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Thema: SpaceX - Ankündigungen, Realität, Zukunft

  1. #401
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    @Bernhard: ich denke, man kennt das auch von Parabelflügen (eines von diesen Flugzeugen erhielt mal den Namen "vomit comet"), aber eben auch von Astronauten. Bei einigen stellt es sich erst nach ein paar Stunden ein, aber bei praktisch allen gewöhnt sich der Körper innerhalb von ein paar Tagen daran. So viel Zeit hat man im BFS nicht... aber ich kann mir zb vorstellen, das es da ein Medikament geben könnte, oder alle bekommen einen Schlauch mit ergonomisch geformtem Ende und automatischer Saugfunktion...

    Was ich noch sagen wollte, man sollte vorsichtig sein mit Vergleichen: der A380 ist aus ganz anderen Gründen gescheitert als die Concorde, und keiner der beiden ist zwingend ein guter Vergleich zum BFS. Wenn dieses 100 Passagiere tragen kann, ist es eher sowas wie ein sehr schnelles Regionalflugzeug von globaler Reichweite und einzigartigem "Flugerlebnis-Aspekt". Diese Kombination hatten wir noch nie.
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  2. #402
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    @Bernhard: ich denke, man kennt das auch von Parabelflügen (eines von diesen Flugzeugen erhielt mal den Namen "vomit comet"), aber eben auch von Astronauten. Bei einigen stellt es sich erst nach ein paar Stunden ein, aber bei praktisch allen gewöhnt sich der Körper innerhalb von ein paar Tagen daran. So viel Zeit hat man im BFS nicht... aber ich kann mir zb vorstellen, das es da ein Medikament geben könnte,
    OK. Mir ist vor einiger Zeit auch mal wieder die gute alte drehende Station aus dem Film "2001 - Odysee im Weltraum" eingefallen. Ohne Fenster und mit guter Steuerung wäre das eventuell eine Möglichkeit auch für Touristen, technisch aufwändig aber vermutlich machbar.

    oder alle bekommen einen Schlauch mit ergonomisch geformtem Ende und automatischer Saugfunktion...
    "ja, klar" /s

    Was ich noch sagen wollte, man sollte vorsichtig sein mit Vergleichen: der A380 ist aus ganz anderen Gründen gescheitert als die Concorde, und keiner der beiden ist zwingend ein guter Vergleich zum BFS. Wenn dieses 100 Passagiere tragen kann, ist es eher sowas wie ein sehr schnelles Regionalflugzeug von globaler Reichweite und einzigartigem "Flugerlebnis-Aspekt". Diese Kombination hatten wir noch nie.
    Auch klar. Die russische Version der Concorde und die BFS haben zumindest diese "komischen" Zusatzflügel vorne am Cockpit gemein.

    Von Bedeutung bleibt die Lautstärke der BFS. Ein Startplatz für eine BFS erscheint damit in Europa vermutlich wirklich sehr unwahrscheinlich. Es geht mir dabei um eine Einschätzung des Gerüchtes von weltweiten Interkontinentalflügen unter einer Stunde. So etwas würde sich extrem gut verkaufen lassen, aber ohne die Realisierung bleibt es entweder ein cleverer Marketing-Gag oder schlicht Unsinn im Rahmen des Themas.
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  3. #403
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    Ach so, ja, Interkontinentalflüge von unter einer Stunde stimmt schon. Die Flüge werden den Orbit erreichen oder allenfalls nur knapp darunter bleiben. Eine volle Orbitperiode ist 90 min...
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  4. #404
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Ach so, ja, Interkontinentalflüge von unter einer Stunde stimmt schon. Die Flüge werden den Orbit erreichen oder allenfalls nur knapp darunter bleiben. Eine volle Orbitperiode ist 90 min...
    Nachdem SpaceX ein Unternehmen ist, wären dann entsprechende "Bahnhöfe" zumindest in den USA, Australien, Afrika + Anrainerstaaten und Russland + Anrainerstaaten denkbar. Bei entsprechender Nachfrage, wäre dann sogar die Maske mit Absaugvorrichtung denkbar.
    Freundliche Grüße, B.

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  5. #405
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    Ich denke, man würde tatsächlich mit ein paar wenigen Stationen beginnen, die möglichst zentral in dicht bevölkerten aber weit voneinander entfernten Regionen liegen. Die Startplattformen könnte man ins Meer vor grossen Städten verlegen.

    Also z.B.:

    Die Westküste der USA
    Die Ostküste der USA
    Der Ärmelkanal als Zugang zu Europa
    Die Küste vor Shanghai
    Die Küste vor Tokyo
    Die Küste vor Mumbai
    Die Küste vor Sydney

    Aber wie gesagt, man müsste zuerst auch beweisen, dass sich das rechnen kann, bzw., dass die Menschen dem ganzen so sehr trauen, dass sie es ernsthaft zu nutzen beginnen (und nicht etwa, dass nur abenteuerfreudige Menschen das ein einziges Mal ausprobieren, wenn sie sich das Ticket leisten können).

    Bei den angepeilten 5000$ pro Flug und 100 Passagieren darf ein einzelner Flug nur eine halbe Million $ kosten. Etwa die Hälfte davon geht für den Treibstoff drauf, die andere Hälfte für die Amortisation des Raumschiffes. Sagen wir, eines kostet 25 Mio $ in der Herstellung (und das ist optimistisch), dann müsste jedes mindestens 100 Flüge durchführen bevor es verschrottet wird.

