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Thema: Leuchtschwache Sterne: womöglich Dysonhüllen?

  1. #1
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    Standard Leuchtschwache Sterne: womöglich Dysonhüllen?

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    Ich habe mir heute den Aufsatz Technologie als kosmologischer Faktor von Thomas Ahrendt durchgelesen. Ich zitiere mal eine Stelle aus dem Aufsatz, die natürlich höchst spekulativ ist. Was meint ihr: könnte es sein, dass wir das "stille" Universum falsch deuten?

    Dass der Sternenhimmel nachts nicht völlig dunkel ist, legt nahe, dass die Scheitelpunktthese falsch ist und jede Exo-Kultur ausstirbt, bevor sie das Typ-I-Stadium erreicht. Oder wir denken falsch und der Himmel ist voller "Matrijoschkagehirne": viele konzentrische Dysonhüllen um ein Sonnensystem, wobei die Hüllen nicht nur Plattformen für Leben sind, sondern selbst lebendig sind. Vielleicht sind die roten leuchtschwachen Sterne nicht alt und von geringer Masse, sondern sind heiße, von Radiatoren ummantelte Sterne? Ihre geringe Leuchtkraft ließe sich eventuell auf Licht- und Stromgewinnung und ihr geringes Metallvorkommen auf den Abbau von Metallen für Konstruktionsprojekte zurückführen? Falls diese Matrijoschkagehirne die optimale Lösung für alle intelligenten Lebensformen sind - inklusive organischen Lebens, das in diese riesigen Gedankenhabitate hochgeladen und veredelt wird, wie würde das Universum aussehen, wenn sie weitverbreitet sind?

  2. #2
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    Diese Dysonhüllen sind doch nicht mal Spekulation sondern reine Phantasterei
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  3. #3
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    Hallo Kosmo,

    eine (hypthetische) Dysonsphäre kann die Leuchtkraft ihres Sterns nicht vermindern, sondern höchstens ins infrarote Licht verschieben. Die roten und braunen Zwerge geben aber sehr gut passend zu ihrer Temperatur entsprechend wenig Energie ab. Wie kommt das?

    Herzliche Grüße

    MAC

  4. #4
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    Wenn es Zivilisationen gäbe, welche eine solche Hülle bauen könnte und dies dann noch die Regel sein soll.......
    wieso Kommunizieren diese dann nicht miteinander?

    Würde eine solche "Hochtechnologie" nicht den Kontakt suchen?

    Tom

  5. #5
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    Ausserdem: wenn sie nur deswegen leuchtschwächer wären (was physikalisch Unsinn ist, wie mac schon erwähnt hat), warum sind ihre Massen dann auch so viel kleiner? Warum fallen sie trotzdem auf das HR-Diagramm?
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  6. #6
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    Hallo Leute. Es muss ja nich direkt jeder RZ eine DS sein.

    Aber ihr habt natürlich Recht. An einige genannte Gegenargumente hatte ich auch direkt gedacht. Außerdem liegt man in den Naturwissenschaften ja meist mit dem Naheliegenden (es ist ein RZ) richtig und nicht mit dem, was man sich irgendwie zurechtbiegt.

    Dennoch möchte ich den Artikel empfehlen. Macht Spaß ihn zu lesen.

  7. #7
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    Es muss ja nich direkt jeder RZ eine DS sein.
    Es ist ja nicht so, dass man nicht nach Dyson-Sphären gesucht hätte: http://arxiv.org/abs/0811.2376

    Was natürlich im Umkehrschluss nicht heisst, dass es keine Dyson-Sphären geben könne. Aber innerhalb von 300 pc = 1 Mio sonnenähnliche Sterne gibt es offenbar keine Kandidaten. Das limitiert die Anzahl Dyson-Sphären in der Galaxis auf weniger als 40'000.
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  8. #8
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Aber innerhalb von 300 pc = 1 Mio sonnenähnliche Sterne gibt es offenbar keine Kandidaten. Das limitiert die Anzahl Dyson-Sphären in der Galaxis auf weniger als 40'000.
    Natürlich aber unter der Annahme das die Erbauer es wollten, das ihre Sphäre selbst von einer Zivilisation mit den technischen Stand der Erde entdeckt werden könnten. Ist aber nicht auch anzunehmen, das eine Zivilisation mit den technichen know-how für den Bau einer Dyson-Sphäre die termichen Abstrahleigenschaften so wählen könnte das nicht direkt zu erkennen ist, das es sich um eine risiege Energiequelle handelt? Schliesslich haben auch wir schon Solarzellen entwicklet die Infarostrahlung in Elektrizität umwandeln können. Es wäre also vllt möglich das Spektrum der elektromagnetischen Strahlung soweit zu ädnern, das die Dyson-Sphäre dem Spektralbereich eines stinknormalen Sternes xyz entspricht?!

