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Thema: Überreste einer Stadt und ein Schiff auf dem Mars?

  1. #51
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    Hallo Sissy,

    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Ich seh auf dem Bild blos rechts oberhalb der Schrift Google Earth eine Brieftaube, mit Brief im Schnabel fliegen.
    Jau! Jetzt wo Du's sagst, seh' ich's auch!

    Herzliche Grüße

    MAC

  2. #52
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    Hallo Sissy und mac,

    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Ich seh auf dem Bild blos rechts oberhalb der Schrift Google Earth eine Brieftaube, mit Brief im Schnabel fliegen. Ist natürlich ne optische Täuschung, aber mein Hirn gaukelt mir dieses Muster vor...
    Ich habe mir diese merkwürdige geologische ("marsiologische" ^^) Struktur jetzt auf Google Earth ebenfalls mal genauer angesehen und ein Bild aus 20 km Höhe gemacht. Dabei habe ich (was "Mythenjäger" sträflich vernachlässigte ^^) die Karte in genaue Nord-Süd-Ausrichtung gebracht!

    http://imageshack.us/photo/my-images...aufdemmar.jpg/

    Wenn man nun diese Becken (und um ein solches kann es sich selbst aus geologischer Sicht nur handeln) in dieser exakten N-S-Ausrichtung der Karte anschaut, dann stellt man fest, dass die westliche Begrenzungskante bis auf die deutlichen Erosionsspuren (vor allem in der Mitte der Kante) ebenfalls exakt N-S-ausgerichtet ist, während die südliche Begrenzungskante (mit der Ab- oder Zufluss-Öffnung?) ca. 5-10° von der genauen West-Ost-Ausrichtung abweicht. Allerdings bilden diese beiden Kanten doch recht gerade Linien, was in der Natur eine äußerst seltene Erscheinung ist - noch dazu, wo die Länge beider Kanten praktisch gleich ist.
    Warum eine östliche und eine nördliche Kante nicht (oder nicht mehr) vorhanden sind, darüber kann man zum jetzigen Zeitpunkt und bei einer solch schlechten Auflösung der Oberfläche dieser Mars-Gegend noch keine vernünftigen Aussagen machen. Jedoch ist sicher auch hier (wie bei so vielen Dingen auf dem Mars) von Langzeit-Erosionsspuren auszugehen.

    Hochaufgelöste Grüße ^^ von Toni


    Nachtrag:

    Die als "Große Pyramide" bekannte Felsformation (?) in der berühmten Cydonia-Region ist übrigens ebenfalls exakt in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet, wie ich bei meinen weiteren Betrachtungen der Mars-Oberfläche herausfinden konnte!

    Überblick über die Cydonia-Region

    Die "Große Pyramide"

    Die südliche Seitenkante dieses ... naja, "was-auch-immer" ... ist übrigens genau 2500 m lang (exakt Ost-West-ausgerichtet!) und die westliche Seitenkante - man will's kaum glauben! - ebenfalls genau 2500 m lang (exakt Nord-Süd-ausgerichtet)! - Wir haben es hier also mit dem gleichen Phänomen zu tun wie bei dem von "Mythenjäger" vorgestellten "Hafen-Becken": Bei mindestens einer der jeweiligen Seitenkanten dieser weit voneinander entfernten Objekte besteht eine exakte Ausrichtung in die Himmelsrichtungen bzw. zu den Polen des Mars!
    Die gesamte Cydonia-Ebene sieht übrigens so aus, als sei sie einstmals von einem weiten Flachwassermeer bedeckt gewesen. Viele der dort befindlichen Objekte sehen bei näherer Betrachtung aus, als wären sie künstlich aufgeschüttete Erhebungen. Sie wirken wie nicht-in-diese-Landschaft-gehörend ...
    Geändert von Toni (16.04.2013 um 02:26 Uhr)
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  3. #53
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    Hallo Ralf,

