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Thema: Recherche: Wissenschaftler von G.O.Mueller posthum für Referenzen instrumentiert ?

  1. #1
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    Standard Recherche: Wissenschaftler von G.O.Mueller posthum für Referenzen instrumentiert ?

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    Hallo zusammen, es stellt sich die Frage, ob es zum jetzigen Zeitpunkt Sinn macht, die Liste der offenen Punkte weiter zu ergänzen. Zwar gab es dankenswerterweise einige Stellungnahmen, die hier in diesem Forum sowie im Forum für Wissenschaft und moralische Verantwortung auch diskutiert wurden, doch keine einzige davon seitens der G.O.Mueller-Gruppe oder ihrer offiziellen Repräsentantinnen und Repräsentanten. Und die Stellungnahmen konnten allesamt erklärt werden, so dass nach wie vor kein offener Punkt geschlossen werden konnte.

    Diese Liste der offenen Punkte umfasst derzeit 30 Punkte und es muss der Eindruck vermieden werden, dass im Internet die eine unübersichtliche Liste gegen eine andere unübersichtliche Liste gecopy/pasted wird. Soll mit Vorteil die Liste der offenen Punkte kurz und prägnant bleiben !

    Ich sehe aber noch weiteren Handlungsbedarf auf einem anderen Gebiet, das in letzter Zeit auch schon mehrfach angesprochen worden ist: Werden namhafte ebenso wie unbekannte Wissenschaftler ohne ihr Wissen oder schlimmer noch, posthum (also nach ihrem Tod), von der G.O. Mueller-Gruppe instrumentiert, d.h. als RT-Kritiker aufgeführt, obgleich sie Zeit ihres Lebens gar keine Kritiker waren ? Eine solche Vorgehensweise ist keineswegs unüblich; so hat beispielsweise Albert Vollmer bei seiner Kampagne 1996 und 1997 im SuW ("Sterne und Weltraum") mehrere Physiker der 20iger Jahre, die man heutzutage als Laie nicht mehr kennt, als Referenzen für seine Thesen herangezogen, wenn diese in einem ihrer Werke einen historischen Abriss getätigt haben und auch ältere physikalische Vorstellungen vorgestellt haben. Auch ich werde in meinem Buch über den 10.Planeten am Anfang erläutern, dass die Menschen früher an ein geozentrisches Weltbild geglaubt haben, dass also die Erde im Mittelpunkt des Universums stehen würde; daraus zu folgern, dass ich das geozentrische Weltbild unterstütze, ist natürlich vollumfänglich unzutreffend.

    Ich habe anhand der Referenzangaben der G.O.Mueller-Gruppe bereits erste Untersuchungen zu dieser Fragestellung getätigt, doch sind diese sehr zeitaufwändig; meine Recherche hat dabei unerwarteterweise Physiker zutage gebracht, die sich im Dritten Reich einen zweifelhaften Ruf erworben haben. Ich bin kein Historiker und habe das nicht zu beurteilen, aber eine Auflistung von RT-Kritikern sollte meines Erachtens in diesem Punkt sensibel sein und wenigstens einen entsprechenden Hinweis enthalten; vielleicht könnte man zu dieser Thematik einen weiteren Thread eröffnen.

    In diesem Thread ist es mein Ziel, in dieser Liste der kritischen Arbeiten Autoren zu identifizieren, die posthum von der G.O.Mueller-Gruppe für Referenzen instrumentiert worden sind, d.h. die als RT-Kritiker bezeichnet werden, obgleich sie gar keine waren und die sich nicht mehr gegen solche Vorwürfe wehren können.

    Freundliche Grüsse, Ralf

  2. #2
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    Lächeln Vor den Karren spannen

    Hey Ralf,
    du hast Recht :
    Je länger eine Information zurückliegt, je weniger sie allgemein bekannt ist um so eher ist die Gefahr der ( bewussten ) fehlerhaften Interpretation oder sogar der Manipulation gegeben. Und manchmal sind es kleine Dinge die große Wirkung haben.
    Wie zum Beispiel der Kommafehler der Spinat so wichtig machte, und das über Generationen hinweg.
    Deshalb darf man auch nicht einfach glauben, sondern muss sich sachlich informieren und mit einer Thematik auseinandersetzen.

    Dazu ein Link :

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...413160,00.html

    Liebe Grüße Gerd

  3. #3
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    Lächeln

    Dieser "Inauthentic Paper Detector" ist schon beachtlich...
    Ich habe mal spasseshalber ein paar Posts aus "Gegen den Mainstream" prüfen lassen. -> "Inauthentic" mit einer Wahrscheinlichkeit von max. 33% doch authentisch zu sein.

