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Thema: Meine private Homepage ist wieder online

  1. #21
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    @Monod:
    Hier handelt es sich um einen Mythos, nicht um Wissenschaft.
    Du beschreibst das sehr schön mit diesem Heilsweg und da stimme ich Dir auch zu; wie gesagt geht es nicht um aktuelle Positionen oder Punkte sondern um die Verdeutlichung, welchen Wert Religion überhaupt hat wenn deren Inhalt über die Menschheitsgeschichte ständig hat zurückgestutzt werden müssen auf noch unsichtbare Bereiche. Wie Glaubhaft ist Religion also an sich? Klein Fritz und Religion sind hier in der exakt gleichen Lage.

    @mac:
    Willst Du da nicht doch eher den Glauben gegen Wissenschaft ersetzen?
    Warum sollte ich? Es gibt genug Glaubensbereiche die wissenschaftlich noch nie antastbar waren und es auch nicht sein werden weil sie prinzipiell unüberprüfbar sind. Hier gibt es also nie Reibungspunkte, aber Unterscheidungspunkte.

    hab' ich zitiert.
    Nein, hast Du nicht, zumal ich nirgends schrieb daß ich eine Kirche bräuchte. Daran würde ich mich erinnern.

    Ehrlich gesagt ist mir nicht klar wie Du das Erste vom Zweiten unterscheidest.
    Es ist doch so:
    Glauben deckt ungeprüfte Bereiche ab, Wissen bereits geprüfte Bereiche.
    Das Problem des Glaubens ist, daß die geprüften Bereiche mehr werden und auch hin und wieder bis dahin ungeprüfte Bereiche des Glaubens erfassen.
    Glauben sollte sich also nicht auf ungeprüfte Bereiche, sondern auf unüberprüfbare Bereiche beschränken.
    Das Miteinander der Menschen ist ferner ein großes Thema, Religion ist schließlich Teilmenge der Philosophie. Ich habe nichts gegen religiöse Geschichten die aussagen wie Menschen besser miteinander leben können. In diesem Bereich ist die Bibel ein sehr gutes Buch. "Wenn Du geschlagen wirst, halte noch die andere Wange hin" oder auch die Bergpredigt, das sind Lehren die zum Nachdenken anregen und Tiefe haben. Das ist etwas völlig anderes als Geschichten über einen Gott der sich bemüßigt sieht überall Fossilien zu verstreuen um Ungläubige zu verwirren und eben jene in einem Akt der Massenvernichtung alle zu ertränken. Es wäre nur richtig, wenn die Kirche klarstellen würde daß solche antiken Welterklärungen natürlich schlicht falsch sind und man sie auch nicht als Gleichnis sehen kann (nochmal: für was auch? Daß wir alle einer Inzucht entstammen?) - die wirklich wertvollen Geschichten in der Bibel würden dadurch erheblich aufgewertet werden.

    aber Du gibst doch Ratschläge wie die sich besser verhalten sollten.
    Nein, in dem Text gebe ich keine Ratschläge, ich schreibe nur etwas über die Natur der Religion.

    also auch das kann ich nicht von dem Ratschlag unterscheiden, statt der Bibel ein Lehrbuch zu lesen.
    Wie eben beschrieben; die Bibel und andere Schriften bestehen ja nicht nur aus Weltentstehungserklärungen.

    Gruß Alex

  2. #22
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    Hallo zusammen,

    eines vorweg: ich bin definitiv kein religiöser Mensch. Am Ehesten trifft es wohl der Begriff des Agnostikers. Entsprechend argumentiere ich hier jetzt quasi als Unbeteiligter
    Zitat Zitat von Alex74 Beitrag anzeigen
    Es ist doch so:
    Glauben deckt ungeprüfte Bereiche ab, Wissen bereits geprüfte Bereiche.
    Das Problem des Glaubens ist, daß die geprüften Bereiche mehr werden und auch hin und wieder bis dahin ungeprüfte Bereiche des Glaubens erfassen.
    Glauben sollte sich also nicht auf ungeprüfte Bereiche, sondern auf unüberprüfbare Bereiche beschränken.
    Ist das wirklich so ? Naturwissenschaft und Religion sind doch keine gegenseitigen Antagonisten. Beide haben Ihre "Daseinsberechtigung" aus kpl. unterschiedlichen Gründen. Somit steht einer friedlichen Koexistenz doch nichts im Wege. Und das sah ja auch Heisenberg so („Wer den ersten Schluck vom Becher der Wissenschaft trinkt, wird zum Atheisten. Aber auf dem Boden dieses Bechers wartet Gott.“). Vielleicht haben wir einfach noch nicht genug getrunken ?!...

