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Thema: Mars Reconnaissance Orbiter: Sonde bestätigt fließendes Salzwasser

  1. #1

    Standard Mars Reconnaissance Orbiter: Sonde bestätigt fließendes Salzwasser

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    Auf dem Mars gibt es tatsächlich saisonal auftretendes Salzwasser, das an optimal zur Sonne ausgerichteten Abhängen in Erscheinung tritt und dort für dunkle Fließspuren sorgt. Über die Herkunft dieser Spuren, die erstmals vor fünf Jahren entdeckt worden waren, hatte man lange Zeit gerätselt. Die entscheidenden Daten lieferte nun ein Spektrometer an Bord der Sonde Mars Reconnaissance Orbiter. (29. September 2015)

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  2. #2
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    Zitat Zitat von astronews.com Redaktion Beitrag anzeigen
    Über die Herkunft dieser Spuren, die erstmals vor fünf Jahren entdeckt worden waren, hatte man lange Zeit gerätselt.
    Argh. Siehe von heute hier: http://astronews.com/forum/showthrea...811#post112811!

    Ich hab den Text von 1983/84 mal übersetzt in der Zwischenzeit:

    [...] Mehrere Beobachtungen lassen vermuten, dass das Material, dass die dunklen Streifen geformt hat, einmal floss: es wird von einer punktförmigen Quelle gespeist, Tendenz bergab, sich um Hindernisse herumwindend, zum Talboden hin lokal aufweitend. Diese Überlegungen schließen äolische (windbedingte) Ursachen aus. Verbleibende Möglichkeiten für den Ursprung der Streifen sind Lava oder flüssige Ablagerungen (Schutt). Lava ist ein unwahrscheinlicher Kandidat, weil keiner der Streifen sich ausgedehnt über benachbarte Böden erstreckt oder nennenswerte Ansammlungen am unteren Ende der Hänge bildet. Flüssigförmige Ablagerungen (Schutt) können nass/feucht oder trocken sein, aber trockener Schutt, der aus einer Punktförmigen Stelle aus dem Hang hervorkommt, ist schwer vorstellbar; der Schutt war eher nass/feucht und floss wie aus einer Quelle. Der Mangel an Anhäufungen von Schutt auf dem Boden und die begrenzte Länge der Streifen legt nahe, dass die postulierte Flüssigkeit schnell verdampft, und dass die Strömung ein Ereignis von kurzer Dauer ist. Die Abwesenheit von kollabierten Strukturen oder beeinträchtigenden Vorgängen an dem Hang über den Streifen, zeugt auch davon, dass der fließende Schutt vom Volumen her klein war und die Flusszeit von kurzer Dauer.

    Ein Indiz dafür, dass der Schmutt (die Ablagerungen) möglicherweise nass gewesen sind, ist ferner das Auftreten von Streifen vor allem am Äquatorgürtel, wo die Temperaturen über dem Gefrierpunkt steigen können [...]
    Die Beschränkung der Streifen auf Gebiete mit hoher Albedo und geringe thermische Aktivität, unterstützt auch unsere Hypothese, dass die Ablagerungen möglicherweise nass/feucht waren:
    [...]
    Die (Rand-)Schärfe der sehr dunklen Streifen legt nahe, dass sie jung sind. Temperaturen für die Breite und die Jahreszeit, in der die Aufnahmen während der Primärmission [6] entstanden sind, erreichen nicht mehr als 270° K; dieses Maximum schließt (normales) flüssiges Wasser aus, aber erlaubt flüssige Salzlösungen (mit flüssigem Wasser). Unsere Beobachtung schließt nicht die Möglichkeit aus, dass die dunklen Streifen auch heute noch durch sickernde Flüssigkeiten aus den Hängen gebildet werden. Andererseits können die beobachteten Streifen auch Flecken darstellen, die nach Verdunstung von Flüssigkeiten aus Salzablagerungen gebildet wurden.
    [...], wo saisonale äquatoriale Erwärmung das lokale Schmelzen von Boden-Eis ermöglicht. [...]
    (Übersetzung von mir, Quelle: Ferguson, H.M.; Lucchitta, B.K. (1984). Dark Streaks on Talus Slopes, Mars in Reports of the Planetary Geology Program 1983, NASA Tech. Memo., TM-86246, pp. 188–190 (PDF-Buch, Vorsicht: 84 MB, ohne Texterkennung, mit Fotos, Abschrift des Zitat-Originals (auf Englisch) von mir hier)

