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Thema: Hubble - Alternativen & Nachfolger: Konkrete Vorschläge & Alternativen

  1. #1
    Roland ist offline E-Mail Adresse noch nicht bestätigt
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    Idee Hubble - Alternativen & Nachfolger: Konkrete Vorschläge & Alternativen

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    Hallo miteinander

    Um die Diskussion um Hubble und seine Nachfolger im Forum etwas anzuregen, nachstehend einmal eine "kontroverse" Meinung eines eigentlich praktisch denkenden Menschen. Der zudem halt mehr Geld für Planetenmissionen möchte, die kosten immerhin ja nur einen Bruchteil der Unterhaltskosten von Hubble für dieses eine Jahr, bringen aber "konkrete Erkenntnisse"

    PROVOKATIV im o.e. Sinne gemeint: Schön, Hubble hat der Wissenschaft mehr als ein Jahrzehnt lang viele Erkenntnisse und "schöne Bilder" gebracht, aber die Nachfolger sind ja schon bereit, VIEL leistungsfähiger, moderner, günstiger und überhaupt ...

    Aber, seien wir doch offen, vergessen wir einmal für fünf Minuten die schönen Bilder & Co. und seien etwas "unwissenschaftlich", denken wir mal darüber nach wie eine Milliarde Dollar für den Erhalt eines schrottreifen, veralteten Teleskops auch gesehen werden sollten: Der Lebenszyklus ist schon lange am Ende, das "Ding" hat schon Unsummen gekostet, nun soll es endlich würdig verglühen können.
    • WAS für reale, verwertbaren neue wissenschaftlichen Erkenntnisse hat Hubble denn nun wirklich gebracht ?
    • WAS bringt es denn der RAUMFAHRT ?
    • Was hat es denn ausser "schönen Bildern" der Allgemeinheit für einen Nutzen erbracht ?
    • Sind die sog. "Erkenntnisse" eigentlich nicht immer nur neue "Spekulationen", die sich Wissenschaftler beschaffen, um sich selbst ein Auskommen geben zu können ?!?
    Die Bush-Administration hat zumindest der US-Raumfahrt mit diesem Entscheid einen grossen Gefallen getan, und nicht "nur" der Sicherheit der Shuttle-Crews oder wegen einer Milliarde Dollar - d.h. soviel kosten zusammen
    Venus-Express, BepiColombo zum Merkur (beide ESA) plus das zumindest für 2006 gestrichene JIMO plus die in ihrer wissenschaftlichen Bedeutung bislang mehr als nur "unterschätzte" NASA-Mission New Horizons.

    Alternativen gibt es längst schon! Und die Qualität der Bilder offenbart sich bei Bildern von Objekten aus dem solaren System - eher bescheiden - oder z.B. extrasolaren planetaren Begleitern, wofür ich mich sehr interessiere: nicht viel besser.

    Für uns Protagonisten von Planeten- und bemenschten Missionen ist Hubble im Grunde - offen gesagt - eine enorm teure "Konkurrenz" zur rein "wissenschaftlichen Raumfahrt", die zudem keine "verwertbaren" - mir wichtig - konkreten Erkenntnisse bringt, für jederfrau/-mann "begreifbar", wenigstens "verständlich".

    Und an Euch Astronomen und Astrophysiker gerichtet:

    Non unserem eigenen Sonnensystem und seiner Nachbarschaft haben wir kaum eine Ahnung, die meisten Planeten sind nur halbherzig "erforscht", DA fehlts an Geld und am Willen !

    Für eine bemannte Mars-Mission, Leben fast greifbar vor unserer Nachbarstüre und mit wahrscheinlich "lächerlichen" ca. 30 Mrd. Euro in 10 Jahren bemannt zu erforschen: Kein Aufschrei der Wissenschaft, fast schon Desinteresse in der "breiten Bevölkerung" !!

    Aber weil veralterteter Schrott das Ende seiner "Lebenszeit" erreicht hat, wird verlangt, Menschenleben zu "opfern" (so sieht das scheinbar das NASA-Astronautenkorps), gar nochmals eine Milliarde Dollar zu verschwenden, nachdem Unterhalt und Repartur nach erfolgtem Start bereits ein Vielfaches gekostet haben ?!?

    Und knapp 1,1 Lichtjahre um unsere Sonne herum ist für die gleichen o.e. Wissenschaftler wiederum absolute "tote Hose", über diese Region und die "davor" liegenden paar Dutzend "AE" (~ Abstände unserer Erde zu Sonne") wissen sie so gut wie ... nothing!!

    Über unsere direkten Nachbarn existieren eher vage Daten, nicht einmal deren "exakten" 3D-Koordinaten sind zweifelsfrei bestimmt. Es ist der werten Astronome- und Physisikerschaft nicht einmal näher bekannt, was da "Draussen" - sagen wir grob zwischen 50 AE's und 10 Lichtjahren - herumschwirrt, ob's nun die "Oort'sche Wolke - salopp: Der Kindergarten von Milliarden von Kometen - wirklich gibt oder nicht ... Oder wie viele "braune Zwerge" noch weiter draussen unserer Sonnensystem umgeben!

