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Thema: Einige Fragen als Astronomie-Neuling

  1. #11
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    Zitat Zitat von Ysuran Beitrag anzeigen
    Danke, ich werd mal den Sterntest machen und schauen was dabei rauskommt.
    Hallo Ysuran,

    für den Sterntest braucht man tatsächlich ein halbwegs gutes Seeing, weil man dort ja die Beugungsringe bei hoher Vergrößerung verwendet. Ein etwas gröberer Test geht auch bei kleiner Vergrößerung. Stelle einen hellen Stern so unscharf, dass man eine ausgedehnte, kreisrunde Ausleuchtung sieht. In dieser Ausleuchtung sieht man dann den Schatten des Fangspiegels, sowie die Streben der Aufhängung des Fangspiegels ("Spinne"). Der kreisrunde Schatten des Fangspiegel sollte dann schön mittig in der Ausleuchtung sitzen. Sollte das nicht der Fall sein kann man diesen Fehler mit den Justierschrauben des Hauptspiegels hinten am Teleskop beheben.

    Für die korrekte Justage des Fangspiegels braucht man dann entweder den Sterntest oder einen Justierlaser, wobei der Sterntest etwas zuverlässiger ist.

  2. #12
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    Ich war gestern nochmals draußen, habe den Sterntest durchgezogen. Leider war das Seeing miserabel, aber das konnte ich nicht ändern. Was ich sehen konnte, konnte ich mir auch ohne Seeing vorstellen. Ich hatte bei der extrafokalen Anzeige einen Sternenring, der ungefähr aus 6-7 Ringen bestand. Bei der introfokalen Anzeige hatte ich dasselbe, diesmal aber nur aus 2 Ringen bestehend. Sowohl bei beiden war der Fangspiegel mittig und alles schön synchron.

    Hat das mit den Ringunterschieden etwas zu tun? Sollte ich dem nachgehen oder ist das unwichtig? ^^

  3. #13
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    Zitat Zitat von Ysuran Beitrag anzeigen
    Sollte ich dem nachgehen oder ist das unwichtig? ^^
    Hallo Ysuran,

    Vergleiche Dein Ergebnis mal hiermit http://pteng.de/astro/justage/justage.htm und klicke dort auf Newton-Justage. Dort bekommst Du etliche Bilder zum Vergleich. Wenn das nicht weiterhilft, müsstest Du mal einen Spezialisten in Deiner näheren Umgebung bitten, das Teleskop zu begutachten.

  4. #14
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    Hallo Ysuran,

    glückwunsch zum Einstieg in unser schönes Hobby.

    Ich schreib ein bissy zeitversetzt, weil ich grad im Urlaub in USA bin und dort nicht immer einen Campingplatz mit Wifi finde...

    Dein Omegon Newton ist ein preisgünstiges Modell zum Einstieg. Was Du bisher geschrieben hast von der Schärfe her klingt nach falsch justiertem Spiegel oder zu warmer Optik.

    So ein Teleskop darfst net einfach aus der Wohnung raus schleppen, aufbauen und durchgucken. Du mußt das Teil (Spiegel + Metallrohr) sich an die Nachttemperatur etwa ne Stunde angleichen lassen. Is doof, aber so isses. Kenn ich aus Erfahrung... Es wäre gut, wenn Du es irgendwo (Garage, Keller) kühl lagern könntest. Dadurch verringert sich die Auskühlzeit.

    Erst wenn der Spiegel und das Rohr die selbe Temperatur wie die Nachtluft hat, kannst vernünftig nen Sterntest machen. Dabei darfst dann aber net über aufgeheizte Parkplätze oder Hausdächer gucken. Denn von dort steigt die ganze Nacht hindurch Warmluft auf und da kannst net scharfstellen oder den Spiegel zum Fangspiegel und Okularauszug justieren...

    1. Geschaut wird in den Okularauszug vorn am Tubus. Ich habe hier nur ein Problem: Jedes Mal wenn ich ein Objekt anpeile, endet das darin, dass ich zwar das Objekt zentriert hab, aber der Okularauszug entweder senkrecht nach oben schaut oder zumindest so hoch ist, dass ich nicht mehr hinein schauen kann. Also wieder die Rohrschellen öffnen und den Tubus so drehen, dass ich in den Okularauszug schauen kann... -.- Absolut nervig, ...
    jep, so isses. Ich hab das für mich so gelöst, daß ich den Tubus so in den Schellen gedreht hab, daß bei Ausrichtung des Teleskop nach Süden der Okularauszug wagrecht nach links wegsteht. Ich also net von "oben" sondern "seitlich" reinguck. Dann muß ich am wenigsten an den Schellen rumfummeln...

