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Thema: Lockheed Martin spricht vom Durchbruch bei der Kernfusion

  1. #1
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    Standard Lockheed Martin spricht vom Durchbruch bei der Kernfusion

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    Gerade gelesen 16.10.2014

    http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/t...story/26282052

    Aus der Meldung geht hervor, daß Lockheed in den nächsten 5 Jahren einen Reaktorprototypen bauen
    will, der auf einen LKW passt und dann als erstes auf einem Kriegsschiff zum Einsatz kommen soll.

    Wenn sich so eine kompakter Reaktor bauen lässt, dann vermute ich dass dies auch für Raumfahrzeuge
    die z.B aus dem Orbit starten interessant werden könnte.

  2. #2
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    Die Meldung geht schon seit einiger Zeit um. Ich weiss immer noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Details fehlen, das Prinzip des Reaktors lässt sich bisher nirgends vernünftig nachvollziehen (vielleicht habe ich nicht gut genug geschaut...). Bevor da ein Prototyp gebaut ist, der auch wirklich überzeugend zeigt, dass man tatsächlich mehr Strom rausbekommt als reinsteckt, bleibe ich skeptisch, egal ob bei Andrea Rossi oder Lockheed Martin. Aber natürlich gilt: wenn sich das bestätigt, wird das Erdölzeitalter Geschichte sein - nicht, weil uns das Erdöl ausgeht, sondern weil es günstiger ist, die Energie aus der Fusion zu beziehen.

    Meine einzige Sorge bei der D-T-Fusion ist die Quelle des Tritiums. Das ist ja normalerweise Lithium, und von dem gibts zwar viel, aber wir brauchen es auch für andere wichtige Dinge, wie Batterien und leichte Al-Li-Legierungen in den Luft- und Raumfahrt. Die Alternative wäre Neutronenbombardement von (in rauhen Mengen verfügbarem) Deuterium, aber ob das energetisch aufgeht, weiss ich nicht. Es gibt ja zumindest einige Kernspaltungskraftwerke (CANDU) z.B., welche geringe Mengen von Tritium als Nebenprodukt abgeben, vielleicht wäre eine Zeit lang ein hybrider Betrieb möglich. Schliesslich wollen wir ja die abgebrannten Brennstäbe bestehender AKW verbrennen, nicht verbuddeln.

    EDIT: Mehr Details finden sich in diesem Artikel: http://aviationweek.com/technology/s...eactor-details
    Geändert von Bynaus (16.10.2014 um 08:03 Uhr)
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  3. #3
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    Bei Aviationweek gibt es von dem Projektleiter Tom McGuire ein video das die mittel bis langfristigen Perspektiven zusammenfasst Die müssen sich da wohl schon sehr sicher sein. So lange die aber keinen Prototypen haben bin ich da auch erstmal vorsichtig
    aber es wäre natürlich ein gewaltiger Schritt vorwärts.
    Geändert von pmvstrm (17.10.2014 um 03:23 Uhr)

  4. #4
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    Ich habe auch schon eine Zeit lang überlegt ob ich dazu was poste. Einerseits gehört Lockheed Martin ja zu den Firmen die ganz sicher nicht mit unausgegorenen Ideen ihren Ruf riskiueren würden.
    Was mich allerdings stört ist, dass ich an dem vorgestellten Konzept nichts Neues finden kann. Das Ding basiert auf Technologien und Theorien, an denen schon seit Jahrezehnten geforscht wurde und die bis jetzt eben nicht funktioniert haben. (Im strom produzierenden Sinne)

    Vielleicht wird es mal an der Zeit das so ein großes Unternehmen sich der Sache annimmt. Um die Forscher die mit kleinen Budget seit jahren daran an anderer Stelle geforscht haben, tut es mir leid, die werden ja wohl keine Tantiemen kriegen.