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Nein, denn mit dieser Art "Argument" werden auch Astronauten "Entdeckungen" machen, die von gewissen Spezialisten auf der Erde angezweifelt werden und zu deren angeblicher Erklärung weitere Astronauten an diesen Ort geschickt werden müssen.
    dem kann ich nicht zustimmen. Bei einer bemannten Mars-Mission werden auf jeden Fall Spezialisten verschiedenster Fachgebiete dabei sein, unter anderem auch Geologen, die die dortigen Begebenheiten (und eben auch die zu findenden Kuriositäten) vor Ort einer genauen, fachgerechten Untersuchung unterziehen können, ohne bestimmte Dinge erst zur Erde senden oder weitere Spezialisten zum Mars schicken zu müssen.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Du merkst aber schon, dass Du hier Äpfel und Birnen vergleichst, nicht wahr ? Denn das Kolumbus aufbrach war rational begründbar und dass man bei diesen Distanzen weitere Kontinente finden könnte war auch nicht so unwahrscheinlich.
    Kolumbus hatte von Beginn an nie damit gerechnet, dass sich zwischen Spanien und Indien über den westlichen Seeweg noch irgendwelche größeren Landmassen oder gar Kontinente befinden würden! Vereinzelte Inseln - ja. So z.B. waren auf der Karte, nach der er sich offensichtlich richtete, Inseln wie Cipangu (Japan) oder die "Inseln der Glückseligen" (die "Hesperiden") eingezeichnet, befanden sich jedoch nicht auf seiner direkten Route, welche er nahm.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Diese Wahrscheinlichkeit wurde dann dadurch erhöht, dass man damals auf unzureichende Vorstellungen über die Grösse der Erde zurückgriff, obgleich Eratostenes fast 2000 Jahre zuvor einen weit besseren Wert ermitttelt hatte.
    Auf das Wissen von Eratosthenes und vieler anderer Griechen hatte man im Mittelalter überhaupt keinen Zugriff mehr, da die Lehren von Ptolemäus für die einzig gültigen von der Kirche anerkannt waren, welche dem wissenschaftlichen Fortschritt in Europa doch mehr als nur im Wege standen.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Es hat den Anschein, dass die anderslautenden Aussagen und Einschätzungen zu wenig Qualität haben.
    Qualität vielleicht weniger - eher zuwenig Gewicht, da der Yonaguni-Felsen von "Freizeit-Forschern" nach Hinweisen einheimischer Fischer entdeckt wurde.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Doch, das tun wir: ebenso wie wir von zufällig auf Marssteinen auftretenden Mustern reden.
    Nein, Ralf. Die Kuriosität, die "Curiosity" im Vorbeifahren fotografierte, ist ein greifbares "Etwas", welches eindeutig aus einer Gesteinsplatte herausragt (nach den Angaben im Astronews-Artikel ca. 4-5 cm) und auch einen sichtbaren Schattenwurf auf der Platte hinterlässt. Das ist also nicht einfach irgend ein temporär aufgetretenes Muster, welches beim nächsten Vorbeifahren nicht mehr existiert, es ist fest in der Platte verankert und vermutlich auch im Jahre 2040 noch dort zu sehen - sofern nicht ausgerechnet gerade dort ein Asteroid einschlägt oder das Gelände von meterhohem Sand bedeckt wird ... ^^

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Diejenigen, die man aus Diamant hergestellt hat, wird man dann vermutlich noch erkennen können.
    Dies dürfte bei der aktiven Plattentektonik und der in 100 Mill. Jahren die gesamte Oberfläche der Erde umwälzenden Erosion ziemlich schwierig werden ...

    Der Erosion aber standhaltende Grüße von Toni ^^
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  4. #54
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    Moin Toni,
    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Bei einer bemannten Mars-Mission werden auf jeden Fall Spezialisten verschiedenster Fachgebiete dabei sein, unter anderem auch Geologen
    Aber eben nicht die "gewissen Spezialisten", die alles anzweifeln
    cs, Frank
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  5. #55
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    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    dem kann ich nicht zustimmen. Bei einer bemannten Mars-Mission werden auf jeden Fall Spezialisten verschiedenster Fachgebiete dabei sein, unter anderem auch Geologen, die die dortigen Begebenheiten (und eben auch die zu findenden Kuriositäten) vor Ort einer genauen, fachgerechten Untersuchung unterziehen können, ohne bestimmte Dinge erst zur Erde senden oder weitere Spezialisten zum Mars schicken zu müssen.
    Hallo Toni,

    es dürfte unbestritten sein, dass je man mit besserer Ausrüstung mehr unerklärliche Dinge entdecken wird, die mit der vorhandenen Expedition nicht genauer untersucht werden können und den Einsatz einer weiteren, noch besseren Expedition "wünschenwert" machen.