    2. Ich habe das Teleskop gestern mal "eingenordet." Also den Polblock auf 48° eingestellt, ich wohn im Schwarzwald, Googlemaps hat mir diese Gradzahl dafür ausgegeben. Jetzt hatte ich das Problem dass bei diesen Einstellungen und beim Umstand, dass die DE und die RA-Achse annähernd in Ausgangsposition stehen, das Teleskop ca 3-4° unter dem Polarstern ausgerichtet war. Soll der Polblock überhaupt auf den Polarstern ausgerichtet sein, oder hat das damit nichts zu tun und Polaris ist nur eine Hilfe um Norden zu finden?
    dann war Dein Stativ 3-4 ° "aus dem Wasser". Also net wirklich sauber wagrecht. Ordentlich ausgerichtet solltest Du den Polarstern treffen. Hat denn die EQ-3 eine Bohrung zum anvisieren vom Polarstern? Das wäre ideal...

    Zwischen den Beinen vom Stativ müßte eigentlich ne Ablageplatte sein. Da legst aus dem nächsten Baumarkt so ne 2x Libelle rein. Also T-förmig angeordnete eingeklebte Wasserwagen. Koscht einsfuffzig oder so und erleichtert das richtige Aufstellen vom Stativ enorm.

    Wenn das Stativ ordentlich niveliert ist, dann die Montierung drauf, Polhöhe einstellen und zwar so genau wie Möglich. 48° klingt sehr vertraut. Wo im SW bist denn beheimatet? Eventuell kannst ja mal bei uns auf der Sternwarte mit Deinem Geraffel vorbeischauen. Bitte mach mit mir nen Termin per mail vorher aus, dann können wir das gemeinsam mal üben...

    3. Ich habe bei Galaxien häufig das Gefühl, nur graue verwaschene Schleier zu erkennen. Alle Galaxien sehen für mich irgendwie gleich aus. Selbst der Orionnebel sah am Winterende nur grau und verwaschen aus.
    Wenn der Spiegel nicht richtig justiert ist, dann sind alle Objekte "verwaschen". Aber auch, wenn alles perfekt justiert ist und das Seeing stimmt, so wie auf bunten Fotografien wirst Du nix sehen. Außer Planeten erstmal alles in schwarzweis. Mit etwas Übung erkennst dann, daß die Sterne unterschiedliche Farben haben. 130 mm Öffnung reicht aus, um ca. 15 Messier-Objekte als Anfänger zu erkennen. Das sind net alles Galaxien im M-Katalog. Da sind auch Kugelsternhaufen, offene Haufen und Planetarische Nebel dabei... Wenn Du indirektes Sehen geübt hast, und über etwas mehr Beobachtungserfahrung + gute Okulare verfügst, werden es dann etwa 50. Mehr ist nicht drinn. Nicht mit dem kleinen Einsteigerteleskop...

    Etliche Objekte brauchen einfach mehr Öffnung. Da muß mehr Licht gesammelt werden... Das, was Dir Dein Teleskop zeigen können sollte, sind Kugelsternhaufen (etwa bis zur Hälfte von außen nach innen in Einzelsterne aufgelöst), da sollten ein paar Sterne unterschiedliche Farben haben. Dann geht mit Deinem Teleskop mit dem langbrennweitigsten Okular (= kleinstmögliche Vergrößerung!!!) schön die Andromedagalaxie (da siehst etwa den hellsten inneren Teil als "helles, längliches Etwas" mit 1 oder 2 dunklen Staubbändern). Dann kannst den Ringnebel in der Leier anschauen. Ein fluffiger, kleiner, fast kreisrunder Kringel. Wie ein Rauchkringel von ner Zigarette... Später im Sommer/Herbst dann die vielen Nebel in der südlichen Milchstraße. Natürlich alle Planeten, den Mond und mit Baaderfolie auch die Sonne.