    Ich denke, wir sind noch mindestens ein Jahrzehnt davon entfernt, aber es ist grundsätzlich möglich. Mir scheint aber, im Moment ist die "Skalierbarkeit" in dem Plan noch nicht gegeben. Es fehlt die Brücke zwischen "heute" und "tausende von Menschen fliegen jedes Jahr interkontinental". Vielleicht beginnt man irgendwann mit einem einzigen Startplatz in LA, und macht dort Touristenflüge rund um die Erde (etwa 24 h lang, bis man wieder genau auf dem Startplatz landen kann). Finden sich da genügend (einige 10 pro Flug?) Touristen dafür, die bereit sind, jeweils ein paar 100'000 $ zu zahlen (das scheint plausibel, hat doch Virgin Galactic bereits einige 100 Reservationen, und diese Flüge gehen noch nicht mal in den Orbit!), könnte SpaceX in etwa rauskommen, so lange das Raumschiff "erster Generation" zumindest einige 10 Flüge oder so durchführen kann. Aber dann braucht es nur einen Unfall und das Vertrauen ist wieder dahin...
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  6. #406
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Die Startplattformen könnte man ins Meer vor grossen Städten verlegen.
    D.h. Du schätzt die Lärmbelästigung als unproblematisch ein? Ich hatte oben einen Lärmradius von 50 km geschätzt, was ja auch schon relativ viel ist.
    Geändert von Bernhard (21.02.2019 um 15:30 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

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  7. #407
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    D.h. Du schätzt die Lärmbelästigung als unproblematisch ein? Ich hatte oben einen Lärmradius von 50 km geschätzt, was ja auch schon relativ viel ist.
    Nein, das wollte ich so nicht sagen. 50 km vor der Küste wäre sicher keine schlechte Distanz... Die Distanz könnten die Passagiere mit einem grossen Hubschrauber oder einer sehr schnellen Fähre überbrücken. Später vielleicht mit einem Hyperloop-Tunnel unter der Wasseroberfläche.
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  8. #408
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    Raketenstarts /Space Shuttle) werden mit 170dB angegeben. Alex Gerst berichtete, dass er den Start einer Sojus in Baikonur in ca. 5km Abstand verfolgt hat. Der Lärm war noch beträchtlich - 120dB? Rakete für 100 Personen dürfte um einiges lauter sein?

    Wenn ich jetzt physikalisch nicht völlig daneben liege, wären nach bekanntem Wissen, dass mit jeder Verdopplung der Entfernung zwischen Schallquelle und Hörer der Schallpegel um 6 dB abnimmt, folgende Entfernungen und Schallpegel zu konstatieren:

    Ausgangswert: Bei 5km 120dB wären in

    10Km 114 dB
    20km 108 dB
    40km 102 dB
    80km 96 dB
    160km 90 dB
    320km 84 dB ...

    Bei 50km Entfernung wäre ein Sojus-Start noch mit ca. 100 dB hörbar (Kreissäge, Motorrad). Ist natürlich eine sehr vage Rechnung. Wenn Ausgangswert 4km und 100dB wäre ... andererseits habe ich keine dB-Werte für Start einer 100-Personen-Rakete. Es verbietet ja auch keiner, den Raketenstartplatz hinter einem Gebirge zu bauen usw. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es optimistischere Werte sein werden.

    Gruß, Astrofreund
    Geändert von astrofreund (21.02.2019 um 16:39 Uhr)

  9. #409
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    Zitat Zitat von astrofreund Beitrag anzeigen
    Bei 50km Entfernung wäre ein Sojus-Start noch mit ca. 100 dB hörbar (Kreissäge, Motorrad).
    Es kommt noch eine gewisse Dämpfung durch die Luft dazu: http://www.sengpielaudio.com/Rechner-luft.htm , aber es bleibt wohl ein ernstzunehmendes Problem. Wobei eine Reduktion der Flugzeit von z.B. Frankfurt nach Baikonur nach Sidney auf 7 Stunden inklusive Umsteigen auch schon interessant wäre.
    Freundliche Grüße, B.

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  10. #410
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    von z.B. Frankfurt nach Baikonur nach Sidney
    Bei suborbitalen (oder gar orbitalen) Interkontinentalflügen machen Umsteige-Verbindungen keinen Sinn. Der Treibstoff-Aufwand ist exakt der Gleiche, bloss die Flugzeit ist etwas länger bzw. weniger lang. Gut, denkbar ist, dass nicht jede beliebige Verbindung zwischen Städten, die einen Start-/Landeplatz haben, wirtschaftlich betrieben werden kann, so dass Umsteigeverbindungen auf gewissen Strecken nötig würden (sagen wir, Durban-London und London-Sydney könnten funktionieren, aber Durban-Sydney eher weniger). Aber grundsätzlich würde ich vermuten, dass Frankfurt-Sydney wesentlich wirtschaftlicher wäre als Frankfurt-Baikonur oder Baikonur-Sydney...

    Für die Schweiz, Österreich und Süddeutschland sollte man eine Start-/Landeplattform im Bodensee bauen...
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