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Thema: Wie groß ist das beobachtbare Universum?

  1. #11
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    Standard

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    Was allenfalls zutrifft ist die Aussage, das Univserum ist konform euklidisch und (hinsichtlich der aktuellen Messgenauigkeit) annäherend flach.
    Das meinte ich. Ich dachte, das schliesst eine "kleine" Hyperkugel (von der Dimension Pi * Alter) aus.
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  2. #12
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    Standard Es ist ganz einfach

    Die 46 Milliarden Lichtjahre sind aufintegriert mit der Lösung der Friedmangleichung, die dem Konkordanz-Universum (=Dunkle Energie 70% , Materie 30% der kritischen Dichte, Geometrie Euklidsch) entspricht. Man berücksichtig somit die variable Ausdehnungsrate.

    schreibt jemand in dem Forum astroinfo
    Geändert von Sheela3004 (11.05.2006 um 15:17 Uhr)

  3. #13
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    Standard So werden die 42 Milliarden Lichtjahre berechnet

    Das Problem ist, dass alle Bücher (die ich habe) vor WMAP und den SNIa Beobachtungen gemacht wurden und das heutige Modell (OmegaM = 0.3, OmegaLambda = 0.7) konkret rechnen. Googlen hat auch nichts konkretes gebracht. Also müsste man selber rechnen.

    Aus Formel 26
    http://nedwww.ipac.caltech.edu/level...lionis1_3.html
    nd der beziehung für ein flaches Weltall Ereignishorizont gleich Integral von (c*dt / R(t))

    ergibt sich folgendes Integral:

    http://lexikon.astronomie.info/img/ereignishorizont.gif

    sollte sogar analytisch lösbar sein, sicher jedoch numerisch.
    Falle: Werte von t, c und H im selben Masssystem verwenden, sonst rechnet man Unsinn zusammen.
    H im SI System ist 2.3e-18 1/s, Zeit in Sekunden und c=299792458 m/s
    RH erhält man dann in Metern.

    Hat jemand lust?

    Da wir bereits in der Phase des exponentiellen Wachstums leben, kann man bei geringen Genauigkeitsanspruch sinh(a*t) = 0.5*(exp(a*t) - exp(-a*t)) mit sinh(a*t) ~= 0.5*exp(a*t) annähern. Für grosse t wird diese Näherung besser.
    Meint jedenfalls Roland
    Forum-Moderator

    Oben muß es natürlich 46 Milliarden Lichtjahre heißen
    Geändert von Sheela3004 (11.05.2006 um 22:09 Uhr)

  4. #14
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    Standard Na ja

    Ich habe versucht das Integral zu lösen, aber das Ergebnis, das Maple liefert, verwirrt mich doch sehr. Ich weiss zwar nicht, wie Roland der Moderator es gelöst hat aber er schreibt:
    inzwischen habe ich mal das Integral oben gelöst. (wie ? )

    Wenn man als Integrationzeit 380'000 Jahre bis heute nimmt (380'000 Jahre = Durchsichtigwerden des Weltalls) erhält man den Telichenhorizont oder die Antwort darauf, wieweit die Galaxien heute geometrisch weg sind, die sich aus den Gaswolken gebildet haben, die wir jetzt als Mikrowellenhintergrund sehen:

    Teilchenhorizont = 46 Milliarden Lichtjahre, wie es auch im Artikel steht.

    Wenn man nun von heute bis unendlich integriert erhält man den Ereignishorizont. Er beträgt 15.4 Milliarden Lichtjahre.

    Der Teilchenhorizont nimmt dauernd zu. 100 Milliarden Jahre nach dem Urknall beträgt er 61.5 Milliarden Lichtjahre. Der Ereignishorizont wird dann jedoch nur noch 73 Millionen Lichtjahre entfernt sein. in einer Billion Jahren hat er nur noch einen halben Meter Radius um jeden Beobachter, dies ist der "Big-Rip", falls die Friedmanngleichung auch dann noch die Expansion beschreibt.

    Vielleicht haben die Autoren des Artikels sich auf den Teilchenhorizont bezogen?

    Doch was mich eher interessiert ist die Frage, was würde man im Laufe der Jarmilliarden sehen? Wie würde eine Simulation des HUDF aussehen, wenn man die Zeit 100 Milliarden Jahre vorwärts laufen lassen könnte?