    Zwecks Sonne: Mach nach Anleitung auf der visuellen DIN A 4 Baaderfolie einen Ring aus Pappe, über den Du die Folie locker drüber legst. 4 "Zipfel" mit Tesafilm fixieren, dann rundum gut festkleben. Am Schluß nochmal ne Lage Pappe über den schon fertigen Ring und gut ist. Den Filter in ne Plastik-Kuchendose aus dem Supermarkt und Du hast den perfekten Aufbewahrungskörper für den Sonnenfilter... Kleb über die kleine Öffnung vom Deckel zusätzlich flächig Baaderfolie. (Das übrig gebliebene Reststück von der Folie für den großen Filter) Und vergiß bitte nicht, dem kleinen Sucherteleskop auch einen Sonnenfilter zu spendieren. Sonst brennt Dir der Sucher ein Loch in den Kittel oder zündet gar was an...

    Wenn Du den kleinen Deckel abnimmst kannst die Sonne kurz anschaun, ob es sich lohnt, den großen Filter zu holen. Manchmal hat die Sonne keine Flecken, dann ist sie langweilig. In so nem Fall mach ich den kleinen Deckel wieder drauf und beobachte garnet im Weißlicht.

    Wenn Du nur mit der kleinen Öffnung beobachtest, verschwendest Auflösung. Bei voller Öffnung (also dem großen Filter) kannst auf der Sonnenscheibe neben Flecken und Granulation mehr in Richtung Sonnenrand ab und an auch schön "weiße Fäden" sehen. Mit der kleinen Öffnung ist das nicht machbar...

    Nachtrag: Falls Du oft tagsüber Sonne angucken magst, spendier dem schwarzen Tubus ne Lage weißes DC-Fix Klebefolie. Denn in der Sonne wird der Tubus aber sowas von heiß! Den unterschied zwischen schwarzem Tubus und weißen Tubus kannst mit ner weißen Tischdecke und ein paar Wäscheklemmerles austesten.

    Für den Venustransit kannst Dein neues Teleskop prima verwenden. Da siehst nen kleinen schwarzen Punkt vor der Sonne...
    Ich hab seinerzeit nur ein 100/500 Refraktor gehabt. Damit hab ich den Venustransit 2004 beobachtet...

    Clear Sky
    Sissy

  5. #15
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    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Hallo Ysuran,

    glückwunsch zum Einstieg in unser schönes Hobby.
    Danke


    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    So ein Teleskop darfst net einfach aus der Wohnung raus schleppen, aufbauen und durchgucken. Du mußt das Teil (Spiegel + Metallrohr) sich an die Nachttemperatur etwa ne Stunde angleichen lassen. Is doof, aber so isses. Kenn ich aus Erfahrung... Es wäre gut, wenn Du es irgendwo (Garage, Keller) kühl lagern könntest. Dadurch verringert sich die Auskühlzeit.

    Erst wenn der Spiegel und das Rohr die selbe Temperatur wie die Nachtluft hat, kannst vernünftig nen Sterntest machen. Dabei darfst dann aber net über aufgeheizte Parkplätze oder Hausdächer gucken. Denn von dort steigt die ganze Nacht hindurch Warmluft auf und da kannst net scharfstellen oder den Spiegel zum Fangspiegel und Okularauszug justieren...
    Ah! Das könnte natürlich auch das Problem sein... Meist hab ich tatsächlich das Teleskop einfach rausgeschleppt und direkt benutzt. Ich werd es mal in den Keller stellen.


    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    jep, so isses. Ich hab das für mich so gelöst, daß ich den Tubus so in den Schellen gedreht hab, daß bei Ausrichtung des Teleskop nach Süden der Okularauszug wagrecht nach links wegsteht. Ich also net von "oben" sondern "seitlich" reinguck. Dann muß ich am wenigsten an den Schellen rumfummeln...
    Jep, so mach ichs mittlerweile auch. Mittlerweile geht es auch gut, erstrecht wenn ich das Stativ mit drehe.


    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    dann war Dein Stativ 3-4 ° "aus dem Wasser". Also net wirklich sauber wagrecht. Ordentlich ausgerichtet solltest Du den Polarstern treffen. Hat denn die EQ-3 eine Bohrung zum anvisieren vom Polarstern? Das wäre ideal...

    Zwischen den Beinen vom Stativ müßte eigentlich ne Ablageplatte sein. Da legst aus dem nächsten Baumarkt so ne 2x Libelle rein. Also T-förmig angeordnete eingeklebte Wasserwagen. Koscht einsfuffzig oder so und erleichtert das richtige Aufstellen vom Stativ enorm.

