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Thema: Meteoritenereignis über Tscheljabinsk

  1. #61
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    Hallo Ralf,

    ganz offensichtlich hat Dein (eigentlich ganz gelehriger) 'Schützling' ganz gravierende Defizite in der sprachlichen Umsetzung des Allquantors. Bitte arbeite diesen Sachverhalt in eine Deiner nächsten Lehreinheiten ein.

    Vorab dankbar
    Nathan
    Raum IST, Zeit IST.

  2. #62
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    Hallo,

    vielen Dank für alle Antworten. Ich möchte/muss mich kurz halten.

    @Mac: darauf kann ich detailliert gar nicht eingehen momentan, es ist jedenfalls ausgesprochen nett von Dir, dass Du Dir erneut Zeit und Mühe genommen hast. Ich bin auch gar nicht sicher, ob ich meine weiteren Fragen oder denkbare Einwände überhaupt anbringen möchte, denn ich habe so viele offene Fragen und Baustellen mittlerweile... Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht, meine naiven Ansichten zu diskutieren zu versuchen und die Erläuterungen zu lesen. Wie Du schon angemerkt hast, ist weitere Bereitschaft zu Rechnungen nicht zuviel verlangt.

    @Ralf: na, da spiel ich lieber Roulette - oder besser gar kein Glücksspiel um Geld (außer Lotto-Einreiher gelegentlich).

    @Nathan: Das finde ich von Dir auch sehr nett - konkrete Hinweise. Ich will nicht abstreiten, dass ich Deinen Beitrag fehlinterpretiert habe. Du gibst einen aber auch durch die immer sehr kurzen mehrdeutigen Beiträge durchaus potentiellen Anlass dazu und zuletzt war für mich ein gefühlter Bogen überspannt. Ehrlich. Für meinen Aufschrei möchte ich mich jedenfalls entschuldigen und Dir vielmehr für Dein Lob und die konstruktive Kritik danken.

    Nicht zuletzt auch Dank an Kibo, Toni, Frank und Ralf dazu.
    Mich würde trotzdem interessieren, wie noch andere dieses Ereignis in diesem Zusammenhang heute interpretieren... *Animierversuch*

    Gruß,
    Dgoe
    Geändert von Dgoe (26.10.2013 um 01:01 Uhr)

  3. #63
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    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    Mich würde trotzdem interessieren, wie noch andere dieses Ereignis in diesem Zusammenhang heute interpretieren... *Animierversuch*
    So, wie ich das von damals noch in Erinnerung habe, hatte man wenige Tage nach dem Einschlag bei Tscheljabinsk herausgefunden, dass dieser Meteorit aus Richtung Sonne kam. Daher konnte er auch nicht rechtzeitig (bzw. gar nicht) entdeckt werden. Und wenn solch ein Körper aus Richtung der Sonne auf die Erde zufliegt, dann muss er unser Zentralgestirn vorher auf seiner elliptischen Bahn umrundet haben. Er hatte also schon rein wegstreckenmäßig gegenüber dem an der Erde in Richtung Sonne vorbeiziehenden DA2012 nichts mit diesem gemein. Es war also wirklich reiner Zufall, dass zwei relativ große Köper an ein und demselben Tag der Erde "Hallo!" sagten.

    Wie ich aber diesem astronews-Artikel entnehme, wird es Anfang der dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts ebenfalls eine recht große Häufung an potentiellen Einschlags-Kandidaten geben! Nicht nur "Apophis" kommt uns da sehr dicht auf die Pelle gerückt, sondern auch dieser 400-Meter-Brocken namens "2013 TV135"!

    Und die Menschheit hat noch immer keine wirklich überzeugenden Konzepte, wie man gegen solche Geschosse vorgehen könnte ... traurig, traurig!
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  4. #64
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    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Und die Menschheit hat noch immer keine wirklich überzeugenden Konzepte, wie man gegen solche Geschosse vorgehen könnte ... traurig, traurig!
    So ein Quatsch: http://de.wikipedia.org/wiki/Planetare_Verteidigung. Man macht sich darüber durchaus und auch mit gutem Grund Gedanken. Die vielversprechendsten Konzepte setzen darauf leichte Bahnkorrekturen an echten Problemfällen anzubringen.
    MfG

  5. #65
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    Erstaunlicherweise ist der Wikipedia-Artikel und seine Verweise sehr genau darin die Entdeckung von gefährlichen Asteroiden zu beschreiben aber lässt die eigentliche Ablenkung nahezu völlig aus, dabei gibt es ja Konzepte.
    Wie zum Beispiel hier zu lesen ist: ArXiv
    Weiteres kann man auf Astrodictum Simplex nachlesen.