    Dein Einwand, Bernie, wegen der Mikrowellenhintergrundtemperatur habe ich nicht ganz kapiert, vielleicht kannst Du das nochmals anders formulieren. Deine Schlussfolgerung ist aber richtig.

    In unserem Weltall hatte in der Tat die Ausdehnungsrate (km/s/Megaparsec) einmal ein Minimum von knapp 60 km/s/Megaparsec 7 Milliarden Jahre nach dem Urknall. Heute ist sie wieder auf 70 km/s/Megaparsec (alles +/- 4 km/s/Megaparsec) angestiegen.
    Man müßte wohl den ganzen Artikel auf radosophische Aspekte hin untersuchen und ihn vielleicht Chris Hillman melden
    http://www.math.ucr.edu/home/baez/RelWWW/wrong.html
    Geändert von Sheela3004 (12.05.2006 um 00:39 Uhr)

  5. #15
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    Standard

    Nach ausführlichem Studium des Orginaltextes von Tamara M. Davis und Charles H. Lineweaver:
    http://www.mso.anu.edu.au/~charley/p...neweaver04.pdf
    glaube ich, dass sie recht haben. Somit fußt der Artikel im Spektrum der Wissenschaft 3/2005 auf einer soliden Grundlage.

    Tamara M. Davis hat einen etwas ausführlicheren Text zum gleichen Thema verfasst: http://arxiv.org/pdf/astro-ph/0402278

    Hier noch ein Link auf den Orginaltext im Spektrum der Wissenschaft: http://homepage.univie.ac.at/Michael...it/urknall.pdf
    Geändert von Sheela3004 (13.05.2006 um 06:11 Uhr)

  6. #16
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    Standard Kritik an der Relativitätstheorie

    Das ist sozusagen ein Nachtrag.
    Ich hab mich gefragt, ob es im Zusammenhang mit den neuesten Erkenntnissen des Standardmodells der Kosmologie nicht auch Kritik an der Relativitätstheorie gibt. Die gibt es tatsächlich:


    The Faulty Assumptions of the Expanding-Universe Model vs. the Simple and Consistent


    Principles of a Flat-Universe Model
    Jin He


    Das wäre doch mal ein aktuelles Beispiel für die Gruppe G.O. Müller.
    Jin He taucht als Kritiker bei G.O. Müller jedenfalls bisher nicht auf, obwohl
    seine Veröffentlichungen auch teilweise im Jahr 2005 erfolgten.




  7. #17
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    Ich denke wir leben auf einer Hyperkugel, die sich mit überlichtgeschwindigkeit ausdehnt.
    Ich hab gehört, dass wir in jede Richtung etwa 13,5 Mrd Lichtjahre gucken können.

  8. #18
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    Ich hab gehört, dass wir in jede Richtung etwa 13,5 Mrd Lichtjahre gucken können.[/QUOTE]

    Dann wäre unser Sonnensystem ja der Mittelpunkt in diesem Hyperkugel Universum!
    Also ich hab gehört, daß das Universum eher etwas wie ein breiter Gürtel ist der sich ausdehnt! Demnach wäre der Ort des Urknalls heute nicht mehr im Universum und es gäbe auch keinen Anfang und kein Ende!
    Stimmt das?

  9. #19
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    Dann wäre unser Sonnensystem ja der Mittelpunkt in diesem Hyperkugel Universum!
    Nein, dann wäre das Sonnensystem der Mittelpunkt eines Kugeluniversums!

    Bei einer Hyperkugel muss du eine Dimension höher (oder tiefer, was das ganze vereinfacht) denken - auf der Oberfläche eines Ballons kannst du gut zwei Punkte haben, die mehr als einen Ballonradius voneinander entfernt sind - tatsächlich können zwei Punkte sogar bis 3.1415... = Pi Ballonradien voneinander entfernt sein. Trotzdem gibt es keinen "Mittelpunkt" auf der Ballonoberfläche.
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  10. #20
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    Standard Hyperkugeln

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    Inzwischen hasse ich Hyperkugeln

    Wenn das so weiter geht mache ich einen Thread Hyperkugeln auf.

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