  4. #4
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    Standard

    Dieser "Inauthentic Paper Detector" ist schon beachtlich...
    Ich habe mal spasseshalber ein paar Posts aus "Gegen den Mainstream" prüfen lassen. -> "Inauthentic" mit einer Wahrscheinlichkeit von max. 33% doch authentisch zu sein.
    Hast du auch mal einen authentischen Text gefunden? Ich habe spasseshalber mal das erste Kapitel (Einleitung) der orbitals.pdf (englisch) und der orbitaltheorie.pdf (deutsch) von der Hypothese meines Vaters genommen, von der ich mit Sicherheit weiss, dass sie authentisch ist. Da spuckt das Ding 40 und 43 Prozent aus. Die komplette Datei kann man schlecht nehmen, da die Formeln dabei total verhunzt werden und man diese Stellen dann muehselig herausloeschen muesste.

  5. #5
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    Standard

    Vielen Dank für den interessanten Link. Ich werde morgen im Büro mal über meine eigenen Texte herfallen. Was mache ich, wenn ich unauthentisch bin?

    -> Ich werde RT-Kritiker...

    Gruss,
    Miora

  6. #6
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    Standard

    @ralf:

    Ich habe da folgenden Punkt. Der paßt sowohl in diesen Thread als auch in die Liste der offenen Punkte.

    G.O.-Mueller schreibt auf Seite 177:
    Ferner gehört hierher der Fall Hugo Dingler, der in den Zwanziger
    Jahren in Deutschland keine Professur bekam, weil er die Relati-
    vitätstheorie kritisierte.
    Hugo Dingler war aber 1920 Professor in München und 1932 in Darmstadt.
    1933/ oder 1934 wurde er pensioniert. Den Grund weiß ich noch nicht.
    Dingler versuchte nach dem Krieg wieder eine Professur er erhalten.
    Dies wurde ihm aber durch die Allierten nicht erlaubt.
    Es wird auch im ganzen GOM-Projekt nicht mit einer einzigen Silbe die
    Verstrickung von Dingler mit der "Deutschen Physik" erwähnt.

    ... ganz ehrlich. Ich kriege bei GOM immer mehr das Kotzen.



    mfg
    Chlorobium (der Farbe wegen)

  7. #7
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    Standard Zu Dingler

    Hm es scheint wohl zwei Dingler zu geben.
    Geändert von Sheela3004 (28.04.2006 um 02:47 Uhr)

  8. #8
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    Standard

    Zitat Zitat von chlorobium
    @ralf:
    Ich habe da folgenden Punkt. Der paßt sowohl in diesen Thread als auch in die Liste der offenen Punkte.
    (...)
    Hugo Dingler war aber 1920 Professor in München und 1932 in Darmstadt.
    1933/ oder 1934 wurde er pensioniert. Den Grund weiß ich noch nicht.
    Dingler versuchte nach dem Krieg wieder eine Professur er erhalten.
    Dies wurde ihm aber durch die Allierten nicht erlaubt.
    Es wird auch im ganzen GOM-Projekt nicht mit einer einzigen Silbe die
    Verstrickung von Dingler mit der "Deutschen Physik" erwähnt.
    Ich habe heute einen längeren Post im Forum von Alpha Centauri verfasst. Der sollte darüber Aufschluss geben.

    Zitat Zitat von chlorobium
    ... ganz ehrlich. Ich kriege bei GOM immer mehr das Kotzen.
    Da kann ich dir nur zustimmen!

    Grüsse galileo2609

  9. #9
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    Standard Instrumentierung von Dr.Georg Joos (1926)

    Zitat Zitat von www.ekkehard-friebe.de/buch.pdf, Kapitel 7 Chronologie sämtlicher kritischer Veröffentlichungen
    1926 - *Joos, Georg: Neues Material für und wider die Relativitätstheorie.
    Dazu habe ich im "Sterne und Weltraum" 6/1998 folgenden Leserbrief von Dr.Volker Witt gefunden:

    … solchem Treiben Einhalt zu gebieten, wenn das Ansehen von Wissenschaftlern posthum beschädigt wird.
    Durch das rudimentäre Zitat aus dem "Lehrbuch der theoretischen Physik" von Georg Joos wird der Eindruck erweckt, als würde der Autor die im letzten Jahrhundert populäre Ätherhypothese zur Erklärung der Lichtausbreitung noch immer vertreten. Das von Vollmer mißbrauchte und verkürzt wiedergegebene Zitat steht als Einleitung zu dem Kapitel "Bewegte Bezugssysteme in der Optik" und soll lediglich den wissenschaftshistorischen Aspekt verdeutlichen. Gerade Joos selbst hat den Michelson-Versuch im Keller der Zeiss-Werke mit höchstmöglicher Genauigkeit wiederholt, nachdem 1925 ein gewisser D.Miller eine Relativgeschwindigkeit von 10 km/s zwischen Erde und "Äther" gemessen haben wollte (siehe zum Beispiel Arnold Sommerfeld, Vorlesungen über Theoretische Physik - Optik, S.63 ff.) Das Experiment verlief damals negativ, ein Äther konnte nicht nachgewiesen werden.
    Vollmer zitiert: "Es liegt daher nahe, alle für den Schall gefundenen Ergebnisse auf die Optik zu übertragen". Hätte er das besagte Kapitel bis zum Ende gelesen, so hätte er jedoch folgendes erfahren: "Das Experiment hat also gegen unsere Analogie mit der Akustik, gegen die Existenz eines ruhenden Mediums der Lichtwellen, d.h. gegen die Existenz des Weltäthers oder absoluten Raums entschieden" (Zitat Joos).
    Da ich mich seinerseits in der Angelegenheit "Vollmer" ebenfalls engagiert hatte, war mir dieser Leserbrief von Dr.Witt noch in Erinnerung.

    Freundliche Grüsse, Ralf

  10. #10
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    Standard

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    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Ich sehe aber noch weiteren Handlungsbedarf auf einem anderen Gebiet, das in letzter Zeit auch schon mehrfach angesprochen worden ist: Werden namhafte ebenso wie unbekannte Wissenschaftler ohne ihr Wissen oder schlimmer noch, posthum (also nach ihrem Tod), von der G.O. Mueller-Gruppe instrumentiert, d.h. als RT-Kritiker aufgeführt, obgleich sie Zeit ihres Lebens gar keine Kritiker waren ?
    1. Für eine wissenschaftliche Studie oder für wissenschaftliche Arbeiten ist es nirgendwo erforderlich, die Genehmigung der Autoren einzuholen, worauf man sich bezieht, sobald diese Autoren ihre Arbeit veröffentlicht haben. Man muß lediglich die Quelle sorgfältig angeben. Oder holen sich Deiner Meinung nach die Wissenschaftler gegenseitig immer einzeln die Genehmigung der Kollegen (oder ihren Nachfolger), die sie in ihren Quellenverzeichnisse genannt haben? Wie stellst Du Dir das vor? Ist Dir so ein Prozedere bekannt? Mir nicht. Wenn Du eine Arbeit schreibst, musst Du Dir bei jedem Wissenschaftler persönlich die Genehmigung holen, die Du in Deinem Quellenverzeichnis genannt hast? Wie soll das gehen?

    Vergiss dabei nicht, wie Eugen Roth es ausgedrückt hat:

    „Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was einer ab vom andern schreibt“



    2. In der Dokumentation von G.O. Mueller werden nicht die Personen der Autoren vorgestellt und dokumentiert (das ist ja kein bibliographisches Sammelwerk), sondern ausschließlich ihre Aussagen zur Relativitätstheorie. Die Aussagen zur Relativitätstheorie werden dokumentiert und mit den jeweiligen genauen Quellenangaben versehen, nicht die Privatpersonen der Autoren.
    Wenn also diese Autoren kritische Aussagen zur Relativitätstheorie geäußert haben, dann sind das eben kritische Aussagen zur Relativitätstheorie, egal wie der Autor Zeit seines Lebens sich selbst bezeichnet hat oder auch nicht. Entscheidend ist nicht, wie der Autor sich selbst bezeichnet hat oder auch nicht, oder wie andere Personen ihn bezeichnen oder auch nicht, sondern entscheidend ist, ob er sich kritisch zur Relativitätstheorie geäußert hat oder auch nicht.


    3. Du musst bedenken, dass die Kritik der Relativitätstheorie seit 80 Jahren drastisch unterdrückt und gesellschaftlich sanktioniert wird. Die Wissenschaftler, die sich kritisch zur Relativitätstheorie äußern müssen mit gravierenden Nachteilen und Diskriminierungen in ihrem beruflichen Werdegang und in ihrem privaten Lebenskreis rechnen. Sie werden zu Dissidenten, und ich brauche Dir nicht zu erzählen, was für private Probleme und für Zerreisproben das bedeutet. Keiner setzt gerne sein berufliches und familiäres Leben auf dem Spiel, der in einem finanziellen und beruflichen Abhängigkeitsverhältnis steht, und das sind nun mal die meisten Menschen. So ist es auch nachvollziehbar, dass viele Wissenschaftler eine Kritik der Relativitätstheorie, wenn überhaupt, sehr vorsichtig formuliert haben, durch die Blumen sozusagen, notfalls umrankt mit dem üblichen Tamtam über die Genialität der Theorie, blablabla… Das ist ja nachvollziehbar.

    Jocelyne Lopez

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