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Thema: Welche Okulare für Skywatcher?

  1. #11
    Registriert seit
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    Hi Benjamin,

    danke für die Antworten. Wenn keine Straßen- oder Hofbeleuchtung in Deinen Garten scheint, dürfte das ein recht guter Beobachtungsplatz sein. Kannst Du nachts die Milchstraße sehen, wenn kein Mond am Himmel steht? Das wäre ein Hinweis auf gute Beobachtungsbedingungen...

    Billige Plastikokulare sind nicht so der Bringer. Die solltest Du im Lauf der Zeit gegen bessere austauschen. Auch die Barlow-Linse dürfte ein solches Billigteil sein. Eine günstige Alternative zu Deinen beiden Billigokularen und der Barlow-Linse wäre z.B. dieses Zoomokular. Das finktioniert an Deinem Teleskop sehr gut.

    Kommst Du mit dem Aufbau der parallaktischen Montierung zurecht? Wie nordest Du ein? Mit Kompaß? Kannst Du den Polarstern anpeilen? Das Einnorden ist bei einer parallaktischen Montierung wichtig. Wenn die Rektaszensionsachse genau nach Norden ausgerichtet ist und die Polhöhe dem Breitengrad Deines Wohnorts entspricht, dann bleiben Sterne schön mittig im Okular, wenn Du an der biegsamen Welle für die Rektaszensionsachse (= Stundenachse) drehst.

    Ich würde an Deiner Stelle nicht gleich das nächstgrößere Teleskop kaufen. Lerne mit dem Teil jetzt erst mal die Orientierung am Himmel. Die Sternbilder, wo in den Sternbildern die Objekte stehen, die im Fernrohr was "hermachen".

    Du solltest mit dem Teil eigentlich die allermeisten Messier-Objekte erkennen können. Also alle Objekte, die ein M vor den Zahlen haben.

    Der Orionnebel z.B. hat die Katalogbezeichnung M43, Die Plejaden heißen M45, die Andromedagalaxie M31. Dann Kugelsternhaufen wie M13 oder M92, offene Haufen wie M36, M37 und M38 im Sternbild Fuhrmann...

    Bei den Nebeln und Galaxien wirst mit Deinem Fernrohr aber keine scharfen Strukturen wie auf Fotos sehen. Also keine Staubbänder und Spiralarme bei Galaxien, auch keine blau oder rot leuchtenden Wasserstoffgebiete. Die Farben kommen erst bei langzeitbelichteten Fotografien raus... Unser Auge ist leider nicht in der Lage, Nachts Farben zu erkennen. Die Nebel und Galaxien sind eher graue, zarte, fluffige "etwasse" im Fernrohr. Auch in den nächst größeren bleiben die grau in grau.

    Wenn Du Dich nach 1-2 Jahren etwas am Himmel auskennst, dann kannst überlegen, ob Du in was größeres investieren möchtest.

    Vorher solltest aber mal schaun, ob es in Deiner Nähe einen Astrostammtisch oder Verein gibt. Hier findest Du Sternwarten und Vereine nach Postleitzahlen aufgelistet. Mal zusammen mit anderen zum Spechteln rausgehen und auch durch deren Teleskope schauen macht Spaß!

    Wenn Du Dich dann irgendwann entschließt, was größeres zu holen, würde ich Dir dann auch einen Dobson empfehlen. Weil Du mit so einem Dobson (Newtonteleskop in einer "Rockerbox" aus Holz) sehr viel Optik (Spiegeldurchmesser zum Lichtsammeln) bekommst und das Geld nicht für eine teure Mechanik (Montierung) draufgeht. Für etwa 500 Euro könntest Du da einen 8" Dobson erwerben.