    mfg
    101010

  6. #66
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    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    ... hatte man wenige Tage nach dem Einschlag bei Tscheljabinsk herausgefunden, dass dieser Meteorit aus Richtung Sonne kam. Daher konnte er auch nicht rechtzeitig (bzw. gar nicht) entdeckt werden.
    Hallo Toni,

    wie konnte man das denn so genau sagen, ohne genau zu wissen wie schwer der war und vieles mehr. Klingt für mich alles wie Kaffeesatz-Lesen. Aber sie werden es schon wissen? Hmm, ich bin noch skeptisch - und ja, Laie.

    Den Winzling beobachtet haben können zu wollen - falls aus anderer Richtung, ist doch ebenso höchst² spekulativ, selbst um Größenordnungen größere Brocken werden öfters erst entdeckt, nachdem sie an der Erde vorbeigezogen sind. Alles sehr verwirrend. Ich habe auch noch nicht von einem Meteoriten gelesen, der bevor er in die Atmosphäre eingetaucht ist schon beobachtet wurde.

    Gruß,
    Dgoe
    Geändert von Dgoe (26.10.2013 um 19:25 Uhr)

  7. #67
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    Dgoe,
    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    Klingt für mich alles wie Kaffeesatz-Lesen.
    und das klingt nur nach Crank. Das kannst Du besser!
    Du hast hier bereits bewiesen, dass Du deinen Kopf benutzen kannst...
    Man hat reichlich Bild- und Filmmaterial und konnte dadurch die Bahn gut zurückrechnen.
    BTW: Vergiss den Gedanken, dass ein Körper um die Erde herum-spiralisieren könnte bevor er einschlägt. Um einzuschlagen muss er entweder auf direktem Kollisionskurs sein oder Energie verlieren. Den Kollisionskurs lassen wir mal als simplen Fall aussen vor, also den knappen Vorbeiflug:
    Denk dabei an die Swing-By's von Sonden. Die Sonden spiralisieren auch nicht, sondern werden nur leicht abgelenkt. Es gibt dabei einen Punkt der nächsten Annäherung (auch größte Krümmung/Beschleunigung) und danach geht's wieder weg vom Planeten.
    Liegt dieser Punkt der nächsten Annäherung innerhalb der Atmosphäre (siehe auch Aerobreaking) kann der Körper Energie verlieren und ggfs. auf den Planeten stürzen. Bei einem Meteor kann man die Bahn innerhalb unserer Atmosphäre als Leuchtspur sehen.
    Durch die ganzen Aufnahmen konnte man also bei Tscheljabinsk kennt man also recht genau die Bahn ab dem Eintritt in die Atmosphäre. Den Part davor kann man dann errechnen (Himmelsmechanik).

    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    Ich habe auch noch nicht von einem Meteoriten gelesen, der bevor er in die Atmosphäre eingetaucht ist schon beobachtet wurde
    Auch das gab es schon. Simple Suche bei Google: 2008 TC3

    Gruss,
    Christian

    Meine Astro-Page: www.Jeffer.de

  8. #68
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    Hallo Christian,

    beim Kaffeesatz schreiben, dachte ich mir schon sowas. Es ist aber definitiv so, dass dies so aussieht für Laien wie mich, egal welcher Couleur, oder gar für niemanden einer Gruppe, einfach nur für mich. Ich benenne es aus meiner bisherigen Sicht als einfach so, wie es für mich scheint. Dabei habe ich nicht gesagt, dass es dies wäre, sondern nur so aussieht (für mich). Ich bin sicherlich nicht weit von Cranks entfernt, sogar manches verstehen kann, wie wahrscheinlich jeder andere Laie auch. Ich denke auch, dass die Psychologie zwischen beiden, Cranks und interessierten Laien mindestens schwammig zu beurteilen ist, weil sie einfach schwammig ist. Aus mir könnte auch ein Crank werden. Theoretisch. Oder bin ich es schon?

    Mich interessiert dies worüber ich schreibe. Ich habe kein Sendungsbewusstsein für irgendwas, ich verspreche mir keine Weltverbesserung durch meine Beiträge. Mich interessieren Antworten, die ich verstehen kann, bestenfalls - und wenn nicht, dann muss ICh dann mehr lernen.

    mal anders formuliert, ist man als Laie schon 'crank', wenn man aus der Alltagssprache Begriffe benutzt? Wie Kaffeesatz. Ich hätte ja auch einfach sagen können, dass es für mich willkürlich klingt, als Laie. Ganz ohne Kaffee. Oder Kaffeesatz. Ich wollte aber auch bildlich meine Position illustrieren.

