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Thema: SpaceX - Ankündigungen, Realität, Zukunft

  1. #331
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    Wirklich gute Antwort, danke!

    Die Stationen waren natürlich orbitierend gedacht. Aber das Abbremsen wäre tatsächlich ein Problem.

    Das bringt mich auf eine bessere Idee:

    Wieso macht man nicht ein / mehrere Stationen, die so einen Orbit haben, dass sie gelegentlich sowohl die Erde als auch den Mars besuchen? Das wird pro Station natürlich nur alle Dutzend Jahre passieren, aber dafür könnte man ja Dutzende hochschicken, und so die Transportkosten ENORM reduzieren. Naja die Transportdauer wäre dafür ziemlich lang, je nach Konstellation auch mal mehrere Jahre. Wenn man aber genug solcher Stationen hätte, liese sich das eventuell abfangen.

  2. #332
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    Das wären dann sowas wie die Brieftauben damals. "Kostenlose" kosmische Kuriere!

  3. #333
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Geschätzt nicht mehr als ein Dutzend, würde ich sagen.
    Da Du ja nun mal einen Nick aus dem Startrek-Universum trägst, möchte ich folgendes Zitat von einem gewissen J.T.Kirk in Abwandlung bemühen.
    "Eine Schätzung?! Von Ihnen Bynaus?! Hör’n Sie mal, daß ist ja was ganz Neues!"
    Ich denke, wenn Du weißt, wie sich diese Szene fortsetzt, wirst Du es mir nachsehen. ;-)

  4. #334
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Deshalb werden wir die Natur eben auf den Mars mitnehmen. Sonne gibt es da genügend, frische Nahrung wird direkt vor Ort angebaut (ökologische, keine Massenproduktion!), Platz für Bewegung ist da, Wasser gibt es in Form von Eis in grossen Mengen, alles kein Problem. Mars hat all die Grundlagen, die eine menschliche Zivilisation braucht. Wir müssen nur die Menschen dahinbringen (mit ein bisschen "Startkapital"), der Rest ergibt sich dann - über die Jahrhunderte - schon.
    Für den Fall, daß sich die Menschheit nicht selbst abschafft, wird es genau so kommen, davon bin ich überzeugt. Menschen können nicht anders. Und es wird nicht nur der Mars sein. Aber und da muß ich Jakob Recht geben, zum augenblicklichen Zeitpunkt ist dies nur eine Vision, nicht mehr. In meiner Lebensspanne wird diese Vision nicht mehr ihren Startpunkt haben. Ich bezweifle auch, das irgendein anderer Forenteilnehmer dies erleben wird. Mehr als ein paar kleine Ausflüge zum Mars, werden viele von uns wohl nicht zu sehen bekommen. Wenn überhaupt.

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Die Strahlenbelastung auf dem Flug zum Mars ist etwa so, wie wenn man in der Zeit täglich ein Päckchen Zigaretten rauchen würde. Sicher nicht gesund, aber auch kein Todesurteil. Auf der Marsoberfläche beträgt die Strahlenbelastung etwa 40% dieses Wertes, also etwa so wie 8 Zigaretten pro Tag. Strahlenschäden gibt es auf dem also Mars nur, wenn du längere Zeit ungeschützt direkt an der Oberfläche lebst. Das wird jedoch niemand tun - schlafen und arbeiten kann man auch gut unter dem Boden, z.B. in einer Lavahöhle, die künstlich mit Tageslicht geflutet wird (bedenke, dass auch auf der Erde viele Menschen tagsüber ausschliesslich drinnen sind, zumindest in den Industrieländern).
    Gesundheitsrisiken sind noch nie ein Kriterium für Menschen gewesen, eine Sache nicht zu tun. Es wird darüber diskutiert werden, aber letztendlich werden die ausführenden Personen sagen, ist mir Banane, ich mach das jetzt einfach. Deswegen können wir die Strahlenbelastung durchaus in den Skat drücken.

