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Thema: SpaceX - Starts, Landungen, Disskusionen drum herum

  1. #201
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Wenn BFR/BFS kommt, ist das alles eh kein Problem mehr.
    Wenn das kommt!
    Mir gefällt ja eigentlich das Konzept von Lockheed Martin, also das MBC, deutlich besser, weil nachhaltiger, als BFR/S.
    Da das aber vom NASA-Wohlwollen abhängt, ist sicher BFR/S das realistischere.

  2. #202
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    Mir gefällt ja eigentlich das Konzept von Lockheed Martin, also das MBC, deutlich besser, weil nachhaltiger, als BFR/S.
    Warum nachhaltiger? Mir scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein: MBC (Mars Base Camp, für die stillen Mitleser - eine bemannte Raumstation im Mars-Orbit, von der aus dann später Oberflächenmissionen durchgeführt werden sollen) wollen sie ja mit Wegwerfraketen und -Kapseln bauen. Nur der allfällige Lander soll wiederverwendbar sein (der sieht wenigstens cool aus!). Aber ob denn dafür jemals genügend Geld vorhanden ist, ist fraglich.

    Zudem: LM sagt mit dem MBC etwa: das könnten wir bauen, wenn ihr uns viele Milliarden und ein paar Jahrzehnte Zeit gebt. SpaceX sagt: wir bauen das und finden einen Weg, das selbst zu finanzieren (aber natürlich verkaufen sie gerne einen BFR/BFS-basierten Service an die NASA, falls sich die Gelegenheit bietet). Das ist für mich der Umstand, der BFR/BFS realistischer als jegliche Powerpoint-Präsentationen der "Konkurrenz" macht. Wobei ich keineswegs denke, dass es einfach wird. Musk meint ja, frühestens 2022 könne man damit zum ersten Mal auf dem Mars landen. Ich denke, das ist illusorisch - 2032 wäre aber immer noch spektakulär genug.
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  3. #203
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    Wiederverwendbarkeit um jeden Preis ist nicht immer der ultimative Indikator für Nachhaltigkeit. Wenn ich, um die Wiederverwendbarkeit der Objekte zu gewährleisten, einen höheren Energie- und Materialaufwand, bei Entwicklung und Bau und der späteren Überprüfung und des Receyclings betreiben muß, als bei ähnlich gelagerten Einwegprojekten, dann ist das nur scheinbar nachhaltiger.
    Auch die Wirtschaftlichkeit und somit das Gesamtprojekt kann durch Wiederverwendung in Frage gestellt werden. Siehe zum Beispiel das Space Shuttle. Auch die vielversprechenden sowjetischen Projekte Energija2/Vulkan (und somit auch Buran) sind letztendlich dem Rotstift zum Opfer gefallen, weil die Wegwerfdinger einfach soviel günstiger sind, das niemand die Wiederverwendbarkeit finanzieren will, oder kann.
    Desweiteren sehe ich bei SpaceX das Problem, das die Finanzierung durch Privatpersonen sichergestellt werden muß. Sicher wird sich (zumindest für die ersten Flüge) eine ausreichende Anzahl kapitalkräftiger Interessenten finden. Allerdings werden diese dann auch das Programm (mit)bestimmen wollen. Das MBC ist da imho von vornherein wesentlich wissenschaftlicher ausgelegt. Denn eine Station im Orbit des Planeten zu betreiben, mit wissenschaftlichen Ausflügen zur Oberfläche, dürfte deutlich mehr und bessere Ergebnisse liefern, als ab und zu ein Touriausflug von der Erde aus. Dieser Punkt war dann auch gemeint, als ich sagte "nachhaltiger".
    Das bei den Amerikaneren einige Dinge sehr merkwürdig laufen, sieht man ja daran, das aus dem Constellation-Programm gerade mal die Orion übriggeblieben ist und die Entwicklung der Arestransporter zu Gunsten des SLS aufgegeben wurde. Das hat für mich so ein klein wenig den Hauch von Berliner Flughafen, oder Stuttgarter Bahnhof. Irgendwie wird immer wieder Geld verbrannt. Aber so ist es nun mal.
    Ich sagte ja, das ich die BFR/S für das realistischere Projekt halte, weil Elon Musk sehr wahrscheinlich das notwendige Kapital auftreiben wird, während LM vom Wohlwollen der NASA (und somit der Geldgabe der US-Administration) abhängig ist. Aber immerhin sieht man das Interesse der NASA an der Geldgabe von 1Mio US$ für die MBC-Studie. Ich denke und hoffe die Geldsteine waren nicht nur aus der Kaffeekasse bezahlt

  4. #204
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    Ich denke nicht, dass es SpaceX um Wiederverwendbarkeit um jeden Preis geht. Vielmehr geht es ihnen darum, (um jeden Preis) eine unabhängige Zivilisation auf dem Mars aufzubauen. Das erfordert zehntausende von Siedlern mit hunderttausenden von Tonnen Fracht. Unter dieser Prämisse sind Wegwerfraketen schlicht keine gangbare Lösung. Wenn überhaupt, dann geht das nur mit einer günstig und häufig wiederverwendbaren Rakete, die sehr grosse Frachtmengen (oder grosse Besatzungen) transportieren kann. Go big or go home, sozusagen.

