Anzeige
Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 35

Thema: Kepler: Planetensystem mit 7 Planeten um KIC 11442793 = KOI 351

  1. #21
    Registriert seit
    15.09.2011
    Ort
    Wien
    Beiträge
    251

    Standard

    Anzeige
    Ist eigentlich bekannt, wie sich diese engen Bahnen der Planeten auf die Aktivität ihrer Sonne auswirken ?
    Stichwort Flares .
    Es gab da eine Theorie welche einen Zusammenhang zwischen Sonnenaktivitäten und Gravitationswirkung der Planeten herstellte.

    Gruß
    MT

  2. #22
    Registriert seit
    29.10.2013
    Ort
    Oberhessen
    Beiträge
    411

    Standard

    Noch mal @ Toni
    Die Sonne gibt noch immer Drehimpuls ab. Die Erde bspw. entfernt sich pro Jahr um 15cm von der Sonne, was 150.000km pro MrdJahre entspricht. Umgekehrt würde die Sonne sich um Millisekunden pro Jahrhundert langsamer drehen, was aber nicht messbar ist.

    http://www.weltderphysik.de/gebiet/a...onne-entfernt/

  3. #23
    Registriert seit
    22.08.2006
    Ort
    Dessau
    Beiträge
    1.384

    Standard

    Hallo Riker,

    vielen Dank für Deine Rechnung.
    Allerdings bereitet mir ein Satz ein bisschen Kopfzerbrechen:
    Die Venus würde beim angegebenen Abstand so wirken, wie ein Körper von 1469 km Durchmmesser im Mondabstand
    Ich weiß , dass die Venus etwas mehr als die anderthalbfache Dichte des Mondes besitzt. Daraus leitest Du die Größe eines "Körpers in Mondabstand" ab. So, wie ich das jetzt aber überblicke, spielt doch die Größe (der Durchmesser) eines planetaren Begleit-Körpers erst mal gar keine Rolle? Auf die Masse und den Abstand kommt es doch an?
    Und dann würde mich auch noch interessieren:
    Wenn die Erde also eine Hill-Sphäre mit einem Radius von 1,5 Mill. km besitzt (lt. Wiki), ein Venus-artiger Begleiter dann ja wohl so in etwa auch, würden sich die beiden Hill-Sphären nicht addieren??
    Laut Wiki sind bei progradem Umlauf Bahnen bis 50% des Hill-Radius' stabil, bei retrogradem Umlauf bis 70%. - Trifft dies auch für in etwa gleichschwere Körper (also Doppelplanetensysteme) zu? - Dann könnte ein Venus-artiger Körper die Erde z.B. in 1,3-1,4 Mill. km in einer stabilen Bahn umrunden bzw. sich beide Körper um ein gemeinsames Schwerezentrum "tanzend" bewegen. - Sehe ich das so in etwa richtig?

    Und gut, dass Du die Sache mit "Theia" ansprichst! ^^ Diesen Punkt hatte ich vorhin in meinem Beitrag leider vergessen zu erwähnen.

    Im Walzer-Schritt die Planeten tanzen lassende Grüße von Toni ^^
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  4. #24
    Registriert seit
    22.08.2006
    Ort
    Dessau
    Beiträge
    1.384

    Standard

    Zitat Zitat von Major Tom Beitrag anzeigen
    Es gab da eine Theorie welche einen Zusammenhang zwischen Sonnenaktivitäten und Gravitationswirkung der Planeten herstellte.
    Hallo Tom,

    ich hatte vor etlichen Jahren (ganz am Anfang dieses Forums, im Jahr 2006) schon einmal die Vermutung geäußert, dass womöglich ein kausaler Zusammenhang zwischen der 11,5-jährigen Umlaufdauer des Jupiters und der durchschnittlichen Wiederkehr des Sonnenfleckenmaximums (ebenfalls knapp alle 11,5 Jahre) bestehen könnte! - Aber das wurde damals leider von allen Seiten nur belächelnd und als nicht zutreffend abgelehnt.
    Leider finde ich den Thread heute nicht mehr, denn ich weiß beim besten Willen nicht mehr, in welchem Zusammenhang ich diese Vermutung äußerte.