    Im Übrigen ist dieses Argument "da müsste man noch mehr untersuchen" hinlänglich bekannt; ihrer bedienen sich beispielsweise auch typischerweise die Wissenschaftsverhinderer, die man ja bestens aus dem Umfeld der CERN-Kritik kennt. Und bei denen geht es sogar um mehr, nämlich nicht nur darum, Informationen über frühere Kulturen zu finden, sondern die Zerstörung der Erde zu verhindern. Die "Strategie" dieser Leute ist es also, Zweifel zu sähen (wo eigentlich gar keine sind), denen einen sehr kleinen, aber doch noch echt grösseren Restrisko-Wert zuzuordnen und dieses Restrisiko mit dem Wert der Erde, deren Fortbestand infrage gestellt wird, aufzuwägen.

    Und dann eben die neue Anlage erst dann in Betrieb zu nehmen, wenn diese Zweifel beseitigt werden konnten; während man das tut finden diese Wissenschaftsverhinderer natürlich weitere, noch absurdere Zweifel, die aber natürlich auch einen Restrisiko-Wert echt grösser als Null haben. Dabei fällt auch auf, dass sich bei diesen Leuten ausnahmslos nur fachfremde Personen - zum Teil durchaus in akademischen Würden - befinden.

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Kolumbus hatte von Beginn an nie damit gerechnet, dass sich zwischen Spanien und Indien über den westlichen Seeweg noch irgendwelche größeren Landmassen oder gar Kontinente befinden würden! Vereinzelte Inseln - ja. So z.B. waren auf der Karte, nach der er sich offensichtlich richtete, Inseln wie Cipangu (Japan) oder die "Inseln der Glückseligen" (die "Hesperiden") eingezeichnet, befanden sich jedoch nicht auf seiner direkten Route, welche er nahm.
    Es geht nicht darum, was Kolumbus annahm, es geht nur darum, was er hätte finden können.


    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Auf das Wissen von Eratosthenes und vieler anderer Griechen hatte man im Mittelalter überhaupt keinen Zugriff mehr, da die Lehren von Ptolemäus für die einzig gültigen von der Kirche anerkannt waren, welche dem wissenschaftlichen Fortschritt in Europa doch mehr als nur im Wege standen.
    Es wäre diesen Leuten immerhin frei gestanden, ihr Gehirn einzuschalten und besagtes Experiment ebenfalls durchzuführen.

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Qualität vielleicht weniger - eher zuwenig Gewicht, da der Yonaguni-Felsen von "Freizeit-Forschern" nach Hinweisen einheimischer Fischer entdeckt wurde.
    Qualität ist klar definiert, "Gewicht" ist ein subjektiver Eindruck derjenigen, deren Vorschlag abgelehnt wurde.


    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Nein, Ralf. Die Kuriosität, die "Curiosity" im Vorbeifahren fotografierte, ist ein greifbares "Etwas", welches eindeutig aus einer Gesteinsplatte herausragt (nach den Angaben im Astronews-Artikel ca. 4-5 cm) und auch einen sichtbaren Schattenwurf auf der Platte hinterlässt. Das ist also nicht einfach irgend ein temporär aufgetretenes Muster, welches beim nächsten Vorbeifahren nicht mehr existiert, es ist fest in der Platte verankert und vermutlich auch im Jahre 2040 noch dort zu sehen - sofern nicht ausgerechnet gerade dort ein Asteroid einschlägt oder das Gelände von meterhohem Sand bedeckt wird ... ^^
    Das habe ich auch nicht behauptet - auch auf der Erde wirst Du solche "greifbaren Etwas" finden, hinter denen sich trotzdem nichts besonderes verbirgt.

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Dies dürfte bei der aktiven Plattentektonik und der in 100 Mill. Jahren die gesamte Oberfläche der Erde umwälzenden Erosion ziemlich schwierig werden ...
    Nehmen wir an, irgendeine Zivilisation hätte auf dem Mars Spuren hinterlassen. Wenn sich diese auf dem Mars entwickelt hat, wird man deren Vorhandensein im Verlaufe der nächsten 100 Jahren mit verbesserten Missionen finden. Ich persönlich behaupte sogar, dass man diese schon mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln längst gefunden hätte - der Orbiter um den Mars war sogar in der Lage, den Fallschirm der Curiosity zu fotographieren.

    Und einer Zivilisation, die von "aussen" kam und auf dem Mars nur einen Stützpunkt errichtet hat, wäre sicherlich nicht entgangen, dass es da ein bisschen weiter drinnen auch noch einen netten lebensfreundlichen Planeten gibt; hätte eine solche Zivilisation Spuren hinterlassen wollen, so hätte sie das z.B. auf dem Erdmond tun können, denn da gibt es ja keine Erosion.


