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Thema: FUKUSHIMA wie gehts weiter ?

  1. #321
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    Zitat Zitat von Nathan5111 Beitrag anzeigen
    Und zur Not könnte man ja auch in Erwägung ziehen, einige Grenzwerte anzupassen.
    Hallo Nathan,

    stimmt, das hat auch den grossen Vorteil, dass man das Argument der gesetzlichen Bestimmung stillschweigend ausser Kraft setzen und somit wieder willkürlichen Argumenten eine Plattform bieten kann.

    Dies ist besonders nützlich in Foren, in denen sich nicht primär Spezialisten vom Strahlenschutz aktiv beteiligen, und eine willkommene Arbeitsbeschaffung für diejenigen, die naturwissenschaftlich zu argumentieren versuchen und die die vorhandenen Publikationen zu diesem Thema nicht mal eben mit links aus dem Ärmel schütteln können, wie das bei astronomischen Fragestellungen in einem Astronomieforum ja doch in der Regel der Fall ist.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  2. #322
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    @hardy: Danke für diesen ausgezeichneten Link!

    @Nathan: Grenzwerte werden doch vor allem (wie schon von Mac erwähnt) nach unten korrigiert. Und das oft ohne jegliche wissenschaftliche Begründung. Vermutlich darf man irgendwann keine Bananen und Pecan-Nüsse mehr essen... zu radioaktiv!
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  3. #323
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    Guten Abend liebe Damen und Herren,

    heute gibt es neue Informationen rund um die TEPCIO-Tanks in Fukushima.
    Die Dinger sind jetzt schon undicht und beim nächsten Erdbeben fallen die wohl auseinander.
    Die angeblichen "Lecks" deuten wohl eher darauf hin, dass hier absichtlich radioaktives Wasser abgelassen wird. Die Wassermengen sind wohl zu groß und es nimmt kein Ende.

    Beitrag:
    http://www.zeit.de/wissen/umwelt/201...nenpaket-tepco

    Gruß
    SK

  4. #324
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    Hallo hardy,

    Vielen Dank für den informativen Link! Einige Aussagen darin erscheinen mir etwas undeutlich. Insbesondere was die Belastung mit Cäsium und Strontium betrifft, muss ich noch mal nachfragen. Vielleicht weißt Du ja dazu etwas Genaueres.

    Im Februar 2014 wurde erstmals Cäsium-134 im Meerwasser vor der kanadischen Pazifikküste in einer Konzentration von 0,0009 Bq/l nachgewiesen. Unter anderem wegen der kurzen Halbwertszeit von rund zwei Jahren wird davon ausgegangen, dass dieses Cäsium in der Frühphase des Unfalls aus der Anlage in Fukushima freigesetzt und mit einer großen Pazifikströmung transportiert wurde. Verschiedenen Studien zufolge wird erwartet, dass an der US-amerikanischen Westküste infolge der unfallbedingten Freisetzungen für Cäsium Aktivitätskonzentrationen bis zu etwa 0,003 Bq/l auftreten werden (der US-Grenzwert für Trinkwasser liegt bei 7,4 Bq/l)
    Im letzten Satz des Zitats wird von einer erwarteten Belastung durch Cäsium gesprochen. Bezieht sich das auf Cäsium-134 allein oder geht dabei das Cäsium-137 mit in die Berechnungen ein?

    So wurden beispielsweise im Dezember 2013 Werte von bis zu 244.000 Bq/kg an radioaktivem Cäsium in einem Blaumäulchen nachgewiesen.
    Auch hier ist meine Frage, welches Isotop denn hier gemeint ist.

