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Thema: Keine Dunkle Materie in der Milchstrasse

  1. #31
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    Hallo Tom,

    Zitat Zitat von TomS Beitrag anzeigen
    Was sagt diese spezielle MOG (STVG) zu anderen Phänomenen
    - Lichtablenkung
    - Rotverschiebung
    - kosmologische Modelle
    - Urknall, Schwarze Löcher
    - ...
    im Preprint http://arxiv.org/pdf/1309.5077v2.pdf hab' ich beim überfliegen nichts dazu gefunden. Es konzentriert sich auf die Überprüfung an Galaxienclustern. Im ersten Teil: http://arxiv.org/abs/1306.6383 beschreibt er, mit welchen Galaxien er seine Parameter fittet. Die kleinste darin aufgeführte Galaxis ist DDO 0154

    Zu dieser Galaxis findet man hier: http://adsabs.harvard.edu/full/1989ApJ...347..760C gleich im Abstract folgenden Eintrag:
    At the last observed point (r = 7.6 kpc), more than 90% of the mass is dark.
    Zum Vergleich:
    Der Anteil dunkler Materie bei den Zwerggalaxien ist häufig 10 bis 100 mal höher als in den normalen Galaxien. Beispielsweise enthält die spheroidale Zwerggalaxie Segue 1 in der Lokalen Gruppe etwa 1000 mal soviel dunkle wie sichtbare Materie, die normalen Galaxien in etwa lediglich 10 mal so viel.
    aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Zwergga...usammensetzung



    Zitat Zitat von TomS Beitrag anzeigen
    Gibt es kritische Analysen, wie diese MOG evtl. falsifiziert werden kann?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Segue_1 und Konsorten?
    Wenn man sich seine Kurven in http://arxiv.org/pdf/1306.6383v4.pdf Seite 4 anschaut, dann könnte man bereits argwöhnen, daß er bei den DM-reicheren Zwerggalaxien ‚Probleme‘ mit seiner Methode bekommt. Wäre zumindest interessant wie diese MOG damit zurecht kommt.

    Herzliche Grüße

    MAC
    Geändert von mac (07.03.2014 um 12:01 Uhr)

  2. #32
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    Hallo Frank,

    verbal erklärt hat er das in http://arxiv.org/pdf/1309.5077v2.pdf auf Seite 2 unterhalb der Gleichung 11

    Herzliche Grüße

    MAC

  3. #33
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    @Frank: Es muss natürlich 24'000 pc heissen, ich hatte es erst anders herum (wie im Abstract) und dachte dann, darunter kann man sich ja nichts vorstellen.

    woher die Gravitation weiss, wann und wo sie sich ändern muss.
    Nun, die Frage ist ähnlich wie die Frage, woher der Mond denn weiss, wie schnell er die Erde umkreisen muss... Die Gravitation hängt von einem neuen Feld ab ("Phi"), das ebenfalls von Masse erzeugt wird, aber eine andere Abhängigkeit über lange Distanzen zeigt (sofern ich das richtig verstanden habe).

    @Mac: danke fürs Raussuchen der Links. Ja, es gibt eine Menge Literatur zu MOG, allerdings ist das meiste auf Arxiv, und fast überall ist Moffat dabei. Insofern...
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  4. #34
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    Hallo,

    richtet sich die Gravitation vielleicht nach der gesamten Energie (E=mc2) in einem Raumvolumen und unterscheidet nicht nach Materie und Energie / Strahlung?
    Und sehen wir deshalb in der Entfernung die Auswirkung aller Beteiligten und aus unserer Galaxis heraus nur einen Teil Dieser
    Auch Schallwellen tragen ob in Sternen oder Gaswolken einen Teil der Gesamtenergie in dem Raumvolumen.
    Selbst die geleistete Arbeit um den Raum zu dehnen müsste da mit zählen.
    Gruß Günter
    Geändert von G2-Astro (19.04.2014 um 21:13 Uhr)

  5. #35
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    Zitat Zitat von G2-Astro Beitrag anzeigen
    richtet sich die Gravitation vielleicht nach der gesamten Energie (E=mc2) in einem Raumvolumen und unterscheidet nicht nach Materie und Energie / Strahlung?
    Hallo Günter,

    in der allgemeinen Relativitätstheorie ist das im Wesentlichen so, auch wenn der Energiebegriff dort nicht mehr so eindeutig definiert werden kann, wie in der newtonschen Mechanik. Man sollte dazu vielleicht noch wissen, dass in den üblichen astronomischen Szenarien (z.B. Milchstraße) die Ruhemasse normalerweise die meiste Energie trägt und Strahlung, wie beispielsweise elektromagnetische Wellen, nur als ganz kleine Korrekturen zu betrachten sind.

