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Thema: Energiebedarf Mondentstehung, Zeit für Abkühlung, Rotationsverlangsamung?

  1. #71
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    Hallo Herr Bremer,

    Zitat Zitat von Dieter Bremer Beitrag anzeigen
    Alle diese Wissenschaftler gehen - UNWIDERLEGT - von einer Rotation der Protoerde vor der Mondentstehung von reichlich 2,5 Stunden aus.
    Stop! Sie würfeln schon wieder alles mögliche durcheinander. Sie unterschlagen dabei, daß die Zeitspanne von ca. 4,5 Milliarden Jahre dabei integraler Bestandteil der Theorien ist. Und sie unterschlagen ebenfalls, daß Quiring seine Theorie veröffentlichte, als die Plattentektonik noch nicht nachgewiesen war. Der innere Aufbau der Erde und der Antrieb für Vulkanismus war zum Zeitpunkt des Entstehens seines Buches schlicht nicht bekannt. Mittlerweile sind seine Vorstellungen zum Aufbau der Erde nur noch Anekdoten der Geschichte. Quiring lag falsch mit seiner Theorie.

    Sicherlich kann ich hier die Formel einstellen, die meiner Excel-Datei zugrunde liegt und die die Meinung der anderen Wissenschaftler bestätigt. Nur steht hier die Frage des Sinns: Wenn ich eine abweichende Meinung zu den vorgenannten Wissenschaftlern hätte, müsste ich natürlich die Formel einstellen.
    Da Sie einen anderen Teil der Theorien (die Zeitspanne von 4,5 Milliarden Jahren) durch ihre eigene Zeitspanne (65.000 Jahre) ersetzen, ist das eine neue Theorie. Also bitte, her mit der Formel. Darum hatte ich sie bereits gebeten! Sie bleiben sie aber schuldig.

    Einig sind wir uns auf alle Fälle, dass wir beide kein göttliches Wesen zulassen.
    Das ist eine wichtige Übereinstimmung.

    Dass die Bibel keine wissenschaftliche Quelle sein soll, wenn es um die Entstehung von Himmelskörpern geht, wäre aber zu beweisen.
    Nein, das wäre nicht zu beweisen. Das ist Mumpitz. Mit dem selben Verständnis müßte man andere Märchen, z.B. der Wolf und die sieben Geißlein als "Beweis" in irgend einer biologischen Diskussion zulassen. Schließlich liegt mit diesem Märchenbuch auch ein bekanntes, gedrucktes Werk vor.

    Grüße
    Sissy

  2. #72
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    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Und sie unterschlagen ebenfalls, daß Quiring seine Theorie veröffentlichte, als die Plattentektonik noch nicht nachgewiesen war. Der innere Aufbau der Erde und der Antrieb für Vulkanismus war zum Zeitpunkt des Entstehens seines Buches schlicht nicht bekannt. Mittlerweile sind seine Vorstellungen zum Aufbau der Erde nur noch Anekdoten der Geschichte. Quiring lag falsch mit seiner Theorie.
    Hallo zusammen,

    damit das nicht untergeht: ich möchte gerne die genaue Stelle im Zusammenhang sehen, an der Professor Quiring von einer Rotationszeit der "Protoerde" in 2.5 Stunden ausgeht.

    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Da Sie einen anderen Teil der Theorien (die Zeitspanne von 4,5 Milliarden Jahren) durch ihre eigene Zeitspanne (65.000 Jahre) ersetzen, ist das eine neue Theorie. Also bitte, her mit der Formel. Darum hatte ich sie bereits gebeten! Sie bleiben sie aber schuldig.
    Herr Bremer hat bereits Gründe genannt, warum er die Formel nicht konkret benennen will. Diese Gründe entbehren jeglicher Begründung, so dass es naheliegend ist, dass seine Formel keinerlei Überprüfung standhalten würde und er sie aus diesem Grunde nicht öffentlich zugänglich machen will.

    Das darf er selbstverständlich so handhaben, aber dann darf er nicht darauf referenzieren. Ich brauche sicherlich nicht extra zu erwähnen, dass man sowas nicht mit Excel berechnet.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  3. #73
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    Hallo Herr Bremer,

    Zitat Zitat von Dieter Bremer Beitrag anzeigen
    Ich habe bisher vergeblich darauf gewartet – falls ich es nicht übersehen habe – dass einer der User hier auf die von mir mehrfach erwähnte Fluchtgeschwindigkeit und wie man sie denn erreichen könnte, von sich aus die Brücke gebaut hätte.
    das ist nach den Kriterien, denen Sie im vorherigen Posting zugestimmt haben, auch nicht unsere Aufgabe. Es ist Ihre Bringschuld, die Formel und zugehörige Berechnung dazu offenzulegen.

