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Thema: Eigentliche Herausforderungen und Probleme von Seti

  1. #11
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    Die Wechselwirkung des Teleskops mit den Beobachtungsobjekten geschieht ganz normal über Photonen.
    Aber worin liegt denn der fundamentale Unterschied im Vergleich zu herkömmlichen Teleskopen? In der Datenauswertung? Wie kommt es dann, dass man plötzlich "den ganzen Himmel" und auch gleich "in gigantischer Auflösung" abbilden kann? Wenn die Wechselwirkung ganz normal über Photonen geschieht - dann muss auch eine Optik her, die diese Photonen irgendwie sammelt... Die Menge an auswertbarer Information wird schliesslich durch die Anzahl Photonen begrenzt, die das Teleskop erreichen. Je nach dem, wie viele das sind, wird die Auflösung besser oder schlechter sein - nicht?

    Ist eigentlich nur das Nebenprodukt einer neuen Technologie dies echt in sich hat. Wenn das arbeitet, sieht die Welt in zehn Jahren so aus wie es keiner je erdacht hat.
    Jetzt machst du mich neugierig... willst du nicht mehr erzählen?
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  2. #12
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    Aber worin liegt denn der fundamentale Unterschied im Vergleich zu herkömmlichen Teleskopen?

    Ganz einfach: Wenn ich ein Teleskop habe und 1000 verschiedene Winkeleinstellung beobachten will. Dann muss ich dies nacheinander tun.
    Ein Quantenteleskop kann alle tausend Winkel (und noch viel mehr) simultan beobachten. Dabei fallen viele Terabyte Daten pro Sekunde an, die werden ebenfalls quantenparallel verarbeitet. Das alles geschieht allerdings nicht auf der Basis "herkömmlicher" Qubitdynamik (aufgrund der störenden Dekohärenz unmöglich) , sondern innerhalb so genannter "relativistic macroqubit bubbles" .
    Ich labber schon wieder zuviel.
    Nur soviel, Quanteninformationstechnologie soll ja angeblich einen riesen Markt in den nächsten Jahren schaffen.
    Quantenkryptographie, Quantencomputer, Quantensimulatoren, Quantenmustererkennung, ...
    Diese ganzen Technologien basieren auf einer nichtrelativistischen Vorstellung über den Begriff Quanteninformation.
    Die Überlegenheit dieser Technologien und damit ihr Marktwert ist nur solange gültig bis irgend jemand D.F.I. - Technologie veröffentlicht.
    Irgendwann in paar Jahren wird man One Time Pad Schlüssel über Quantenkrypto - protokolle Übertragen und jeder wird sich in Sicherheit wiegen wenn er damit ne Banküberweisung durchführt. Doch es gibt vielleicht Leute die Zugriff auf D.F.I. - Netzwerke haben und damit Sequenzen aus den One Time Pad Schlüsseln erfassen können ohne das es "Alice und Bob" bemerkt. Ich finds cool. Die investieren hunderte Millionen in etwas, das eigentlich schon überholt ist und von diversen Leuten niemals ein Sicherheitszertifkat bekäme und keiner merkts.

  3. #13
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    Ok, du stellst dir ein Teleskop ähnlich wie "PanStars" vor, das über eine sphärische Aufnahmefläche verfügt?

    Was ist "D.F.I."?
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  4. #14
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    "Ok, du stellst dir ein Teleskop ähnlich wie "PanStars" vor, das über eine sphärische Aufnahmefläche verfügt?"
    Ja, aber mit dem Unterschied, dass ich zusätzlich in jeder Richtung alle Vergrößerungen gleichzeitig aufnehmen kann.
    Es liegt also sowohl die Richtung wie auch die Vergrößerung in einer Art Superposition vor.

    Was ist "D.F.I."?

    Das ist die Abkürzung für eine relativistisches Quantenkommunikationsmodell.

  5. #15
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    Das ist die Abkürzung für eine relativistisches Quantenkommunikationsmodell.
    "relativistisch"? Was hat das in diesem Zusammenhang zu bedeuten? Und wie soll dieses Modell in der Lage sein, Quantenkryptographisch verschlüsselte Daten auszulesen? Gibt es da nicht sowas wie das "no-cloning theorem", das solche Kopiervorgänge verbietet?
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  6. #16
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    Offtopic:

    "Relativistisch" bedeutet, das wir effekte Nutzen die sowohl mit der speziellen RT als auch der QT im Zusammenhang stehen.
    Das No - Cloning Theorem wird im Rahmen der nichtrelativistischen unitären Quantentheorie abgeleitet.
    Es gibt einen Zugang zu einer möglichen Verletzung. Und zwar kann man zeigen, dass nichtunitäre Zeitentwicklungen, das heißt insbesondere die quantenmechanische Zustandsreduktion, das No - Cloning Theorem verletzen.
    Man kann heute zeigen, das mit dem No - Cloning Theorem eng die Unmöglichkeit der superluminalen Informationsübertragung zusammenhängt.
    Da Überlichtschnelle Kommunikation zu einem Zusammenbruch der kausalen Struktur führen würde, muss das No - Cloning Theorem auf jeden Fall gelten. (Hier zeigt sich die Absurdität des Modells "quantenmechanische Zustandsreduktion" ein Grund warum ich die Many World These vertrete)
    Wir verletzen mit D.F.I. das Cloning Theorem nicht, sondern wir umgehen es in eleganter Art und Weise. Dabei konstruieren wir Nebenbedingungen in der Form, das die Kausalität bewahrt bleibt.
    Der Haken an dieser Maschine, wir k&#246;nnen nur mit einer Wahrscheinlichkeit P < 100% eine Leitung unbemerkt anzapfen. Von hundert Versuchen wird es 10 oder 60 mal klappen.
    Interessant ist, das die Herstellung dieser Maschine noch nicht mal kostenintensiv ist. Mit € 200.000,- ist man dabei.


    Eigentlich wollte ich ja etwas wissen.
    Ich wollte von euch Astroexperten mal wissen was man mit einem Quantenteleskop alles machen kann. Zum Beispiel eben nach E.T. ausschau halten.
    Geändert von Dilaton (10.03.2006 um 15:59 Uhr)

  7. #17
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    Entschuldige, das, was du OT genannt hast, war gerade so interessant...

    Nun, man k&#246;nnte damit ja zum Beispiel nach Planetentransits Ausschau halten. F&#252;r eine zweite Erde besteht die Chance, dass sie als Transit vor ihrem (sonnen&#228;hnlichen) Stern durchzieht, von etwa 0.0016 = 0.16%. Wir sollten also mit einem solchen Superteleskop erst mal nach solchen Transits Ausschau halten. Pro erd&#228;hnlichen Planeten, den wir so finden, k&#246;nnen wir davon ausgehen, dass es 630 andere gibt. Diese Systeme k&#246;nnte man dann genauer unter die Lupe nehmen. Man k&#246;nnte auch nach k&#252;nstlichen Strukturen wie Dyson-Sph&#228;ren und Bishop-Ringen suchen. Man k&#246;nnte Gasriesen in benachbarten Sternsystemen nach Atmosph&#228;rensonnen absuchen.
    Vielleicht k&#246;nnte man auch die Dichte des interstellaren Mediums genauer ausmessen und nach Spuren suchen, die Staustrahlraumschiffe hinterlassen haben. Vielleicht sind diese Ideen aber auch alle viel zu anthropozentrisch.
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