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Thema: Mars kommt später

  1. #11
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    Hey Martin

    natürlich hast du recht wenn du die Machbarkeit kritisierst aber ich glaube das es nicht an der Möglichkeit liegt die einfach nicht vorhanden ist. Sondern an der Zusammenarbeit von Politik und Ländern was sollche großen Projekte betrifft. Erfahrung ist alles und ich glaube das allgemein was besiedelung und erste Nutzung von Rohstoffen auserhalb der Erde anbelangt wir erst in unser gutes altes Meer vorstoßen sollten.

    Wo findest man extremere Bedingungen als am Meeresgrund Druck und Sauerstoffversorgung sowie Terrarforming, klassisch Futuristisch voergestellt : wie die Glaskupeln am grund stehen.

    Aber ernsthaft ich finde man sollte Projekte starten die dahingehende "Andere Planeten besiedeln!" wichtige Grundlagenforschung betreiben und das Meer bietet sich einfach an, was Beschaffenheit also Umfeld bestrifft...
    Obwohl man ja schon versucht hat sowas an Land für sechs Monate oder so zu versuchen. Also ein eigenständiges Team das sich selbst verorgen sollte in so einem riesen Glaskomplex in der Wüste, der völlig von der Aussenweltabgeschottet war auch was Sauerstoff anbelangte... Ergebnis war glaube ich das sich ein Gas bildeste und nach kaum zwei Wochen abgebrochen wurde.

    Konkret sind wir also kaum wirklich weit voran gekommen aber

    der Weg sollte vom Land ins Meer auf den Mond und auf andere Planeten oder Monde führen ... wenn dann denn mal eine Weltregierung für die Finanzierung sorgt

  2. #12
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    Hallo,

    ich bin ja auch nicht gegen einen Vortsoß ins All, nichts würde ich spannender finden als auf dem Mars nach Erzlagerstätten zu suchen. Ich wollte damit nur ausdrücken, das diese Basen auf dem Mars oder Mond nie mehr sein können als Kolonien, die immer mehr oder weniger von der Erde abhängig sein werden. Die Sauerstoffproduktion oder Stromversorgung stelle ich mir dabei nicht als Problem vor, auch Nahrung kann man sicher vor Ort herstellen. Aber um es nochmal vereinfacht auszudrücken, "Ohne Koks nichts los".
    Bis zu einem gewissen Grad autarke Systeme gibt es ja schon, wenn man an die Atom U-Boote denkt, die 3 Monate oder länger ohne aufzutauchen in den Meeren rumschippern und eigene Sauerstoff produzieren und auch psychologisch (Besatzung) weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten sind.
    Aber der Meeresboden ist vielleicht (will nicht sagen uninteressant) kein so gutes Trainingsgelände für den Weltraum, da hier zum Beipspiel Sonnenlicht fehlt, was man ja im Weltraum nutzt und auch auf Mond und Mars nutzen wird, dafür aber Wasser im Überschuß da ist, welches man im Weltraum nicht hat. Achso, und Glas würde ich nicht unbedingt nehmen, zu spröde.

    Martin

  3. #13
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    Zitat Zitat von Udo_S
    Hi
    Erfahrungen könnte man ja auch hier auf der Erde sammeln. Stell dir eine Station in der Antarktis vor die dauerhaft bewohnt wäre und in Punkto Lebensmittel autark wäre. Meines Wissens sind Projekte dieser Art bis heute immer gescheitert. Ich würde eher an die Machbarkeit solcher Projekte glauben, wenn es gelingt eine solche Station über Jahre hinweg ohne Hilfe von aussen am Leben zu erhalten. Somal man hier in Notfällen auch immer noch die Option des schnellen Eingreifens hätte.
    Schönen Gruß
    Udo S
    Das wurde mit der Biosphäre 1 soweit ich weiß schon mal probiert und ging gewaltig daneben. Wenn wir den Mond von jemanden besiedeln lassen sollten wir vielleicht Menschen dazu ausbilden, die aufgrund ihreer Lebensummwelt auf der Erde schon entbehrungen gewöhnt sind etwa Mongolische Noomaden oder Tibetanische, wir Europäer egal wie hart wir trainieren sind von unserem technischen Schnickschnakc viel zu verwöhnt, Amerikaner sowieso. Wenn wir mal ein paar Tage hungern müssen kriegen wir im allgemeinen keinen klaren Gedanken mehr zustande.

  4. #14
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    @Martin: PGEs wirds auf dem Mond praktisch keine geben: der Mond ist ja ein "Derivat" des Erdmantels, der selbst schon stark abgereichert an PGEs und anderen siderophilen Elementen ist. Eine wichtige Rohstoffquelle könnten auf dem Mond die sogenannten KREEP-Erze sein, die Kalium-REE(=Rare Earth Elements = Seltene Erden)-Phosphor-reich sind. Diese Erze entstanden, als der Mondmagmaozean, der in der Anfangsphase existierte, ausfror und diese Stoffe sich bis zuletzt sammelten.