    Umlaufende Grüße von Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  5. #25
    Registriert seit
    29.10.2013
    Ort
    Oberhessen
    Beiträge
    411

    Standard

    Hallo Toni,
    bei dem von Dir zitierten Satz meinte ich die optische Erscheinung der Venus.
    Ob man die Hill-Sphären einfach addieren kann,vermag ich nicht zu beantworten, aber die beiden Körper beeinflussen sich sicher.
    Zum Doppelplanetensystem: So etwas gibt es im Sonnensystem. Nämlich Pluto-Charon. Diese umrunden ein gemeinsames Massezentrum außerhalb Plutos. Ihre Rotation ist gegenseitig gebunden. Pluto und Charon zeigen sich also immer gegenseitig die gleichen Seiten. Beim Gedankenexperiment mit Erde und Venus wäre das auch der Fall.
    Beim Paar Erde-Mond liegt das gemeinsam Massezentrum afair ca 1500km unter der Erdoberfläche, 81,5 mal näher am Erdmittelpunkt als am Mondmittelpunkt.

    Die Venus dürfte in ihrem realen Orbit ein Hill-Sphäre von ~1 miokm haben. Die Größe der Sphäre hängt vom Abstand Sonne-Planet und den Massen der Objekte ab. Der Mond hat übrigens eine Hill-Sphäre von immerhin 9,2 Erdradien (Rekord für einen Mond im Sonnensystem), der Jupiter hat eine Sphäre von 0,35 AU (sic!). Von der Erde aus betrachtet könnte ein Jupitermond 12 Vollmondbreiten von Jupiter sein (der äußerste galilieische Mond hat einen Abstand von Afair ~ 16 Miokm).
    Geändert von SFF-TWRiker (31.10.2013 um 22:23 Uhr)

  6. #26
    Registriert seit
    15.09.2011
    Ort
    Wien
    Beiträge
    251

    Standard

    Hallo Toni,

    Hatten das Thema auch vor einem Jahr einmal in einem anderen Thread.
    Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat die Zyklen der Sonnenmagnetfelder aus Eisbohrkernen und fossilen Hölzern rekonstruiert, mit der Konstellation der Planeten verglichen und
    signifikante Übereinstimmungen gefunden: http://www.aanda.org/index.php?optio...997&Itemid=129

    Servus
    MT
    Geändert von Major Tom (31.10.2013 um 22:25 Uhr)

  7. #27
    Registriert seit
    06.07.2006
    Ort
    Mintraching
    Beiträge
    2.599

    Standard

    Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat die Analyse der Gruppe von Wissenschaftlern, die Zyklen der Sonnenmagnetfelder aus Eisbohrkernen und fossilen Hölzern rekonstruiert, mit der Konstellation der Planeten verglichen und signifikante Übereinstimmungen gefunden hatte, analysiert und keine signifikanten Übereinstimmungen gefunden:
    http://www.aanda.org/articles/aa/abs...a21713-13.html
    Geändert von Ich (01.11.2013 um 09:42 Uhr)

  8. #28
    Registriert seit
    22.08.2006
    Ort
    Dessau
    Beiträge
    1.384

    Standard

    Es scheint hier ja signifikante Uneinigkeit über etwaige Übereinstimmungen der Zyklen der Sonnenmagnetfelder mit der Konstellation der Planeten unter den verschiedenen Gruppen von Wissenschaftlern zu geben? ^^
    Da frage ich mich doch: Wie wollen erst wir dann bei diesem Thema Einigkeit und Konsenz untereinander finden??
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  9. #29
    Registriert seit
    06.07.2006
    Ort
    Mintraching
    Beiträge
    2.599

    Standard

    Ist schwierig, ich kann dir ja mal sagen, wie ich das mache:
    Planeten sollen das Magnetfeld der Sonne beeinflussen, das ist ein "extraordinary claim", wie die Leute auch selber sagen. Die Leute sind unter anderem ein Geophysiker und ein Aquatiker (was immer das ist) und ein paar Leute von B-Instituten - wenn ich das so sagen darf. Nicht unbedingt Fachleute.
    Ihr Paper ist aber vernünftig geschrieben, das sind keine Cranks, sondern einfach tendenziell etwas fachfremd. Ich hab' das Paper nicht gelesen, weil mich das Thema nicht interessiert.
    Dann gibt's auf derselben Seite die Widerlegung des Papers von zwei Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung. Fachleute also. Damit ist die Sache eigentlich schon gegessen, "extraordinary evidence" liegt offensichtlich nicht vor. Wobei mir hier eigentlich schon gereicht hätte, dass irgendwer widerspricht, weil eben die Beweislast so groß ist. Wenn's Fachleute sind, ist das Thema vorbei. Diese Beurteilung kann auch ein Laie mit Erfahrung.

