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Thema: Umfrage: Außerirdisches Leben

  1. #11
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    bei der Anzahl der Sterne allein in unserer Milchstraße, dazu die Anzahl der (bisher bekannten) Planeten, da ist eine Art von "Leben" wie auch immer das aussehen mag sehr wahrscheinlich.
    Ja, ich glaube! Nicht an Gott, aber an die Außerirdischen!

    Tom

  2. #12
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    Meine Vermutung ist, dass Leben überall entstehen kann, wo es ihm möglich ist eine geeignete (chemische?) Reaktionsabfolge zu starten ("Fühlen" sich die Elementarteilchen sogar gezwungen, Verbindungen einzugehen, die Leben hervorbringen, wo es ihnen nur möglich ist?). Das würde bedeuten, das quasi in jeden Sternsystem Primitivlinge rumkreuchen und fleuchen. Dass komplexe/intelligente Selbstorganisationstalente entstehen, die sich selbst und ihre Umwelt begreifen, wird zwar durch kosmische Ereignisse wie Asteoriden oder harte Strahlung (etc.) eingeschränkt, aber ganz einfach durch die schiere Masse an potentiell lebensfreundlichen Habitaten, allein in unserer Galaxis, kompensiert.
    Unsere Erde hat schon sehr viele globale Katastrophen hinter sich, und dennoch schreiben wir hier als eines dieser Talente. Leben scheint äußerst hartnäckig.

    Ich schätze die Zahl der Zivilisationen in der Milchstraße, die unseren Entwicklungsstand oder einen darüber hinaus besitzen, auf einige Dutzend

    lg
    Xeno
    Geändert von Xeno (05.07.2012 um 00:45 Uhr)

  3. #13
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    Zitat Zitat von Xeno Beitrag anzeigen
    Ich schätze die Zahl der Zivilisationen in der Milchstraße, die unseren Entwicklungsstand oder einen darüber hinaus besitzen, auf einige Dutzend
    Wenn es die zum jetzigen Zeitpunkt schon in mehreren Dutzend geben soll, dann frage ich mich, warum bislang noch keine Zivilisation so weit fortgeschritten ist, dass sie sich über die ganze Galaxis ausgebreitet hat? Meine persönliche Meinung ist: Zivilsationen sind selten; seeeeeeeehr selten.

  4. #14
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    Hallo Xeno,

    wenn man bei solchen Fragen den allzu verständlichen Wunsch zum Vater des Gedanken macht und geblendet durch solche Präferenzen keinen Gedanken darauf verschwendet, was denn gegen diese ‚Überzeugung‘ spricht, landet man ziemlich sicher im Sumpf.

    Kosmo weist hier zu Recht auf das Fermi Paradoxon http://de.wikipedia.org/wiki/Fermi-Paradoxon hin.

    Mach Dir dazu bitte klar, wie viel Zeit vergangen ist zwischen dem Auftauchen des Homo Sapiens, bis hin zu Zivilisationen die das Schwerefeld der Erde (noch) vorübergehend verlassen können. Setze das in Bezug zu einer sehr pessimistischen Schätzung, wie lange es dauern wird, bis einige (millionen) von uns, mit 0,01 c in Habitaten über Jahrhunderte hinweg reisen können. Ich denke es wird diese Zeitspanne, wenn wir es überhaupt schaffen, nur unwesentlich verlängern. Wenn dieser Schritt funktioniert, können wir uns mit etwa dieser Geschwindigkeit über die Milchstaße ausbreiten. Das dauert 75000 Lichtjahre / 0,01 Lichtgeschwindigkeit = ca. 10 Millionen Jahre. Und wir bewohnen den Raum jeder Sternumgebung der Milchstaße, deren Stern uns nahe genug heran läßt.

    Diese Überlegung, kombiniert mit Deiner Vermutung, führt zwangsläufig zum Fermi Paradoxon.