    Kohle & Erdöl entstehen teilweise auch anorganisch (v.a. in der Nähe von vulkanischen Gebieten), so wäre es durchaus möglich, dass es zB in der Umgebung von Olympus Mons grosse Erdöllager gibt, da dieser Vulkan wirklich über Jahrmilliarden aktiv war.

    Energie ist tatsächlich ein Problem, und ohne He3-Fusion wird es wohl kaum eine schnelle Besiedlung des Raums geben. Wenn diese jedoch glückt (zusammen mit dem Aufbau der nötigen Infrastruktur zur Nutzung der Ressource), dann steht uns (zumindest für die nächsten paar Jahrhunderte) genügend Energie zur Verfügung...
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  5. #15
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    @ Bynaus:
    Und obs PGE´s auf dem Mond geben wird. Schau Dir doch mal die PGE Lagerstätten auf der Erde an, Bushveld, Norilsk-Talnakh, Sudbury oder die finnischen. Alles an Mantelmagmen gebunden.
    Sogar in einigen Cu-porphyries werden PGE´s gewonnen (die wird wahrscheinlich auf dem Mond nicht geben), aber die Fluide stamme ja wahrscheinlich aus dem mantelkeil zwischen Slab und Kruste, also dem oberen Mantel.

    Martin

  6. #16
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    Im Mantel sind die PGEs gegenüber der Kruste natürlich angereichert. Aber gegenüber der Gesamterde bereits wieder abgereichert. Das heisst, dass der Mond, selbst wenn er über sowas wie einen Bushveld-Komplex verfügen sollte, insgesamt abgereichert an PGEs sein sollte, wenn er direkt aus dem Mantel kommt.

    Dazu kommt, dass Vulkanismus nötig ist, um Lagerstätten zu bilden - und der Mond ist wohl ziemlich schnell abgekühlt. Ausserdem sind Fluide nötig, um gelöste Ionen zu transportieren - auf dem Mond gibts aber praktisch kein Wasser. Der Mond ist schliesslich auch an anderen volatilen Elementen stark abgereichert, ebenfalls eine Folge des Impakts, der zu seiner Bildung führte.

    Rohstoffe werden auf dem Mond kaum in Lagerstätten angereichert sein, wie wir das von der Erde kennen. Ich sehe nur zwei wirklich wichtige Rohstofffelder: KREEP und Helium-3.
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  7. #17
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    Hallo,

    also He3 sehe ich nicht wirklich als Rohstoff, wahrscheinlich ist es billiger in einem Gewächshaus auf dem Mond Kiefern zu züchten und die zu verbrennen als Energie aus He3 zu gewinnen.

    Wann und wie schnell der Vulkanismus (besser wohl Magmatismus) auf dem Mond stattgefunden hat, ist doch wurscht, hauptsache es gab ihn. Wenn Du eine Magmenkammer hast mit einem hohen Sulfidanteil, der sich entmischt, ist doch alles für eine schöne Lagerstätte (Cu-Ni-PGE) gegeben, was Du brauchst. Chromit, Titan und Magnetit könnte sich in der Art auch anreichern. Gut, Zinnseifen wirds wohl keine geben.

    Martin

  8. #18
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    [QUOTE=Bynaus
    Energie ist tatsächlich ein Problem, und ohne He3-Fusion wird es wohl kaum eine schnelle Besiedlung des Raums geben. Wenn diese jedoch glückt (zusammen mit dem Aufbau der nötigen Infrastruktur zur Nutzung der Ressource), dann steht uns (zumindest für die nächsten paar Jahrhunderte) genügend Energie zur Verfügung...[/QUOTE]


    DAs stimmt leider. Wenn man es aber tatsächlich schaffen würde Die Stoffe Deuterium und Tritium gezielt fusionieren zu lassen, würde uns das einen riesigen schritt in puncto Energie voran bringen.
    mfg Jerry

  9. #19
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    Wird aber wohl noch ein weilchen dauern. Nach meinem Kentnisstand sind die selbst bei den neueren Projekten (Wendelstein 7X usw) noch ein bischen von der kontrollierten Zündung entfernt. Im Prinzip hätten wir dann aber die (vorläufig) perfekte Energiequelle.

  10. #20
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    Hi

    Mal so ne Frage; Wie definierst du "Ein Weilchen"? Würde mich mal interessieren, die Frage is aber an alle gestellt!
    UNd wenn wir es dann letztendlich geschafft haben, was erhofft ihr euch für die Zukunft, oder was denkt ihr wird sich ändern???
    mfg

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