    Bitte Ihr von mir wirklichen geschätzten Grundlagen-Physiker kurz mal weghören: Für mir weitaus interessanter als irgendwelche Spekulationen via "Erkenntnisse" von Hubble, die nach einigen Monaten durch wiederum neue bereits überholt, ersetzt oder revidiert werden ... Und dennoch jeden Tag von Hubble und Co. Bilder und "Pseudo-Erkenntnisse" über das Monster-Schwarze-Loch und seine in der Zwischenzeit zahlreichen Begleiter, das "gerade" eine Sonne "verdaut" resp. vor 300 Jahren "aktiver" gewesen sein soll ... Oder Supernovae iin einer Nachbargalaxie, die "exakt" beobachtet werden konnten, damit werden wir richtiggehend "überschwemmt". Anm.: Dass z.B. die o.e. "Verdauung" bereits 60'000 Jahre zurückliegt, vergessen die armen Beobachter zumeist zu erwähnen.

    Ich hoffe, mit diesen provokativen Äusserungen die Diskussion um die Nachfolge von Hubble etwas in Schwung zu bringen

    Roland,
    ein begeisterter Astrononomie-Fan übrigens, fasziniert von Objekten im solaren System und in "unserer Nachbarschaft"

  2. #2
    Roland ist offline E-Mail Adresse noch nicht bestätigt
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    Rotes Gesicht Hubble: Wartungs- und Unterhaltskosten nach dem "Verursacherprinzip" !

    Grüezi wohl werte Forums-Spezis

    Auch hier etwas überspitzt ausgedrückt: Meines Erachens gäbe tatsächlich Möglichkeiten zur Rettung von Hubble, so die Verantwortlichen etwas weiter denken würden und nur etwas Initiative zeigen würden.

    Als Vorschlag:

    Alle wissenschaftlichen Institute und Organisationen, die Hubble-Erkenntnisse als Grundlage für deren wissenschaftliche Arbeit in Anspruch nehmen, würden eine Art "Gebühr" für Wartung und Unterhalt leisten. Sozusagen nach dem "Verursacherprinzip", wie es z.Bsp. bei Konsumgütern etc. gang und gäbe ist.
    Ich bin überzeugt, dass aus diesen insgesamt SEHR hohen Etats eine Menge Geld aufzutreiben wäre, ohne die Arbeit der "Verursacher" in grösserem Masse finanziell zu belasten!!

    Und wer sagt, dass es keine Alternativ-Projekte zur "Rettung" geben könnte, wenn die beteiligten ForscherInnen nur es bizzeli Initiative zeigen würden: Missionen können auch von "anderen" Raumfahrtagenturen durchgeführt werden, und sicherlich wesentlich kostengünstiger !!

    Offen gesagt bin ich sehr überrascht, dass bislang keine ähnliche Initiative auch nur als Versuch gestartet worden ist ...

    Versteht mich richtig: Ich halte nicht viel von "Jammern, oh weh die böse, böse NASA und Bush-Regierung", sondern bin der Meinung, auch etwas "unorthodoxe" Ideen - umsomehr wenn sie SO naheliegend sind - sollten die Folge sein, nicht ein kollektives "Aufschreien":

    Immerhin wird die NASA mit Steuerngeldern finanziert, das sollte eigentlich Grund genug sein.
    Forscher hingegen können im Idealfall auch auf private Fördermittel oder sogar von "finanzkräftigen" Firmen, Wirtschaftsvertretern, Sponsoren / Gönner zurückgreifen.
    Und Wenn Hubble wirklich SO unentbehrlich wäre, hätte sich schon lange mehr getan

    Nochmals: Das ist einfach meine Art, etwas "konstruktiver" an ein Thema herangehen zu wollen und nicht in kollektivem Selbstmitleid und "Wut" auf Sparmassnahmen, die den "Leuten von der Strasse" sinnvoll erscheinen.

    In diesem Sinne hoffe ich nochmals, die Diskussion zu diesem Thema vielleicht etwas in Gang zu bringen, mit einem neuen Ansatz, einer "konkreten Idee" zumindest

    Roland

  3. #3
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    1

    Standard Hi erstmal an alle

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    @Roland:
    Was du forderst, ist ja sozusagen, ohne das böse zu meinen, Weltraumfahrt für das einfache Volk
    Also handfeste Ergebnisse, die jeder verstehen kann, die große psychologische Wirkung auf die Masse haben.
    Ich bin ein Riesenfan der bemannten Raumfahrt, versteh mich daher bitte nicht falsch. Aber das gegen Hubble auszuspielen und die Errungenschaften Hubbles herunterzuspielen, das halte ich nicht für richtig.
    Hubble hat nichts mit der bemannten Raumfahrt zu tun, die Ziele dieser 2 Arten von Erforschung der Welt sind zwei vollkommen verschiedene paar Schuhe. Hubble (und andere Teleskope) wollen nicht die Nachbarplaneten kartographieren etc., sondern das Gesamtgebilde Universum erforschen. Und das halte ich für die Königsdisziplin, die Gesamtheit der Existenz zu entschlüsseln bzw. zumindest mehr Wissen zu sammeln darüber. Die Aufgabe der bemannten Raumfahrt ist nicht die Aufschlüsselung der Strukturen des Universums, sondern vor allem positive psychologische Wirkung auf die Gesellschaft, die sehr bedeutend ist, und außerdem kann sie (auf lange Sicht) die Ausdehnung des menschlichen Lebensraumes fördern, sollten dafür die richtigen Weichen gestellt werden.

    Also: Bemannte Raumfahrt: Als Verschiebung der Grenzen des Menschen sehr sehr wichtig (psychologisch und damit zusammenhängend auch ganz handfeste Forschung), aber bitte nicht gegen Hubble ausspielen, den das gute Weltraumteleskop dient ganz anderem...
    (manchmal überschneiden sich die Aufgaben auch geringfügig, aber grundsätzlich ist die Orientierung unterschiedlich)

    Gruß, Daniel

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