    Das Besondere an der Dunklen Materie ist übrigens, dass man zu deren Postulierung gar nicht so komplizierte Theorien heranziehen muss. Die bekannte newtonschen Mechanik reicht da bereits völlig aus und genau deswegen macht die experimentelle Suche danach auch relativ viel Sinn.
    MfG

  6. #36
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    Hallo Bernhard,

    Man sollte dazu vielleicht noch wissen, dass in den üblichen astronomischen Szenarien (z.B. Milchstraße) die Ruhemasse normalerweise die meiste Energie trägt und Strahlung, wie beispielsweise elektromagnetische Wellen, nur als ganz kleine Korrekturen zu betrachten sind.
    Ja dann muss es ja leicht sein, den equivalenten Betrag der Materie zu ermitteln der seit 13,7 Millarden Jahren in Strahlung verteilt im Raum ist.
    Gleichzeitig sollten dann auch festgestellt sein wie groß ein Rumvolumen erfüllt mit absolut ruhender Materie und wie groß es wird, wenn Diese sich, so wie heute beobachtet, in Bewegung befindet und all die beobachtete Strahlung emittiert.

    Gruß Günter

  7. #37
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    Zitat Zitat von G2-Astro Beitrag anzeigen
    Ja dann muss es ja leicht sein, den equivalenten Betrag der Materie zu ermitteln der seit 13,7 Millarden Jahren in Strahlung verteilt im Raum ist.
    Hallo Günter,

    diese Anteile waren nicht immer gleich. In den ersten 380.000 Jahren nach dem Urknall war das Universum strahlungsdominiert. Bis zu diesem Punkt wurde die Strahlung zuerst zu Materie und dann von dieser Materie absorbiert. Heute ist das Universum materiedominiert. Man kann in der Wikipedia dazu viele Details nachlesen:

    http://commons.wikimedia.org/wiki/Fi...Universums.png

    oder die Artikel zu Kosmologie, Urknall, Lambda-CDM-Modell und Friedmann-Gleichung.
    MfG

  8. #38
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    Ja dann muss es ja leicht sein, den equivalenten Betrag der Materie zu ermitteln der seit 13,7 Millarden Jahren in Strahlung verteilt im Raum ist.
    Gleichzeitig sollten dann auch festgestellt sein wie groß ein Rumvolumen erfüllt mit absolut ruhender Materie und wie groß es wird, wenn Diese sich, so wie heute beobachtet, in Bewegung befindet und all die beobachtete Strahlung emittiert.
    Der Strahlungsanteil beträgt momentan ca. 0,082%. Kinetische Energie macht vielleicht 0,00005% aus, wenn man von Pekuliargeschwindigkeiten ~300 km/s ausgeht. Nimmt man thermische Energie hinzu kommt man vielleicht sogar auf 0,0005%, aber das ist jetzt nur geschätzt.
    Der bei weitem größte Beitrag, der nicht direkt auf Ruhemasse zurückgeführt werden kann, ist die dunkle Energie. Deren Energiedichte beträgt 70% der gesamten Dichte; der interessante Teil ist aber ihr negativer Druck, der gravitativ abstoßend wirkt. Das Ganze fällt noch am ehesten unter "die geleistete Arbeit um den Raum zu dehnen".
    Geändert von Ich (20.04.2014 um 22:23 Uhr)

  9. #39
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    Nebenan bei den "raumfahrern" gab's einen Hinweis auf ein neues Paper zur Verteilung der dunklen Materie in der Milchstraße.
    Danach ist es nur noch halb soviel wie vormals geschätzt http://iopscience.iop.org/0004-637X/794/1/59/article
    Leider nur abstract frei - Senf

  10. #40
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    Zitat Zitat von Herr Senf Beitrag anzeigen
    Nebenan bei den "raumfahrern" gab's einen Hinweis auf ein neues Paper zur Verteilung der dunklen Materie in der Milchstraße.
    Danach ist es nur noch halb soviel wie vormals geschätzt http://iopscience.iop.org/0004-637X/794/1/59/article
    Leider nur abstract frei - Senf
    Bitte sehr: On the Shoulders of Giants: Properties of the Stellar Halo and the Milky Way Mass Distribution (P.Kafle, S.Sharma, G.Lewis, J.Bland-Hawthorn)

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