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Thema: 67P/Churyumov-Gerasimenko: Komet ähnelt einem Quietscheentchen

  1. #1

    Standard 67P/Churyumov-Gerasimenko: Komet ähnelt einem Quietscheentchen

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    Verblüffung bei den Astronomen: Neue Bilder der europäischen Raumsonde Rosetta von ihrem Zielkometen 67P/Churyumov-Gerasimenko zeigen ein Objekt, das aus zwei deutlich unterscheidbaren Teilen zusammengesetzt zu sein scheint und etwas an ein Quietscheentchen erinnert. Eine solche Form war bei einem Kometen bislang noch nicht beobachtet worden. (17. Juli 2014)

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  2. #2
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    Moin,
    Zitat Zitat von astronews.com Redaktion Beitrag anzeigen
    Die zwei Bausteine sind sehr wahrscheinlich bei der Entstehung vor 4,5 Milliarden Jahren mit geringer Geschwindigkeit zusammengestoßen, aneinander haften geblieben und haben ihren Weg seitdem gemeinsam fortgesetzt
    Wow, 4.5 Milliarden Jahre haften diese beiden Körper ohne größere Störung aneinander, trotz ihrer Geschichte?
    Da sieht man mal, wie leer (= störungsfrei) das All ist.

    PS: Ich würde ja, trotz aller Widrigkeiten, gerne in der Nähe der Kontaktzone landen
    Geändert von FrankSpecht (18.07.2014 um 04:21 Uhr)
    cs, Frank
    frank-specht.de

  3. #3
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    Zitat Zitat von FrankSpecht Beitrag anzeigen
    Wow, 4.5 Milliarden Jahre haften diese beiden Körper ohne größere Störung aneinander
    Hallo Frank,

    'wahrscheinlich' steht da, also vielleicht auch erst seit knapp 50 Jahren!? Info: Entdeckt am 11. September 1969.

    Gruß,
    Dgoe

  4. #4
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    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    50 Jahren
    oder seit 45 Jahren, wäre genau ein Faktor 100 Millionen Unterschied - und passt noch zum Endeckungsdatum.

    Ich nehme an, dass die genannte Wahrscheinlichkeit sich darauf stützt, das man der Erde ein Alter von 4,5 Milliarden Jahren bescheinigen kann und annimmt, dass die meisten Objekte des Sonnensystems sich damals gebildet hatten. Kann gut sein, wahrscheinlich.

    Andererseits haben die Objekte ja mit der Zeit einen Hang zur Kugelform, die Größeren wegen der Schwerkraft, die Anderen wegen der Erosion.
    Zitat:
    Dabei stießen die Forscher auf einen überraschenden Trend. "Wir haben Familien gefunden, die vor allem aus länglichen Mitgliedern bestanden, und andere, die fast alle eine runde Form hatten", sagte Szabó dem Internet-Dienst Space.com. Nach einer genauen Analyse stellten er und Kiss fest, dass jüngere Asteroidenfamilien vorwiegend aus unregelmäßig geformten Objekten bestanden, während die Mitglieder älterer Asteroidenfamilien zunehmend rundlich wurden. Die Forscher vermuten, dass Ecken und Kanten durch kleinere Einschläge mit der Zeit abgeschliffen werden - ähnlich, wie auch Kieselsteine am Strand immer runder werden. Der kosmische Erosionsprozess dauert aber etwas länger, er nimmt ein bis zwei Milliarden Jahre in Anspruch, schreiben die Forscher.
    Quelle: Warum Asteroiden mit der Zeit rund werden (Bild der Wissenschaft)

    Gut, Asteroiden. Hier Komet. Ein Novum, schon klar, aber so verblüffend nun auch wieder nicht, nachdem man im Jahr 2000 durch Near schon Eros (Link zu Bildern) als zweiteiligen unregelmäßigen Asteroiden erkannt hatte, der mitsamt seiner Form nach 20 Mio Jahren vielleicht auch schon wieder verschwindet ("Eintagsfliege"?).
    1999 veröffentlichte der Wiener Astronom Rudolf Dvorak das Ergebnis seiner langfristigen numerischen Vorausberechnungen. Demnach wird Eros 20 Millionen Jahre auf relativ stabiler Bahn bleiben, dann aber durch chaotisch wirkende Bahnstörungen in die Sonne stürzen.[2]
    Quelle Wikipedia

    Ebenso schon wenigstens Kartoffel-förmig auch Gaspra, Ida, Sylvia, Lutetia und Itokawa (alles Bilder-Links), um nur einige zu nennen. Bei dem letzteren, viel verblüffender finde ich, jede Menge Geröll, kleine und große Steine, die auf ihm rumliegen, wie durch Hayabusa 2005 sichtbar gemacht.

    Gut, schon wieder nur Asteroiden, dennoch:
    Einige der Planetoiden könnten entgaste und heute inaktive Kometenkerne sein. So bildete der Planetoid (2060) Chiron zeitweilig eine Koma aus, abnorme Helligkeitsänderungen und in der Koma entdeckte Staubteilchen weisen darauf hin.
    (1979) VA, wurde bei seiner Entdeckung als ein Planetoid der Apollo- Gruppe angesehen. Jedoch zeigte sich später, dass er bereits 1949 als Komet Wilson- Harrington identifiziert wurde.
    Quelle Abenteuer Universum

    Also nicht ganz so zwei Paar Schuhe.

    Das absolute Hammer-Argument ist jedoch: Kometen sind doch viel fragiler, brüchiger und staubiger angeblich, müsste da nicht die Erosion plus das wenig Gravitation solch einen Himmelskörper viel stärker abrunden? Zumal während der sonnennahen Passagen?

    Abschließend halte ich eine wesentlich jüngere Zusammenkunft der beiden Teile für viel wahrscheinlicher, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

    Gruß,
    Dgoe

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