  2. #32
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    Ah, ok, thx. Würden sich dann alle gleichzeitig in der Mitte begegnen?

    Gruß,
    Dgoe

  3. #33
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    Zitat Zitat von Sucher42 Beitrag anzeigen
    Es kommt zu einer Verklumpung.
    Nö, Verdampfung. Allerdings extrem langsam, nach meiner Einschätzung.
    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Ohne direkte Wechselwirkung der Teilchen untereinander und ohne Quantenmechanik, fällt jedes Teilchen in Richtung Zentrum, wandert auf den punktsymmetrischen Spiegelpunkt und kehrt dann wieder zum Ausgangspunkt zurück. D.h. wir haben dann N Pendel in "Miniaturausführung".
    Im Gegensatz zum Pendel haben wir aber eine Singularität beim Nulldurchgang. Skizze siehe Abb. 52.3 im Fließbach.

  4. #34
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    Zitat Zitat von Ich Beitrag anzeigen
    Im Gegensatz zum Pendel haben wir aber eine Singularität beim Nulldurchgang. Skizze siehe Abb. 52.3 im Fließbach.
    Arrrgh. Ja, Danke. Ich bin tatsächlich vom Standardfall "Galaxie + DM" ausgegangen.

    EDIT: Das Schwarze Loch sollte dann also alle Teilchen mit Bahndrehimpuls Null mit der Zeit verschlucken. Teilchen mit Bahndrehimpuls ungleich Null können zu einem großen Teil stabil bleiben, so wie man es von den Geodäten (Testkörperchen) her kennt. Das Schwarze Loch sollte also schon einen recht charakteristischen Einfluss auf die DM haben, der aber nicht so ohne weiteres nachweisbar ist. Die vielen Konditionalformen sind dabei der komplizierten Mathematik geschuldet, aus der man hier prinzipiell verlässlichere Aussagen ableiten kann.
    Geändert von Bernhard (07.09.2016 um 00:17 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

  5. #35
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    Zitat Zitat von Ich Beitrag anzeigen
    Im Gegensatz zum Pendel haben wir aber eine Singularität beim Nulldurchgang. Skizze siehe Abb. 52.3 im Fließbach.
    Das ist bei meiner Ausgabe, 6. Auflage von 2012 anders nummeriert, eine Abbildung 52.3 gibt es nicht.
    Ich nehme an, es handelt sich dort um die Abb. 47.1 (Kapitel 47, Gravitationskollaps.Supernova, S. 277), dort steht:

    Abbildung 47.1 Längenparameter R(t) der Metrik (47.20). Da alle Abstände zwischen den Teilchen, die den Stern bilden, mit R(t) skalieren, kann R(t) als Radius des kollabierenden Sterns aufgefasst werden. Die physikalische Lösung endet in der Singularität R=0 bei t=T. Die mathematische Lösung (47.31, 47.32) setzt sich periodisch fort.
    Passt das?

    Gruß,
    Dgoe

  6. #36
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    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    Passt das?
    Ja. Mathematisch ist beides dasselbe, du weißt ja, Birkhoff.

  7. #37
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    Zitat Zitat von Ich Beitrag anzeigen
    Nö, Verdampfung. Allerdings extrem langsam, nach meiner Einschätzung.
    Im Gegensatz zum Pendel haben wir aber eine Singularität beim Nulldurchgang. Skizze siehe Abb. 52.3 im Fließbach.
    da verstehe ich nicht recht, wie sich diese beiden Aussagen miteinander vertragen?

    ---

    um zu Dgoes Ausgangsfrage zurückzukommen:
    Prinzipiell "klumpt" DM also tatsächlich allein durch die gravitative Wechselwirkung, zumindest in der Form, daß sich Schwarze Löcher bilden können und dann auch wohl bilden werden?

  8. #38
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    Zitat Zitat von zabki Beitrag anzeigen
    da verstehe ich nicht recht, wie sich diese beiden Aussagen miteinander vertragen?
    Eigentlich nicht, da hast du schon Recht. Die Frage nach den Schnelläufern stellt sich aber auch nicht im Beispiel einer vollkommen homogenen Kugel, sondern nur bei einer "thermischen Gaswolke", wo alles einigermaßen durcheinanderfliegt. Bei Kugelsternhaufen zum Beispiel, und die verdampfen dadurch, dass einzelne Teilchen herausgeschossen werden. Darauf habe ich mich bezogen, ich hätte aber dazusagen müssen, dass das nichts mit der homogenen Kugel bei T=0 zu tun hat.

    Prinzipiell "klumpt" DM also tatsächlich allein durch die gravitative Wechselwirkung, zumindest in der Form, daß sich Schwarze Löcher bilden können und dann auch wohl bilden werden?
    Nein, das ist nur ein Artefakt deiner künstlichen Anfangsbedingungen. Wenn man eine ungeordnete Wolke annimmt, dann hat man eher Verdampfung als Verklumpung. Natürlich ist die Dichte im Zentrum einer solchen Wolke sehr viel größer als außen, aber die notwendige Massenkonzentration zur Erzeugung eines SL erreicht man nicht.

  9. #39
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    Vielen Dank für Eure Hilfe an dieser Stelle! Ich bin noch gedanklich am Sortieren und Aussortieren... ;-)

    Bei der Gelegenheit ein Wort zu meiner Behauptung einige Seiten zurück, es stimme etwas gewaltig nicht. Dies denke ich tatsächlich in solchen Momenten, allerdings eher gefühlsmäßig, sozusagen laut gedacht, eher mündlich zu verstehen als schriftlich. Vom Verstand her bin ich mir sehr wohl bewusst, dass regelmäßig nur mein Verständnis noch unstimmig ist und nicht etwa die Wissenschaftsgemeinde etwas übersehen hätte (was allerdings der Knüller wäre - die Hoffnung stirbt zuletzt )

    Soviel nur dazu. Spannender wie jeder Krimi auf jeden Fall...

    Gruß,
    Dgoe

    P.S.: @Ich: toll, Du erinnerst Dich noch...

  10. #40
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    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für Eure Hilfe an dieser Stelle! [...] Spannender wie jeder Krimi auf jeden Fall...
    schließe mich dem gern an!

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