    Strontium-Messergebnisse von Proben, die in diesem Bereich des Anlagengeländes zwischen Juli und Dezember 2013 genommen wurden, hatte TEPCO zunächst nicht veröffentlicht. Zur Begründung führte TEPCO an, dass einige der Ergebnisse für den Betastrahler Strontium eine Aktivitätskonzentration aufwiesen, die oberhalb der Gesamtaktivität aller in den betreffenden Proben erfassten Betastrahler lagen ...
    Wie kann ich das verstehen? Die Messergebnisse für Strontium waren höher als sich aus der gemessenen Gesamt-Beta-Strahlung ergibt? Oder wurde die Gesamt-Beta-Strahlung nur kalkuliert und die gemessenen Strontium-Werte passten nicht ins Modell? Hier steh ich im Moment vor einem Verständnisproblem. Das macht es für mich schwierig, den nachfolgenden Satz richtig einzuordnen:

    Die im Februar 2014 veröffentlichten Ergebnisse zeigten daraufhin Strontium-90-Konzentrationen von bis zu 5,0 Mio. Bq/l, was deutlich über den bis dahin angenommenen Werten liegt.
    Hatte man sich verschätzt? Offensichtlich schon, aber wobei hatte man sich verschätzt? Bei der Strontiummenge? Bei der Gesamtstrahlungsmenge?

    In diesem Kontext fällt mir auf, dass die Kontamination des Meerwassers auf Cäsium beschränkt bleibt:

    Im Hinblick auf die insgesamt in den Pazifik gelangende Menge an radioaktiven Stoffen ist zu berücksichtigen, dass vor allem Cäsium auch über Flüsse eingetragen wird.
    Wie stark ist Strontium an der Kontamination beteiligt? Lässt sich der Strontiumanteil aus dem gemessenen Cäsiumanteil ableiten? Wen ich diese Angabe ins Kalkül ziehe:

    Im Februar 2014 wurden an einer Messstelle etwa 50 Meter von der Pazifikküste entfernt die bis dahin höchsten Cäsium-Konzentrationen im Grundwasser des Anlagengeländes nachgewiesen (37.000 Bq/l Cäsium-134 und 93.000 Bq/l Cäsium-137).
    würde sich ein Verhältnis von etwa 130.000 zu 5.000.000 Bq/l zugunsten von Strontium ergeben bzw. ein Verhältnis von 1 zu 38,5. Die gemessenen Cäsium-Werte für Meerwasser und Meerestiere müssten dann noch einmal mit dem 38,5fachen Wert addiert werden, um die Gesamtbelastung mit Cäsium und Strontium zu ermitteln. Meine Frage ist nun, ob so eine Rechnung stimmig ist, oder ob man da auch noch andere Faktoren berücksichtigen muss.

    Vielleicht kannst Du mir da ja weiterhelfen.

    Viele Grüße!

  5. #325
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    Standard Frauen können's doch auch!

    Grüzi Gott,

    heute möchte ich zwei spezielle Landsgruppen besonders freundlich begrüßen.

    Einerseits kann mann an folgendem Artikel erkennen, dass Frauen sowohl neben Kindererziehung, Küche auch hochgeistige Arbeiten erledigen können. Hier ein Interview von Dagmar Fröhlich
    http://www.deutschlandfunk.de/der-pr...icle_id=279458

    Ich möchte hier nochmal darauf hinweisen, dass ich ein Frauenfan bin und gegenteilige Aussagen dem Ursprung der Wahrheit in keinster Weise Genugtuung tragen. Als Beweismittel möchte ich eine Jugendvideo von mir vorhalten: http://www.youtube.com/watch?v=bZh3Nj7HuEo

    Als zweite Spezies in der heutigen Sonntagsrede möchte ich den Klassenbesten, unserer bayrischen Brüder und Schwestern begrüßen und würdigen. Wir ihr ja alles wisst ist die CSU der Erfinder des grünen Stroms und der ENERGIEWENDE. Lesen Sie dafür hier:
    http://www.csu.de/aktuell/meldungen/...-energiewende/

    Wir können uns alle noch gut erinnern, als der Joshka F. und die Claudia R. durch Wackersheim wanderten und "Atomkraft, Nein Danke!" brüllten. Auch der Horst S. war damals dabei, arm in Arm mit den grünen Schmuddel-Jungs und -Schwestern. Der hinterlistige Horst summte aber "Atomkraft, ein Danke!" dazu und wollte sich einfach nur für die vielen Atomkraftwerke in Bayern bedanken.