    Abschließend der Hinweis, dass auch de Meijer und van Westrenen den Energiebedarf für die Mondentstehung ausgerechnet haben und dass diese Energie - wenn sie nicht vor 4,5 Mia. Jahren zur Mondentstehung geführt hat, vor 65.000 Jahre in noch viel größerem Maße im Erdinneren zur Verfügung stand.
    aus welchen Gründen soll vor 65.000 Jahren im Erdinneren mehr Wärmeenegie gespeichert gewesen sein als zur Zeit der Erdentstehung? Die Erde (damit meine ich den festen Gesteinskörper mit seinem Schalenaufbau bis hin zum Erdkern) kühlt seit dem Beginn als "glühender Ball" ab. Verliert durch Strahlung Wärmeenergie. Daß die gesamte Erde durch und durch glühend war, haben Sie selbst mit etlichen Aussagen postuliert. Und sogar eine Temperaturangabe gemacht!

    Bitte Beweise für diese absurde Behauptung. Also eine Berechnung mit Formel.

    Im übrigen warte ich noch auf Ihre Antworten zu meinen restlichen Fragen.

    a) kann die Masse der heutigen Erde + die Masse des heutigen Mondes überhaupt als Festkörper eine Rotationsperiode von 2-4 Stunden aushalten, ohne zu zerbrechen
    b) wie viel Energie wird benötigt, um die Masse des Mondes (7,349 · 10^22 kg) von der Erdoberfläche bis zu seiner derzeitigen Umlaufbahn zu bringen
    c) welcher physikalische Mechanismus kann diese Energie auf der Erde bereitstellen
    d) ist es physikalisch möglich, daß der Mond in der von Ihnen angegebenen Zeitspanne von 65.000 Jahren von flüssiger Lava mit 1800 °C bis zu seiner heutigen Temperatur abgekühlt ist
    e) welche Auswirkungen hätte der Massentransfer auf die Rotationsgeschwindigkeit des Erdkerns (-> Magnetismus), auf den Erdmantel (ganz konkret auf jede einzelne Konvektionszelle sowie die bekannten Manteldiapire), auf die Kontinentaldrift, auf die Kruste (Gebirgsbildung, Depressionen, Erdbebenstärke und -häufigkeit) sowie den Wasserkreislauf (Meerwasser, Verdampfung, Regen, Schnee, Flüsse) sowie die Luft (Temperatur-und Druckveränderung, Fein- und Grobstaubbelastung, Aerosolbildung, saurer Regen...) und wie wirkt sich das auf die gesamte Biosphäre aus
    f) könnten Menschen diese Auswirkungen dess Massentransfers überleben um später davon berichten zu können
    Nochmal zur Erinnerung: wenn die Beantwortung einer dieser Frage das Szenario verneint, ist Ihre Idee als ganzes gescheitert.

    Aus meiner Sicht sind es sogar gleich 3 Antworten, die Ihre Idee ad absurdum führen. Nämlich: d), e) und f)

    Auf den letzten Seiten können Sie die Überschlagsrechnungen der Forenteilnehmer nachlesen. Finden Sie einen Fehler in den Rechnungen?

    Grüße
    Sissy

  4. #74
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    Rotes Gesicht annus mirabilis

    Man nehme das Jahr 2013, einen trüben Novembertag, so am Ende und schmökere wiki-Wissenschaft.

    Gleich danach findet man im Internet geschrieben, und was geschrieben ist, muß ja richtig sein - besonders im Internet:
    - seit der Umdefinierung der Maßeinheit Sekunde 1967 mussten bis 2012 insgesamt 35 Schaltsekunden eingeführt werden
    - also, die Erdrotation hat sich von 1967 bis 2012 um 35 Sekunden verlangsamt
    Frage: Wieviel Stunden betrug die Erdrotation vor 65.000 Jahren?

    Das haben schon Schriftsteller der Neandertaler so ungefähr vor 83.000 - 40.000 Jahren (leider keine bessere Datierung) aufgeschrieben,
    damals war die überlieferte 4-geteilte Sonnenuhr mit 2 Stunden am Tage noch ungenau, deswegen nehmen wir seit 1967 die 24-geteilte.