    Dann habe ich auch noch reingeschaut in die Widerlegung. Das kann jetzt ein Laie nicht, aber ich kann sehr wohl schon beim Überfliegen nachvollziehen, dass da was dran ist: Irgendwelche quasiperiodischen Bewegungen im Fourierraum auf Ähnlichkeiten mit anderen quasiperiodischen Bewegungen zu untersuchen ist pervers. Du kannst einfach nicht mit gesundem Menschenverstand einschätzen, wie signifikant die Übereinstimmungen sind. Du kannst da immer reinlesen, was du willst, und dich selbst betrügen. Du musst das extrem sorgfältig machen, und da glaube ich den Fachleuten sofort, dass die Aquatiker das einfach nicht draufhaben. Selbst bei ausgewiesenen Koryphäen würde ich eine solche Beweisführung nicht glauben. Beispiel: Penrose mit seinen Ringen im CMB. Das war ziemlich derselbe Fall mit Mustersuchen im Quasirauschen. Sowas können Menschen einfach nicht, sie werden immer Muster finden, egal, ob eins da ist. Da muss man diszipliniert und mit viel Erfahrung rangehen. Das wissen die Leute vom Max Planck Institut, aber nicht die Geowissenschaftler und Aquatiker - absolut nachvollziehbar, was da passiert ist.

  10. #30
    Registriert seit
    22.08.2006
    Ort
    Dessau
    Beiträge
    1.384

    Standard

    Anzeige
    Hmmm ... klingt plausibel, Ich.
    Und ein "Aquatiker" müsste, wenn ich nicht gänzlich falsch liege, ein "Wasserkundler" sein? Also vermutlich derjenige, der das Eis und seine Inhaltsstoffe aus den Eisbohrkernen untersuchte?
    Ich denke ja auch nicht, dass die Magnetfelder der Planeten, allen voran das des Jupiters, etwaige Auswirkungungen auf die Magnetfelder der Sonne haben könnten. Und der Jupiter und sein Magnetfeld dürfte trotz der viel größeren Entfernung als die Magnetfelder der Erde oder des Merkur noch den größten Einfluss auf die Sonne ausüben - falls das überhaupt Auswirkungen haben sollte!

    Mir drängte sich auch bei meiner Vermutung aus dem Jahre 2006 eher der Verdacht auf, dass der Jupiter mit seiner Schwerkraft, mit der er alle 11,5 Jahre bei seinem Perihel-Durchgang besonders kräftig an der Sonne zieht, die Sonne und ihre inneren Globulen stärker als in seinem Aphel beeinflusst und so stärkere Sonnenaktivitäten verursacht? Und wenn Jupiter sein Aphel durchläuft, dann sind die gravitativen Einflüsse am geringsten und die Sonne hat dann ihre Phase eines Sonnenflecken-Minimums. - Das war meine Idee dazu. Jetzt müsste man nur mal prüfen, ob die Jahre von Sonnenflecken-Maxima mit den Durchgängen des Jupiter durch seinen sonnennächsten Punkt überhaupt korrelieren und ob sich daraus ein Zusammenhang ablesen lässt?

    Dies alles würde zumindest auch die Theorie von "Bynaus" stützen, in welcher er einen möglichen Zusammenhang zwischen Hotjupiters mit den Superflares dieser Sterne vermutet und warum Sterne wie unsere Sonne, die keine Hotjupiters besitzen, eben keine Superflares ausstoßen.

    Sonnengefleckte Grüße von Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

Ähnliche Themen

  1. Kepler-56: Ein gekipptes extrasolares Planetensystem
    Von astronews.com Redaktion im Forum Extrasolare Planeten
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 22.10.2013, 13:50
  2. Kepler: Bislang kleinste Planeten in habitabler Zone
    Von astronews.com Redaktion im Forum Extrasolare Planeten
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 19.04.2013, 14:20
  3. Extrasolare Planeten: Astronomen entdecken uraltes Planetensystem
    Von astronews.com Redaktion im Forum Extrasolare Planeten
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 27.03.2012, 21:10
  4. Kepler: 26 neue Planeten in elf Systemen
    Von astronews.com Redaktion im Forum Extrasolare Planeten
    Antworten: 37
    Letzter Beitrag: 31.01.2012, 14:02
  5. Kepler: Sechs Planeten um eine Sonne
    Von astronews.com Redaktion im Forum Extrasolare Planeten
    Antworten: 47
    Letzter Beitrag: 15.02.2011, 10:23

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
astronews.com 
Nachrichten Forschung | Raumfahrt | Sonnensystem | Teleskope | Amateurastronomie
Übersicht | Alle Schlagzeilen des Monats | Missionen | Archiv
Weitere Angebote Frag astronews.com | Forum | Bild des Tages | Newsletter
Kalender Sternenhimmel | Startrampe | Fernsehsendungen | Veranstaltungen
Nachschlagen AstroGlossar | AstroLinks
Info RSS-Feeds | Soziale Netzwerke | Flattr & freiwilliges Bezahlen | Werbung | Kontakt | Suche
Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung
Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2013. Alle Rechte vorbehalten.  W3C