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Thema: Meteoritenereignis über Tscheljabinsk

  1. #71
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    Nur weil alle rein menschliche Formulierungen und Umgangssprachliche von Cranks besetzt wurden, sollen die von andere Laien nicht mehr benutzt werden dürfen, ohne als Crank eingetütet zu werden? Hat es hier jemals eine Kultur von Laien gegeben, die nicht krank, sorry cranks sind? Das wäre dann ja mal höchste Zeit.

    edit ps - hab infinity nicht gelesen gehabt, überschneidung
    Geändert von Dgoe (27.10.2013 um 02:23 Uhr)

  2. #72
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    Hallo Dgoe,

    übrigens sehe ich in Dir einen ganz normalen, lernbereiten Menschen, nichts Außergewöhnliches. Und nein, Laien sind natürlich nicht gleich Cranks. Dagegen sind Cranks häufig Laien - häufig auch recht gebildete Menschen.

  3. #73
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    I'm a kaffeeesatz-crank, please, where's the next exit? No, no, don't touch me, it's virulent. Just show me where to get rid of that.

  4. #74
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    So ein Quatsch: http://de.wikipedia.org/wiki/Planetare_Verteidigung. Man macht sich darüber durchaus und auch mit gutem Grund Gedanken. Die vielversprechendsten Konzepte setzen darauf leichte Bahnkorrekturen an echten Problemfällen anzubringen.
    Bernhard, ich habe nicht ohne Grund "wirklich überzeugende Konzepte" geschrieben!
    Wie auf der von Dir verlinkten Wiki-Seite zu ersehen ist, gibt es Konzepte derer viele - seit Jahrzehnten! - Aber was ist denn bisher dabei herausgekommen?
    Nicht ein einziges der zahllosen, ach so hochtrabend klingenden Projekte ist jemals an einem für uns gefährlichen "Planetenkiller" erfolgreich getestet worden. Und mit "Planetenkiller" meine ich nicht diese im Verhältnis lächerlich kleinen erdnahen Objekte, um die es auf der Wiki-Seite ständig nur geht, sondern ich spreche von den "richtigen" Killern, von Asteroiden aus dem Bereich des Asteroidengürtels oder von Kometen, die allesamt die unangenehme Eigenschaft aufweisen, dass sie plötzlich und unerwartet bei der Erde auftauchen! Und in der Regel haben solche Objekte dann nicht nur eine Größe von einigen zehn bis einigen hundert Metern, sondern einige Kilometer!

    Mal angenommen, morgen entdecken Astronomen (oder Amateur-Astronomen ^^) einen neuen Kometen, der in ein paar Monaten die Erdbahn nicht nur kreuzen würde, sondern der mit hundertprozentiger Sicherheit die Erde treffen würde! - Womit wollte sich die Menschheit gegen diesen "Planetenkiller" von - sagen wir mal - 60 km Durchmesser (Komet "Hale-Bopp") verteidigen??!
    Oder das andere Szenario:
    Im Asteroidengürtel stoßen ein 10km-Brocken und ein 50km-Brocken leicht zusammen. Der Kleinere der beiden wird dadurch von seiner bisherigen Bahn abgelenkt und gerät ins innere Sonnensystem. Nach einigen Berechnungen stellt sich heraus, dass er in - sagen wir mal - 2 Jahren die Erde treffen wird. Was will die "wohlorganisierte" Menschheit unternehmen, um die Erde vor dieser alles Leben bedrohenden Gefahr zu schützen??

    Ich sag's Dir: Nichts!!
    Da nicht eines der bisherigen Konzepte für solche Brocken in Frage kommt (von einem erfolgreichen Testlauf ganz zu schweigen), werden die Atommächte als letzte und einzige Option den Versuch mit Atomraketen wählen. - Und was dabei herauskommen wird, wissen wir alle: Es wird nicht das Ergebnis aus Action-Filmen wie "Armageddon" oder "Deep Impact" sein ...

    Endzeitliche Grüße von Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  5. #75
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    Hallo Dgoe,

    nein, ein Laie ist nicht gleich ein Crank (zumindest nach meiner Ansicht; bin selbst nur Laie).

    Lass es mich erklären: Auf der einen Seite sitzen 1000ende Spezialisten, die meinen A sei logisch. Auf der anderen Seite sitzt ein Laie, der A nicht logisch findet.
    Für den Crank liegen die Spezialisten falsch. Ich gehe davon aus, dass meine Logik, mangels Fachwissen, falsch ist und vertraue den Spezialisten (und versuche durch lernen sie zu verstehen). Die Aussage mit dem Kaffeesatz lag jetzt irgendwo dazwischen - "Ich verstehe deren Logik nicht, also ist da auch keine Logik. Reine Spekulation"...

