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Thema: Zeitreisen

  1. #1
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    Standard Zeitreisen

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    Hallo!

    Für mich sind Zeitreisen in die Vergangenheit unmöglich .
    Weil :
    Ab dem Zeitpunkt ,in der man in der Vergangenheit ankommt ,die Bedingungen der Abreise (in die Vergangenheit) verändert .
    Beispiel :
    Ich wiege 60 kg .
    Angenommen ,ich würde im Jahre 2010 mit einer Art "Zeitmaschine" in die Vergangenheit reisen ,kurz bevor ein Flugzeug in das Worldtradecenter fliegt .
    Folgende Punkte :Masse krümmt Zeit ,auch wenn meine 60k nicht grad bedeutend sind ,dennoch verlangsamt mein Gewicht die Zeit um ca. 1millardste Sekunde.Das verändert die Bedingung meiner Abreise .Ich werde dann ja in 2010 (also vom 11. September aus) wieder in die Zeitmaschine steigen.
    2. Punkt : Wenn ich nun verhindert habe ,dass das Flugzeug in das Worldtradecenter fliegt ,fehlt in 2010 der Grund ,in die Vergangenheit zu reisen .3. Punkt :Wenn ich also in die Vergangenheit reisen würde ,würden sich nach und nach mehr "Konstantin (mein Name)" ansammeln.

    Schwer zu verstehen ?
    War nur so ein Gedankenblitz

  2. #2
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    keiner Antwortet?

    Ich wollts nur sagen weil gesagt wird ,dass Zeitreisen in die Vergangenheit möglich sind.

  3. #3
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    Dein konstruiertes Paradoxon ist berechtigt, allerdings nur in der klassischen Physik. Die Quantenmechanik bietet einen Lösung an.

  4. #4
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    Kannst du mir mehr darüber erzählen ?
    Bin neugierig und für jede Antwort dankbar
    konny

  5. #5
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    Hallo Konny,

    was Du beschreibst ist keine Reise in die Vergangenheit, da Du dabei ganz normal älter wirst (etwas anderes würde Dir auch nicht gut bekommen), ein Paradoxon kann so auch nicht entstehen. Du könntest tausendmal in eine andere Zeit reisen und Dich da sogar selbst töten, es wird immer in Deiner Gegenwart geschehen und nichts an der Vergangenheit ändern, die Du erlebt hast!
    mfg Klaus

  6. #6
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    "ein Paradoxon kann so auch nicht entstehen. "

    Doch was konny geschrieben hat ist richtig, wenn man Zeitreisen auf einem einzigen raumzeitlichen "klassischen" Hintergrund betrachtet, ergibt sich eine paradoxe Dynamik der Raumzeit selbst. Aus diesem Grund sind in der allgemeinen Relativtätstheorie nur so genannte konstistente "Timeloops" erlaubt.

    Um Zeitreisen korrekt beschreiben zu können, ist es wichtig, den Begriff der Anfangsbedingung im Rahmen der Quantenmechanik genauer zu studieren.

    Warum schreibe ich jetzt diesen Text?
    Aus dem Ereignis "Dilaton schreibt einen Text" lässt sich eine Ursache - Wirkung - Kette über einen Zeitraum T konstruieren. Im allgemeinen haben Wirkungen mehrer Ursachen, doch reicht es aus eine einzige herauszugreifen, da das Fehlen dieser Einen schon das Endresultat verändern würde.
    Interessant ist nun, dass die Ursachen und Wirkungen immer feiner werden, je weiter ich in die Vergangenheit gehe. Irgendwann bekomm ich dann ein Problem,
    denn ich habe die Heisenbergsche Grenze erreicht. Das heißt meine Ursache ist so "fein", dass sie im Rahmen der quantenmechanischen Unschärfe nicht bestimmt werden kann. Hier endet die Ursache-Wirkung Kette.
    Die Zeit T ist genau dann sehr kurz, wenn viele chaotische Prozesse auftreten (was in der realen Natur eigentlich ständig der Fall ist)

    Nun am Ende der Ereigniskette liegen alle möglichen weiteren Ursachen in einer quantenmechanischen Superposition vor. Wenn wir von Zeitreisen reden, so setzen wir einen ganz anderen Zeitbegriff voraus, als ihn die Quantenmechanik und auch die Thermodynamik benutzt. Dieser Umstand führt zu den bekannten Problemen mit der "Quantengravitation".
    Interssant ist aber, dass sich der Zeitbegriff der Quantentheorie genau dann in die 4 dim - koordinateninvarainte ART einbinden lässt, wenn man keine globalen nichtunitären Zustandsentwicklungen zulässt. Mit anderen Worten, man verzichtet auf das Kollaps Postulat und geht zu einer Quantentheorie vom Everett Typ (Viele Welten) über.

    In diesem Fall ist Quantengravitation selbst unitär, was zur Folge hat das eine quantenmechanische Überlagerung von Ursachen, zu einer Überlagerung von Ereignissketten führt.
    Es könnte gut sein, dass die Ereignisskette, die dazu geführt hat, dass ich hier diesen Text schreibe, eine ihrer "Quantenursachen" vor vier Stunden hatte. Im unitären Fall existieren dann wenige (nicht unendlich viele !) parallele klassische Geschichten meiner selbst, die vor vier Stunden enstanden (man muss hier wirklich von "enstehen" oder "herauskristalllisieren" sprechen, besonders hinsichtlich des Begriffs "klassisch") sind.