    Wenn das Stativ ordentlich niveliert ist, dann die Montierung drauf, Polhöhe einstellen und zwar so genau wie Möglich. 48° klingt sehr vertraut. Wo im SW bist denn beheimatet? Eventuell kannst ja mal bei uns auf der Sternwarte mit Deinem Geraffel vorbeischauen. Bitte mach mit mir nen Termin per mail vorher aus, dann können wir das gemeinsam mal üben...
    Ich wohn in St. Georgen, also nen Weilchen von dir entfernt. ^^ Aber dann versuch ich das mit dem einnorden nochmal mit Wasserwaage.


    Zitat Zitat von Sissy Beitrag anzeigen
    Zwecks Sonne: Mach nach Anleitung auf der visuellen DIN A 4 Baaderfolie einen Ring aus Pappe, über den Du die Folie locker drüber legst. 4 "Zipfel" mit Tesafilm fixieren, dann rundum gut festkleben. Am Schluß nochmal ne Lage Pappe über den schon fertigen Ring und gut ist. Den Filter in ne Plastik-Kuchendose aus dem Supermarkt und Du hast den perfekten Aufbewahrungskörper für den Sonnenfilter... Kleb über die kleine Öffnung vom Deckel zusätzlich flächig Baaderfolie. (Das übrig gebliebene Reststück von der Folie für den großen Filter) Und vergiß bitte nicht, dem kleinen Sucherteleskop auch einen Sonnenfilter zu spendieren. Sonst brennt Dir der Sucher ein Loch in den Kittel oder zündet gar was an...

    Wenn Du den kleinen Deckel abnimmst kannst die Sonne kurz anschaun, ob es sich lohnt, den großen Filter zu holen. Manchmal hat die Sonne keine Flecken, dann ist sie langweilig. In so nem Fall mach ich den kleinen Deckel wieder drauf und beobachte garnet im Weißlicht.

    Wenn Du nur mit der kleinen Öffnung beobachtest, verschwendest Auflösung. Bei voller Öffnung (also dem großen Filter) kannst auf der Sonnenscheibe neben Flecken und Granulation mehr in Richtung Sonnenrand ab und an auch schön "weiße Fäden" sehen. Mit der kleinen Öffnung ist das nicht machbar...
    Nachtrag: Falls Du oft tagsüber Sonne angucken magst, spendier dem schwarzen Tubus ne Lage weißes DC-Fix Klebefolie. Denn in der Sonne wird der Tubus aber sowas von heiß! Den unterschied zwischen schwarzem Tubus und weißen Tubus kannst mit ner weißen Tischdecke und ein paar Wäscheklemmerles austesten.

    Für den Venustransit kannst Dein neues Teleskop prima verwenden. Da siehst nen kleinen schwarzen Punkt vor der Sonne...
    Ich hab seinerzeit nur ein 100/500 Refraktor gehabt. Damit hab ich den Venustransit 2004 beobachtet...

    Clear Sky
    Sissy
    Danke für die Infos. Das Sonnenfolienproblem hab ich schon gelöst (http://i.imgur.com/hoYWA.jpg) Das heißt soweit bin ich bereit, getestet hab ich für den Transit auch schon. Die "weißen Fäden" konnte ich leider noch nicht erkennen, aber darum geht es ja bei dem Transit auch net. Ich freu mich schon.

    Danke jedenfalls für deinen umfassenden Beitrag, hat mir sehr geholfen, nächstes Jahr würd ich mich wahrscheinlich zu einer größeren Öffnung durchringen können. Ansonsten versuch ichs mal mit dem Temperaturausgleich und mach den Sterntest, sobald das Seeing stimmt, gefolgt von etwaiger Justierung.

  6. #16
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    Hi Ysuran,

    Ah! Das könnte natürlich auch das Problem sein... Meist hab ich tatsächlich das Teleskop einfach rausgeschleppt und direkt benutzt. Ich werd es mal in den Keller stellen.


    Bepp auch bei Gelegenheit die weiße Folie um den Tubus. So ein Teleskop soll net schön aussehen, es soll funktionieren... Und seit ich meinem Newton ne weiße Oberfläche spendiert hab, bleibt das Teil tagsüber schlicht auf dem Balkon stehen. Bis schlechtes Wetter kommt, dann hol ich es natürlich rein... Ist halbwegs ordentlich eingenordet und wenns mich überkommt, mach ich den Deckel runter und die Sonnenfolie drauf und guck mal ne halbe Stunde Sonne... Zur Zeit hat sie ja richtig viele Flecken, da macht das Spaß...