    Gruß,
    Christian

    Meine Astro-Page: www.Jeffer.de

  6. #76
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    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Im Asteroidengürtel stoßen ein 10km-Brocken und ein 50km-Brocken leicht zusammen.
    Hallo Toni,

    ein leichter Zusammenstoß hat nicht genügend Energie, um einen großen Brocken auf einen Kurs aus dem Asteroidengürtel zu bringen. Falls Du mir das nicht glaubst, schau noch mal dieses Thema an.

    Die Gefahr eines Kometeneinschlages hatten wir hier auch schon mal diskutiert. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist verschwindend gering.

    Endzeitliche Grüße von Toni
    http://ev-kirche-neckarsteinach.de/?p=131

  7. #77
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    @Toni: Ich stimme grundsätzlich zu, dass wir - trotz einer endlos langen Liste von möglichen Konzepten - keine demonstrierte, überzeugende, funktionierende Methode kennen, um einen Asteroiden auf Kollisionskurs mit der Erde abzulenken. Anderseits, gerade weil es diese lange Liste von Möglichkeiten gibt, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir, wenn nötig, etwas finden würden. Die ganze Situation wird hier jedoch viel zu sehr auf das unrealistische "Hollywood"-Szenario reduziert: Ein Monsterasteroid bedroht die Menschheit in ihrer Existenz - und es bleiben uns nur wenige Jahre!!! Wie von Bernhard erwähnt, ist das extrem unwahrscheinlich, so unwahrscheinlich, dass es sich kaum lohnt, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Viel realistischer ist in etwa dieses Szenario: ein 50 m Brocken trifft die Erde mit 10% Wahrscheinlichkeit, etwa 30 Jahre später - die Projektion ergibt, dass er irgendwo in einem Streifen herunterkommen wird, der sich vom nördlichen Westpazifik zur Ostküste Brasiliens zieht, und dass er mit einer Sprengkraft explodieren könnte, die in etwa der Tsar-Bombe (50 MT) entspricht. Je nach dem, wo genau er herunter kommt, könnte das Millionen von Menschen töten, oder auch nicht (wenn der Brocken die Erde überhaupt trifft!). Was tun? Für dieses sehr viel realistischere Szenario gibt es eine Reihe von theoretischen Möglichkeiten, u.a. auch, die betroffene Region einfach rechtzeitig zu evakuieren. Letztlich könnte es sogar sein, dass internationale Versicherungskonzerne zum Schluss kommen, dass ein Ablenkungsversuch günstiger ist als die Inkaufnahme des Risikos, und eine entsprechende Mission mitfinanzieren.

    Übrigens hat niemand den Tscheljabinsk-Asteroiden vor seiner Kollision mit der Erde im All beobachtet. Der Einschlag war völlig überraschend. Man hat allerdings seine Bahn rekonstruiert, und er kam tatsächlich aus der Richtung der Sonne auf die Erde zu (allerdings auf einer nicht allzu exzentrischen Bahn). Selbst wenn man gewusst hätte, dass er kommt, hätte man Schwierigkeiten gehabt, ihn zu beobachten. Der bisher einzige Asteroide, den man vor seiner Kollision mit der Erde beobachtet hat, ist 2008 TC3 (der Mutterkörper der Almahata Sitta Meteoriten).
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten
    Final-Frontier.ch - Auf zu neuen Welten

  8. #78
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Letztlich könnte es sogar sein, dass internationale Versicherungskonzerne zum Schluss kommen, dass ein Ablenkungsversuch günstiger ist als die Inkaufnahme des Risikos, und eine entsprechende Mission mitfinanzieren.
    Für Rückversicherungen könnte das tatsächlich ein interessantes Thema sein. Dabei stellt sich dann auch die Frage, wie man mit einer misslungenen Rettungsaktion umgeht. Die Erdbahnkreuzer bleiben also problematisch und deswegen werden die Beobachtungsprogramme sicher weitergehen.

  9. #79
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    Hallo Dgoe,

    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    I'm a kaffeeesatz-crank,
    den Kaffeesatz hattest Du hier zuerst argumentativ ins Spiel gebracht. Den Crank, als Stempel, empfinde ich Dir gegenüber als deplaziert. Dagegen ist das Ignorieren von Gegenargumenten eines der ‚Leitsymptome‘ der ‚Diagnose‘.