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Wenn mal später mal Fusion etc. zur Verfügung hat, ...
    Alter Verwalter!!! In Sachen Visionen ist EM ein Dilettant gegen Dich. Wir schießen im Augenblick deutlich mehr Energie in einen Tokamak, als am Ende erzeugt wird und Du sinnierst über die Fusion im RS-Antrieb. Respekt!

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Die europäischen Seefahrer der frühen Neuzeit hatten ja diesbezüglich auch keine Wahl.
    Das ist nur bedingt richtig. Wenn sie auf der passenden Erdhalbkugel fuhren, dann war eine Umkehr, dank der Corioliskraft unter Umständen sogar sinnvoll. Im Zweifelsfall gab es aber auch noch die Technik des Kreuzens, also des Segelns gegen den Wind.
    Diese Option haben Marsfahrer wohl eher nicht. ;-)

  5. #335
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    Zitat Zitat von Jakob5 Beitrag anzeigen
    Wieso macht man nicht ein / mehrere Stationen, die so einen Orbit haben, dass sie gelegentlich sowohl die Erde als auch den Mars besuchen? Das wird pro Station natürlich nur alle Dutzend Jahre passieren, aber dafür könnte man ja Dutzende hochschicken, und so die Transportkosten ENORM reduzieren. Naja die Transportdauer wäre dafür ziemlich lang, je nach Konstellation auch mal mehrere Jahre. Wenn man aber genug solcher Stationen hätte, liese sich das eventuell abfangen.
    Also quasi ein Pluto-Orbit im Kleinformat? Das ist sinnfrei. Denn ein "echter" Orbit dieser Art wäre extrem elliptisch und würde in sein Aphel wohl irgendwo zwischen Jupiter und Saturn liegen und im Perihel wahrscheinlich in der Nähe der der Venusbahn. Zeichne es Dir einfach mal auf und rechne aus, welche Transferzeiten Du dabei hättest.
    Eine permanente Ellipse Erde-Mars würdest Du nur dann automatisiert bekommen, wenn Du das Transportmittel so schleichend langsam fahren läßt, das es die Planeten immer in der gleichen Position trifft. Das wäre aber niemals der kürzeste Weg und auf jeden Fall mit Kurs- und Bremskorrekturen verbunden.

  6. #336
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    Zitat Zitat von Jakob5
    Wieso macht man nicht ein / mehrere Stationen, die so einen Orbit haben, dass sie gelegentlich sowohl die Erde als auch den Mars besuchen?
    Buzz Aldrin hätte viel Freude an dir... Solche Stationen nennt man "Cycler", und ja, das wurde auch schon vorgeschlagen. Es ist nicht ganz trivial, wie man das wiederholte Besuchen genau anstellen soll, gerade wenn die Transit-Zeit kurz sein soll: dann brauchst du mindestens zwei Stationen, eine, die die Astronauten auf dem Weg nach aussen brauchen, und eine für den Weg zurück. Aber wie Protuberanz schrieb, wenn der Transfer sehr schnell gehen soll, wird die Bahn sehr exzentrisch, das Ein- und Aussteigen sehr energieintensiv und der "Cycle" des "Cyclers" sehr lang. Für einen schnellen Transfer ist das also nicht die beste Lösung.

    Ich denke dass, ganz langfristig gesehen, so etwas denkbar ist: ein grosses, interplanetares Raumschiff, das tausende oder vielleicht sogar zehntausende von Touristen und Siedlern fasst, stets im All bleibt und an beiden Enden der Reise im Orbit von BFS'en be- bzw. entladen wird. Irgendwann werden Schulkinder auf dem Mars die Heart of Gold (SpaceX' erstes Marsraumschiff soll diesen Namen bekommen...) anschauen und sagen: "Was, in dieser Nussschale hat man damals die Distanz zwischen Erde und Mars zurückgelegt?!? Aber da ist ja kaum Platz darin!"