    Ich habe mir die Mühe gemacht, weil ich selber das Thema seit 2004 kenne, kann ja schlecht später entdeckt worden sein. In der Zeit und eigentlich die ganze Zeit seit dem man den Mars aus nächster Nähe fotografiert hat, sind etliche Papers dazu verfasst worden und viel dazu an Links zu finden, die älteren Datums sind. Nur weil der Kopf der Gruppe, der aktuellen Veröffentlichung, das selber erst 2010 zum ersten Mal gesehen hat, heißt das gar nichts. Ist in den News der NASA vielleicht aber auch etwas unglücklich missverständlich formuliert, ohne Absicht. Weil da steht nur wann er es entdeckt hat, nicht wann es entdeckt wurde.

    Gruß,
    Dgoe
    Geändert von Dgoe (30.09.2015 um 00:01 Uhr) Grund: link

  3. #3
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    4

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    Wasser am Mars? So ein Schmarren!
    Und ich habe mich schon eingestellt auf was wirklich Umwerfendes.
    Zum Beispiel:

    Erster Verkehrsunfall am Mars:
    Opportunity und Curiosity kommen sich in die Quere und bauen Totalschaden.
    Roverteams streiten noch immer, ob auch am Mars Rechtsvorrang gilt.

    Oder:
    Marslander Phoenix meldet sich wieder und entdeckt riesigen polaren Ölsee.
    Eine Bildershow der neuen fantastischen Ergebnisse wird zur großartigen Musik von Conchita Wurst,
    mit ihrem Hit "Rise like a phoenix", kommentiert.

    Vielleicht auch:
    Spirit buddelt sich aus der Sandfalle und fährt wieder.
    Gerade zur rechten Zeit, nachdem Opportunity und Curiosity nach ihrem Crash nur mehr Schrottwert haben.

    Könnte auch sein!
    Und Schiaparelli hat doch recht. Es gibt sie!
    Forscher bestätigen die Existenz von Marskanälen.
    Eine überragende Zivilisation hat unterirdische Marskanäle angelegt.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Fred vom Jupiter Beitrag anzeigen
    Wasser am Mars? So ein Schmarren!
    Und ich habe mich schon eingestellt auf was wirklich Umwerfendes.
    Das ist nur der Neid der Jupiter-Wesen vom 2.Jupitermond, weil der Mars nun auch Wasser enthält, aber grösser ist. Tja, liebe Jupiter-Wesen: Size matters !

    Zitat Zitat von Fred vom Jupiter Beitrag anzeigen
    Zum Beispiel:

    Erster Verkehrsunfall am Mars:
    Opportunity und Curiosity kommen sich in die Quere und bauen Totalschaden.
    Roverteams streiten noch immer, ob auch am Mars Rechtsvorrang gilt.
    Da die Orbiter in Wirklichkeit primär militärischen Zwecken dienen, um die Russen auszuspionieren, konnte in den Datenarchiven die Stelle gefunden haben, in der die Europaianer die Vorfahrtstafel entfernt haben. Kein Wunder, dass die beiden Rover zusammengestossen sind - das war ein Sabotageakt von Jupiterwesen vom 2.Jupitermond !

    Zitat Zitat von Fred vom Jupiter Beitrag anzeigen
    Spirit buddelt sich aus der Sandfalle und fährt wieder.
    Sowas kommt ja auf Europa öfter vor, wenn da wieder mal ein Rover in eine Eisspalte gefallen ist. Auf dem Mars aber doch eher selten ...