    In diesem Sinne
    Prost !

    P.S.: Eine Art Bibel V2 kommt doch immer mal wieder. Das nennt sich Katechismus und gibt quasi Anweisungen, wie die Bibel zu interpretieren ist. Auch im Bezug auf mehr oder weniger moderne Fragen.
    Laie mit Leidenschaft

  3. #23
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    Naturwissenschaft und Religion sind doch keine gegenseitigen Antagonisten. Beide haben Ihre "Daseinsberechtigung" aus kpl. unterschiedlichen Gründen.
    Eben das gilt für die unüberprüfbaren Bereiche und jene, die, wie ich schrieb, sich auf das menschliche Miteinander beziehen.
    Bei absoluten Aussagen, die nicht anders interpretierbar sind (z.B. "Gott schuf den Menschen"), muß der Vergleich nicht nur erlaubt sein sondern ist schon in der aussage inhärent da.

    Das nennt sich Katechismus
    Darauf habe ich gewartet Der Katechismus ist aber mehr oder weniger politisch und kann absolute Aussagen nicht relativieren. Dies geht ja nur bei den a priori nicht absoluten Aussagen.

    Gruß Alex

  4. #24
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    Hallo Alex,

    in Deinem Post 21 hätte ich keinen Grund gesehen, mich hier einzumischen. Insofern ist dieser weitaus differenziertere Text von Dir für mich ein Zeichen dafür, daß Du hier nicht nur Religionsbashing betreiben willst. Das ich nicht mit allem was Du dazu schreibst einverstanden bin, reicht im Moment trotzdem nicht für weitere Zeit von mir zu diesem Thema.

    @Monod. Ich finde Deinen Post dazu sehr differenziert und auch versöhnlich und Du hast alles das was ich noch hätte sagen wollen, nachdem ich mich bei Alex meiner Interpretation seiner Texte rückversichert hätte, schon gesagt.

    Herzliche Grüße

    MAC

  5. #25
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    Nein, Bashing ist nicht mein Ziel und um Religion gehts im Artikel ja nicht wesentlich. An der Stelle geht es nur um den Umgang von Religion mit dessen prüfbaren Behauptungen. Religion an sich soll nicht das Thema sein, denn diese besteht ja durchaus aus mehr als nur Welterklärung.

  6. #26
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    Zitat Zitat von Alex74 Beitrag anzeigen
    Nein, Bashing ist nicht mein Ziel und um Religion gehts im Artikel ja nicht wesentlich. An der Stelle geht es nur um den Umgang von Religion mit dessen prüfbaren Behauptungen. Religion an sich soll nicht das Thema sein, denn diese besteht ja durchaus aus mehr als nur Welterklärung.
    Hatte gerade eine Antwort getippt, als ich deinen Post las und Du hast natürlich recht, dass Religion hier nicht das Thema ist. Also belassen wir es dabei, dass es einfach eine "Glaubensfrage" ist. So wie mit "Beatles oder Stones ?"....und denen die beides mögen
    Laie mit Leidenschaft

  7. #27
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    @ Alex:

    ... um die Verdeutlichung, welchen Wert Religion überhaupt hat wenn deren Inhalt über die Menschheitsgeschichte ständig hat zurückgestutzt werden müssen auf noch unsichtbare Bereiche. Wie Glaubhaft ist Religion also an sich?
    Welchen Wert hat Religion? Ich denke, Religiöse und Nicht-Religiöse haben da voneinander verschiedene Urteile. Ein religiöser Mensch verortet Religion in das Zentrum seines Daseins, da für ihn sinnstiftend. Der Wert bemisst sich für ihn nicht in der Stimmigkeit mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern darin, was Religion ihm ganz persönlich an Geborgenheit durch Eingebundensein in einen überweltlichen Zusammenhang geben kann. Über bestimmte rituelle Handlungen wird sich dieses Eingebundenseins vergewissert - gewissermaßen also der Glauben erneuert und die Bindung an Gott bekräftigt - "der Bund neu besiegelt". Aus der Glaubensperspektive heraus besitzt Religion einen Wert, der alles andere transzendiert, weil das Leben des Gläubigen in seiner Gänze darauf ausgerichtet ist und von dorther seinen eigentlichen Sinn und Wert erhält. Von daher kann es für einen Gläubigen nichts Wertvolleres geben als Religion.

