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Thema: Mars One

  1. #61
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    ich weiß nicht ob eine effiziente Aufspaltung der Co2 Atmosphäre wirklich in großem Stil möglich wäre
    Da die Verbrennung des Methans wieder zu CO2 erfolgen würde, könnte man aus dieser Reaktion höchstens gleichviel Energie rausholen, wie man reingesteckt hat.

    Aber du hast schon recht - wie ich in meinem Artikel zum Thema geschrieben hatte, ist die Energiearmut der Marsoberfläche, das völlige Fehlen von geeigneten, lokalen Energieträgern einer der wichtigsten Gründe dafür, warum ich daran zweifle, dass das Vorhaben Erfolg haben wird. Natürlich kann man Solarzellen mitbringen - aber man kann vor Ort keine herstellen, zumindest am Anfang nicht. Das macht die Kolonie stark von der Erde abhängig.
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  2. #62
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    Zitat Zitat von Major Tom Beitrag anzeigen
    - Stimmt leider - ich weiß nicht ob eine effiziente Aufspaltung der Co2 Atmosphäre wirklich in großem Stil möglich wäre - wenn, dann sich er nicht in der ersten Besiedlungsphase

    http://www.netzeitung.de/wissenschaft/1334837.html

    MT
    Aber für eine Rückkehr zur Erde! S. http://www.raumfahrer.net/astronomie...rsdirect.shtml

  3. #63
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    @klausH
    Der kritische Punkt ist halt eben der Faktor Energie - und die ist auf dem Mars ein seltenes Gut.
    Photovoltaik, Wärmekollektoren, Windkraftanlagen und meinetwegen Geothermie können schon auf der Erde relativ schwer mit technischen Energieerzeugern konkurrieren - auf dem Mars wäre die Energieausbeute leider noch geringer und der Aufwand höher sodaß der Import eines Kernreaktors oder eines Radioisotopengenerators wahrscheinlich früher oder später unumgänglich wird - wie es ja auch in dem von Dir verlinkten Szenario geschieht.

    MT

  4. #64
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    Photovoltaik, Wärmekollektoren, Windkraftanlagen und meinetwegen Geothermie können schon auf der Erde relativ schwer mit technischen Energieerzeugern konkurrieren
    ja. aber nur, weil Öl so billig ist, und man es nur anzünden braucht.

    Solarzellen kann man einfach aus Mondgestein herstellen, hat eine Studie bewiesen. Einziger Nachteil: Effizienz. Knapp 1%, wenn ich mich richtig ereinnere.


    Ein kleiner RTG wäre schon toll, der halt so viel Leistung hergeben müsste, dass er genug Sauerstoff aus der Atmosphäre freischlagen und diesen etwas verdichten kann. Und vielleicht noch ein paar Watt für LED Beleuchtung. Die Abwärme wäre dann ein zusätzliches Benefit. Damit könnte die Siedlung auch einen Monatelangen Stromausfall überleben.

  5. #65
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    Ein kleiner RTG wäre schon toll
    Da dessen Leistung relativ gering ist, müsste man ihn nahe am Habitat haben (gerade, um die Abwärme zu nutzen). Ich glaube nicht, dass ich über längere Zeit neben einem RTG im gleichen Raum schlafen möchte... Zudem degenerieren die Thermoelemente von RTGs relativ schnell (schneller auf jeden Fall als die Halbwertszeit des strahlenden Isotops). Wenn schon müsste es ein kleiner, selbstregulierender Reaktor sein, den man einige 100 m von der Siedlung entfernt im Boden eingräbt. Aber solche Dinger gibts heute (noch) nicht zu kaufen, und seine Beförderung zum Mars dürfte auch nicht ohne Probleme sein. Man könnte vielleicht einen industriell hergestellten Solarsatelliten (für die Erde gedacht) zum Mars zu schicken, und die Astronauten eine Empfangsstation aufbauen zu lassen. Aber auch das ist 2023 wohl noch nicht möglich.

    Und dann bleibt eigentlich wirklich nur noch Solarenergie. Es gibt ja mittlerweile "spray-on" Solarzellen, oder solche, die aus einem relativ gewöhnlichen Drucker kommen. Man bräuchte dann halt eine Maschine, die aus Marssand die "Tinte" dafür herstellt. Ein richtiger 3D-Drucker bzw. ein FabLab wäre ohnehin ein wichtiges Gerät für eine solche Kolonie.
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  6. #66
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    Ich habe ein wenig in den FAQ gestöbert. Dort geben sie ganz offen zu - was auch offensichtlich ist: Zeit für Experimente mit einer alternativen Regierungsform, Mars-Religionen oder gar Kinder wird es nicht geben. Die Siedler werden schlichtweg vollauf damit beschäftig sein zu überleben.
    Wenn einer der Siedler stirbt - so wird in der FAQ geschrieben - wird es eine würdige Zeremonie geben.
    Naja....