    Sind Zeitreisen möglich in einer global unitären Welt?
    Ja aber sie gleichen einer Verbannung. Dazu will ich einen von meinen Beiträgen zitieren:


    Wie ich schon mal angedeutet habe befasse ich mich mit quantenmechanischer Dekohärenz im Rahmen relativistischer Raumzeiten. Bisher bezog sich dies allerdings nur auf flache Geometrien. Dabei sind wir des Öfteren auf hartnäckige kausale Paradoxa gestoßen. Das unangenehmste waren Zeitschleifen. Wir konnten zeigen mit welcher Methode man im Rahmen der Quantenoptik solche Paradoxa im Labor generieren kann. (Wir sind gerade dabei einen solchen Versuch aufzubauen).
    Es zeigt sich, dass es nur eine Möglichkeit gibt diese ausweglose Situation zu umgehen. Man muss im Rahmen der SRT zu einer "Relative State" Quantenmechanik übergehen.
    Ich bin nun gerade dabei, die Ergebnisse auf den Hintergrund gekrümmten Raumzeiten zu übertragen und hab mich natürlich gefragt wie es unter den neuen Bedingungen mit Zeitreisen und Warp Drives auszieht.
    Es liegen noch keine konkreten Berechungen vor, aber meine physikalische Intuition sagt mir, dass im "Viele Welten Kontext" weder Zeitreisen, noch Überlichtschnelle Fortbewegung in der Form möglich sind, wie wir sie aus Science Fiktion Filmen und Büchern kennen.
    Begründen kann ich dies in allgemein verständlicher Form kaum, es ist noch dazu schwierig, weil ihr keinen Einblick in die neue Theorie habt.
    Ich will einfach mal kurz beschreiben was passieren würde wenn wir über irgendein exotisches Objekt aus der ART uns "scheinbar" superluminal bewegen würden.

    Scheinbar deswegen, weil wir uns lokal immer mit v<c bewegen, nur bez&#252;glich eines Beobachters in einer asymptotisch flachen Raumzeit (Erde) scheint es so, als seien wir schneller.

    Nun sobald wir bez&#252;glich eines Beobachters auf der Erde superluminal w&#228;ren, w&#252;rde etwas extrem seltsames passieren. Aus unserer Sicht w&#252;rde die uns bekannte Dynamik der Quantenmechanik au&#223;erhalb der „Warpblase“ v&#246;llig erstarren. Nicht in einem speziellen „Zeitpunkt“ sondern im statischen Zustand einer Art vierdimensionalem „Alles“.
    Ums etwas fachlicher auszudr&#252;cken, um uns herum manifestiert sich mit einem Schlag der Quantenzustand des Multiversums mit all seinen m&#246;glichen Geschichten - Stichwort (Wheeler – de Witt - Gleichung) - .
    Alle Geschichten die das Universum durchl&#228;uft w&#228;ren f&#252;r uns gleichberechtigt.
    Wenn wir aus der Warpblase ausdrehten w&#252;rden, k&#228;men wir in irgendeine beliebige Geschichte zur&#252;ck, die aber mit einer Wahrscheinlichkeit gegen 0 nicht die altbekannte ist.
    Damit w&#228;ren Warpantriebe sinnlos, weil wir nie wieder in die Ausgangswelt zur&#252;ckk&#228;men. Das selbe w&#252;rde bei Zeitreisen passieren.
    Geändert von Dilaton (27.03.2006 um 10:38 Uhr)

  7. #7
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    Ich hatte gemeint, mit Hilfe negativer Gravitation, welche Wurml&#246;cher "ausdehnen" k&#246;nnte, d.h. mit Durchmesser echt gr&#246;sser als 0, w&#228;ren Zeitreisen auch ohne "Viele Welten" und ohne "Schroedinger" m&#246;glich.

    Allerdings mit der Einschr&#228;nkung, dass alle Teilchen aufgrund eines noch nicht genau bekannten Naturgesetzes nicht das Grossvater-Paradox "bet&#228;tigen" k&#246;nnen, also nicht die Ursache Ihrer Erzeugung (in der Vergangenheit) zerst&#246;ren k&#246;nnen.

    Freundliche Gr&#252;sse, Ralf

  8. #8
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    Allerdings mit der Einschränkung, dass alle Teilchen aufgrund eines noch nicht genau bekannten Naturgesetzes nicht das Grossvater-Paradox "betätigen" können, also nicht die Ursache Ihrer Erzeugung (in der Vergangenheit) zerstören können.
    ----> konsistente Zeitschleifen

    (die gibt es aber, aufgrund der Determiniertheit, nur in der klassischen Physik )

  9. #9
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    Ich wollts nur sagen ~.~
    Ich bin gar kein Physikier oder so was in der Richtung .
    Bin nur ein 15-j&#228;hriger der gerne Antworten auf seine Fragen h&#228;tte .
    Daher verstehe ich keine Begriffe ,die ihr momentan verwendet .(einfache Antworten w&#252;rde ich mir sehr w&#252;nschen ,aber wenn es nicht einfacher zu erkl&#228;ren ist ,dann hab ich Pech =( )
    Mit dem Gro&#223;vater Paradox kenn ich mich aus .
    Einer rei&#223;t in die Vergangenheit und t&#246;tet seine Vater und l&#246;scht damit seine Existenz aus. Richtig ?
    Hab sonst wenig Ahnung davon .Dass was ich oben gepostet habe war nur so ein Gedankenblitz .
    Geändert von konny (27.03.2006 um 14:27 Uhr)

  10. #10
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    "Bin nur ein 15-j&#228;hriger der gerne Antworten auf seine Fragen h&#228;tte ."

    Mit 15 hab ich im LSD Rausch auf fetten Techno Raves &#252;ber SRT nachgedacht.

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