    Wie schon gesagt: als Alternative bietet sich an, eine Art Fan-Club zu gründen und Sponsoren zu finden, die dann eine weitere Marssonde finanzieren, die dann die gewünschten Untersuchungen unabhängig von der offiziellen Wissenschaft durchführen kann. Die Höhe der benötigten Finanzierung liegt durchaus in vergleichbaren Grössenordnungen gewisser Sponsoren, die zu ihrem Hobby einen Fussballclub so supporten, dass er in der Champions League mitspielen kann.


    Ich persönlich halte weder das eine noch das andere für sinnvoll, aber wenn sich Geldgeber für sowas finden - warum nicht ?


    Freundliche Grüsse, Ralf
    Geändert von ralfkannenberg (16.04.2013 um 12:02 Uhr)

  6. #56
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    Hallo Toni,

    jetzt nehme ich mir auch mal die Zeit, diesen Beitrag von Dir zu kommentieren:
    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    ich gehöre nicht dazu, aber laut glaubwürdigen Umfragen zweifeln 52 oder gar 57% (den genauen Prozentsatz weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf) der Amerikaner (!) diese an!! - Und das will schon was heißen! Das kann man nicht mit "ein paar Leuten" einfach so abtun, ein solches Misstrauen liegt nämlich in der Forschung selbst (bzw. der Glaubwürdigkeit amerikanischer Regierungsstellen) und deren Darstellung in der Öffentlichkeit begründet.
    Guter Punkt; es würde sich lohnen, wirklich mal abzuklären, was das heissen mag. Vermutlich mache ich mich unbeliebt, wenn ich die These wage, dass diese Leute einfach nur dumm und ignorant sind und sich für Wissenschaft halt nicht weiter interessieren. Typische BILD-Zeitung-Leser bzw. vom amerikanischen Pendent der BILD-Zeitung, die sich mehr dafür interessieren, mit wem Britney Spears vergangene Woche im Bett war als wer jemals auf dem Mond war.

    Das Wort "Dummheit" mag zu hart sein, aber diese Leute haben sich mit dieser Thematik offensichtlich nicht näher beschäftigt und es fehlt ihnen - aus welchem Grunde auch immer - die Bereitschaft, dies zu tun.

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Zu forschen bzw. nachzuforschen ist doch keine Verschwendung von Zeit oder Ressourcen, Chrischan??! - Forschung findet doch statt, um unser aller Wissensdurst zu befriedigen und nicht, um zugeteilte Finanzen und Zeitpläne zu erfüllen? - Wenn wir so weit schon sind ... na dann gute Nacht, Marie!
    Hierzu habe ich mich bereits im letzten Beitrag geäussert: nachforschen ist wichtig und richtig, aber Forschung hemmen und behindern ist eben deplatziert. Und das wird eben oftmals verwechselt, vor allem Laien sind von dieser Verwechslungsgefahr betroffen.

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Zumindest macht es keinen Sinn für die Herren Geldgeber. Laien und Privat-Zweifler stellen aber die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung (nicht nur in den USA)! Und Nachforschungen sind wissenschaftliche Zwecke!
    Wie gesagt, "Nachforschung" und "Wissenschaft behindern" sind verschiedene Dinge ! Auch dann, wenn man letzteres in das Deckmäntelchen der "wissenschaftlichen Zwecke" einhüllt.

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Dies ist ein immer wieder gern genommenes, aber absolut blödes Beispiel, weil sich Muster in Wolken ganz schnell wieder auflösen und grundlegend auf Wind, Stömungen und Sonneneinstrahlung zurückführen lassen.
    Warum qualifizierst Du dieses Beispiel als blöd ? Die Muster im Sand und in Felsformationen haben oftmals ganz ähnliche Urspünge, die lediglich auf grösseren Zeitskalen ablaufen.


    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    gehörst Du zu einer Art "Prüfungskommission" des astronews-Forums, von der die "Normalo-User" hier noch gar nichts wissen??? Und bist Du Astrophysikerin (wegen der "fachlichen Sicht")?? ^^
    Im Laufe der Zeit lernt man gewissen Mechanismen im Forenalltag kennen und es ist nicht nötig, dieselben Lernprozesse mehrfach zu tätigen.