    mfg
    101010

  5. #5
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    Ich bin mir nicht sicher, Kibo, aber ich denke schon, dass die Konfiguration als ganzes neu ist. Sicher, es kommen Magnetfelder vor, Plasma, Deuterium-Tritium, etc., also ganz wie bei einem Tokamak. Aber gleichzeitig sind diese Dinge in einer bisher nicht versuchten Kombination vorhanden: hoher Plasma-Druck, kompakte Bauweise, spezielle Magnetfeldform... Sie wollen jetzt ja jedes Jahr einen neuen, überarbeiteten Prototypen bauen, bis dann in 5 Jahren der eigentliche "Prototyp" für den kommerziellen Reaktor stehen soll. Insofern können wir das jetzt Jahr für Jahr mitverfolgen...
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  6. #6
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    NIcht das ich falsch verstanden werde. Ich wünsche denen das Beste. Solange dabei ein günstiger, effizienter Reaktor bei raus kommt soll es mir recht sein. Da es so viele Projekte gibt die sich mit Fusion beschäftigen, sind gewisse Ähnlichkeiten wohl nicht zu vermeiden.

    Übrigends: NBF hat auch eine schöne Zusammenfassung zu allen Meldungen bezüglich Fusion. Sprachlich wie immer eher mangelhaft, aber immerhin hat man so eine aktuell gehaltene Übersicht.
    101010

  7. #7
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    Interessanter Blogeintrag, der endlich das Funktionsprinzip des LM Reaktors erwähnt: http://www.scilogs.de/formbar/lockhe...ionsforschung/
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  8. #8
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Interessanter Blogeintrag, der endlich das Funktionsprinzip des LM Reaktors erwähnt: http://www.scilogs.de/formbar/lockhe...ionsforschung/
    Für unsere Freunde der kalten Fusion seien noch folgende Zeilen vom o.g. Link herausgegriffen:

    die Verschmelzung von Deuterium und Tritium. Diese Reaktion hat den Vorteil, dass sie bei relativ geringen Temperaturen von ca. 100 Mio. Grad eine hohe Fusionsrate aufweist. Relativ gering bezieht sich hierbei auf andere mögliche Fusionsreaktionen, wie zum Beispiel die immer wieder auftauchende He3 Fusion, welche erst bei wesentlich höheren Temperaturen effizient wird.
    Es handelt sich also um eine ziemlich warme Fusion; die Temperatur an der Oberfläche der Sonne beträgt knapp 5800 K, selbst im Inneren der Sonne ist es nur rund 15.6 Mio Kelvin warm.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  9. #9
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    Meinst du das jetzt ganz allgemein oder gibt es tatsächlich solche, die dachten, es handle sich bei LM um "Kalte Fusion"?
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  10. #10
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    Dies hier scheint mir bezüglich Abgrenzung wichtig zu sein:
    Der Versuch ein solches magnetisches Tal zum Einschluss von Fusionsplasmen zu verwenden ist auch nichts neues, in den späten 1960er und 1970er Jahren gab es intensive Bemühungen in diese Richtungen.
    ...
    Neu ist an dem CRF Konzept von Lockheed Martin die Kombination und Anordnung der Spulen um mehrere magnetische Täler innerhalb einer Spiegelmaschine zu erzeugen, siehe Abb. 5. Die Verluste des mittleren magnetischen Tals werden dann zum Teil durch die beiden benachbarten Täler aufgefangen. Grundsätzlich abwegig ist die Idee also erst einmal nicht.
    Und dies lässt ebenfalls hoffen:
    Gegenüber nature versprach der Projektleiter McGuire, dass sich die Geheimniskrämerei jetzt ändern werde.
    Leistungsprojektion:
    After five years, they believe to have a completely operative model prepared to go into full-scale construction, capable of producing 100MW— which is enough to power a huge cargo ship or a 80,000-home city—and its size will be 23 x 42 feet only which is quite amazing.
    http://www.physics-astronomy.com/201...l#.VPt0uvmG8fU

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