Anzeige
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 23

Thema: Wielange halten "Schaltkreise" bei einem interstellaren Flug

  1. #1
    Registriert seit
    28.07.2005
    Beiträge
    189

    Standard Wielange halten "Schaltkreise" bei einem interstellaren Flug

    Anzeige
    Hallo Leute,

    mir geht gerade ein Gedanke duch den Kopf und ich möchte dazu gerne Eure Meinung hören!


    Nur mal angenommen wir hätten alle Ressourcen zur Verfügung und würden einen "Nicht-mit-Lebewesen-besetzten" interstellaren Flug planen/durchführen.

    Weiterhin nehmen wir an, dass der interstellare Flug (anderer Stern/andere Galaxy) ca. 1000 Jahre dauern würde.

    Könnten wir heute überhaupt gewährleisten, dass die Technik (Computer, Chips, Schaltkreise etc.) für solch eine lange Reise - auch noch nach 1000 Jahren funktionieren würde.

    Nur mal angenommne wir programmieren das "Mutterschiff" darauf, dass es in z.B. 1000 Jahren bei Sternsystem X - Planet y - eine Landekapsel abwirft welche dort auf einem Planeten/Mond etc. landen soll.

    Könnten wir dies mit unseren heutigen Mitteln überhaupt realisieren? Würden die jeweiligen Schaltkreise auch nach 1000 Jahren gewähleisten, dass ein Roboter/Computer irgndwo landen könnte (Daten verarbeiten etc.)

    Ich könnte mir vorstellen, dass es - alleine durch den "Zeitverfall" der Hardware - nicht mehr möglich wäre irgend ein Programm zu starten um z.B. den Landeprozess einzuleiten.

    Könnte man einen Computer/Roboter/Schaltkreis für eine Zeit von 1000 Jahren funktionstüchtig halten??????


    Ich würde mich sehr über Eure Meinung freuen.

    Viele Grüße Matthias

  2. #2
    Registriert seit
    25.06.2005
    Beiträge
    3.223

    Standard

    Deshalb wurden beim Projekt "Daedalus" Wartungsroboter vorgesehen! Ob Wartung allerdings reicht, ist eine weitere Frage.

    Grüsse galileo2609

  3. #3
    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    6.507

    Standard

    Hat nicht vor drei vier Jahren die NASA versucht alte 8086 Prozessoren aufzutreiben? Die Begründung war, soweit ich mich erinnere: Diese alten Chips sind mit ihren größeren Strukturen unempfindlicher gegen Ionisationsschäden durch Strahlung.

    Grüße MAC

  4. #4
    Registriert seit
    25.06.2005
    Beiträge
    3.223

    Standard

    Ja, das war 2002. Aber die Begründung war etwas einfacher. Die Umrüstung der Shuttle-Systeme war damals noch am Anfang.

    http://www.sisol.de/brennpunkt/artik...DA9F8F36.sisol
    http://www.wdr.de/themen/computer/sc...style=computer

    Grüsse galileo2609

  5. #5
    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    6.507

    Standard

    Stimmt, ich weis noch wie wir uns die Bäuche vor Lachen halten mußten. (aber nur im ersten Moment).

    Meine Begründung war aber in dieser Zeit auch wegen irgendwelcher Bauteile aufgetaucht. (vielleicht nur bei unserer internen Strahlenfolgendiskussion?)