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Nicht jeder, der hier neu dazustößt und mit verqueren Gedanken und Ideen auftritt, ist ein Laie, Sissy. Oftmals sind da auch wirkliche Fachleute darunter, die nur nicht mit dem Fachwissen (oder Teilbereichen davon) einverstanden sind. Das merkt man dann aber schon an ihrer Ausdrucksweise und an den sonstigen Kenntnissen ...
    Ich liebe es direkt: benenne mir mal einen. Einen einzigen !

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Das geschieht doch meistens dann, wenn sich ein solcher User oberlehrerhaft behandelt fühlt oder sich Ausdrücken konfrontiert sieht wie: "Du hast doch Null Ahnung!" - Was man sehr häufig hier liest ...
    Bedauerlicherweise ergab sich dieses Ergebnis in 100 Prozent der Fälle. Selbstverständlich muss das nicht heissen, dass jeder neue User mit alternativen Ideen in diese Kategorie passt, aber dann haben wir es mit Usern zu tun, die gute Sach-Argumente haben.

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Mit welcher Berechtigung? Hast Du hier administrative Aufgaben zu erfüllen??
    Niemand der hier registrierten User hat einem anderen User zu befehlen, dieses Forum zu verlassen!! Das ist einzig und allein Aufgabe des Administrators.
    Ich kann nu rfür mich reden: ich bin es überdrüssig, mit jedem Schrott konfrontiert zu werden, weil dann die wirklich interessanten Themen untergehen. Ein, zwei "Schrott"-Themen mögen ja noch ganz interessant sein und auch ein bisschen die eigenen grauen Zellen aktivieren, aber wenn es die Mehrheit wird, dann wird es langweilig.


    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Außerdem erstickt so etwas immer den Diskutierwillen aller anderen User, die einem unbelehrbaren User geduldig erklären wollen, warum eine Sache so ist und nicht anders.
    Nein, sowas habe ich zumindest hier noch nie erlebt: jeder, der trotz Troll-Warnung weiter erklären möchte, kann dies ungestört tun.

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Wer also eine Diskussion scheut, die seine zwischenmenschlichen Kompetenzen übersteigt, sollte lieber nichts zu der Sache schreiben, als jedes Mal einen "Kreuzzug" gegen alle Unwissenden daraus machen zu wollen (mal ganz pauschal gesagt).
    Das ist es eben - sobald der Gegenseite die Fachargumente ausgehen wird das Argument der mangelnden zwischenmenschlichen Kompetenz vorgetragen. Leider hüben wie drüben, ich kann (und will) mich da leider auch nicht ausnehmen. Vielleicht wäre die Vorwurferhebung der mangelnden zwischenmenschlichen Kompetenz wieder ein guter Anlass, sich zurück auf das Fachargument zu besinnen.


    Freundliche Grüsse, Ralf
    Geändert von ralfkannenberg (16.04.2013 um 12:55 Uhr)

  7. #57
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    Hi Toni,

    Ich habe mir diese merkwürdige geologische ("marsiologische" ^^) Struktur jetzt auf Google Earth ebenfalls mal genauer angesehen und ein Bild aus 20 km Höhe gemacht. Dabei habe ich (was "Mythenjäger" sträflich vernachlässigte ^^) die Karte in genaue Nord-Süd-Ausrichtung gebracht!
    merci, jetzt kann man was damit anfangen.

    Ich habe das Bild mal ganz grob beschriftet, damit wir uns über die selben Strukturen unterhalten können.

    Als erstes habe ich in Rot die Geländekonturen nachgezeichnet. Dann mit Grün die sichtbaren Einschlagkrater und Rillen (egal ob durch Marsbeben, Einsturz von Lavaröhren oder Wasser entstanden) markiert. Dann die Nahtstelle vom Zusammenfügen mehrerer Bilder in Blau gekennzeichnet. Jetzt bleiben noch die Bildartefakte übrig. Die weißen pixeligen Strukturen sind überbelichtete Artefakte (vermutlich aus einer ungenügend aufgelösten älteren Aufnahme). Der graue Schleier in der rechten Bildhälfte ist ebenfalls ein Artefakt. Und zwar durch Bildkombination von gefilterten s/w Aufnahmen. Sowas passiert einfach. Ist ärgerlich, läßt sich aber nicht vermeiden.