    Na dann, ich muss mal etwas für meine Gesundheit tun, dieses Forum strengt doch sehr an
    Gruß
    SK

  6. #326
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    Standard

    Hi,

    dieser Artikel gefällt mir recht gut. Er informiert ohne Sensationsgeheische und so wie ich ihn verstanden habe auch sehr aktuell...

    CS
    Sissy

  7. #327
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    @Sissy: Danke! Ein neutraler, objektiver Artikel - genau was diese Diskussion braucht.
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  8. #328
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    Hallo Mahananda,

    mit deinen detaillierten Fragen bringst du mich etwas in Verlegenheit.
    Wenn in Meldungen von Cäsium die Rede ist, dann weiss man oft nicht, welche Isotope gemeint sind ... auch ich nicht!

    Gemäss WHO ist aber der Standard für Cäsium im Trinkwasser < 10 Bq/L, egal ob es sich um Cs-134 oder Cs-137 handelt.
    Das Verhältnis von Cs-134 zu Cs-137 im bestrahlten Kernbrennstoff hängt von dessen Abbrand ab.
    Im Falle von Fukushima wird davon ausgegangen, dass die freigesetzte Cäsium-Aktivität sich zu gleichen Teilen auf Cs-134 und Cs-137 verteilt.

    Was nun das Strontium-90 betrifft, so muss ich feststellen, dass dazu bisher sehr wenig Messwerte vorliegen.

    Zur Gesamt-Beta-Strahlung:
    Diese beinhaltet auch den Beitrag des natürlich vorkommenden radioaktiven Isotops Kalium-40.
    Nach meinen Berechnungen trägt dieses Isotop mit ca. 12 Bq/l zur Aktivitätskonzentration bei.

    Gruss
    hardy
    Geändert von hardy (10.03.2014 um 19:27 Uhr)

  9. #329
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    Hallo hardy,

    Danke für die Informationen.

    Im Falle von Fukushima wird davon ausgegangen, dass die freigesetzte Cäsium-Aktivität sich zu gleichen Teilen auf Cs-134 und Cs-137 verteilt.
    Gut. Ich vermute, dass das - mangels detaillierter Untersuchungen - ein reiner Schätzwert ist, was ja auch praktikabel erscheint.

    Was nun das Strontium-90 betrifft, so muss ich feststellen, dass dazu bisher sehr wenig Messwerte vorliegen.
    Schade. Falls meine Überlegung zutreffend sein sollte, müsste sich - entsprechend der Wasseranalysen - ein Verhältnis von 1 zu 38,5 ergeben, was natürlich sehr viel ist, wenn ich das mit Tschernobyl vergleiche, wo das Verhältnis etwa 4 zu 1 zugunsten von Cäsium-137 betrug. Das kann aber am unterschiedlichen Inventar der Reaktoren liegen.

    Nach meinen Berechnungen trägt dieses Isotop mit ca. 12 Bq/l zur Aktivitätskonzentration bei.
    Na gut, bei bis zu 5 Millionen Bq/l fällt das so gut wie gar nicht ins Gewicht.

    Erfreulich ist, wie u.a. aus Sissy´s Link hervorgeht, dass die Verdünnung im Ozean so effizient ist, dass nur noch geringfügige Bruchteile des natürlichen Strahlungshintergrunds über den Fukushima-Fallout sowie den Grundwassereintrag verursacht werden. Das lässt hoffen, dass die Havariefolgen über längere Sicht auch am Unfallort eingrenzbar und bewältigbar sind.

    Viele Grüße!

  10. #330
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    Zitat Zitat von Mahananda Beitrag anzeigen

    Na gut, bei bis zu 5 Millionen Bq/l fällt das so gut wie gar nicht ins Gewicht.
    Mal abgesehen von den 5 Millionen Bq/l, die überhaupt nicht verifiziert sind:

    An der Messstelle T-2-1, die 2 km vom KKW Daiichi entfernt ist, ergaben sich am 16.12.2013 folgende Werte:

    Cs-137: 1.8 Bq/L
    Total beta: 13 Bq/L
    Sr-90: 0.16 Bq/L

    Klar ist doch wohl, dass ein Beitrag von K-40 (12 Bq/L) zu Total beta signifikant ist.

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