  9. #9
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    Zitat Zitat von Torsoise
    Ist aber nicht auch anzunehmen, das eine Zivilisation mit den technichen know-how für den Bau einer Dyson-Sphäre die termichen Abstrahleigenschaften so wählen könnte das nicht direkt zu erkennen ist, das es sich um eine risiege Energiequelle handelt? Schliesslich haben auch wir schon Solarzellen entwicklet die Infarostrahlung in Elektrizität umwandeln können.
    Auch eine noch so fortgeschrittene Zivilisation muss sich der Energieerhaltung beugen. Das Einfangen von Infrarotstrahlung und die Umwandlung einer Teil der Energie in Elektrizität ist eine Sache - aber langfristig wird diese Elektrizität ja wieder eingesetzt, also in Form von Wärme wieder abgegeben. Das heisst, insgesamt wird der Stern weiterhin mit derselben Leistung - über alle Wellenlängen summiert - strahlen. Die typische Temperatur dieser Abstrahlung entspricht bei einer Dyson-Sphäre in etwa der Schwarzkörpertemperatur im Sternabstand wo die Strahlung absorbiert wird, bei 1 AU also z.B. ca. 300 K.

    Die einzige Möglichkeit, eine Dyson-Sphäre aktiv zu "verstecken" wäre wohl, sie in einer Entfernung zum Stern zu bauen, bei dem die Schwarzkörpertemperatur jener des Mikrowellenhintergrundes (ca. 3 K) entspricht.

    Es wäre also vllt möglich das Spektrum der elektromagnetischen Strahlung soweit zu ädnern, das die Dyson-Sphäre dem Spektralbereich eines stinknormalen Sternes xyz entspricht?!
    Es ist die Oberfläche der Dyson-Sphäre, die strahlt. Um eine derart gewaltige Oberfläche mit der Strahlungstemperatur eines Sterns zu versehen, benötigt eine gewaltige Energiequelle - viel gewaltiger als der tatsächliche Stern in der Mitte der Sphäre selbst!
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  10. #10
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Auch eine noch so fortgeschrittene Zivilisation muss sich der Energieerhaltung beugen. Das Einfangen von Infrarotstrahlung und die Umwandlung einer Teil der Energie in Elektrizität ist eine Sache - aber langfristig wird diese Elektrizität ja wieder eingesetzt, also in Form von Wärme wieder abgegeben. Das heisst, insgesamt wird der Stern weiterhin mit derselben Leistung - über alle Wellenlängen summiert - strahlen. Die typische Temperatur dieser Abstrahlung entspricht bei einer Dyson-Sphäre in etwa der Schwarzkörpertemperatur im Sternabstand wo die Strahlung absorbiert wird, bei 1 AU also z.B. ca. 300 K.

    Die einzige Möglichkeit, eine Dyson-Sphäre aktiv zu "verstecken" wäre wohl, sie in einer Entfernung zum Stern zu bauen, bei dem die Schwarzkörpertemperatur jener des Mikrowellenhintergrundes (ca. 3 K) entspricht.



    Es ist die Oberfläche der Dyson-Sphäre, die strahlt. Um eine derart gewaltige Oberfläche mit der Strahlungstemperatur eines Sterns zu versehen, benötigt eine gewaltige Energiequelle - viel gewaltiger als der tatsächliche Stern in der Mitte der Sphäre selbst!
    Stimmt, selbst wenn man es schaffen würden ein Teil der WärmeStrahlung in sichtbares Licht umzuwandeln, würden denoch sehr Sternenuntypische Lücken im Gesamtspektrum der ausgesandten Strahlung entstehen.

    Eine Idee noch:

    Spricht etwas pauschal dagegen, eine Stern höherer Energieklasse als einen Stern nidrigerere Energieklasse zu tarnen und die Auftretende Energiedifferrenz (Abstrahlung) zu Speichern und in Periodischen abständen Abzustrahlen (z.b. in eine Richtung des unviersums von der man weiss das von dort niemand zuschauen wird?)?

    Könnte der Stern auch ein doppel System mit einen schwarzen Loch bilden. Und das schwarze Loch dazu benutzt werden die Energie "unaufähling" zu entsorgen (die Energieabfuhr in das schwarze Loch könnte dann auch konstant stattfinden)?

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