    Das MBC hingegen ist eine mögliche Lösung für ein ganz anderes Problem (Zyniker könnten jetzt sagen, das hier gemeinte Problem sei, wie LM an viele künftige NASA-Milliarden kommt, aber wir wollen nicht zynisch sein). Hier geht es nicht um eine Kolonie (in dieser Weltsicht sind solche Ideen ohnehin lächerlich, ganz egal welchen Erfolg SpaceX in den letzten 10 Jahren hatte), sondern um einen Aussenposten für vier Astronauten oder so, gebaut nach denselben alten Lösungen die schon zum Bau der ISS und bald vielleicht zum Bau des "Deep Space Gateways" (oder der "Lunar Orbital Plattform-Gateway", wie es neu heisst) verwendet wurden und werden. Diese Lösung ist wohl nicht finanzierbar. Die NASA hat ja bereits gesagt, dass man die ISS aufgeben muss, wenn man nur schon das DSG bauen will. Und wo kommt dann am Ende das Geld für das Marsprogramm bzw. für das MBC her? Ohne eine massive Erhöhung des NASA Budgets wird es nicht möglich sein. Deshalb halte ich das für eine Sackgasse.

    Das Space Shuttle war ein Beispiel dafür, wie man Wiederverwendbarkeit nicht versuchen sollte. Zuviele Budgetkürzungen, zu viele faule Kompromisse, zu viele politische Zugeständnisse, kein Geld für einen (ursprünglich geplanten) verbesserten Nachfolger, etc. SpaceX muss all diesen Ansprüchen nicht genügen. Sie können einfach die technisch beste, wiederverwendbare Rakete entwerfen und bauen (wobei natürlich Erfahrungen von Shuttle bis Dragon und F9 Block V einfliessen werden). Nachfrage nach Raketenstarts gibt es immer, und wenn sie mit der BFR/BFS die Preise der Konkurrenz um eine oder zwei Grössenordnungen unterbieten können, entsteht auch ein ganz neuer Markt, der noch mehr Geld in die Taschen spült und helfen wird, die Marskolonie zu finanzieren.

    Old Space ist am Ende - sie (und die Politiker in Washington) haben es nur noch nicht wirklich gemerkt. Die Rädchen der Maschinerie werden sich noch ein Jahrzehnt oder so weiter drehen, bevor sie zum Stillstand kommt. Aber dann wird es plötzlich sonnenklar sein, dass die NASA im Weltraum sehr viel mehr tun kann, wenn sie den Fracht- und Personentransport im Weltraum extern und zu fixen Kosten vergibt, also an SpaceX, aber vielleicht auch an Blue Origin, und andere, von denen wir heute noch nicht wissen (durchaus denkbar, dass ein paar der Old Space Firmen auch aufspringen wenn sie merken, dass die alten Ansätze definitiv nicht mehr greifen). Und dann kann ein einziges "gechartertes" BFS zum Mars mehr Wissenschaft produzieren als ein MBC im Orbit in einem Jahrzehnt könnte - zu einem drastisch tieferen Preis.
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  5. #205
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    Der Charter ist ein realistischer Ansatz für künftige Forschung, da hast Du Recht. Unbemannt funktioniert das ja bereits ganz gut. Den Beginn des bemannten Charter werden wir möglicherweise auch bald erleben, wenn denn dann die ersten bemannbaren Raumschiffe, privater Unternehmer, zur Verfügung stehen. SpaceX wird sicher auch eine große Rolle dabei zukommen. Davon bin ich überzeugt. Möglicherweise geht es dann mit diesen Fahrzeugen auch bis zum Mars.
    Wenig bis gar keine Chancen sehe ich dagegen für die Musk-Phantasie einer Mars-Kolonisation. Falls das überhaupt jemals stattfindet, wird zu diesem Zeitpunkt weder BFR/S noch MBC noch irgendetwas anderes von dem wir heute reden, noch existieren. Trotzdem wird Elon Musk die BFR bauen. Ich bin auf die Vermarktung gespannt.

  6. #206
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    Nächster Start, Iridium 5, hat geklappt

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  7. #207
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    Nächster Start morgen 22:30 CRS-14
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  8. #208
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Wenig bis gar keine Chancen sehe ich dagegen für die Musk-Phantasie einer Mars-Kolonisation. Falls das überhaupt jemals stattfindet, wird zu diesem Zeitpunkt weder BFR/S noch MBC noch irgendetwas anderes von dem wir heute reden, noch existieren. Trotzdem wird Elon Musk die BFR bauen.
    Muss ich jetzt nicht Verstehen? Musk baut das BFR bereits. Die ersten beiden Flüge werden zwischen 2022 und 2032 stattfinden und das erste Material bringen. 2 oder 4 Jahre später kommen die ersten bemannten Flüge....... wieso sollte es mit der Kolonisierung nicht gehen? Musk ist 46 Jahre alt, also hat er noch einiges vor sich. Was ist dein Argument dagegen? Jeder Flug bringt 140 t Material zum Mars. Und an zahlenden Kunden und Wissenschaftlern wird es ihm nicht mangeln.

  9. #209
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    Zitat Zitat von Kibo Beitrag anzeigen
    Nächster Start morgen 22:30 CRS-14
    Hat soweit geklappt. Landung wurde nicht versucht.

    https://www.youtube.com/watch?v=BPQHG-LevZM
    101010

  10. #210
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    Das eine ist was Musk erzählt, das andere was realisierbar ist, bemannte Marsflüge sehe ich nicht vor 2030 oder eher 2040.
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