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Thema: SpaceX - Starts, Landungen, Disskusionen drum herum

  1. #391
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    Zitat Zitat von Wolverine79 Beitrag anzeigen
    Ich bitte sogar höflich darum!
    Dann sehe ich mal, was sich da machen lässt...
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  2. #392
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Aber wenn jeder mit ein paar 100k auf der Seite gehen kann? Dann sind wir in einer ganz anderen Situation.
    Hallo Bynaus,

    grundsätzlich stimme ich Deinen Überlegungen zu, auch wenn ich betreffend Kallisto etwas überrascht bin - ich dachte, da wäre die Strahlung noch zu hoch, weswegen ja auch die Juno-Sonde weiter weg sein muss, damit ihre Elektronik nicht beeinträchtigt wird.

    Aber betreffend der "100k" - ich dachte, ich werde bezahlt, wenn ich da hingehe, und muss nicht noch drauflegen !


    Freundliche Grüsse, Ralf

  3. #393
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    auch wenn ich betreffend Kallisto etwas überrascht bin - ich dachte, da wäre die Strahlung noch zu hoch
    Kallisto ist am weitesten von den Strahlungsgürteln weg. Ganymed hat zudem sein eigenes Magnetfeld, das seine Oberfläche zumindest in Äquatornähe vor der Strahlung schützt.

    EDIT: Gemäss diesem Paper hier: http://people.virginia.edu/~rej/Icar...oper_et_al.pdf beträgt der Teilchen-Flux auf Kallisto und am Äquator von Ganymed ca. 2-3 x 10^8 keV/cm2s-1.

    Wie lässt sich das in eine uns vertraute Strahlungsdosis übersetzen? Wenn man der Einfachheit halber mal annimmt, dass ein Mensch 80 kg schwer ist und und eine der Strahlung ausgesetzte Querschnittfläche von 80 cm^2 hat (was wohl als Grössenordnung nicht ganz falsch ist), dann wären das also 2-3 x 10^8 keV/kg pro Sekunde. 1 Gray ist 1 J/kg = 6.24 x 10^15 keV/kg. Damit würde ein Mensch auf diesen Oberflächen ca. 3 x 10-8 Gray/s absorbieren. Protonen über 2 MeV müssen gemäss diesem Dokument (http://xdb.lbl.gov/Section5/Sec_5-4.pdf) mit einem Gewichtungsfaktor von 5 versehen werden, um daraus den Wert in Sievert zu berechnen, d.h., 1.5 x 10-7 Sv/s. Wenn man sagt, die typische Hintergrundstrahlung summiert sich auf der Erde auf etwa 1 mSv (1 x 10-3 Sv) pro Jahr, wäre dieser Wert auf Ganymed / Kallisto bereits nach knapp zwei Stunden erreicht, die empfohlene Maximaldosis für Strahlungsarbeiter (50 mSv) nach rund 4 Tagen an der Oberfläche. Pro Jahr bekäme man eine Dosis von 4.7 Sv ab. Das heisst, es wäre nicht sofort tödlich, aber man sollte sich auch auf diesen Welten nicht längere Zeit an der unmittelbaren Oberfläche aufhalten. Aber bereits ein paar 10 cm unter der Oberfläche wäre es kein Problem mehr.

    Aber betreffend der "100k" - ich dachte, ich werde bezahlt, wenn ich da hingehe, und muss nicht noch drauflegen !
    Vielleicht findest du ja einen Sponsor... Nein, Auswandern war schon immer eine private Sache, die Menschen jeweils aus der eigenen Tasche bezahlt haben.
    Geändert von Bynaus (02.10.2019 um 12:40 Uhr)
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  4. #394
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Kallisto ist am weitesten von den Strahlungsgürteln weg.
    Hallo Bynaus,

    das schon, aber ist das weit genug ? Aber das ist hier off-topic, vielleicht finde ich einen interessanten Link dazu.