    Die Bilder aus dem Orbit entstehen mit einer Zeilenkamera. Die funktioniert im Prinzip wie ein Kopierer. Eine einzelne Zeile hochempfindlicher Photorezeptoren nimmt sehr schnell hintereinander Bilder auf, während der Orbiter auf einer polaren Umlaufbahn um den Mars kreist. Der Datensatz wird erst später im Rechner zu einem Bild zusammengemixt. In diesem Bild können Aufnahmestreifen aus mehreren Jahren Zeitdifferenz direkt nebeneinander liegen. Neben dem Sonnenstand auf der Marsoberfläche und den atmosphärischen Bedingungen (Morgendunst, Schleierwolken, Sandstürme, Raureif aus H2O und CO2) spielen dabei leider auch solare Magnetfelder eine Rolle. Bei starken Flares spielt die Elektronik der Kamera verrückt und produziert viel mehr Artefakte als normal. Kennt man ja von den Soho Aufnahmen...

    Wenn man nun diese Becken (und um ein solches kann es sich selbst aus geologischer Sicht nur handeln)
    Bist Du studierter Geologe? Oder woher stammt Deine Gewissheit zu dieser Aussage? Bitte zeichne in mein Bild das Hafenbecken ein. Ich seh das einfach nicht!

    in dieser exakten N-S-Ausrichtung der Karte anschaut, dann stellt man fest, dass die westliche Begrenzungskante bis auf die deutlichen Erosionsspuren (vor allem in der Mitte der Kante) ebenfalls exakt N-S-ausgerichtet ist, während die südliche Begrenzungskante (mit der Ab- oder Zufluss-Öffnung?) ca. 5-10° von der genauen West-Ost-Ausrichtung abweicht. Allerdings bilden diese beiden Kanten doch recht gerade Linien, was in der Natur eine äußerst seltene Erscheinung ist - noch dazu, wo die Länge beider Kanten praktisch gleich ist.
    Nein. Gerade Kanten sind absolut nichts ungewöhnliches in der Natur. Gestein bricht entlang seiner Kristallstruktur nun mal gerade und nicht Zickzack oder rund... Kannst auf der Erde oder dem Mond auch beobachten. Z.B. abgerutschte Schultern von Grabenbrüchen, Vulkankratern, Meteorkratern. Bei bestimmten Sonnenständen werden gerade Kanten durch Schattenwurf auch nur vorgetäuscht...

    Bitte zeichne in mein Bild das Hafenbecken ein. Ich seh das einfach nicht! Wie groß soll das denn sein?

    Die als "Große Pyramide" bekannte Felsformation (?) in der berühmten Cydonia-Region ist übrigens ebenfalls exakt in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet, wie ich bei meinen weiteren Betrachtungen der Mars-Oberfläche herausfinden konnte!
    Dir ist aber schon bewußt, daß die Rotationsachse des Mars im Laufe der Zeit um mindestens 60 Grad taumelt? Daß diese Strukturen jetzt in Nord-Süd oder Ost-West Richtung ausgerichtet sind, sagt nix über ihre Ausrichtung zum Entstehungszeitpunkt aus. Oder glaubst Du, daß diese Strukturen in den letzten paar tausend Jahren entstanden sind?

    Die gesamte Cydonia-Ebene sieht übrigens so aus, als sei sie einstmals von einem weiten Flachwassermeer bedeckt gewesen. Viele der dort befindlichen Objekte sehen bei näherer Betrachtung aus, als wären sie künstlich aufgeschüttete Erhebungen. Sie wirken wie nicht-in-diese-Landschaft-gehörend ...
    Warum sollen diese Strukturen künstlich sein? Warum nicht wiederstandsfähigeres Gestein annehmen? Wir sehen doch, wie die Erosion durch Wasser stromlinienförmig die Erhebungen herausmodelliert hat... Kann man auf der Erde doch auch beobachten...

    Deine Aussage
    Dies dürfte bei der aktiven Plattentektonik und der in 100 Mill. Jahren die gesamte Oberfläche der Erde umwälzenden Erosion ziemlich schwierig werden ...
    ist schlicht falsch.

    Denn das Gestein in Australien oder Island z.B. ist 3,2 Milliarden Jahre alt! Verschiedene Einschlagkrater auf den Kontinenten der Erde sind älter als 100 Millionen Jahre. Ozeanböden als junges Gestein mit max. 10 km Mächtigkeit wird nach spätestens ca. 200 Millionen Jahren subduziert. Kontinentale Kruste faltet sich bei Zusammenstößen zu Gebirgen auf, wird nicht zubduziert. Dadurch wachsen die Kontinente in die Höhe. Beispiel Anden, Apalachen, Alpen, Himalaya. Kontinente können 60 - 80 km Mächtigkeit erreichen...