    Was ich daran enttäuschend fand war, daß Du zu diesem Zeitpunkt genügend seriöse Informationen hattest um genau so nicht mehr argumentieren zu müssen.



    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    please, where's the next exit?
    direkt vor Deiner Nase. Gegenargumente prüfen und nicht ignorieren.



    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    No, no, don't touch me, it's virulent.
    Nein, ist es nicht. Es ist aber menschlich. Kann man in nahezu jeder Debatte beobachten. Ist bei politischen Auseinandersetzungen auch Verhandlunsgstrategie, wenn es um Interessenausgleich geht.

    Hier aber ist es unklug Gegenargumente zu ignorieren. Der Weg der Wahl ist, sie zu widerlegen. Natur(wissenschaft) ist völlig undemokratisch. Wir dürfen sie zur Kenntnis nehmen, wir dürfen versuchen sie zu begreifen, aber letztlich ist es der Natur völlig egal was wir denken/glauben und sie verhandelt auch nicht, läßt sich nicht überreden oder überzeugen, auch nicht besiegen oder töten. Unbewußte Träume von Unbesiegbarkeit, von Allmacht, enden genau an dieser Stelle. Anders als bei Menschen, ist das Einzige worauf wir wirklich vertrauen dürfen, daß sie sich an ihre eigenen Gesetze hält, nicht aber, daß wir sie schon alle kennen.



    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    Just show me where to get rid of that.
    Das hast Du gar nicht nötig, das weißt Du schon. Laß Dich nicht von dem Impuls verführen, aus dem Bauch heraus zu argumentieren. Prüfe Deine Argumente und die Dir bereits bekannten Gegenargumente und behandele beide mit gleicher Sorgfalt. Wenn Du nur nach Bestätigungen für Deine Gedanken suchst und dabei die Widersprüche ausblendest, wirst Du auf den Bauch fallen.

    Herzliche Grüße

    MAC

  10. #80
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    Hallo Toni,

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Nicht ein einziges der zahllosen, ach so hochtrabend klingenden Projekte ist jemals an einem für uns gefährlichen "Planetenkiller" erfolgreich getestet worden.
    hier hörst Du Dich an, als versäumten wir das bereits seit tausenden von Jahren.



    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Und mit "Planetenkiller" meine ich nicht diese im Verhältnis lächerlich kleinen erdnahen Objekte, um die es auf der Wiki-Seite ständig nur geht, sondern ich spreche von den "richtigen" Killern, von Asteroiden aus dem Bereich des Asteroidengürtels
    die kommen nicht einfach so zu uns.



    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    oder von Kometen, die allesamt die unangenehme Eigenschaft aufweisen, dass sie plötzlich und unerwartet bei der Erde auftauchen! Und in der Regel haben solche Objekte dann nicht nur eine Größe von einigen zehn bis einigen hundert Metern, sondern einige Kilometer!
    Ja.



    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Mal angenommen, morgen entdecken Astronomen (oder Amateur-Astronomen ^^) einen neuen Kometen, der in ein paar Monaten die Erdbahn nicht nur kreuzen würde, sondern der mit hundertprozentiger Sicherheit die Erde treffen würde! - Womit wollte sich die Menschheit gegen diesen "Planetenkiller" von - sagen wir mal - 60 km Durchmesser (Komet "Hale-Bopp") verteidigen??!
    Toni, hier hörst Du Dich an wie ein Weltuntergangsprophet. Was genau willst Du denn damit sagen? Tun wir zu wenig, um dieser Gefahr entgegen zu wirken? Was genau schlägst Du denn als Gegenmaßnahme vor?



    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Ich sag's Dir: Nichts!!
    ach so! Es ging also nur um das Beschreiben unserer Hilflosigkeit.

    Ich sag‘ mal so: In diesem Zustand leben wir seit, na, sagen wir mal 4 Milliarden Jahren. Es hat einige Treffer gegeben, die wir, hätten wir schon existiert, möglicherweise, auch als Spezies nicht überlebt hätten. Nun zeichnet sich seit vielleicht einer halben Generation die theoretische Möglichkeit ab, daß wir eine solche Naturkatastrophe abwenden könnten. Wieviel Geld würdest Du dafür ausgeben, wenn Du nur weißt, daß die Chance dafür bei 1/10 bis 1/100 Millionen pro Jahr liegt und wenn Du weißt, daß Du dafür in 100 Jahren vergleichsweise wesentlich weniger ausgeben mußt?

    Wohlgemerkt, diese Überlegung verhindert ja nicht die aufgezählten kleineren Schritte hin zu diesem großen Schritt.

    Herzliche Grüße

    MAC

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