    Grüsse MAC
    Geändert von mac (20.03.2006 um 02:34 Uhr)

  6. #6
    Alex ist offline E-Mail Adresse noch nicht bestätigt
    Registriert seit
    31.10.2005
    Beiträge
    35

    Standard

    Es ist wirklich so, dass die Raumfahrt oft nicht die neuste Technik verwendet.
    Die Strahlung würde die empfindlichen Gerätschaften zerstören. Es ist wie beim Menschen, wo die hochenergetische Strahlung Krebsauslösen kann. Mir hat man gesagt, dass so ein alter 486 prozesser z.B. sehr lange hält, aber son neuer Pentium 4 mit x million kleiner Transistoren vielleicht nen Monat, den man auf der Reise zum Mars schon nicht mehr austauschen könnte.
    Zudem werden die sachen meist auch so gebaut, weil sie sehr sehr sehr zuverlässig sein müssen, weil man eben nichts austauschen kann. Je komplizierter eine Konstruktion, umso mehr Fehlerquellen entstehen.
    Das ist auch der Grund, wieso auf dem Mars kein Kettenfahrzeug fährt.

  7. #7
    Registriert seit
    08.06.2008
    Beiträge
    416

    Standard

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Technisch möglich schon. Finanziell machbar und wünschenswert, wohl eher nicht...
    Ich denke dass das heute noch lange nicht funktioniert. Vor Allem, weil es keine Batterie gibt, die 1000 Jahre hält. Wenn die Sonde am Ziel ist, muss irgendwas sie aktivieren, zB. eine Uhr, ein Lichtsensor etc.

    Wenn man es anders manchen und die Sonde per Fernsteuerung von der Erde aus zu aktivieren will, braucht man ein sehr empfindliches Gerät. Ein Strompuls aus der Empfangsantenne muss eine äußerst primitive Batterie aktivieren. (sie darf sich schließlich während der Fahrt nicht selbst entladen)
    Das Signal von der Erde müsste nach vielen Lichtjahren noch stärker sein, als alles, was die Sonde an Streustrahlung im Weltraum erfährt.
    Am Ende muss die Sonde so viel Energie sammeln, dass sie ein sehr starkes Signal zur Erde zurückschicken kann.
    Das scheint mir alles zu schwierig für heutige Technik.

  8. #8
    Registriert seit
    07.08.2009
    Ort
    Neubrandenburg, Deutschland
    Beiträge
    2.061

    Standard

    Das Aktivierungssignal vond er Erde muss nicht sein, kommt sie bei der gewünschten Position an, so wartet da hoffentlich ein Stern auf sie und strahlt sie munter an. Warum also nicht einfach ein paar faltbare Solarpanele dranne, während der Reise zusammengeklappt damit sie nicht zu sehr durchlöchert werden, und ein kleiner Teil guckt raus und leistet dann die "Erstversorgung". Sobalt sie genug strom liefern, ebend weil man sich dem Stern nähert klappen sie sich von selbst aus, das wiederrum weckt die ganze elektronik aus dem tiefschlaf und der Reinitialisierungsprozess beginnt. Um die reise zu überstehn müsst man sich natürlich was ausdenken.
    1. Man brauch ein Minimalsystem, das ständig mit stromversorgt wird und Kurskorrekturen vornimmt (wegen größeren Hindernissen)
    2. Brauch man eine Panzerung gegen kleinere Hindernisse, vielleicht ein Eisschild, das spart gewicht und Entwicklungskosten. Kann man am Ende der Reise Absprengen, vllt sogar zum abbremsen benutzen.
    3. Muss die Elektronik natürlich strahlensicher sein, vorallem gegen die kosmische Strahlung natürlich; Solare sollte keine Rolle spielen
    4. Brauch man eine Möglichkeit gesammelte Daten dann auch noch zu Übertragen
    5. Logischerweise brauch man einen Antrieb, der muss an sich aber nur 1mal stark beschleunigen, einmal stark abbremsen und zwischendrinn ein bisschen ausweichen.

    und erst dann kann die eigentliche Nutzlast kommen, also die datensammelnde Technik.
    Da kommt so einiges an Gewicht zusammen.
    Alle Komponenten müssen entweder selbstreparierend, extrem robust oder redundant vorhanden sein.

