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Thema: Mars: Marsmonde durch Kollision entstanden?

  1. #1

    Standard Mars: Marsmonde durch Kollision entstanden?

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    Unser Nachbarplanet Mars wird von den kleinen Monden Phobos und Deimos umrundet. Die meisten Astronomen halten sie für eingefangene Asteroiden. Doch alle Eigenschaften der Monde lassen sich mit dieser Theorie nicht erklären. Ein neue Studie befasst sich mit der These, dass auch beim Mars ein gewaltiger Einschlag für die Entstehung der Monde verantwortlich gewesen ist. (6. Juli 2016)

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  2. #2
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    Namaste!

    Sollte sich das als richtig erweisen und auch der MArs einen großen Mond gehabt haben so ist es wohl ein Zeichen, das große Kollisionsmonde - ähnlich wie der Mond der Erde - doch sehr viel Häufiger sind als bisher gedacht.
    Es käme auch der eher chaotischen Ausgangssituation der Planetenentstehung deutlich näher, die von einigen Astronomen heute vertreten werden.
    Die das Privileg haben zu wissen, haben die Pflicht zu handeln.
    (A.Einstein) zum Thema Ethik und Glauben
    Namaste

  3. #3
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    Zitat Zitat von Kickaha Beitrag anzeigen
    Sollte sich das als richtig erweisen und auch der MArs einen großen Mond gehabt haben so ist es wohl ein Zeichen, das große Kollisionsmonde - ähnlich wie der Mond der Erde - doch sehr viel Häufiger sind als bisher gedacht.
    Es käme auch der eher chaotischen Ausgangssituation der Planetenentstehung deutlich näher, die von einigen Astronomen heute vertreten werden.
    Hallo Kickaha,

    beachte auch, dass der Mars eine ziemlich hohe Rotationszeit hat, und Phobos und Deimos können ihn nicht von ~ 9 Stunden da hinuntergebremst haben. Dass es da in der Vergangenheit beim Mars ein "Ereignis" gab ist also naheliegend und auch keine neue Idee; man weiss nur nicht, welches.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  4. #4
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    Tatsächlich ist die Rotationszeit von Mars ziemlich genau da, wo man sie erwarten würde, wenn sie weder von einem Mond heruntergebremst noch von Impakten hochgeschraubt wurde. In einem Masse vs. Drehmoment-Diagram fällt der Mars auf eine Linie mit den Gasriesen. Die Erde hätte auf dieser Linie eine Rotationszeit von 6 Stunden. Insofern braucht der Mars nicht zwingend einen grossen Mond.
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  5. #5
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    Mich wundert das hier:
    Zurück blieben zwei kleine Monde, nämlich Phobos und Deimos. Würde sich zunächst kein großer Mond bilden, wären in der Scheibe fünf bis zehn kleinere Monde entstanden
    Wieso 2? und nicht 0 oder 1 oder 3 oder 4? ...

    Geheimnis der Algorithmen?

    Gruß,
    Dgoe

  6. #6
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    Es hätten wohl auch 1 oder 3 sein können. Die genaue Anzahl hängt von den unbekannten Anfangsbedingungen ab. Der springende Punkt ist, dass dieses Modell die Entstehung von Phobos und Deimos durch einen Giant Impact vollständig erklären kann (sprich, eine solche Situation,mit zwei kleinen Monden, kommt in den Ergebnissen hinreichend oft vor) - ein Fortschritt gegenüber früheren Modellen.
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  7. #7
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    In einem Masse vs. Drehmoment-Diagram fällt der Mars auf eine Linie mit den Gasriesen.
    Hallo Bynaus,

    das ist ja interessant. Hast Du mir da eine schöne Formel für das Drehmoment, damit ich mir das einmal selber aufmalen kann ?

    Mit M = r*F komme ich da nicht weiter, weil ich nicht Weiss, was bei einem Planeten das "F" sein soll. Irgendwie hätte ich erwartet, dass ich da eine Winkelgeschwindigkeit antreffe.