    Ob eine solche Reise (mit Techniken der kontrollierten Kernfusion) auch über die Abgründe zwischen den Galaxien möglich wäre, wollte ich schon länger bei Gelegenheit mal nachrechnen. Kommt immer wieder was dazwischen. Neulich erst vier Wochen Kanada. Kann ich nur begeistert empfehlen!

    Herzliche Grüße

    MAC
    Geändert von mac (06.07.2012 um 00:02 Uhr)

  5. #15
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    Ich kann mir gut vorstellen das neben uns in der Milchstraße noch ein paar Zivilisationen stecken die es nicht weit übers mittelalterliche hinaus geschafft haben weil ihnen einfach dafür nötige Ressourcen wie Erdöl, Kohle oder Ähnliches fehlen. Die dortige Natur muss ja keine Bäume haben, kann früher Holz-zersetzende Bakterien erschaffen haben, da wären viele Szenarien möglich.

    mfg
    zur Umfrage: Kevin, kannst du deine Frage präzisieren oder eben die Antworten nach deinen Vorgaben auswerten?
    101010

  6. #16
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    @Kosmo & mac:
    Das ist ein invasiv menschlicher Gedanke, die Kolonisation. Und auch ineffektiv, da man sowieso nicht lange mit Freude lebt, abseits eines gleich großen Gravitationsfeldes wie der Erde. Wenn die Menschheit in ferner Zukunft noch existiert, werden sie künstliche Habitate mit erdähnlicher Gravitation im halben Sonnensystem gebaut und besiedelt haben. Ist die Zeit gekommen, dann ab zum nächsten Stern. Ein üppiges Sternsystem reicht meiner Meinung völlig. Das jetzige Modell "Fressen und Ficken" bis die Galaxie voll mit uns und leer an Rohstoffen ist, beweist für mich, dass wir noch lange nicht so weit sind uns auf ein Szenario einer "fortschrittlichen" Zivilisation festzulegen, das in 500 Jahren unvorstellbar anders aussehen wird.
    Mir entzieht sich zudem der Sinn mehreren, der zur Echtzeitlichen Kommunikation zum Heimatsystem entsagenden (~ > 0,5 ly. Naja, ziemlich weit gefasst ), unabhängigen Kolonien. Meiner Meinung findet sich in diesem Durchmesser alles, was man braucht, auch für eine große Anzahl an Lebewesen
    Der Mensch geht von sich selber aus, aber nicht von dem was er sein könnte. Denn noch ist er ein Raubtier, mit der gegebenen Möglichkeit der Vernichtung oder kompletten Regulierung unseres selbst. Ich finde, darauf sollte man nicht aufbauen
    In Sachen Technologie und "Bewusstsein" ist vieles auch noch gar nicht absehbar.

    lg
    Xeno

    ps: Kanada klingt schön
    Geändert von Xeno (06.07.2012 um 12:10 Uhr)

  7. #17
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    Zitat Zitat von Xeno
    Das jetzige Modell "Fressen und Ficken" bis die Galaxie voll mit uns und leer an Rohstoffen ist, beweist für mich, dass wir noch lange nicht so weit sind uns auf ein Szenario einer "fortschrittlichen" Zivilisation festzulegen, das in 500 Jahren unvorstellbar anders aussehen wird.
    Wer sagt denn, dass das zwingenderweise so gemeint ist? Denkbar wäre auch, dass z.B. eine Zivilisation weltraumadaptierte biologische Wesen hervorbringt, die sich danach in der neuen ökologischen Nische Weltraum ausbreiten. Oder dass eine Zivilisation selbstreplizierende Roboter hervorbringt, die sich (gewollt oder ungewollt) ausbreiten. Dass eine Zivilisation ein künstliches Radio-Leuchtfeuer baut, das in der ganzen Galaxie und darüber hinaus als klares Zeichen von Zivilisation und Intelligenz sichtbar ist.