  9. #9
    Registriert seit
    08.06.2008
    Beiträge
    416

    Standard

    Zitat Zitat von Kibo Beitrag anzeigen
    .
    1. Man brauch ein Minimalsystem, das ständig mit stromversorgt wird und Kurskorrekturen vornimmt (wegen größeren Hindernissen)
    2. Brauch man eine Panzerung gegen kleinere Hindernisse, vielleicht ein Eisschild, das spart gewicht und Entwicklungskosten. Kann man am Ende der Reise Absprengen, vllt sogar zum abbremsen benutzen.
    3. Muss die Elektronik natürlich strahlensicher sein, vorallem gegen die kosmische Strahlung natürlich; Solare sollte keine Rolle spielen
    4. Brauch man eine Möglichkeit gesammelte Daten dann auch noch zu Übertragen
    5. Logischerweise brauch man einen Antrieb, der muss an sich aber nur 1mal stark beschleunigen, einmal stark abbremsen und zwischendrinn ein bisschen ausweichen.
    1. Die Wahrscheinlichkeit, dass man auf ein größeres Hindernis trifft, ist gering. Trotzdem gibt es heute keine Technik, die auch nur eine Digitaluhr 1000 Jahre laufen lassen könnte.
    2. Die Dichte von interstellaren Sandkörnchen ist mir nicht bekannt. Allzu hoch wird sie nicht sein. Für ein extrem dünnes Wasserstoffgas kann man sich den Panzer sparen. Der ist ohnehin zu schwer.
    3. Ich denke, ein Gerät von der Größe einer handelsüblichen Digitalkamera kann ein gutes Bild aller Planeten vor Ort herstellen. Man muss wohl vorher festlegen, was man eigentlich sucht.
    4. So viel Strom wie möglich sammeln und alle Daten auf einer günstigen Frequenz heimwärts funken.
    5. Wer bremst, hat Angst. Die Sonde kann einige Stunden Daten aufnehmen und danach sonstwohin fliegen. Das spart viel Masse.

  10. #10
    Registriert seit
    30.05.2009
    Ort
    Stanley, HK Island
    Beiträge
    101

    Standard

    Anzeige
    Zitat Zitat von Kibo Beitrag anzeigen
    3. Muss die Elektronik natürlich strahlensicher sein, vorallem gegen die kosmische Strahlung natürlich; Solare sollte keine Rolle spielen
    Strahlung ist nicht das alleinige Problem elektronische Bauteile altern, selbst dann wenn sie gar nicht benutzt werden (wenn auch langsamer), z.B. verändert sich die Ohmzahl von Widerständen im Laufe Jahrzehnten mitunter beträchtlich. Das wird bei der Dimensionierung von elektronischen Schaltungen auch berücksichtigt (zumindest wenn eine gewisse Lebenserwartung beabsichtigt ist). Aber hochkomplexe Elektronik die hundert oder gar 1000 Jahre hält, das liegt momentan weit jenseits unseres Erfahrungsschatzes.
    Für solch eine lange Lebensdauer, müsste man elektronische Bauteile entwickeln bei denen die chemischen Alterungsprozesse wesentlich langsamer ablaufen.
    Geändert von Enas Yorl (17.09.2009 um 00:20 Uhr)

Ähnliche Themen

  1. Mars Express: Flug über die Tharsis-Hochebene
    Von astronews.com Redaktion im Forum Mission Mars
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 06.02.2006, 14:23

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
astronews.com 
Nachrichten Forschung | Raumfahrt | Sonnensystem | Teleskope | Amateurastronomie
Übersicht | Alle Schlagzeilen des Monats | Missionen | Archiv
Weitere Angebote Frag astronews.com | Forum | Bild des Tages | Newsletter
Kalender Sternenhimmel | Startrampe | Fernsehsendungen | Veranstaltungen
Nachschlagen AstroGlossar | AstroLinks
Info RSS-Feeds | Soziale Netzwerke | Flattr & freiwilliges Bezahlen | Werbung | Kontakt | Suche
Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung
Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2013. Alle Rechte vorbehalten.  W3C