    Irgendwie müsste man doch "Arbeit = Kraft mal Weg" durch "Arbeit = Drehmoment mal Winkel" ersetzen und das dann auflösen. mein "Gefühl" sagt mir jedoch, dass bei diesem Ansatz noch etwas fehlt.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  8. #8
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Hallo Kickaha,

    beachte auch, dass der Mars eine ziemlich hohe Rotationszeit hat, und Phobos und Deimos können ihn nicht von ~ 9 Stunden da hinuntergebremst haben. Dass es da in der Vergangenheit beim Mars ein "Ereignis" gab ist also naheliegend und auch keine neue Idee; man weiss nur nicht, welches.

    Es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass die Venus ihre sehr langsame Rotation von Anfang an hatte. Aber Krater werden auf ihr wahrscheinlich nicht mehr zu finden sein. Oder könnte die Venus sogar der grössere Erdmond sein, den es mal gegeben haben soll? Das würde die eigenartige Resonanz zur Erde erklären.

    mit freundlichen Grüßen
    pane

  9. #9
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Hallo Bynaus,

    das ist ja interessant. Hast Du mir da eine schöne Formel für das Drehmoment, damit ich mir das einmal selber aufmalen kann ?

    Mit M = r*F komme ich da nicht weiter, weil ich nicht Weiss, was bei einem Planeten das "F" sein soll. Irgendwie hätte ich erwartet, dass ich da eine Winkelgeschwindigkeit antreffe.

    Irgendwie müsste man doch "Arbeit = Kraft mal Weg" durch "Arbeit = Drehmoment mal Winkel" ersetzen und das dann auflösen. mein "Gefühl" sagt mir jedoch, dass bei diesem Ansatz noch etwas fehlt.


    Freundliche Grüsse, Ralf
    Hier ist ein Link zu einer Grafik: http://www.planeten.ch/drehimpulse/ Die Formel findest du dort (M = Masse, R = Radius, T = Rotationsperiode - alles in SI Einheiten natürlich). Phi, das Massenträgheitsmoment, wurde bei den grossen Planeten gemessen (z.B., Erde = 0.331, Jupiter = 0.260), sonst kann man es in erster Näherung auf 0.4 setzen (dichtehomogene Sphäre).

    @pane: Es gibt Krater auf der Venus, aber die sind alle <500 Ma alt. Ich weiss nicht, woher du das mit dem "grösseren Erdmond, den es mal gegeben haben soll" hast. Aus der wissenschaftlichen Literatur ist mir dazu nichts bekannt. Die Venus ist auch viel zu gross, als dass sie aus der Erde hätte hervorgehen können. Die Nähe zur 13:8-Bahnresonanz mit der Erde ist angesichts der Häufigkeit solcher "nahezu"-Resonanzen bei den Keplerplaneten nichts ungewöhnliches. Das ist die stabilste Konfiguration von zwei benachbarten Planeten. Die Venus hat ihre Rotation wohl durch Gezeitenreibung mit ihrer dichten Atmosphäre verloren (siehe dazu: http://www.nature.com/nature/journal.../411767a0.html). Aber auch dafür musste sie erst sehr langsam rotieren - möglicherweise hat ein Giant Impact dazu geführt. Entweder direkt oder indem er einen Mond erzeugt hat, den die retrograd rotierende Venus dann wieder vom Himmel geholt hat.
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  10. #10
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Hier ist ein Link zu einer Grafik: http://www.planeten.ch/drehimpulse/ Die Formel findest du dort (M = Masse, R = Radius, T = Rotationsperiode - alles in SI Einheiten natürlich). Phi, das Massenträgheitsmoment, wurde bei den grossen Planeten gemessen (z.B., Erde = 0.331, Jupiter = 0.260), sonst kann man es in erster Näherung auf 0.4 setzen (dichtehomogene Sphäre).
    Du solltest noch dazu sagen, dass du Drehimpuls meinst, nicht -moment. Das hat Ralf aus der Bahn geworfen.

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