    Jep, so mach ichs mittlerweile auch. Mittlerweile geht es auch gut, erstrecht wenn ich das Stativ mit drehe.
    damit ist dann die Einnordung flöten. Net so dolle. Der Vorteil einer parallaktischen Montierung ist ja, daß Du blos an 1 Welle drehen must und so die Erddrehung ausgleichen kannst. Wenn Du das Stativ einfach hochhebst und drehst, dann hättest für das gleiche Geld in einen fetten Dobson investieren können (mehr Öffnung, mehr sichtbare Objekte)

    Ich wohn in St. Georgen, also nen Weilchen von dir entfernt. ^^
    Ui, das ist doch "Nachbarschaft". Googlemaps sagt 50 km, wenn Du "Pfitzenalstraßen" fährst und bei Rottweil auf die A 81 wechselst. Hey, in der Astroszene fahren wir noch viel längere Strecken zu diversen Messen, Tagungen oder Treffen...

    Danke für die Infos. Das Sonnenfolienproblem hab ich schon gelöst (http://i.imgur.com/hoYWA.jpg)
    schaut doch schon gut aus. Achte darauf, daß der Wind das Teil net wegblasen kann. Ich geh immer auf "Nr. Sicher" und kleb es mit ein Paar Tesastreifen zusätzlich am Tubus fest. Du hast nur 2 Augen, also max. 2 Verblaser, dann hast so ne hübsche Armbinde mit gelben Punkten drauf...

    Das heißt soweit bin ich bereit, getestet hab ich für den Transit auch schon. Die "weißen Fäden" konnte ich leider noch nicht erkennen, aber darum geht es ja bei dem Transit auch net. Ich freu mich schon.
    Da muß das Seeing mitspielen, sie müssen auch da sein und Du brauchst ein bissy Beobachtungserfahrung. Gibt sich von alleine , wenn Du beim Hobby bleibst...

    nächstes Jahr würd ich mich wahrscheinlich zu einer größeren Öffnung durchringen können.
    im Lauf der Zeit sammelt sich bei so gut wie jedem Amateur ein Fuhrpark an Teleskopen an. Was kleines auf Parallaktischer Montierung für Weitfeldbeobachtungen und/oder Reisen und was fetteres für Deepsky.

    Je nach finanziellem Rahmen. Wenn Du Dir entsprechend gute Okulare zulegst, kannst die an allen Teleskopen nutzen und so schon mal ordentlich am Zubehör sparen... Hast denn nen Karkoschka oder anderen Deepsky-Atlaß? Sowas + Rotlichttaschenlampe ist sehr hilfreich. Rotlicht deswegen, damit Du Dir die Dunkeladaption net kaputt machst, wenn Du auf der Karte was nachguckst...

    Schau mal ins GAD, da hat es jede Menge Adressen von Vereinen in Deiner Nähe. Kontakt zu erfahrenen Sternfreunden ist sehr wichtig. Da kriegst Praxistipps und kannst auch mal durch andere Teleskope durchgucken. Dann kannst selber entscheiden, wohin Deine Astroreise gehen soll...

    Clear Skys
    Sissy

  7. #17
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    Wenn Du das Stativ einfach hochhebst und drehst, dann hättest für das gleiche Geld in einen fetten Dobson investieren können (mehr Öffnung, mehr sichtbare Objekte)
    Gut zu wissen ;D Wobei das hier echt ein Schnäppchen war (102 €... ^^).

    Je nach finanziellem Rahmen. Wenn Du Dir entsprechend gute Okulare zulegst, kannst die an allen Teleskopen nutzen und so schon mal ordentlich am Zubehör sparen...
    Die Okulare, die ich an dem Teleskop nutz, sind die beigelegten. Kann es auch sein, dass diese einfach qualitätsmäßig hinterher hinken, sodass auch dort das "Unscharf-Problem" liegen könnte? ^^

    Ui, das ist doch "Nachbarschaft". Googlemaps sagt 50 km, wenn Du "Pfitzenalstraßen" fährst und bei Rottweil auf die A 81 wechselst. Hey, in der Astroszene fahren wir noch viel längere Strecken zu diversen Messen, Tagungen oder Treffen...
    Wahrscheinlich doch eine Idee dass ich mal vorbei schau. Hab nur leider kein eigenes Auto, müsst die Freundin anbetteln. ^^ Aber das könnten wir wirklich mal machen. Dann könntest du dir das Teleskop auch mal anschauen.