    Gerne stelle ich die Frage, was ist da schief gelaufen im Internet zwischen 1967 und 2012? Vielleicht gab's auch Probleme beim Uhrenlesen.

    Grüße Senf

    PS: damit das Rechenergebnis nicht enttäuscht, wenn für die Drehzahl der Erde nicht 2,5 oder 4 oder 6 rauskommt, sondern was anderes.
    Der Mond hat ja ein paar Stunden gleich mitgenommen, und langsam war damals auch schneller als heute von wegen der Gezeiten.
    Vielleicht haben die alten Neandertaler nur geschummelt, damit wir grübeln, leider konnten die Aufzeichnungen noch nicht gefunden werden.
    Geändert von Herr Senf (07.03.2016 um 17:18 Uhr) Grund: nur für Äkspärten

  5. #75
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    Zitat Zitat von Herr Senf Beitrag anzeigen
    Gleich danach findet man im Internet geschrieben, und was geschrieben ist, muß ja richtig sein - besonders im Internet:

    Frage: Wieviel Stunden betrug die Erdrotation vor 65.000 Jahren?

    Das haben schon Schriftsteller der Neandertaler so ungefähr vor 83.000 - 40.000 Jahren (leider keine bessere Datierung) aufgeschrieben,
    damals war die überlieferte 4-geteilte Sonnenuhr mit 2 Stunden am Tage noch ungenau, deswegen nehmen wir seit 1967 die 24-geteilte.
    Hallo Herr Senf,

    da Herr Bremer ja bekanntlich ungenau zitiert und dabei die Passagen, die seinen Vorstellungen entsprechen, bevorzugt nennt (und die anderen ersatzlos weglässt), sei noch folgender Abschnitt zur Schaltsekunde ergänzt:

    Obwohl die Sekunde im Laufe der Zeit mehrmals neu definiert wurde, behielt man ihre Länge bei jedem Definitionswechsel so gut wie möglich bei. Daher basiert die Länge der heutigen SI-Sekunde letztlich auf Bestimmungen der Länge des mittleren Sonnentages aus dem späten 19. Jahrhundert. Die Veränderlichkeit des mittleren Sonnentages war damals noch nicht bekannt, und ihre mittlere Länge war aus Beobachtungsmaterial bestimmt worden, das sich hauptsächlich über das 18. und 19. Jahrhundert erstreckte. Als Folge ist die heutige Sekunde repräsentativ für die Länge der astronomisch bestimmten Sekunde etwa zur Mitte des damals ausgewerteten Beobachtungszeitraums, also um 1820. Gegenwärtig ist der Tag einige Millisekunden länger als damals, so dass auch die aus der Erdrotation abgeleitete UT1-Sekunde etwas länger ist als die SI-Sekunde, welche die Verhältnisse vor 200 Jahren widerspiegelt. Daher ist es nötig, zum Ausgleich mehr Schaltsekunden in UTC einzufügen (positive Schaltsekunden) als wegzulassen (negative Schaltsekunden).

    Freundliche Grüsse, Ralf

  6. #76
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    Hallo Ralf,

    warst du aber schnelle, den Denkstefehler bei der Mondrechnung zu verraten
    Die neudefinierte Sekunde von 1967 war/ist etwas zu schnell für heute, aber man wollte den astronomischen Anschluß.

    Jetzt müssen wir nachgießen - Grüße Senf

  7. #77
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    Hallo Dieter Bremer,

    zu Sissys Punkten a bis f hier noch einige Ergänzungen

    Flashverdampfung haben Sie noch nicht mal im Ansatz verstanden, machen sie aber zum Energieträger Ihrer ‚Mondentstehung‘, oder geben Sie bewußt falsch wieder.

    Verlangsamung der Erdrotation, angeblich durch einen Pirouetten Effekt während des Ausstoßes des Mondmaterials durch Erdspalten, gibt es in dem von Ihnen benötigten Ausmaß bei Weitem nicht. (Um bei Ihrer bildlichen Beschreibung zu bleiben: Die Arme mit den Hanteln werden nicht ausgestreckt, wie Sie es darstellen, sondern die Hanteln werden fallen gelassen) Damit lassen Sie unbeantwortet, wie sich die von Ihnen postulierte Erdrotationsgeschwindigkeit von 2,5 h in 65000 Jahren auf 24 h verlangsamt hat. Darüber hinaus lassen Sie unbeantwortet, wie eine Erdrotationsgeschwindigkeit von 2,5 h über einen Zeitraum von 4,5 Milliarden Jahren aufrecht erhalten werden konnte.