    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Nein, Auswandern war schon immer eine private Sache, die Menschen jeweils aus der eigenen Tasche bezahlt haben.
    Wenn ich nicht dafür bezahlt werde und die Bedingungen auf dem Mars aktuell noch nicht sonderlich attraktiv sind - warum sollte ich dann auswandern ? Mal einen Ferien-Trip hin, wenn man ein genügend dickes Portemonnaie hat, ok, oder als Forscher dafür gut bezahlt werden - auch ok, aber den added value fürs Auswandern sehe ich momentan noch nicht.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  5. #395
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    das schon, aber ist das weit genug ?
    Ich hab den Post oben nochmals ergänzt, aber du warst schneller.

    aber den added value fürs Auswandern sehe ich momentan noch nicht.
    Kein Problem, braucht ja auch Menschen, die auf der Erde bleiben... Tatsächlich wird das für eine grosse Mehrheit der Menschen so sein. Es braucht wohl eine Kombination aus Abenteuergeist, familiärer Ungebundenheit und Risikobereitschaft, um diesen Entscheid zu fällen (und das nötige Kleingeld). Aber im Moment kann niemand beschliessen, auf den Mars auszuwandern, weil es viel zu teuer ist, selbst für einen reichen, mächtigen Staat wie die USA. Wenn es aber plötzlich eine Option wird, die man auf der persönlichen Ebene treffen kann, dann werden sich auch Menschen finden, die sich dafür entscheiden. Ich wäre nicht überrascht, wenn es am Ende Millionen von Menschen wären, weltweit. Und je weiter die Siedlung ausgebaut wird, je mehr Annehmlichkeiten sich bietet, je günstiger der Flug wird - desto mehr werden sich dafür entscheiden.
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  6. #396
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    EDIT: Gemäss diesem Paper hier: http://people.virginia.edu/~rej/Icar...oper_et_al.pdf beträgt der Teilchen-Flux auf Kallisto und am Äquator von Ganymed ca. 2-3 x 10^8 keV/cm2s-1.

    Wie lässt sich das in eine uns vertraute Strahlungsdosis übersetzen? Wenn man der Einfachheit halber mal annimmt, dass ein Mensch 80 kg schwer ist und und eine der Strahlung ausgesetzte Querschnittfläche von 80 cm^2 hat (was wohl als Grössenordnung nicht ganz falsch ist), dann wären das also 2-3 x 10^8 keV/kg pro Sekunde. 1 Gray ist 1 J/kg = 6.24 x 10^15 keV/kg. Damit würde ein Mensch auf diesen Oberflächen ca. 3 x 10-8 Gray/s absorbieren. Protonen über 2 MeV müssen gemäss diesem Dokument (http://xdb.lbl.gov/Section5/Sec_5-4.pdf) mit einem Gewichtungsfaktor von 5 versehen werden, um daraus den Wert in Sievert zu berechnen, d.h., 1.5 x 10-7 Sv/s. Wenn man sagt, die typische Hintergrundstrahlung summiert sich auf der Erde auf etwa 1 mSv (1 x 10-3 Sv) pro Jahr, wäre dieser Wert auf Ganymed / Kallisto bereits nach knapp zwei Stunden erreicht, die empfohlene Maximaldosis für Strahlungsarbeiter (50 mSv) nach rund 4 Tagen an der Oberfläche. Pro Jahr bekäme man eine Dosis von 4.7 Sv ab. Das heisst, es wäre nicht sofort tödlich, aber man sollte sich auch auf diesen Welten nicht längere Zeit an der unmittelbaren Oberfläche aufhalten. Aber bereits ein paar 10 cm unter der Oberfläche wäre es kein Problem mehr.
    Klasse,

    herzlichen Dank, Bynaus


    Freundliche Grüsse, Ralf

  7. #397
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Es braucht wohl eine Kombination aus Abenteuergeist, familiärer Ungebundenheit und Risikobereitschaft, um diesen Entscheid zu fällen
    Lass die familiäre Ungebundenheit weg und es passt meiner Meinung nach.