    Wenn du die Zahl der Zivilisationen in der Milchstrasse auf einige Dutzend schätzt, dann muss es in der Geschichte der Galaxis schon Millionen Zivilisationen gegeben haben. Wie willst du mit Sicherheit ausschliessen, dass keine von ihnen auf eine dieser Ideen gekommen ist? Murphy's Law stellt sicher, dass alles, was schief gehen kann, auch irgendwann schiefgehen wird. Die Lösung, dass es eben nicht "Dutzende" Zivilisationen pro Galaxie gibt, sondern "<<1" ist da viel robuster mit unserer Nichtbeobachtung von anderen Zivilisationen verträglich.
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  8. #18
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    @Bynaus:
    Murphys Law klingt plausibel, doch weiß man nicht mit Sicherheit, wie lange es der Galaxis möglich ist, Leben hervorzubringen. Vielleicht war da der Startschuss erst etwa vor ~ 5 Mrd. Jahren, als genug schwere Elemente angereichert waren. Dann wären die Zivilisationen etwa zeitgleich mit uns entstanden (abgesehen von Parametern der globalen Katastrophen, die vielleicht sogar nötig sind, um so etwas wie uns hervorzubringen), +/- paar hundert Millionen Jahre. Dann wäre die Geschichte der Galaxis gerade erst am anfangen. Ich sehe gerade, das wir über diesen Prozess fast gar nichts wissen und alles hochspekulativ ist

    Darüber hinaus revidiere ich meine geschätze Zahl der Zivilisationen auf etwa ein Dutzend, die zeitgleich mit uns existieren . Ihre Fortschrittlichkeit sei mal dahingestellt

    lg Xeno
    Geändert von Xeno (06.07.2012 um 12:37 Uhr)

  9. #19
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    Vielleicht war da der Startschuss erst etwa vor ~ 5 Mrd. Jahren, als genug schwere Elemente angereichert waren.
    Genügend Metalle gab es schon deutlich früher. Mindestens seit 8 Mrd Jahren. Es gibt auch Planeten um 12 Mrd Jahre alte Sterne.

    Dann wären die Zivilisationen etwa zeitgleich mit uns entstanden
    Warum sollte ein Prozess, der auf einer rein zufälligen Evolution basiert, die keineswegs Zivilisationen hervorbringen muss, dies wenn überhaupt, dann doch immer in fast exakt (~2%) derselben Zeitspanne tun?

    Um dir ein Beispiel zu geben: Wir sind uns wohl einig, dass man durch Würfelwürfe prinzipiell die Sequenz 6-5-4-4-6-1 erhalten kann. Es ist nicht einfach, aber durchaus möglich. Wenn man nun Millionen von Würflern damit beauftragt, nach genau dieser Sequenz Ausschau zu halten: werden sich dann alle nach in etwa derselben Zeitspanne (~2%) mit ihren Funden melden? Bestimmt nicht.
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  10. #20
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    Zitat Zitat von Xeno Beitrag anzeigen
    Das jetzige Modell "Fressen und Ficken" bis die Galaxie voll mit uns und leer an Rohstoffen ist [...]
    Davon hat niemand gesprochen. Es kann sich genau so um eine Ausbreitung zum Forschungszweck handeln, bei der andere Lebensformen und Ressourcen geschützt werden. Ich halte es für zwangsläufig, dass sich Zivilisationen (denen ich grundsätzlich Neugierde unterstelle) ab einer gewissen Entwicklungsstufe ausbreiten und sei es nur durch sich selbst reproduzierende Maschinen. Natürlich werden viele Zivilisationen durch kosmische Katastrophen,Kriege und andere Ereignisse wieder ausgelöscht, aber bei deiner optimistischen Zahl hat es schon sehr viele Zivilisationen gegeben. Wenn es nur jede Millionste schafft, eine solch hohe Entwicklungsstufe zu erreichen, sollte dies bei deiner Annahme bereits in der Milchstraße gelungen sein.

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