    Vollkommen fehlende geologische Spuren für Ihre Vorstellungen zur Mondentstehung beantworten Sie mit ‚Rotliegend‘ bewußt falsch. Rotliegend läßt sich in eine Zeit vor mehreren hundert Millionen Jahren datieren (was Sie bewußt durch falsche Behauptungen zu Datierungsmethoden zu verschleiern versuchen) und ist vom Gesamtvolumen her, um sehr viele Größenordnungen zu klein. Auch das wußten Sie, oder waren nicht in der Lage Kugelvolumen und Kugelschalenvolumen auszurechnen.

    Sie versuchen (wie oben schon erwähnt) geologische Datierungsmethoden mit bewußen Falschaussagen zu diskreditieren. (Baumstumpf, Tektit im Baumstumpf, J129)

    Herzliche Grüße

    MAC

  8. #78
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    Zuerst gleich zum vorstehenden Beitrag von MAC bezüglich meiner angeblichen Falschdarstellung des Pirouetten Effektes: William K. Hartman hat selbst diesen Effekt benutzt, um die Abbremsung der Erdrotation infolge der Mondentstehung zu beschreiben. Flimmert regelmäßig über die entsprechenden Dokumentationskanäle Fernsehen. Dann widerlegen Sie doch mal den Vater der Giant-Impact-Hypothese! Dass Sie die Hanteln dabei fallen lassen wollen, zeigt eigentlich nur, dass sie den Massenträgheitsmoment gar nicht verstanden haben.

    Die Spuren der Mondentstehung sind übrigens die Ozeane und die Gebirge. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, dass entsprechend zu begründen. Ich kann es physikalisch begründen, ich kann auch zahlreiche Überlieferungen weltweit bringen, die davon berichten, dass die Erde früher glatt und ohne Gebirge und ohne große Meere war. Das in vielen Fällen dabei der Grund für diese geologischen Änderungen damit benannt wurde, dass Spalten in der Erde entstanden sind, sei nur am Rande erwähnt. da ich ja auch nach meinen Vorträgen am Wochenende gefragt wurde, hier die Folie bzw. deren Inhalt unter der Überschrift "Letzter Teil der Katastrophe: Eiszeit":

    Eskimo: „Die erste Erde, die entstand, hatte weder Meere noch Gebirge, sondern war glatt. Da ihm da droben die Menschen auf ihr nicht gefielen zerstörte er die Erde. Sie barst. Die Menschen fielen in die Spalten und wurden Ignerssuit [großes Feuer, DB]. Das Wasser überströmte alles. Als die Erde wieder entstand, war sie völlig bedeckt mit einem Eisgletscher. Dieser verschwand allmählich und vom Himmel fielen zwei Menschen herab, von denen die Erde bevölkert wurde. Jahr für Jahr nimmt der Eisgletscher ab.“ Quelle: Nr. 148 in Riem, Die Sintflut in Sage und Wissenschaft

    Wer richtig mitliest, versteht auch warum die Behauptung, dass es eine angebliche menschengemachte Erderwärmung geben soll, zumindest umstritten sein dürfte.

    Weil wir gerade dabei sind, hier noch ein anderes Zitat aus meinem Vortrag aus der Überlieferung der Menschheit, der mit den heutigen bekannten physikalischen Gesetzen 100-prozentig nachvollzogen werden kann:

    "Die Binna im Innern der malaiischen Halbinsel erzählen, dass die Erde keine feste Masse sei, sondern nur eine dünne Haut (Kuli bumi) habe. In alter Zeit brach Gott die Kruste durch, so daß die Welt zerstört und von Wasser überflutet wurde. Später ließ er den Berg Lulumut und andere Gebirge entstehen [...]"
    Quelle: Nr. 64 in Riem, Die Sintflut in Sage und Wissenschaft

    Und noch mal zur Erinnerung: roter Regen, rote Flüsse, rotes Meer (in Ägypten rotes Bier auf dem Acker) finden wir in allen alten Überlieferungen. Mehrfach in der Bibel, in der Edda, in der Odyssee, in der Argonauten IK, in sumerischen Überlieferungen, in der Theorie und auch in Mittelamerika. Soviel zu der Behauptung von MAC

    Vollkommen fehlende geologische Spuren für Ihre Vorstellungen zur Mondentstehung beantworten Sie mit ‚Rotliegend‘ bewußt falsch. Rotliegend läßt sich in eine Zeit vor mehreren hundert Millionen Jahren datieren (was Sie bewußt durch falsche Behauptungen zu Datierungsmethoden zu verschleiern versuchen)
    Dann soll doch MAC mal erklären, wie die Menschheit weltweit über viele 100 Millionen Jahre sowas übermitteln kann, wenn sie doch selbst im Sinne des Homo Sapiens Sapiens noch nicht mal 1 Million Jahre alt ist!