    Ansonsten, davon ab, sieh mich doch als moderaten Crank, von mir aus. Mein Güte. Seht mich wie auch immer, als voll durchgeknallt oder sonstwie. ja crank von mir aus, mir gleich.

    Jeder der den Mainstream nicht sofort versteht ist krank oder was. Crank ist schon linguistisch pathologisch veranlagt passenderweise. Ich bin übrigens gerade voll angepi**t durch diese schei*e, die ich gar nicht kannte. Crank hab ich hier zum ersten mal gehört (in einem Thread mit Ich (ohne mich)). So,
    Zensur.

    Gruß,
    Dgoe

    Wie auch immer, danke für dein Lob auch.

    Es ist aber schwierig.
    Geändert von Dgoe (27.10.2013 um 01:01 Uhr) Grund: sternchen

  9. #69
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    Hallo Dgoe,

    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    wie konnte man das denn so genau sagen, ohne genau zu wissen wie schwer der war und vieles mehr.
    Da er auf jeden Fall viele Größenordnungen leichter ist als die Sonne, spielt seine Masse für seine Bahn überhaupt keine Rolle.

    Und woher man seine Richtung kannte, hatte ich Dir bereits verlinkt.

    Herzliche Grüße

    MAC

  10. #70
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    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    mal anders formuliert, ist man als Laie schon 'crank', wenn man aus der Alltagssprache Begriffe benutzt?
    Gerade weil dieser Begriff Crank so vielfältig benutzt wird, mag ich ihn gar nicht erst anfassen (außer jetzt zur Begriffsklärung). Manche meinen mit Crank einfach nur:

    1.
    eine Person mit exzentrischen Ansichten („Exzentriker“, „Spinner“, „Verrückter“)
    Oder:

    2.
    eine Person, die Theorien vertritt, die dem gegenwärtigen Stand der Forschung widersprechen
    Und da ist auch schon das Problem. Würde jemand die erste Definition (inklusive Spinner bzw. Verrückter) meinen, wäre das Beleidigung und somit Regelverstoß - was aber nicht objektiv nachgewiesen werden kann, weil es ja noch eine zweite, neutrale Definition gibt (sich aber nur auf die Exzentrik eines Verhaltens zu beziehen wäre ausnahmsweise auch neutral). Und somit kann jeder schön Crank! rufen, ohne bestraft zu werden, denn man kann sich jederzeit ganz einfach auf die neutrale Definition berufen, selbst wenn es in einer Diskussion nur noch darum gegangen ist, den vermeintlichen Crank zu beleidigen und auszugrenzen.

    Zur zweiten Definition will ich noch betonen, dass sie werturteilslos ist, denn es ist an sich nichts Schlechtes, eine gegensätzliche Theorie zu vertreten. Eine gegensätzliche Theorie zu vertreten kann auch Mut und Verstand bedeuten - der Beweis, dass man nicht dem Mainstream blind folgt. Ich möchte auch nicht ausgelacht oder beschimpft werden, wenn ich sage, dass die Erde eine Scheibe sei. Wenn es um Wissenschaft geht, sollte man nur halt gut begründen können, warum man die Theorie vertritt, und Gegenargumente sauber widerlegen können. Man sollte immer im Hinterkopf haben, dass man auch Unrecht haben kann, selbst wenn das eigene Weltbild wie das einzig wahre erscheint. Aber wenn ich mich nach Widerlegung all meiner Gründe immer noch an meine Scheibentheorie kralle, dann verdiene ich durchaus einen Schlag auf den Kopf.

    Eine aus meiner Sicht bessere Definition steht im Artikel weiter unten, denn hier wird gerade dieser Umgang mit einer solchen Theorie betont:

    Ein Crank ist definiert als ein Mann, dessen Meinung nicht geändert werden kann.
    Wobei hier für mich die Frage auftaucht, wann kann ist. Wie viel Arbeitseinsatz muss ich mindestens aufweisen, um jemanden zurecht als Crank bezeichnen zu können? Fünf unwiderlegte Argumente? Oder vielleicht fünfzig? Kann man nicht allgemein sagen, daher ist das Urteil, dass jener ein Crank sei, eher eine Intuition.

    Außerdem bin ich tendenziell dagegen, einen Menschen nur aufgrund seines Verhaltens im Internet zu beurteilen. Im real life ist doch oft alles etwas anders.
    Geändert von Infinity (27.10.2013 um 02:08 Uhr)

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