    Zitat Zitat von Protuberanz
    Ich denke, wenn Du weißt, wie sich diese Szene fortsetzt, wirst Du es mir nachsehen.
    Haha, ich bin schon beeindruckt, dass du weisst, woher mein Nick kommt...

    Und es wird nicht nur der Mars sein.
    Oh ja, natürlich.

    Ich denke übrigens, all das "leere Land" da draussen ist der beste Grund, andere Himmelskörper zu besiedeln. Ein neuer Ort, um eine Gesellschaft nochmals ganz neu aufzubauen, von Grund auf. Es besser zu machen. Wenn man sich die Geschichte des Lebens ansieht, jede sich für das Leben öffnende Nische hat zu einer "Radiation" geführt, der Entwicklung von Diversität. Und Diversität ist gut, denn sie stärkt das Gesamtsystem: je diverser, desto grösser die Chance, dass - egal welche externen Kräfte auf das System einwirken - zumidest ein Teil des Systems überleben wird. Je mehr menschliche Gesellschaften es gibt, und je diverser sie sind, desto grösser die Chance, dass die Menschheit langfristig überlebt. Es geht also nicht einfach um ein "Backup".

    Aber und da muß ich Jakob Recht geben, zum augenblicklichen Zeitpunkt ist dies nur eine Vision, nicht mehr.
    Es ist eine Vision, aber es wird sehr schnell mehr. Die ersten Geräte zum Bau der BFR sind bereits geliefert worden...

    Mehr als ein paar kleine Ausflüge zum Mars, werden viele von uns wohl nicht zu sehen bekommen. Wenn überhaupt.
    Du könntest recht haben - oder aber, positiv überrascht werden. Wer hätte z.B. 1939 gedacht, dass nur 30 Jahre später ein Mensch auf dem Mond landen würde? Technologische Entwicklung verläuft selten gleichförmig, sondern in Sprüngen - immer dann, wenn wir einen neuen Weg finden, Dinge zu tun, wird kopiert und innoviert was das Zeug hält. Und ich habe das Gefühl, wir stehen an dem Punkt just vor einem solchen Sprung. Aber ich kann mich natürlich täuschen.

    In Sachen Visionen ist EM ein Dilettant gegen Dich.
    Ich denke EM ist sich des langfristigen Potentials der Fusion durchaus bewusst. Es hat einfach nicht Priorität bei SpaceX, weil SpaceX so bald wie möglich auf den Mars will und das auch ohne Fusion möglich ist. Wenn Fusion vor dem Marsflug kommen müsste, wäre diese EM's Priorität.

    Wir schießen im Augenblick deutlich mehr Energie in einen Tokamak, als am Ende erzeugt wird und Du sinnierst über die Fusion im RS-Antrieb. Respekt!
    Es gibt viele interessante Ansätze für Fusion in der Weltraumtechnik (siehe z.B. hier: https://www.space.com/37146-nuclear-...aceflight.html). Es ist auch, bis zu einem gewissen Grad einfacher, ein Raumschiff per Fusion anzutreiben als aus dieser Fusion Strom für Haushalte zu erzeugen.

    Das ist nur bedingt richtig. Wenn sie auf der passenden Erdhalbkugel fuhren, dann war eine Umkehr, dank der Corioliskraft unter Umständen sogar sinnvoll. Im Zweifelsfall gab es aber auch noch die Technik des Kreuzens, also des Segelns gegen den Wind. Diese Option haben Marsfahrer wohl eher nicht. ;-)
    Ich meinte das in dem Sinn, wenn ihnen irgendwo in der Südsee der Mast brach, konnten sie auch nicht einfach nach - sagen wir - Portugal zurück kehren um einen neuen einzubauen. Sie mussten Zimmersleute dabei haben, die aus lokalem Material einen neuen Mast erstellen konnten. Heute sind die Zimmersleute Ingenieure, aber das Konzept bleibt das gleiche.
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