    Wenn ich mich nicht irre, geht es in dieser Diskussion und die Energie für die Mondentstehung. Wieso wird da ein Unterschied gemacht zwischen der Energie, die vor 4,5 Milliarden Jahren benötigt wurde und der Energie, die vor 60.000 Jahren benötigt wurde? Immer wieder wird das behauptet, ohne dafür eine Begründung zu erbringen. Wieso ist der physikalische Prozess, der dem Mond in die Umlaufbahn bringt, vom Alter der Erde abhängig? Sorry, aber dafür gibt es keinerlei physikalische Beziehung!

    Eine ebenso seltsame Zeit Beziehung stellt Herr Ralf Kannenberg hier dar: Dass die DRW-typischen Mondentstehungshypothesen nicht mehr gültig sind, führt er darauf zurück, dass sie 50 Jahre alt sind. Nach wissenschaftlicher Meinung ist es jedoch so, dass nicht das Alter eine Rolle spielt, sondern die Widerlegung. Deshalb ist in der realen Welt eins und eins noch immer zwei und diese Erkenntnis ist sogar deutlich älter als 50 Jahre. Abgesehen davon, dass de Meijer und van Westrenen ihre DRW-typische Mondentstehungshypothese im Jahr 2008 vorgestellten. Das sind acht Jahre, Herr Kannenberg und nicht 50.

    Ergänzung zu Herrn Kannenberg: bei der Rotation Geschwindigkeit von Quiring habe ich mich geirrt. Er hat eine Hauptbetrachtung bezüglich der Rotationsgeschwindigkeit der Protoerde von 9,12 Stunden und eine Nebenbetrachtung mit einer Rotationsgeschwindigkeit der Protoerde von 3,4 Stunden. Beides nachzulesen auf Seite 45 seines Buches Weltkörper-Entstehung.

    aus welchen Gründen soll vor 65.000 Jahren im Erdinneren mehr Wärmeenegie gespeichert gewesen sein als zur Zeit der Erdentstehung? Die Erde (damit meine ich den festen Gesteinskörper mit seinem Schalenaufbau bis hin zum Erdkern) kühlt seit dem Beginn als "glühender Ball" ab. Verliert durch Strahlung Wärmeenergie. Daß die gesamte Erde durch und durch glühend war, haben Sie selbst mit etlichen Aussagen postuliert. Und sogar eine Temperaturangabe gemacht!
    De Meijer und van Westrenen leiten die Energie für die Mondentstehung aus nuklearen Prozessen ab. Da auch heute noch nukleare Prozesse im Erdinneren Wärme erzeugen, sollte es äußerst logisch sein, dass die Energie aus diesen Prozessen, die vor 60.000 Jahren zur Verfügung stand, um ein Vielfaches höher war als die Energie, die vor rund 4,5 Milliarden Jahren zur Verfügung stand. Oder um es anders auszudrücken: durch diese nuklearen Prozesse im Innern der Erde wurde das Erdinnere in den 4,5 Milliarden Jahren noch viel mehr aufgeheizt. Es gibt heute leicht differierende Aussagen aus den Quellen von Wikipedia und Scinexx, das noch heute durch diese Prozesse mehr Energie im Erdinneren freigesetzt wird als die Menschheit verbraucht.

    Ergänzend dazu muss man natürlich wissen, dass nach der Abkühlung der ursprünglich glühenden Erdoberfläche auf die heute übliche Temperatur es keine weitere Abstrahlung von Wärme nach außen gegeben hat oder genauer gesagt, dass diese Abstrahlung in etwa gleich so groß ist wie der Wärmeeintrag der Sonnenstrahlung, der von unserer Atmosphäre bzw. der Erdoberfläche absorbiert wird.

  9. #79
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    Ergänzung noch bezüglich der Argumentation, dass bei Professor Quiring die Plattentektonik noch nicht anerkannt war.