    Genau wie bei der Besiedelung der USA wird der Aufbruch in's All erst dann massiv stattfinden, wenn sich Familien auf die Reise machen. Ich habe dabei auch den Eindruck, dass die Verantwortlichen in der Raumfahrt, diesen vielleicht belächelbaren Punkt immer mehr auch in den Fokus setzen. Raumfahrt für "Einweg-Singles" ist doch im Vergleich zu einem echten Aufbruch von Generationen mit das Ödeste, Langweiligste und Sterilste was man sich so vorstellen kann, zumindest meiner Meinung nach.
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  8. #398
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Lass die familiäre Ungebundenheit weg und es passt meiner Meinung nach.

    Genau wie bei der Besiedelung der USA wird der Aufbruch in's All erst dann massiv stattfinden, wenn sich Familien auf die Reise machen. Ich habe dabei auch den Eindruck, dass die Verantwortlichen in der Raumfahrt, diesen vielleicht belächelbaren Punkt immer mehr auch in den Fokus setzen. Raumfahrt für "Einweg-Singles" ist doch im Vergleich zu einem echten Aufbruch von Generationen mit das Ödeste, Langweiligste und Sterilste was man sich so vorstellen kann, zumindest meiner Meinung nach.
    Du hast nicht unrecht. Ich meinte das eher so: wenn es nur um mich persönlich ginge und ich meine Familie (Frau & Kinder) nicht hätte, könnte ich mir das vorstellen. Denn meine Frau würde da nicht mitkommen wollen - und ich denke, am Anfang werden die Bedingungen hart und schwierig sein, kein Ort zumindest, wo man Kinder aufziehen kann. Doch so bald sich das ändert, dann, ja, wird die Zeit der Siedlung auf dem Mars wirklich beginnen.

  9. #399
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Was heisst, "es gibt da nichts zu siedeln"? Alles, was es braucht, sind Rohstoffe, eine Energiequelle und menschliche Kreativität. Daraus entstehen Sauerstoff zum Atmen, Wasser, Wärme, Behausungen, Nahrung, Technologie, etc. Der einzige mögliche "Showstopper", den ich sehe, ist die Frage, ob sich menschliche Embryos unter reduzierter Gravitation normal entwickeln. Wenn nicht, gibts zwar auch denkbare technische Lösungen (9 Monate in einer Zentrifuge?), aber es wird alles viel aufwändiger.
    Siedeln bedeutet dauerhaft irgendwo ansässig werden mit mittel- bis langfristig besserer Zukunftsperspektive als man sie jetzt hat, nichts davon gibt es auf dem Mars, im Gegenteil, jederzeit kann alles den Bach runtergehen, es gibt praktisch keinen Spielraum, man ist immer nahezu am Limit. Das ist für mich so wie siedeln neben einem Vulkan oder in einem Löwenrevier

    OWT: Aber genau das ist ja Musks Plan mit Starship. Zunächst zwei unbesatzte Frachter, mit Vorräten und einer Fabrik, mit der sich Treibstoff auf CO2 und Wasser herstellen lässt. Dann erst mehr Menschen und mehr Fracht (4 Starships). Und dann immer so weiter, bis die Basis unabhängig geworden ist. (Vielleicht sollte ich darüber mal einen Artikel schreiben...)
    Musk sabbelt doch viel wenn der Tag lang ist, Satelliten hoch schicken und vlt. ISS versorgen ist eine Sache, diese Mars-Kiste eine völlig andere, da ist der angestrebte Verbilligungsaspekt doch wertlos und kommt nicht zum Tragen, da ist alles teuer und bleibt teuer, wodurch soll es sich auch verbilligen.
    meine Signatur

  10. #400
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Lass die familiäre Ungebundenheit weg und es passt meiner Meinung nach.

    Genau wie bei der Besiedelung der USA wird der Aufbruch in's All erst dann massiv stattfinden, wenn sich Familien auf die Reise machen. Ich habe dabei auch den Eindruck, dass die Verantwortlichen in der Raumfahrt, diesen vielleicht belächelbaren Punkt immer mehr auch in den Fokus setzen. Raumfahrt für "Einweg-Singles" ist doch im Vergleich zu einem echten Aufbruch von Generationen mit das Ödeste, Langweiligste und Sterilste was man sich so vorstellen kann, zumindest meiner Meinung nach.
    Der Vergleich mit der Besiedlung der USA ist doch absurd
    meine Signatur

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