    Hast denn nen Karkoschka oder anderen Deepsky-Atlaß? Sowas + Rotlichttaschenlampe ist sehr hilfreich.
    Einen Deepsky-Atlas hab ich nicht. Ich muss auch schauen wo ich finanziell bleib, kann mir net allzu viel leisten. Ich druck mir monatlich die Karten von Skymaps aus und geh dann nacheinander alle Beobachtungstipps durch. Wobei ich da auch noch sehr viel öfter rausgehen müsste, um alle Galaxien ausprobiert zu haben, die etwas größer sind. Andromeda z.B. liegt ja momentan immer am Horizont und ist daher out zum Beobachten, hier kann ich nichtmal sagen wie sie aussehen würde.

    Statt einer Rotlichtlampe nutz ich das Kamera-Licht meines Handys. Ein Orange-Rotes Licht, auf welches ich meist meinen Daumen leg und es somit dimme. Funktioniert eigentlich ganz gut.

    schaut doch schon gut aus. Achte darauf, daß der Wind das Teil net wegblasen kann. Ich geh immer auf "Nr. Sicher" und kleb es mit ein Paar Tesastreifen zusätzlich am Tubus fest. Du hast nur 2 Augen, also max. 2 Verblaser, dann hast so ne hübsche Armbinde mit gelben Punkten drauf...
    Da kann nix passieren, der Zylinder des Aufsatzes ist so fest, da brauch ich mir gar keine Sorgen machen. Der Kraftkleber, der die Folie vorn hält ist zudem so fest, dass ich daran ziehen muss, um das Ding wieder vom Tubus abzubekommen. Das schafft der Wind so einfach nicht. Ich kenn die Gefahr.

    Ich seh auf der Sonne momentan übrigens nur 2-3 Flecken Also muss da ja irgendwas ganz und gar nicht stimmen. So klein ist unser Stern nun auch net...

    Danke jedenfalls für alle Hinweise Vielleicht kriegt man ja mal nen Treffen arrangiert.

  8. #18
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    Zitat Zitat von Ysuran Beitrag anzeigen
    Einen Deepsky-Atlas hab ich nicht.
    Hallo Ysuran,

    lade Dir doch mal Cartes Du Ciel (kurz CdC) auf deinen Rechner. Zu diesem Programm gibt es jede Menge kostenloser Erweiterungsmodule mit denen man schon ein ziemlich professionelles Werkzeug bekommt. Es ist alles kostenlos auf der zugehörigen Homepage erhältlich (s. Link oben). Für den Anfang sollte man sich den Hipparcos, Tycho1 und Tycho2-Katalog laden. Damit hast du alle Sterne bis etwa zur 12ten Größe, also ideal für ein kleines Teleskop. Du kannst dann damit anfangen Messiers zu sammeln, d.h alle Objekte aus dem Messier-Katalog aufzusuchen (M1 im Krebs bis M110 in Andromeda). Ein idealer Einstieg in die Deep-Sky-Beobachtung. Die Fortgeschritteneren machen dann auch mal sowas hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Messier-Marathon

    Für Planetenbeobachtung ist CdC ebenfalls gut geeignet, weil es nicht nur die scheinbaren Positionen der Planeten selbst anzeigt, sondern bei hohem Zoom in die Karte auch die Positionen der Monde. Bei Jupiter und Saturn kannst Du damit dann auch einzelne Monde (z.B. die vier galileischen Monde, Titan, usw.) gezielt aufsuchen.

  9. #19
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    Danke Reicht für solche Zwecke nicht auch schon Stellarium?

  10. #20
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    Zitat Zitat von Ysuran Beitrag anzeigen
    Reicht für solche Zwecke nicht auch schon Stellarium?
    Stellarium gefällt mir von der Machart und Optik so gut wie überhaupt nicht, weswegen ich es nicht benutze.

    An eine digitale Sternkarte für den Einstieg in die Deep-Sky-Beobachtung würde ich aber prinzipiell die folgenden Anforderungen stellen:
    1) Eingabe des Beobachtungsstandortes und der aktuellen Uhrzeit
    2) Grenzgröße 8m oder besser
    3) Übersichtliches Koordinatensystem mit Rekaszension und Deklination
    4) Sternbildnamen, am besten in lateinischer Sprache
    5) Alle Messier-Objekte
    6 optional) alle NGC-Objekte
    7 optional) Planetenpositionen

    Falls Stellarium die ersten fünf Punkte abdeckt, spricht nichts gegen dessen Verwendung.

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