    Gleichzeitig wird meiner Ansicht nach exzessives Recycling auf dem Mars absolut unumgänglich sein. Sinnvoll (wenngleich wenig feinfühlig) wäre es wohl, den Leichnahm zu shreddern und als Dünger für die Gärten zu verwenden. Die ganzen Nähr- und Mineralstoffe sind bestimmt viel zu wertvoll, um sie auf einem Friedhof zu -sorry- verschwenden.
    Ich hoffe nur, dass die Siedler (oder deren spätere Nachkommen) nie an einen Punkt kommen, an dem sie das recyceln auslassen und gleich ein BBQ veranstalten.

  7. #67
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    Sinnvoll (wenngleich wenig feinfühlig) wäre es wohl, den Leichnahm zu shreddern und als Dünger für die Gärten zu verwenden. Die ganzen Nähr- und Mineralstoffe sind bestimmt viel zu wertvoll, um sie auf einem Friedhof zu -sorry- verschwenden.
    Das denke ich auch. Aber ich glaube nicht, dass ein Marssiedler damit ein grosses Problem hätte: er würde quasi in den Kreislauf der Kolonie zurückgeführt. Irgendwie doch auch eine romantische Vorstellung.

    Es würde aus Gründen der Pietät ja ausreichen, ihn zu kremieren (und die Abwärme zur Heizung der Kolonie, oder so, zu nutzen). Aus der Asche lassen sich dann all die wichtigen Mineralstoffe (insbesondere Phosphat) gewinnen.
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  8. #68
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    Hier ein aktueller Bericht bei New Scientist.

    "Das Projekt offiziell kommentieren wollten aber weder Vertreter des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) noch der europäischen Raumfahrtbehörde ESA."

    Als Offizieller würde ich das auch nicht kommentieren wollen bei den angesetzten Kosten von 6 Mrd.$. Ich erinnere nur mal an -> "Die Grundlagen für die Kolonie legen roverartige Roboter noch vor Ankunft der Astronauten. Wasservorrat, Energiereserve und erste Nahrungsmittel sollen in konstruierten Behausungen auf dem Mars auf ihre neuen Bewohner warten, wenn sie sich auf ihren anstrengenden, achtmonatigen Flug machen."

    Die Flughafengesellschaft BER lässt schön grüßen.

  9. #69
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    Cool

    Namaste,
    Zitat Zitat von Kosmo Beitrag anzeigen
    Hier ein aktueller Bericht bei New Scientist.
    Ich bezweifle, dass genug Geld zusammenkommt, um Menschen in den sicheren aber langsamen Tod zu befördern.
    Aber ich halte es keine dumme Idee, moderne Medien zur Geldgewinnung für solche Projekte aus zu nutzen.

    BigBrother auf dem Mars könnte viel Geld bringen - besonders wenn man den Hinflug alla Verschwörungstheorie nur medial inszeniert.


    Gruß
    Tilleke
    Die das Privileg haben zu wissen, haben die Pflicht zu handeln.
    (A.Einstein) zum Thema Ethik und Glauben
    Namaste

  10. #70
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    Ich bezweifle, dass genug Geld zusammenkommt, um Menschen in den sicheren aber langsamen Tod zu befördern.
    Der Flug zum Mars ist nicht so furchtbar teuer - die sichere, sofortige Rückkehr zur Erde ist es. Die Kostenschätzung von MarsOne ist deshalb nicht so unrealistisch. Ich teile Bas Landtorp's Meinung, dass die potentiellen Einnahmen aus einer solchen Unternehmung, bei effektiver, weltweiter Vermarktung, die Kosten für ein Einwegticket zum Mars längst decken werden. Man denke nur z.B. an die Olympischen Spiele: Dort werden durch weltweite Vermarktung ebenfalls Milliardeneinnahmen generiert - und ich bin sicher, dass die erste bemannte Marslandung weit mehr Menschen interessieren wird als die Olypischen Spiele! Man wird wohl darauf achten, dass Menschen aus allen Kontinenten unter den Kandidaten sind.

    Dieser "sichere und langsame Tod" gibts übrigens auch auf der Erde: dort nennt man ihn "das Leben".
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