    Völlig konträr dazu die Sicht des Nicht-Religiösen: Für ihn hat Religion entweder jeden Wert verloren (wenn er vorher religiös war) oder nie einen Wert besessen. Religion ist für ihn lediglich ein Relikt aus früheren Zeiten, das sich aber heute überlebt hat, auch wenn Religion heute noch praktiziert wird. Wenn ich von mir persönlich ausgehe, bedeutet das, dass mir die religiösen Lehren - sei es aus Bibel, Koran oder sonstwas - allenfalls aus kulturhistorischer Sicht interessant erscheinen, aber darüber hinaus auf mich keinerlei sinnstiftende Wirkung ausüben. Aufgrund meines Unglaubens fühle ich mich ebenso religiösen Gemeinschaften nicht verbunden und teile ihre Rituale nicht. Dass die alten Texte keine Welterklärungen bieten, die mit dem heutigen Wissen mithalten könnten, stört mich nicht, da es sich ja nicht um Lehrtexte für Naturwissenschaften handelt, sondern um Mythen, die z.T. bis zu 3000 Jahre alt sind. Von daher erwarte ich darin gar keine wie auch immer geartete Beschreibung des Urknalls oder der Evolution. Also muss ich auch hier keinerlei Wettbewerb konstruieren, wer denn mit seiner Lehre mehr recht hat und wer weniger oder gar nicht.

    Natürlich sind die alten Mythen - wenn man sie denn als Wissenschaft auffassen will - hoffnungslos veraltet und restlos als falsch und unzutreffend widerlegt worden. Den Anspruch, hier handle es sich um eine gültige Beschreibung dessen, was sich einst ereignet hat, die buchstäblich wahr ist, halten nur eine kleine Minderheit von Fundamentalisten aufrecht. Die große Mehrheit der Religiösen sieht das sehr gelassen und trennt da fein säuberlich zwischen Heilswegbeschreibung und Wissenschaften. Sorgen muss man sich dann machen, wenn die fundamentalistische Minderheit ihren Einfluss auf die Politik dahingehend geltend macht, dass z.B. verkappte Gottesbeweise als naturwissenschaftliche Theorie gleichrangig neben echten naturwissenschaftlichen Theorien im Fachunterricht gelehrt werden sollen (konkret: ID parallel zu Evolutionsbiologie). Hier ist dann eine Grenze überschritten, wo man eingreifen muss. Mit dem Wert oder Unwert von Religion hat das allerdings nichts zu tun, eher schon mit dem Missbrauch von Religion zur Durchsetzung politischer Ziele.

    Monod
    Das Universum trug weder das Leben, noch trug die Biosphäre den Menschen in sich. Wenn er diese Botschaft in ihrer vollen Bedeutung aufnimmt, dann muss der Mensch endlich aus seinem tausendjährigen Traum erwachen und seine totale Verlassenheit, seine radikale Fremdheit erkennen. Nicht nur sein Los, auch seine Pflicht steht nirgendwo geschrieben. Es ist an ihm, zwischen dem Reich und der Finsternis zu wählen.

    Jacques Monod - Zufall und Notwendigkeit

  8. #28
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    Gibts hier eigentlich irgendwelche Star-Wars-Fans?

    Ich habe eine Art Videorezension auf die Beine gestellt, die sich mit den Star Wars Prequels beschäftigt, anhand der originalen Trilogie.

    Sie ist hier zu sehen:
    Star Wars Prequels - wie sie wirklich hätten sein müssen

    Oder der direkte Link auf youtube:
    http://www.youtube.com/watch?v=2WJs7...ature=youtu.be

    Sozusagen als Bonus gibt am Ende, beim Abspann, noch ein Stück Musik von mir was ganz gut paßt da nun meine Seite www.gute-musik.org nach dem Servercrash von letztem Jahr auch wieder online ist.

    Gruß Alex

  9. #29
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    Ich freu mich aufg 7, 8 , und 9. Ich hab immer gewusst dass die noch kommen. Wie kommt eigentlich der Roman voran? Schon 2 Monde simuliert? Das geht mit meinem Simulator im Euler inzwischen ganz gut, auch wenn Bernhard was anderes sagt.

    mfg
    101010

  10. #30
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    Eure Tipps waren super; der Roman kommt voran, allerdings schreibt sie gerade auch an 2-3 Kurzgeschichten.

    Ich freue mich übrigens auch auf die neuen Star Wars Teile aber ich hoffe sie werden gänzlich anders gemacht als die Prequels. Immerhin hat Lucas das ja nun komplett abgegeben was ich so gehört habe...

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