    Zitat Zitat von Fred vom Jupiter Beitrag anzeigen
    Und Schiaparelli hat doch recht. Es gibt sie!
    Forscher bestätigen die Existenz von Marskanälen.
    Eine überragende Zivilisation hat unterirdische Marskanäle angelegt.
    Im Prinzip ja. Nur: es war nicht der Mars, sondern der Saturnmond Enceladus, und nicht Känäle, sondern Tigerstreifen, und nicht in Äquatornähe, sondern am Südpol, und nicht eine überragende Zivilisation, sondern vom Mutterplaneten Saturn ausgelöste Gezeiteneffekte. Aber ansonsten ist Deine Aussage richtig.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  5. #5
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    Hallo Ralf,

    so früh am morgen schon ein halbes Gläschen Schampus?
    So kennt man Dich ja überhaupt nicht!
    Raum IST, Zeit IST.

  6. #6
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    Zitat Zitat von astronews.com Redaktion Beitrag anzeigen
    Unklar ist allerdings noch, woher das Wasser stammt, das hier in jedem Frühjahr erneut wieder an die Oberfläche gelangt
    Was ist denn daran unklar?
    Der ganze ok halbe Planet stand mal unter Wasser, wie man unschwer erkennen kann. Das ist nun weg, wegverdunstet Richtung Himmel, aber unter der Oberfläche ist was übrig geblieben - nämlich jenes, was nicht weg konnte bisher.

    Und das quillt dann manchmal hervor.

    Was ist so kompliziert daran?

    Gruß,
    Dgoe

  7. #7
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    Über die Herkunft dieser Spuren, die erstmals vor fünf Jahren entdeckt worden waren, ...
    Das ist und bleibt, solange es so da steht, eine FALSCHE Information, eine FEHLINFORMATION.

    Das ist falsch, es sind nicht 5 Jahre, es sind über 35 Jahre!

    Diese ferflixte Info ist

    falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch falsch .

    Und das ist der Grund, dass vielleicht noch viel mehr falsch ist - nur wo ich es einmal genau weiß, wer weiß wo noch ich nur getäuscht werde (ungewollt)..., dort wo ich keine Ahnung von habe.

    Gruß,
    Dgoe

  8. #8
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    Hallo Dgoe,

    bitte nicht persönlich nehmen. Vielleicht solltest du um halb 3 besser schlafen anstatt hier zu schreiben?

    mfg
    101010

  9. #9
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    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    Argh. Siehe von heute hier: http://astronews.com/forum/showthrea...811#post112811!

    Ich hab den Text von 1983/84 mal übersetzt in der Zwischenzeit:

    Mehrere Beobachtungen lassen vermuten, dass das Material, dass die dunklen Streifen geformt hat, einmal floss: es wird von einer punktförmigen Quelle gespeist, Tendenz bergab, sich um Hindernisse herumwindend, zum Talboden hin lokal aufweitend.
    Hallo Dgoe,

    ich würde die Übersetzung "Tendenz" an Deiner Stelle nochmals überprüfen. In einem geologischen Zusammenhang wird das Verb "to trend" üblicherweise nicht im übertragenen Sinne verwendet.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  10. #10
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    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    Das ist und bleibt, solange es so da steht, eine FALSCHE Information, eine FEHLINFORMATION.

    Das ist falsch, es sind nicht 5 Jahre, es sind über 35 Jahre!
    Hallo Dgoe,

    ob diese Strukturen erstmals vor knapp 5 Jahren oder schon früher entdeckt wurden, konnte ich (noch) nicht ausfindig machen - dies wird möglicherweise über die typische Breite und die typische Lange dieser Strukturen beurteilbar sein, ob diese kompatibel zu den Beobachtungen der Viking-Orbiter sind.

    Hier geht es um etwas anderes, was Stefan in seinem Artikel weiter unten auch ganz konkret benennt:

    Möglich wurde diese Entdeckung erst durch die Langlebigkeit der NASA-Marssonden im Orbit. Nur dadurch kann es nämlich gelingen, solche sich jahreszeitlich verändernden Phänomene überhaupt aufzuspüren.

    Freundliche Grüsse, Ralf

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