    Eine wirklich gute Alternative zum Neukauf ist übrigens der Gebrauchtmarkt. Viele Teleskopbesitzer erliegen irgendwann dem Öffnungsfieber. Die verticken dann ihre Teleskope zu 2/3 des Neupreises und kaufen sich was größeres. In den Astronomieforen gibt es "Kleinanzeigen". Bieteboards, wo Du in aller Ruhe auf so ein Schnäppchen Ausschau halten kannst... Meist sind diese Teleskope sogar schon optimiert. Also mit Velousfolie ausgekleidet für besseren Kontrast, schwergängiges Fett am Okularauszug durch besseres ersetze, oft sind auch schon bessere Okulare/Zenitspiegel dabei...

    Falls Du irgendwann später mal Fotografieren möchtest, was Du jetzt durchs Fernrohr sehen kannst, dann wirds teuer. Denn dann bräuchtest Du:

    - eine parallaktische Montierung mit Polsucherfernrohr, Elektromotoren und einer Steuerung mit Autoguidereingang (EQ-5 oder besser)
    - Stromversorgung (Bleigelakku mit mindestens 50 Ah oder 220 V Steckdose)
    - Guidingcam + 8x50 Sucher + Adapterplatte zum Anschluß der Guidingcam
    - farbreiner kurzer ED oder Aporfraktor oder gutes Teleobjektiv
    - Spiegelreflexkamera oder gekühlte CCD-Kamera oder Webcam (für Planeten)
    - Laptop zum Bedienen der Guidingkamera, der Aufnahmekamera und ein Freewareproggy um die Guidingimpulse für die Montierung zu machen

    Falls Du das alles neu kaufen mußt, kannst so als Hausnummer 3.000 Euro einplanen.

    Du mußt aber nicht komplett auf Fotos verzichten. Du kannst "Schnappschüsse" von Sonnenflecken, Mondkratern und Planeten machen. Handy ans Okular halten und abdrücken. Oder eine Kompaktknipse mit einer Digiklemme vors Okular positionieren. Das wird dann zwar nicht "Preisverdächtig", aber man erkennt, was es sein soll.

    Falls Du konkrete Fragen hast, kannst gerne damit rausrücken. Ich bin Mitarbeiterin einer Sternwarte und gebe gerne Auskunft...

    Grüße
    Sissy

  2. #12
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    Hallo,

    das mit der Milchstraße habe ich noch nicht so beobachtet.
    Mit der Montierung komm ich auch noch nicht so zurecht, ich stell die Montierung immer nur so ungefähr auf.
    Als Kompass nehm ich mein Handy und peile das Objekt laut den Koordinaten von Stellarium an.

    Das Zoomokkular hört sich gut an.
    Ich besitze schon eine Spiegelreflexkamera (Canon EOS 600D), könnt ich mit der dann fotografieren?
    Was würde ich dazu benötigen?

    Danke

    Gruß Benjamin

  3. #13
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    Hi Benjamin,

    ok, da Dir noch Übung mit dem Teleskop und seiner Bedienung sowie eigene Beobachtungserfahrung fehlt, solltest im Moment noch net an Fotografie mit dem Teleskop denken. Versuch mal Kontakt zu Sternfreunden in Deiner Nähe aufzunehmen. Geh mit denen raus zum Beobachten. Und laß Dir mal das richtige Einnorden zeigen. In der Praxis lernst das viel schneller als wenn ich mir hier die Finger wund schreib...

    Du kannst aber Deine Canon nehmen und mit Weitwinkelobjektiven (Stellung 18 beim 18/55 er Kitopbjektiv), Blende 4,5 und 1600 ASA 30 Sekunden mit Unendlichstellung den Himmel fotografieren. Dazu sollte die Kamera auf einem Fotostativ sitzen und du stellst sie auf Selbstauslöser. Oder Du nimmst einen Drahtauslöser. Jedenfalls net mit dem Finger auslösen, dann wird das Bild nämlich verwackelt.

    Stell die Kamera auf dem Stativ so ein, daß Du unten am Bildrand noch "Gegend" hast und oben drüber viel Himmel...

    Dann guck Dir hinterher das Bild auf dem Rechner an. "Mein Gott, es ist voller Sterne"...

    Viel Spaß beim Experimentieren mit Kamera, Drahtauslöser und Stativ...

    Grüße
    Sissy

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