    Die Plattentektonik ist auch heute nur eine Hypothese, die nicht bewiesen ist. Wie bei der Mondentstehung wird das über den Mainstream anders dargestellt. Auch beim Mond – das sei noch mal allen Kritikern gesagt, die von mir Quellen wollen – hatte ich ausdrücklich mich auf die Aussagen des Mainstream bezogen und nicht auf einzelne wissenschaftliche Niederschriften, die der Mensch namens Otto Normalverbraucher nicht kennt.

    Als Erinnerung noch einmal, oder falls ich es noch nicht hier beigetragen hatte, der Fernsehprofessor Harald Lesch hat in einer E-Mail an mich geschrieben: "Der Mond ist vor rund 4,5 Milliarden Jahren entstanden". Ohne Hinweise auf den hypothetischen Charakter dieser Aussage sondern im Brustton der Überzeugung als gesichertes Wissen. Und in den fast wöchentlichen Dokumentation im Fernsehen zur Entstehung der Erde, des Sonnensystems oder speziell zum Mond (die seltener sind) ist die Aussage nicht anders als die von Prof. Lesch.

    Wer wirklich ernsthaft daran glaubt, dass die Plattentektonik bewiesen ist, darf mich gerne dazu auffordern, hier einige Zitate aus einem Grundlagenwerk der Geologie, einem 700 Seiten starken DIN A4 Wälzer, gedruckt im Jahr 2011 – um einer Argumentation von angeblich altem Wissen gleich mal vorzugreifen – zum Thema Plattentektonik zu bringen! Aber dann bitte nicht enttäuscht sein!
    Geändert von Dieter Bremer (08.03.2016 um 10:45 Uhr)

  10. #80
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    Zitat Zitat von Dieter Bremer Beitrag anzeigen
    Eine ebenso seltsame Zeit Beziehung stellt Herr Ralf Kannenberg hier dar: Dass die DRW-typischen Mondentstehungshypothesen nicht mehr gültig sind, führt er darauf zurück, dass sie 50 Jahre alt sind. Nach wissenschaftlicher Meinung ist es jedoch so, dass nicht das Alter eine Rolle spielt, sondern die Widerlegung.
    Sehr geehrter Herr Bremer,

    korrekt. Sie haben lediglich den Aspekt "vergessen", dass diese alten Theorien überholt sein könnten.


    Zitat Zitat von Dieter Bremer Beitrag anzeigen
    Deshalb ist in der realen Welt eins und eins noch immer zwei und diese Erkenntnis ist sogar deutlich älter als 50 Jahre.
    Sie behaupten das so vollmundig; können Sie das auch beweisen ? Wobei mir eine Skizze des Beweises völlig genügt. In der F2 gilt übrigens 1+1=0, und die F2 ist immerhin die einfachste Struktur, in der die vier Grundrechenarten gelten.


    Zitat Zitat von Dieter Bremer Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon, dass de Meijer und van Westrenen ihre DRW-typische Mondentstehungshypothese im Jahr 2008 vorgestellten. Das sind acht Jahre, Herr Kannenberg und nicht 50.
    Sie wissen ganz genau, dass sich meine Äusserungen auf Professor Quiring bezogen, und der wird kaum vor 8 Jahren eine Hypothese vorgestellt haben, da er im Jahre 1964 verstorben ist.

    Zitat Zitat von Dieter Bremer Beitrag anzeigen
    Ergänzung zu Herrn Kannenberg: bei der Rotation Geschwindigkeit von Quiring habe ich mich geirrt. Er hat eine Hauptbetrachtung bezüglich der Rotationsgeschwindigkeit der Protoerde von 9,12 Stunden und eine Nebenbetrachtung mit einer Rotationsgeschwindigkeit der Protoerde von 3,4 Stunden. Beides nachzulesen auf Seite 45 seines Buches Weltkörper-Entstehung.
    Vergleichen Sie hierzu bitte meine Äusserungen von diesem Beitrag:

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Sehr geehrter Herr Bremer,

    kaum: die Planeten unseres Sonnensystems, die nicht durch einen Mond oder die Sonne abgebremst wurden, weisen Rotationszeiten von ~9 Stunden auf. Aber nicht von 2 Stunden !
    Hier geht Professor Quiring - wenig überraschend - konform zur heutigen Lehrmeinung.


    Freundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
    Geändert von ralfkannenberg (08.03.2016 um 11:30 Uhr) Grund: Link und Zitat ergänzt

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