    Plattentektonik hat nichts mit Erosion zu tun. Erosion entsteht durch Sonneneinstrahlung, Frost, Wasser und Wind und verfrachtet Gestein in Form von Sediment auf den Meeresboden. Plattentektonik verschiebt die Kontinente auf dem zähflüssigen Mantel, und ist Ursache für Vulkanismus, Seaflorspreading entlang der ozeanischen Rücken...

    Du scheinst doch nicht so bewandert in Geologie zu sein, sonst wüßtest Du das...

    Grüße
    Sissy

  8. #58
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    Standard

    Du scheinst doch nicht so bewandert in Geologie zu sein, sonst wüßtest Du das...
    Hmm, Ich kann aus seiner Aussage bezügliche Erosion nicht lesen dass er das nicht wüsste. So falsch ist es ja auch nicht, denn wenn der durch Erosion entstandene Sand nicht nicht mit subduziert würde, gäbe es wohl heute keine Kontinente mehr die aus dem Meer ragen würden.
    Macht seine Aussagen bezüglich irgendwelchen Nord-Süd Ausrichtungen aber auch nicht besser.

    mfg
    101010

  9. #59
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    Hi Kibo,

    das allermeiste Sediment landet nicht durch Subduktion im Mantel, sondern bleibt bereits auf Land oder den Kontinentalschelfen liegen und verdichtet sich im Lauf der Zeit. Kommt bei Kollisionen vom Land<->Land gefaltet als Sandsteingebirge wieder über die Wasseroberfläche. Die Kontinente reichen unter Wasser noch ein gutes Stück weit ins Meer. Die Schwemmfächer großer Flüsse und die Kontinentalsockel kann man wunderbar auf Google Earth sehen.

    Der "Motor" für die Plattentektonik ist die aufsteigende Wärme vom Kern durch den Mantel, welche die zähplastischen Konvektionswalzen antreibt und nicht die Erosion. Da hab ich mich mißverständlich ausgedrückt. Und das "Schmiermittel" für die Plattentektonik ist das Kristallwasser im subduzierten Gestein mit dünner Sedimentauflage. Trockenes Gestein würde wesentlich weniger Vulkanismus, dafür aber heftigste Erdbeben bis runter zur Moho auslösen...

    wenn der durch Erosion entstandene Sand nicht nicht mit subduziert würde, gäbe es wohl heute keine Kontinente mehr die aus dem Meer ragen würden.
    meinst Du damit, daß der "Sand" die Tiefseebecken (ca. 4-6 km tief und 55-60 % Oberfläche unseres Planeten) im Lauf der Zeit komplett ausfüllen würde? Quasie einebnen? Dann stünde net blos Florida ein paar Meter unter Wasser, dann wäre der mittlere Westen der USA bis hoch nach Kanada ein Meeresarm, genau wie Frankreich, die Beneluxstaaten und Deutschland Meeresgrund wären. Die Geographie sähe dann völlig anderst aus. Die Hochgebirgsregionen der Kontinente würden immernoch aus dem Wasser gucken.

    Geologisch ist es übrigens wurscht, ob der Kontinent durch ein seichtes Meer überflutet ist oder nicht. Kontinentale Kruste hat eine völlig andere chemische Zusammensetzung wie Ozeanboden.

    Nein, langfristig gesehen wächst die Menge der kontinentalen Kruste sowol in Breite als auch in Höhe. Erst wenn es keine Plattentektonik mehr gibt (die treibende Hitze von unten fehlt) würden sich durch Erosion die Tiefseebecken sehr langsam mit Sediment füllen und die Meere "überlaufen". Aber darüber brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Vorher hat unsere Sonne nämlich die Meere durch ansteigende Temperaturen austrocknen lassen, die Atmosphäre erodiert und die Oberfläche blasig geschmolzen...

    Grüße
    Sissy

  10. #60
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    Zitat Zitat von FrankSpecht Beitrag anzeigen
    Aber eben nicht die "gewissen Spezialisten", die alles anzweifeln
    Hmmm ... vielleicht solltest dann gerade DU Dich für eine der ersten bemannten Missionen zum Roten Planeten bewerben, Frank?? ^^
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

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